Test: Alienation

Test: Alien Nation

Wer 2010 Spaß hatte bei Dead Nation massenweise Zombie-Herden ins Jenseits zu befördern, der kann sich jetzt auf Alien Nation freuen. Mit dem neusten Titel der finnischen Entwickler von Housemarque ändert sich zwar das Setting, doch bleiben sie dem Nation-Prinzip gewiss treu. Wie der Alien-Schnetzel-Spaß abschneidet, erfahrt ihr nun in unserem Test.

Zombies waren gestern

Wer damals Dead Nation gespielt hat, dem dürfte aufgefallen sein, dass das Spiel nicht von seiner Story lebt. Gleiches gilt auch für Alienation. Somit steht den Tag retten mal wieder an der Tagesordnung. Vor welcher Bedrohung? Natürlich vor einer Alien Invasion. Der Rest ist also Nebensache und ergibt sich von selbst. Dafür kann der Titel aber wieder mit ganz anderen Qualitäten punkten.

Test: Alien Nation

Dieses Mal sind es Aliens, die dran glauben dürfen.

Das ultimative Trio

Alienation ist ein Top-Down Shooter wie er im Buche steht. Ihr wählt zu Beginn aus einer der drei Klassen und stürzt euch dann sofort ins Gefecht. Dabei könnt ihr zwischen dem Bio-Experten, dem Frontkämpfer und dem Saboteur wählen. Alle haben spezielle Fähigkeiten, die eine eigene Spielweise mit sich bringt. Während der Bio-Experte mit seiner Fähigkeit sich selbst und seine Team-Mitglieder zu heilen in die Rolle des Supporters fällt, ist der Frontkämpfer mit seiner Schild-Funktion eher der Tank, der die Aufmerksamkeit der intergalaktischen Feinde auf sich zieht.

Habt ihr eure Auswahl bezüglich eures Soldaten getroffen könnt ihr auch schon auf Alien-Jagd gehen – es sei denn ihr möchtet das kurze Tutorial spielen. Auf einer Weltkarte seht ihr die jeweiligen Krisengebiete, wo ihr eure Einsätze starten könnt. Seid ihr in dem Gebiet angekommen, so erhaltet ihr eine Aufgabe nach der nächsten. Während ihr versucht diese zu absolvieren bekommt ihr es mit zahlreichen Massen an außerirdischem Abschaum zu tun und trefft an manch einer Stelle sogar auf einen Alien-Boss.

Test: Alien Nation

Der Frontkämpfer steckt mit seinen Schilden mehr Schaden ein, weshalb er sich – wie es sein Name schon verrät – an die Front des Kampfes begibt.

Die Instrumente der Alien-Bekämpfung

Um diesen Abschaum aufzuhalten stehen euch verschiedene Waffen zur Verfügung. Eure primäre Waffenkategorie ist die der MPs. Mit einer hohe Feuerrate und durchschnittlichem Schaden ballert ihr euch so rasch durch größere Horden. Als Zweitwaffe könnt ihr etwa eine Handfeuerwaffe wie einen Revolver mit euch führen. Diese Waffen haben eine deutlich geringere Feuerrate, aber dafür schenkt jeder Treffer ordentlich Schaden aus.

Zu guter Letzt könnt ihr noch eine schwere Waffe mitnehmen. Dazu zählt ein Flammenwerfer, eine Minigun oder ein Raketenwerfer. Für unsere explosiven Freunde gibt’s dann auch noch Granaten und Minen, die ihr je nach Spielstil ausrüsten könnt. Und sollte euch mal ein Außerirdischer zu nahe kommen, so könnt ihr ihm einfach mit einem geballten Nahkampfangriff sein intergalaktisches Fell über die Ohren ziehen.

Da eure Widersacher von Einsatz zu Einsatz mächtiger werden, müsst ihr natürlich auch schwerere Geschütze auffahren. Dabei findet ihr im Verlauf des Spiels neue Waffen, indem ihr entweder welche in Kisten findet, oder diese von gefallenen Alien-Schergen aufsammelt.

Test: Alien Nation

Damit ihr in den überladenden Kämpfen nicht den Überblick verliert, solltet ihr euch vorher mit euren Kameraden absprechen.

Aber nicht nur eure Waffen werden immer entschneidender, sondern auch ihr selbst. Denn mit jedem erlegtem Feind erhaltet ihr Erfahrungspunkte mit denen ihr im Rang steigt. Für jeden neuen Rang gibt es dann einen Fähigkeitspunkt. Mit diesen könnt ihr euch neue Features aneignen. Dabei wird hier in aktive und passive Fähigkeiten. Wenn ihr auf die passiven Fähigkeiten skillt, so könnt ihr beispielsweise auf lebensgenerierende Funktionen wie etwa die schnellere Erholung setzten. Bei den aktiven erhaltet ihr hingegen neue Angriffsmöglichkeiten, wie den Artillerieschlag, bei dem ihr für einen kurzen Moment Luftunterstützung erhaltet. Diese Fähigkeiten haben jedoch eine Abklingzeit, sodass ihr sie nicht permanent benutzen könnt.

Saubere Straßen sehen anders aus

Die Welt von Alienation ist passend im Endzeit-Look gestaltet. So geben einem die vollgeparkten aber verlassenen Straßen eine genaue Vorstellung von dem Zeitpunkt als die Raumschiffe die Erde angriffen und die Menschen panisch alles stehen und liegen ließen, um davonzurennen. Die Maps sind zudem offen, weshalb ihr also auch mal abseits eures eigentlichen Wegs nach Kisten suchen könnt.

Test: Alien Nation

Da ihr in verschiedenen Ländern der Welt agiert stoßt ihr auch auf unterschiedliche Klimazonen.

Der Spaß ist nicht genug…

Doch was wäre Alien Nation für ein Top-Down Shooter, wenn es nicht den Muliplayer-Modus gäbe. Während eure Motivation nach einigen Leveln des Alleinspielens so langsam den Bach runtergeht, schießt sie wieder in die Höhe sobald ihr mit ein paar Kumpel zusammen loszieht. Zwar fehlt momentan noch der Couch-Coop, doch könnt ihr wenigstens im Multiplayer-Modus mit bis zu 4 Spielern die Welt retten gehen.

Ultimativer Coop-Spaß
Unterschiedliche Klassen für unterschiedliche Spielstile
Innovative Fähigkeiten
Fesselndes Gameplay
Kaum vorhandene Story
Geringe Waffenvielfalt

Oliver K.

Alienation ist große Action für kleines Geld. Der Titel beweist, dass auch simples Gameplay stets unterhalten kann und das Genre des Top-Down Shooters noch längst nicht ausgestorben ist. Schnappt euch ein paar Freunde, überredet sie ebenfalls zum Kauf und stürzt euch gemeinsam in die Action - dann ist der Spielspaß garantiert. Wer mit Dead Nation schon Spaß hatte und Lust auf ordentliche Coop-Action hat, der wird sich mit Alienation mindestens genauso gut amüsieren.
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