Nacon Asymmetric Wireless Controller PS4 im Test: Besser als der Dualshock 4?

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Nacon Asymmetric Wireless Controller: Eine echte Alternative zum Dualshock 4?

Unsere Suche nach dem besten Controller für die PS4 geht in eine weitere Runde. Der nächste Kandidat kommt aus dem Hause Nacon und hört auf den Namen Asymmetric Wireless Controller. Ohne großen Schnickschnack, aber dafür mit Analog-Sticks im Xbox-Layout und einem Preis von knappen 60 Euro erwartet euch eine echte Alternative zum DualShock 4.

Alles im Blick

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Schlichte Verpackung für einen schlichten Controller

Entgegen der Pro und der Unlimited Pro Variante von Nacon kommt der Asymmetric Wireless Controller in einer schlichten Plastikverpackung daher. Diese lenkt euren Blick gleich von Beginn an auf den Controller selbst. Für alle Faktenliebhaber gibt es auf dem Karton natürlich auch die wichtigsten Informationen zum Pad. In der Verpackung findet ihr darüber hinaus einen Bluetooth USB-Doogle, ein Mini USB-Kabel und die standardmäßigen Beipackzettel.

Schwarz und schlicht

Beim Design kommt der Asymmetric Controller komplett unauffällig daher. Die Form erinnert sehr stark an den normalen DualShock 4, auch wenn seine Kurven und Rundungen merklich ausladender ausfallen. Das wird vor allem Spieler mit größeren Händen gefallen, da ihr so etwas mehr Controller in die Hand bekommt. Auch farblich gibt es keine merklichen Unterschiede zum normalen Pad. Auf euch wartet ein normaler schwarzer Controller. Ein bisschen Farbe kommt nur über die PlayStation-typischen Buttons dazu, die bei Nacon traditionell ein bisschen größer als beim Standard-Modell ausfallen, aber trotzdem einen schönen Druckpunkt besitzen.

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Nacon verzichtet auf Schnickschnack

Simpel ist auch die Materialwahl beim Asymmetric Wireless Controller. Er besteht nämlich komplett aus Kunststoff. Das ist allerdings sehr sauber verarbeitet und besitzt eine tolle Haptik. Um dieses Gefühl zu verstärken und zusätzlich noch ein wenig mehr Halt zu schaffen, hat die komplette Oberfläche ein mattes Finish bekommen. Dies ist aber nicht stark wie die Soft-Touch Oberfläche des Unlimited Pro, nimmt dafür aber auch weniger Fingerabdrücke auf.

Nach oben gehört der Stick

Für kleine Akzente sorgen beispielsweise das auf dem rechten Stick eingemeißelte Nacon-Logo, das Klavierlack-Finish der beiden Analog-Sticks oder die kleine LED-Leiste unter dem Touch-Pad sowie dem PS-Knöpfchen. So wirkt der Controller in seiner Gesamtheit zwar recht einfach, stellt sich aber trotzdem als hochwertig heraus. Der entscheidende Punkt ist jedoch die Lage der Analog-Sticks. Diese sind, wie der Name es schon verrät, asymmetrisch platziert. Oder leichter ausgedrückt: Linker Stick und D-Pad sind vertauscht, wenn ihr es mit einem normalen DualShock 4 vergleicht.

Am Ende des Tages bleibt dies in jedem Fall Geschmacksfrage, hat aber den Vorteil, dass eure Daumen deutlich entspannter an den Sticks arbeiten können. Dieser Effekt verstärkt sich gerade bei großen Händen nochmals deutlich. Abzug in der B-Note gibt es aber bei den Stick-Köpfen. Diese fallen leider etwas zu klein aus. Das ist doppelt schade, da ihr damit keine Stickkappen oder Aufsätze von Dritt-Anbietern nutzen könnt.

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Die Trigger fallen angenehm groß aus

Besonders gut hat uns hingegen das D-Pad gefallen. Dieses ist zwar „nur“ ein vier Wege Kreuz, jedoch von der Größe, Position und Haptik fast ideal. Das ist gerade im Vergleich mit Pro und Umlimited Pro Modell verwunderlich, denn dort haben die D-Pads Potenzial auf der Strecke gelassen.

Große Schultern

Nacon-Asymmetric-Wireless-Controller-PS4-Test-Trigger

Wer große Pranken hat, findet einen echten Begleiter zum Zocken

Wie für Nacon üblich, fallen die Schultertasten und Trigger etwas größer aus. Dies sorgt aber wiederum dafür, dass ihr sie leicht erreichen könnt. Noch besser wird die ganze Sache dadurch, dass sie eine matte Oberfläche haben und einen schönen Druckpunkt besitzen. So ist Haptik und das Bedienen deutlich angenehmer als beim Unlimited Pro, bei dem gerade die Schultertasten laute und unangenehme Klickgeräusche von sich gegeben haben.

