Lohnt sich Kino: Guardians of the Galaxy Vol. 2

Guardians-of-the-Galaxy-Vol.-2-Kritik-Bild-1Mit Guardians of the Galaxy 2 startet Marvel am 27. April sein Kinojahr gleich mal wieder mit einem bunten und lauten Knall. Doch kann der zweite Teil der etwas anderen Heldensaga an den Erfolg aus 2014 auch wirklich anknüpfen? Um das herauszufinden haben wir schon mal vorab im Kinosessel Platz genommen.

*ACHTUNG: LEICHTE SPOILER GEFAHR – Wer nur wissen möchte, ob sich der Gang ins Kino lohnt, sollte bis zum Fazit durchscrollen*

Bunte Truppe

Wie auch im ersten Teil inszeniert Regisseur James Gunn mit der Fortsetzung seiner Space-Opera einen Superheldenfilm der etwas anderen Art. Im Mittelpunkt steht dabei mal wieder die Truppe des ehemaligen Weltraumpiraten Peter Quill(Chris Pratt) aka Star-Lord, bestehend aus der grünen Amazone und Ziehtochter Thanos Gamora(Zoe Saldana), dem völlig stumpfen und physisch einschüchterten Drax(Dave Bautista), dem wahnsinnigen und lustigem Waffengenie Rocket(Bradley Cooper in engl.) und der sprechenden Mini-Pflanze Groot(Vin Diesel im engl).Guardians-of-the-Galaxy-Vol.-2-Kritik-Bild-2

Familienbande

Die Geschichte setzt dabei direkt nach den Ereignissen des Vorgängers an und führt die kleine Weltraumfamilie und selbst ernannten Hüter der Galaxie auf den Planet der Sovereign People, einer Art genetisch perfekt erschaffenem Wesen. Was als Auftrag beginnt, entwickelt sich schnell zur Flucht, denn Rocket lässt mal eben kurzerhand ein paar mächtige Batterien mitgehen, wodurch er und der Rest der Truppe zur Zielscheibe der Sovereign-Anführerin Ayesha(Elizabeth Debicki) werden.  Diese hetzt prompt ihr eigenes Volk samt den Ravagers, unter der Führung von Peters unfreiwilligen Ziehvaters Yondu (Michael Rooker), auf die Truppe.

Und als wäre das nicht schon Unruhe genug, taucht plötzlich auch noch Peters richtiger Vater Ego in all dem Chaos auf. Es beginnt eine Reise, in der alte Fehden wie die zwischen Gamora und ihrer Schwester Nebdula(Karen Gillan) wieder aufflammen, Hintergründe und Figuren wie Yondu beleuchtet und sich die Frage um Peters familiäre Herkunft klärt. Dabei wird euch während der 133 Minuten zu keiner Zeit langweilig werden, denn Action, Humor und Handlung halten sich zu jederzeit gut die Waage. Beim Thema Humor könnt ihr euch auch hier wieder über Sprüche und Gags freuen, die manche „Deine Mudda“-Witze alt aussehen lassen.Guardians-of-the-Galaxy-Vol.-2-Kritik-Bild-3

Toller Mix

Der Streifen reiht sich gerade in Bezug auf sein Figurendesign in die erfolgreiche Marvel-Riege ein. Gerade die vielen Handlungsstränge und der enorm große Cast erscheinen von außen als eine galaktische Aufgabe, die James Gunn jedoch ohne Probleme meistert. Jeder Charakter bekommt ausreichend Zeit auf der Leinwand, um glänzen zu können. Darüber hinaus legt der Film mal eben noch den Grundstein für kommende Phasen des Marvel Cinematic Universe, doch hier verraten wir nicht mehr.

Was wir jedoch ohne Probleme sagen können ist, dass der zweite Teil der Guardians noch bildgewaltiger daherkommt als sein Vorgänger. Zwar ist dabei der überwiegende Teil, wie beispielsweise Baby-Groot und die Weltraum-Action, im Computer entstanden, jedoch findet sich auch noch viel Handarbeit auf der Leinwand wieder. James Gunn zeigt uns hier erneut einen Einblick in eine Comicwelt, von der wir bestimmt noch Großes erwarten können. Wir würden sogar so weit gehen zu sagen, dass die Vielfalt, die ihr hier zu sehen bekommt, anderen Marken wie Star Trek in nichts nachsteht.

Awesome #2

Das dürfte auch der Grund sein, warum gerade nicht Comic-Liebhaber umso mehr begeistert sein werden, weil Look und Feel des Films eben doch nicht so typisch Superhelden-lastig sind. Trotzdem werden aber auch Hardcore-Fans glücklich, so viel ist sicher.

Unterstützt wird das Ganze mal wieder durch einen Soundtrack mit Ohrwurm Potenzial. Der „Awesome Mix #2“ schießt nämlich direkt in Kerbe des Vorgänger, trägst euch quer durch die 60er und 70er Jahre und untermalt jede Szene auf der Leinwand punktgenau.

Guardians-of-the-Galaxy-Vol.-2-Kritik-Bild-4

Wir machen es kurz: Guardians of the Galaxy Vol. 2 ist sein Kinogeld mehr als wert, denn selten wurden wir von einer Fortsetzung so gut unterhalten wie hier. Auf euch warten mal wieder abgefahrene Marvel-Helden, jede Menge Space-Action und ein lässiger Soundtrack für ein awesome Kinoerlebnis.

Test: Marvel's Guardians of the Galaxy: The Telltale Series Test: Little Nightmares
Comments