Lohnt sich Kino: Star Wars – Rogue One

lohnt-sich-kino-star-wars-rogue-one-bild-1Mit Star Wars – Rogue One: A Star Wars Story beschreitet Disney nach Übernahme von Lucas Film neues Terrain. Es ist der erste Film der sogenannten Anthology-Reihe, die sich mit Ereignissen und Einzelfiguren des Star Wars Universum befasst, die nicht zur eigentlichen Skywalker-Geschichte gehören. So dreht sich Rogue One um ein Element, ohne welches in Episode IV ein echter  Knaller gefehlt hätte.

Immer die Väter

*An dieser Stelle folgt wie immer eine Spoiler-Warnung. Wer den Film unvoreingenommen schauen möchte, sollte am besten zur Wertung scrollen*

Wie schon erwähnt gliedert sich die Geschichte genau vor der Ereignisse der ursprünglichen Star Wars Trilogie ein. Der Zeitpunkt, an dem das Imperium gerade zur vollen Stärke gelangt und die Rebellion langsam um ihr Überleben kämpfen muss. Das führt, wie ihr vielleicht wisst, zur Errichtung des Todessterns. Dieser befindet sich aber gerade erst in der Mache und zwar im Geheimen. Verantwortlich dafür zeigt sich Galen Erso (Mads Mikkelsen), Vater von Jyn Erso (Felicity Jones), welcher damit nicht nur ein riesen Unglück fürs Universum sondern auch über seine Familie heraufbeschwört. So trennen sich ihre Wege und während Galen weiter an der ultimativen Waffe arbeitet, entwickelt sich Jyn, dank der Mithilfe von Saw Gerrera (Forest Whitaker) zu einer vorbildlichen Rebellin.lohnt-sich-kino-star-wars-rogue-one-bild-6

So kommt es wie es kommen muss und der Widerstand kriegt dank des Rebellen Cassian Andor Wind von dem Planetenzerstörer. Danach beginnt eine wilde Jagd nach den Bauplänen des Todesterns, bei dem sich die Handlungsstränge vieler neuer Charaktere miteinander verknüpfen. Mehr wollen wir euch an dieser Stelle aber nicht verraten. Doch nur so viel: Gerade die Vielfalt der Charaktere ist eine der größten Stärken des neuen Star Wars-Streifens, wenn auch nicht jede der einzelnen Storylines am Ende voll und ganz zündet.lohnt-sich-kino-star-wars-rogue-one-bild-2

Das Problem mit dem Zeitstrahl

Funktionieren tut das Ganze aber wegen der  gelungenen Geschichte, die Rogue One erzählt, welche  wahrscheinlich eine der wichtigsten Fragen rund um die Star War Trilogie endlich nachvollziehbar erklärt. Schade nur, dass das Ende aufgrund der Verbindung zu Episode IV leider viel zu berechenbar ausfällt und etwas Spannung aus dem Film nimmt. Kompensiert wird das durch eine sehr ernste und düstere Erzählweise, die stellenweise mal wieder fabelhaft durch einen neuen Androiden K-2SO (Alan Tudyk) aufgelockert wird. Gefallen hat uns auch, dass die Ereignisse Star Wars-untypisch komplett in einem Film abgeschlossen sind. Aber keine Sorge: Die Verbindung zum Rest der Saga ist clever gelöst und sorgt für ausreichend Fanservice und zwar über den kompletten Film.lohnt-sich-kino-star-wars-rogue-one-bild-5

Neue Wege

Genau hier spielt der Film seine größte Stärke aus und zwar, dass er neue Pfade beschreitet. Dies fängt bei den Charakteren an und hört bei vielen neuen Schauorten auf. Gerade Star Wars- und Sci-Fi-Fans werden sich hier bestimmt nicht sattsehen können. Zudem löst Rogue One noch eins seiner Vorab-Versprechen bravourös ein und zwar den Kriegsfokus. So wird stellenweise aus allen Rohren geschossen. Das gilt für die echten Sets, Kostüme bis hin zu allen Special Effects, welche mal wieder auf einem einzigartigen Niveau sind. Untermalt wird das Ganze natürlich durch einen Soundtrack, der euch in den Kinosessel drückt. Schön ist hier der Wechsel zwischen komplett neuen Stücken und dem Widerhall altbekannter Klänge.lohnt-sich-kino-star-wars-rogue-one-bild-4

Die dunkle Seite

Bei so viel Licht gibt es natürlich auch Schatten, denn so ist nämlich die Vielfalt auch ein Problem. Einige Elemente fallen deswegen einfach zur kurz und überhastet aus. Gutes Beispiel ist hierfür Forest Whitaker in der Rolle des Saw Gerrera. Seine  Performance ist erste Sahne, aber leider nur viel zu kurz, weshalb das Potenzial ein wenig verschwendet scheint. Zudem bricht Rogue One ebenfalls nicht mit der Tradition, dass Storm Trooper stellenweise wohl die schlechtesten Schützen im Universum zu seinen scheinen. Dies gilt in Rogue One aber auch für Bösewichte, weshalb einige dramatische Situation ein wenig an Spannung verlieren.lohnt-sich-kino-star-wars-rogue-one-bild-3

Star Wars – Rogue One: A Star Wars Story ist ein gelungener Spin-Off-Film geworden, bei dem sich der Gang ins Kino auf jeden Fall lohnt. Der Film traut sich, neue Wege zu gehen, ohne seine Wurzeln zu vergessen und zeigt so eine ernste Geschichte, die sich nicht zu verstecken braucht. Schade ist nur, dass am Ende die Verbindung zu Episode Vier der eigentliche Knackpunkt des Films zu sein scheint. Doch keine Sorge: Rogue One hat dafür trotzdem genug Überraschungen parat.

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