Rin und ab geht’s

Nacon-Asymmetric-Wireless-Controller-PS4-Test-Bluetooth-Stick

Kabelloser Komfort ohne Verzögerungen

Ebenso einfach wie das Design ist die Bedienung und Inbetriebnahme des Asymmetric Wireless Controllers. Egal ob an der Konsole oder PC: Ihr steckt einfach nur den Stick in den USB-Slot, startet den Controller, wartet bis die LEDs auf Controller und Stick konstant weiß leuchten (dauert meist 2 Sekunden) und ab geht es. Dabei liegt die Reichweite bei ca. 7 Metern, die ihr euch frei mit Pad bewegen könnt. Dies ist für normale und große Wohnzimmer mehr als ausreichend. Bleibt natürlich die Frage nach der Latenz. Und auch hier haben wir nur gutes zu vermelden, denn spürbare Verzögerung gibt es schlichtweg nicht.

Langer Spaß

Dieser kabellose Spaß dauert dann ca. 7 Stunden an, bis dem Controller der Saft ausgeht. Das ist ausreichend lange und mehr als jeder normale Controller derzeit mitmacht. Vollgeladen ist das Pad nach ca. 1,5 Stunden. Wie lange der Akku genau durchhält, lässt sich an der PS4 aber leider nicht im Menü erkennen. Um Abhilfe zu schaffen, übernimmt diese Funktion die LED-Leiste auf dem Controller. Sollte euch nämlich langsam der Saft ausgehen, blinkt diese rot und sagt euch damit deutlich, dass  schon bald Schluss sein könnte. Zudem findet ihr auf der Rückseite noch eine Akkutaste, mit der ihr wieder über die LED-Leuchte erfahrt, wie voll der Akku noch ist.

An dieser Stelle noch eine kleine Anmerkung zur mittlerweile viel erwähnten LED-Leuchte. Diese fällt leider viel zu hell aus. Das ist bei Tageslicht kaum ein Thema, aber gerade beim Zocken im Dunkeln unangenehm, da euch die Leuchte direkt von unten ins Gesicht blendet.

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Trotz 4-Wege-Kreuz starke Konkurrenz zum Dualshock 4

Besser als Standard?

Bleibt natürlich die Frage: Ist der Nacon Asymmetric Wireless Controller besser als der Dualshock 4? Ja und Nein. In Sachen Ergonomie und Haptik auf jeden Fall, jedoch gibt es auch ein paar Dinge, die uns stören. Zum einen sind die Stickköpfe – wie erwähnt – merklich zu klein und die LED gerade abends penetrant hell. Das wäre nicht so schlimm, wenn da nicht noch die Sache mit dem Audioanschluss hinzukommen würde.

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Der vielleicht beste Controller im Nacon Line-up

Der Klinkenanschluss macht zwar seinen Job, wenn es um die Wiedergabe des Tons geht, versagt jedoch in Sachen Mikrofon. Gerade im Partychat auf der PS4 ist der Audioanschluss so gut wie nicht nutzbar. Ihr selbst seid kaum zu verstehen, rauscht und manchmal hören sich eure Team-Kollegen auch doppelt. Das ist extrem schade, denn für Shooter-Spieler wäre der Controller vor allem in Sachen Ergonomie besser als das Standard-Pad. Abwesend sind im Übrigen auch ein Speaker und Gyrosensor im Controller, für alle unter euch, die gerne solche Features wahrnehmen.

Schlichtes, schickes Design
Asymmetrische Lage der Sticks
Tolles D-Pad
Einfache Inbetriebnahme
Guter Akku
Keine spürbaren Latenzen
Liegt super in der Hand
LED-Leuchte zu hell
Headset-Eingang in der Praxis nicht nutzbar
Köpfe der Sticks zu klein

Marco Kruse

Der Asymmetric Wireless Controller ist für uns vielleicht sogar der beste Controller, den Nacon aktuell im Line-Up hat. Dies liegt vor allem an der tollen Ergonomie und Haptik, die dem normalen PS4-Pad merklich überlegen sind. Schade ist nur, dass es Abzüge in der B-Note für die kleinen Stickköpfe, die helle LED-Leuchte und vor allem für den nicht nutzbaren Headset-Anschluss gibt. Wer jedoch kaum im Team spielt und einen guten und preiswerten Controller sucht, der kann hier bedenkenlos zuschlagen.
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