Lohnt sich Kino: Ein ganzes halbes Jahr

1811220.jpg-r_x_600-f_jpg-q_x-xxyxxDer Erfolgsroman ein ganzes halbes Jahr (OT: Me Before You) von der Autorin Jojo Moyes hat es nun auch auf die große Leinwand geschafft. Ob der Liebesfilm mit Emilia Clarke und Sam Claflin überzeugen kann oder sich mit seinen 110 Minuten Laufzeit doch eher wie ein ganzes halbes Jahr anfühlt, verraten wir euch jetzt.

Aller Anfang ist schwer

Die 26-jährige Louisa Clark (Emilia Clarke) hat es nicht leicht. Um für ihren Unterhalt zu sorgen und ihrer Familie unter die Arme zu greifen hangelt sie sich von Job zu Job. Als sie dann ihre Anstellung in einem kleinen Cafè verliert, sucht sich das Arbeitsamt auf. Dieses verschafft ihr eine Chance auf ein Vorsprechen, welches sie trotz einigen Peinlichkeiten erfolgreich übersteht.

In ihrer neuen Berufung als Pflegerin ist es ihre Aufgabe sich um den an den Rollstuhl gebundenen Will Traynor (Sam Claflin) zu kümmern. Dieser war bis zu einem Verkehrsunfall erfolgreich im Beruf und begehrt bei den Frauen. Durch seine Behinderung verlor der Querschnittsgelähmte jedoch jegliche Freude am Leben, sodass sich Gedanken über die aktive Sterbehilfe in Wills Kopf breitmachten.

Louisa versucht zunächst mit ihrer quirligen und lebensfrohen Art an Will heranzutreten, doch dieser reagiert stets unfreundlich und lehnt jeglichen Annäherungsversuch ihrerseits ab. Als sie dann auch noch von seinem Todeswunsch erfährt, setzt die 26-jährige alles daran Will umzustimmen.

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Vorhang auf und Manege frei

Die Schauspieler treten ordentlich in Erscheinung, auch wenn die Rolle der Pflegerin von Frau Clarke an manchen Stellen doch etwas überspitzt wird. Sam Claflin gibt sich hingegen als dezenter und zurückhaltender Mann, der nicht viel redet und wenn er es tut, stets auf seiner Wortwahl achtet. In den Nebenrollen sehen wir unter anderem noch Charles Dance (Game of Thrones, The Imitation Game) als Wills Vater, Matthew Lewis (Harry Potter-Reihe) als Freund von Louisa und Vanessa Kirby (Everest), die als Ex-Freundin von Will in Erscheinung tritt.

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Kitsch und Gehalt

Ein ganzes halbes Jahr ist zwar eine Romanze, doch richtet sie sich nicht zwingend an ein weibliches Publikum. Themen wie etwa die umstrittene Sterbehilfe oder auch der zunehmende Kontakt zweier Personen, die in zwei absolut unterschiedlichen sozialen Umgebungen aufgewachsen sind, erweitern das Spektrum der Zielgruppe.

Der Film entscheidet sich dabei für die typische Mischung aus Witz und Ernsthaftigkeit. Neben einem kleinen Lacher hier und da, die meist den tollpatschigen Situationen von Louisa zu verdanken sind, werden auch ein paar ernstere Inhalte angesteuert. So zeigt der Streifen, was es heißt als junger Mensch zu lernen die Verantwortung für gewisse Dinge zu übernehmen und die Initiative zu ergreifen. Nett verarbeitete Ideen, hat man aber alles schon mal gesehen.

Ein ganzes halbes Jahr ist ein netter Film für einen ruhigen Sonntagnachmittag. Zwar macht der Film nicht besonders viel neu, doch sehenswert ist der Streifen trotzdem. Der Kauf eines Kinotickets ist dabei jedoch nicht nötig, da sich der Film ebenso gut auf DVD oder Blu-ray schauen lässt, wie im Kino.

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