Test: Cut the Rope – Trilogy

Wie wir alle wissen, mutieren Smartphones mehr und mehr zu leistungsstarken Gaming-Maschinen. Starke 3D-Engines und aus der Konsolenwelt bekannte Titel sind keine Seltenheit mehr. Und doch sind es gerade die einfachen Titel, die Smartphone-Gamer an das Gerät fesseln. Aber wieviele dieser einfachen Spiele finden den Weg vom Smartphone auf die Heimkonsole?
Kaum eins, aber es gibt sie. Einer dieser Titel ist Cut the Rope – Trilogy, welches nun erneut für den Nintendo 3DS erschien. Ob sich der Kauf lohnt? Lest selbst.

Cut the Rope Price

Test: Cut the Rope - TrilogyDas könnte der kürzeste Test aller Zeiten werden, aber für euch wollen wir trotzdem einmal in die Tasten hauen. Dennoch kommen wir nicht drum herum, mit dem Offensichtlichen zu beginnen. Cut the Rope -Trilogy, so der Titel der 3DS-Version, beinhaltet gleich drei Spiele. Darunter das Original Cut the Rope sowie Cut the Rope: Time Travel und Cut the Rope: Experiments. Alle drei Titel sind auch für das Smartphone erhältlich und, haltet euch fest, das Kostenlos! Okay, natürlich werdet ihr dann mit Werbung bombardiert, aber das ist auszuhalten. Wer das jedoch nicht möchte, muss gerade einmal 0,89 € pro Titel hinblättern. Die 3DS-Version hingegen wird für satte 30 Euro angeboten, also quasi ein 10er pro Spiel.

Und dabei unterscheiden sich die Inhalte nicht einmal. Ihr bekommt dieselben Level vorgesetzt, dieselben Zwischensequenzen, dieselbe Musik. Es gibt absolut keinen Grund, zur 3DS-Version zu greifen, vorausgesetzt natürlich, man besitzt ein Smartphone. Alle diejenigen unter euch, die gerade mit Tränen in den Augen auf ihr Uralt-Nokia starren, dürfen weiterlesen. Der Rest ist vermutlich bereits im eshop des Spartphones versunken – zurecht.

Test: Cut the Rope - TrilogySchlecht für die Zähne

Cut the Rope – Trilogy ist ein klassisches Knobelspiel, das ausschließlich auf eine Touchscreen-Steuern setzt. Eure Aufgabe ist es, ein Monster mit dem Namen Om Nom (umgangssprachlich für Krümelmonster) mit Süßigkeiten zu füttern. Diese hängen in der Regel an Seilen, die es mit Hilfe eines Wisches über den Bildschirm zu zerschneiden gilt. Wichtig sind nun das richtige Timing und die richtige Taktik. Im Laufe des Spiels sorgen diverse Hilfsmittel und Hindernisse für die nötige Abwechslung.

Jedes der drei Spiele ist in verschiedene Boxen aufgeteilt, die wiederum eine Vielzahl an Level beinhalten. Insgesamt kommt  Cut the Rope – Trilogy so auf mehr als 650 Level – durchaus beachtlich. Die meisten Level sind aber im nu abgeschlossen. Wer eine besondere Herausforderung sucht, der kann die drei im Level verteilten Sterne einsammeln. Hierfür muss die Süßigkeit die Sterne nur berühren, was in einigen Fällen auch gar nicht so einfach ist.

Generell ist  Cut the Rope – Trilogy jedoch sehr einsteigerfreundlich und eher leicht. Der Schwierigkeitsgrad steigt im Spiel zudem nicht konstant an, sondern hüpft auf und ab. Das hängt damit zusammen, dass jede neue Box auch ein neues Hilfsmittel oder Hindernis zu bieten hat, welches jeweils anhand einfacher Räsel erklärt wird. Etwas weniger Erklärung hätte dem Titel gut getan. Cut the Rope und Cut the Rope: Experiments spielen sich dabei identisch – lediglich das Setting unterscheidet sich. In Cut the Rope: Time Travel hingegen warten in jedem Level zwei Om Noms darauf gefüttert zu werden. Das bringt teilweise nochmal frischen Wind mit sich, ist im Gegensatz zu den anderen Titeln aber oftmals eine Try-And-Error -Erfahrung.

Grafisch nicht so sweet

Test: Cut the Rope - TrilogyBei der technischen Umsetzung mussten die Entwickler einiges Einstecken. Das liegt zum einen an den gänzlich anderen Bildschirmformen des 3DS im Vergleich zum Smartphone, aber auch an der Qualität dieser. Auf dem oberen Bildschirm seht ihr ein 3D-Om Nom das eigentlich nichts tut, außer zu fressen oder eine Schnute zu ziehen, solltet ihr die heiß ersehnte Süßigkeit verlieren. Ergo – absolut sinnfrei. Das Spiel selbst findet komplett auf dem unteren Bildschirm statt. Im Direkten Vergleich zum Smartphone (hochkant) ist aufgrund der Bildschirmform des 3DS (quer) aber alles sehr viel kleiner geraten. Und auch die Bildqualität von  Cut the Rope – Trilogy  ist deutlich schlechter. Da hat das Smartphone einfach mehr zu bieten.

  • Großer Umfang
  • Einsteigerfreundlich
  • Zu teure 3DS-Version
  • Grafisch deutlich schwächer
  • Keine 3DS-exklusiven Inhalte

Maik R.

Cut the Rope - Trilogy ist eine wirklich nette Knobelspiel-Sammlung die gerade für Rätsel-Neueinsteiger richtig Spaß macht und die wir jedem nur ans Herz legen können. Leider gibt es jedoch absolut keinen Grund, sich diese 3DS-Version zuzulegen, wenn man die inhaltlich identische und zudem noch schönere Smartphone-Version kostenlos bzw. werbefrei für Cent-Beträge bekommen kann. Schade drum, denn ich bin sicher, dass man hier mehr hätte rausholen können.
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