Vorschau: World of Final Fantasy

world-of-final-fantasy-vorschau-bild-1Ich bin ganz ehrlich, World of Final Fantasy stand bei Weitem nicht ganz oben auf meiner Liste von Spielen, auf die ich mich dieses Jahr noch freue. Umso erstaunlicher ist es also, dass ich es nach dem ersten Anspielen nun kaum noch abwarten kann.

Wie einige von euch vielleicht wissen, feiert das Final Fantasy-Franchise in diesem Jahr seinen 30ten Geburtstag. Ein Jubiläum bei dem ordentlich auf den Putz gehauen wird mit dem Erscheinen von Final Fantasy XV, passendem Animationsfilm und vielem mehr. Auch World of Final Fantasy schließt sich diesem Gedanken an und versucht auf niedliche und unkomplizierte Art und Weise viele bekannte Gesichter, Monster und Orte vergangener Finale Fantasy-Spiele zu kombinieren.

Die Welt von Grymoire

Unterwegs seid ihr bei World of Final Fantasy mit dem Geschwister Paar Ryenn und Lann, welche in die Märchenhafte Welt von Grymoire gelangen. Warum können wir euch an dieser Stelle zwar noch nicht genau verraten, aber scheinbar hat dies mit irgendeiner Prophezeiung zu tun. Da zu diesem Unglück auch noch Pech dazu kommt, haben die Beiden ganz nebenbei noch ihre Erinnerungen verloren. Das sie nicht in diese Welt gehören, wird auch schnell an ihrer Größe deutlich, denn in Grymoire ist alles noch ein wenig niedlicher und kleiner als ohnehin schon.world-of-final-fantasy-vorschau-bild-2

Final Fanatsy meets Pokémon

Bis auf den niedlichen Look sollten sich Rollenspieler und Final-Fantasy-Liebhaber gleich zurechtfinden. So könnt ihr, mit erhöhten Blick von außen, eure Charaktere durch die Welt lotsen, Städte betreten, mit Charakteren reden und jede Menge Kämpfe bestreiten. Letzteres löst dabei schnell das Pokémon-Fieber in euch aus, da es nicht nur darum geht Monster klein zu hauen, sondern sie auch zu fangen und zu sammeln.

Die Monster in World of Final Fantasy heißen Miragen. Von diesen gibt es über 200 Stück, die allesamt aus dem Final Fantasy Universum stammen und nur etwas niedlicher als vorher aussehen. Einige von ihnen sind sogar vollwertige Mitstreiter auf eurer Reise und geben euch wertvolle Tipps, um in der neuen Welt zurecht zu kommen.world-of-final-fantasy-vorschau-bild-3

Ein Monster auf dem Kopf

Neben den nützlichen Erklärungen sind die Miragen auch im Kampf von entscheidender Bedeutung. Sie leihen euch nicht nur ihre Fähigkeiten, sondern lassen sich miteinander unterschiedlich kombinieren. Gekämpft wird in sogenannten Stapeln. Was sich merkwürdig anhört, sieht zudem noch komisch aus. Ryenn und Lann können nämlich die Miragen über und unter sich stapeln. Abhängig von ihrer eigenen Größe und der Größe der Monsterchen. Ihr kennt die Bremer Stadtmusikanten? Dann wisst ihr ihr ja wovon ich rede.

Ab hier beginnt das niedlich aussehende Spiel eine enorme Tiefe zu gewinnen, um sich damit sein Alleinstellungsmerkmal zu schaffen. Gerade der Faktor Größe spielt bei World of Final Fantasy eine zentrale Rolle. So kommt alles in der Welt in drei verschiedenen S, M und L daher. Was wiederum wichtig für die unterschiedlichsten Kombinationen der Stapel ist.world-of-final-fantasy-vorschau-bild-4

Auf die Größe kommt es an

Als Beispiel könnt ihr auf großen Monster stehen und dabei noch ein kleines auf auf dem Kopf tragen. Oder ihr stellt euch ein mittelgroßes Monster auf den Kopf und stapelt darüber ein kleines. Hinzu kommt noch, das Ryenn und Lann’s Größe selbst verändern könnt. Wechseln könnt ihr zwischen Murkel oder Hüne (klein und groß). All dies hat dabei immer Vor- und Nachteile, denn zwar könnt ihr durch die Stapelung eure unterschiedlichen Stärken teilen, aber eben auch eure Schwächen.

