Lohnt sich Kino: Get Hard – Filmkritik

Ihr braucht mal wieder was zu Lachen? Vielleicht solltet ihr dann mal einen Blick auf die neuste Komödie aus den Staaten werfen, die hierzulande am 7. Mai startet: Get Hard (dt. „Der Knastcoach“). Wir hatten die Möglichkeit, uns den Streifen schon vor Release zu Gemüte zu führen und wollen euch verraten, ob sich dafür der Gang zum Kino um die Ecke wirklich lohnt oder sich die paar Kröten doch besser investieren lassen.

© 2015 Warner Bros. Entertainment Inc.

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Gute Laune garantiert

Get Hard enthält prinzipiell alles, worüber sich gut und immer wieder lachen lässt: Penisse, Nazis, stumpfer Humor. Mit Will Ferrell (Anchorman – Die Legende kehrt zurück) und Kevin Hart (Die Trauzeugen AG) ist die Besetzung auch alles andere als schlecht, doch der Funke ist irgendwie nicht übergesprungen. Während Ferrell den Millionär gibt und Hart sich als Besitzer einer Autowaschanlage durchs Leben schlägt, produzieren sie zwar reichlich skurrile und wirklich witzige Situationen, über die man sich amüsieren kann, doch irgendetwas fehlt einfach. Und das sind sicher keine Nacktaufnahmen des Hauptdarstellers Ferrell – die gibt es nämlich zur Genüge..

Um ehrlich zu sein, ist die Story relativ ausgelutscht und enthält kaum neue Elemente. Der Millionär mit der geldgierigen Verlobten und einem naiven Weltbild sieht sich den Gefahren des Gefängnisses ausgesetzt. Um sich darauf vorzubereiten, wendet er sich an den nächstbesten „Knasti“, den er finden kann: Darnell Lewis. Und von da an nimmt die Geschichte ihren Lauf. Kein Dauerbrenner in Sachen Storyline, sodass das Konzept hinter Get Hard ein bisschen öde und einfallslos wirkt.

© 2015 Warner Bros. Entertainment Inc.

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Couch statt Kino

Vielleicht muss das aber auch so sein – welche Komödie hat schließlich schon eine richtig gute, tiefschürfende Geschichte, an der sie sich entlang hangelt? Get Hard ist ein witziger Film, ganz ohne Frage und entlockt mir problemlos Gelächter. Ich mag aber auch ganz, ganz flachen (infantilen) Humor, überspitzte Klischees und irgendwie absurde Dialoge, die am Ende ausarten und in einer völlig abstrusen Situation enden. Wer diesen eher… fragwürdigen Geschmack teilt, dürfte mit Get Hard gut bedient sein und problemlos Spaß haben.

Einen Kinogang ist mir die Komödie leider nicht wert – nochmal sehen würde ich sie aber auf jeden Fall. Dann jedoch lieber zuhause und in Gesellschaft von Freunden, jeder ein Bierchen in der Hand. Man muss ihn sich nicht schön trinken, doch Get Hard belacht man am Besten gemeinsam. Erst dann entfaltet der Film nämlich sein wahres Potenzial und sorgt für den gewissen Effekt, der letztendlich die wirklichen Lacher hervorruft und den Streifen sehenswert macht. Wenn ihr euch schon vorher über Will Ferrell und seine Filmauftritte kaputtlachen konntet, werdet ihr das wohl auch bei Get Hard tun können. Versprochen!

© 2015 Warner Bros. Entertainment Inc.

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Macht Bock, hat aber so seine Schwächen. Spart ein bisschen Geld und leiht euch den Film lieber aus, anstatt ins Kino zu gehen.

 

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