Neben der taktischen Tiefe waren wir vor allem vom rundenbasierten Kampfsystem(ATB) begeistert, was stark an frühere Teile wie Final Fanatasy VII erinnert. In den meist zufällig auftretenden Kämpfen landet ihr dabei auf einer Art Schachfeld, bei dem jeder Teilnehmer nach und nach seinen Zug bzw. Angriff macht. Gewinnt ihr den Kampf sammelt ihr neben Erfahrung und Gegenständen auch noch Geld in Form von den typischen Gil ein.world-of-final-fantasy-vorschau-bild-5

Gemeinsam oder getrennt

Eure Startformationen sind die Stapel die ihr vorher festgelegt habt. Im Kampf besteht jedoch jederzeit die Möglichkeit die Stapel aufzulösen. Dies ist besonders sinnvoll wenn ein Mitglied von Status-Effekten wie Gift oder Blindheit betroffen ist.Diese Effekte treffen nämlich nicht nur ein Stapelmitglied, sondern haben immer Einfluss auf den gesamten Stapel. Mitgefangen ist mitgehangen sozusagen.

Analog sieht es auf der Gegenseite aus, denn die Monster treten nicht nur allein sondern auch in Gruppen gegen euch an. Auch diese können sich zusätzlich stapeln, um euch mächtig die Hölle heiß zu machen. Darüber hinaus warten immer wieder spezielle Bosse auf euch, die wie wir es von Final Fantasy gewohnt sind, eine ganz besondere Herausforderung darstellen. Die Endgegner stellen hierbei eine besondere Gefahr da, weil hier die Möglichkeit eines Game Over besteht. Normalerweise werdet ihr nämlich einfach an bestimmte Stellen zurückgesetzt.world-of-final-fantasy-vorschau-bild-6

Sammeln und entwickeln

Wie schon erwähnt ist neben dem Kampf auch das Fangen der Miragen ein Hauptaspekt von World of Final Fantasy. Jeder Monstertyp benötigt dabei ein spezielles Prisma um ihn fangen zu können. Diese sind Teil des Loot nach erfolgreichen Kämpfen. Habt ihr ein entsprechendes Prisma müsst ihr die Monster im Kampf immer soweit schwächen, aber nicht töten, dass sie sich einfangen lassen. Einmal eingefangen müsst ihr jedoch haushalten, denn aktiv könnt ihr nur eine bestimmte Anzahl bei euch tragen, der Rest wandert in eine Art Tresor.

Doch damit ist noch längst nicht Schluss, denn eure Kreaturen lassen sich weiterentwickeln. Dies ist wiederum an die Erfahrungspunkte der bestanden Kämpfe gekoppelt, mit den denen ihr im Level aufsteigen könnt, was euch jeweils einen Punkt zur Weiterentwicklung einbringt. Diese Punkte könnt ihr schlussendlich auf dem Miragen Board einsetzen, um den Monstern mehr Kraft, Lebenspunkte und neue Fähigkeiten zu verschaffen.  Manche Ungetüme lassen sich dann noch weiterentwickeln. Möglich sind bis zu drei Metamorphosen, womit ein Monster von der Größe S, mit reichlich Fleiß und Spucke, auf bis zu L anwachsen kann.world-of-final-fantasy-vorschau-bild-7

Niedlich und Detailverliebt

Die enorme Spieletiefe versteckt sich schon fast in der niedlichen Hülle. So kommt World of Final Fantasy in einem übertriebenem Kindchen-Schema daher, was so herrlich japanisch ist, dass man sich kaum satt sehen kann. Alles ist ein wenig kleiner und niedlicher, als ihr es sonst kennt. Trotzdem haben sich die Entwickler bemüht alle Elemente der vorhandenen Charaktere zu übernehmen. Das ist ihnen so gut gelungen, dass Fans auf den ersten Blick Monster und Helden aus dem Final Fantasy Universum erkennen werden. So lebt das Spiel nicht von realistischen Effekten und extrem hochauflösenden Texturen, sondern eher von der Liebe zum Details, welche ihr an jeder Ecke des Spiels zu sehen bekommt. Das gilt im Übrigen auch für den Soundtrack, der bekannte Melodien aufgreift und Ohrwurm Potenzial hat.

 

Enorme spielerische und taktische Tiefe
Charmanter Fanservice
Sammelfieber garantiert
Bombastisch

Marco K.

World of Fantasy hat mich in diesem Spieljahr bisher am meisten überrascht. Was auf den ersten Blick so niedlich aussieht, bot schon bei meinem kurzem Ausflug eine enorme Spieltiefe, die ich so nicht erwartet hätte. Obendrauf gibt es einen tollen Fan-Service, der so charmant verpackt ist, dass ihr euch ihm nicht wiedersetzen könnt. Wenn die Geschichte hier Schritt halten kann, könnte uns mit World of Final Fantasy ein echter Rollenspielknaller im Oktober erwarten.
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