Test: Batman Arkham Knight (PS4)

batman-arkham-knight-test-Bild-2Der dunkele Ritter ist endlich zurück und gibt damit gleichzeitig noch sein Debüt auf den neuen Konsolen. Mit Batman Arkham Knight bringen die Entwickler von Rocksteady auch gleichzeitig  Trilogie und Vision von ihrem Flattermann zu einem Ende. Ob sich der Trip nach Gotham für euch lohnt, haben wir für euch herausgefunden.

Anmerkung zur PC-Version

Wie viele schon euch sicherlich schon mitbekommen haben, kämpft die PC- Version von Batman Arkham Knight leider mit einigen Problemen. Warner Bros, Rocksteady und die Entwickler der PC-Portierung, gehen den Problemen gerade nach und haben sich nun entschieden, die PC-Version erstmal vom Markt zu nehmen. Somit können wir den Kauf nicht uneingeschränkt empfehlen.

— An dieser Stelle noch eine Warnung auf leichte Spoiler die im Test vorkommen können —batman-arkham-knight-test-Bild-1

Das Ende naht

Ich glaube das Grundszenario von Batman dürfte fast jedem klar sein. Stellt sich nur die Frage: Wer will Batman dieses Mal an die enge schwarze Spandex Wäsche. Die Antwort lautet: Scarecrow(Die Vogelscheuche). Doch dieser will nicht nur Batman ans Leder, sondern bedroht gleich mal ganz Gotham City, mit seinem eigens entwickelten Nervengas. Die Mission ist also klar: Bösewicht finden und seine Pläne durchkreuzen.

Das ist wie immer einfacher gesagt als getan. Scarecrow ist nämlich nicht allein. Neben bekannten Gesichtern wie dem Riddler, Harley Quinn oder dem Pinguin hat er sich Unterstützung vom namensgebenden Arkham Knight geholt. Dieser trägt nicht nur einen ziemlich coolen Cyborg Batman-Anzug, sondern bringt noch gleich eine ganze Söldnertruppe mit nach Gotham City. Es herrscht also Krieg, auf den mittlerweile fast leergefegten Straßen von Gotham.

Doch Scarecrow Machenschaften gehen noch weiter, auch vor Batman Verbündeten wird nicht halt gemacht, weshalb Commissioner Gordon samt Familie in die Schlussbahn gerät. Das führt unweigerlich zu einem Konflikt, bei dem sich die Wege der beiden trennen. Zusammengefasst: Alles beim Alten – alle gegen Batman.

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Fundus an Charakteren

Gerade bei der Geschichte und den Charakteren des Spiels, liegt aber wiederum eine der größten Stärken. Nicht ganz verwunderlich aufgrund der tollen Comicvorlagen, doch Rocksteady beweist mal wieder hervorragend, wie man solche Vorlagen auch auf den Punkt packend und glaubhaft in einem Spiel verankert.

Ihr werdet von Beginn in den Bann des Spiels gezogen, der euch fest wie ein Batsuit umklammert. Dabei kann die Geschichte mit spannenden Wendungen und Charakteren aufwarten, die euch bestimmt das ein oder andere Mal überraschen oder schocken werden. Soviel sei verraten, Rocksteady hat es wirklich geschafft ihre Trilogie zu einem bombastischen Ende zu verhelfen.

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Wie aus einem Guss

Schon die Vorgänger standen für visuelle Performance auf höchstem Niveau. Doch mit Batman Arkham Knight schwingt sich dank neuen Konsolenpower auf ungeahnte Höhen. Es ist eins dieser Spiele, die einem regelmäßig die Kinnlade runterklappen lässt. Das liegt zum einen ein den unzähligen Details und zum anderen an dem einzigartigem und bestechenden Look des Spiels. Es ist herrlich düster und dreckig und fängt das Setting des langsam im Chaos versinkenden Gothams perfekt ein. An Einzelheiten wie den Regentropfen auf dem Batsuit, oder dem krassen Design  des  Batmobils,  könnt ihr euch eigentlich kaum satt sehen.

Batman Arkham Knight läuft zudem auf Konsolen fast felsenfest mit 30 Frames über den Bilderschirm, egal wie viel Action um euch herum passiert. Minimale Aussetzer gibt es manchmal bei Vefolgungsjagden mit dem Batmobil, welche den Spielfluss aber zu keiner Zeit stören. Und wer ganz genau hinsieht wird sehr vereinzelt das ein oder andere Popup feststellen und sehr seltene nachladene Texturen.

Sehr beeindruckend ist auch das „offene“ Gotham, das die Entwickler euch hier an die Hand geben, in dem ihr euch ohne irgendwelche Ladezeiten vollkommen frei durch den Nachthimmel schwingen könnt. Extrem gut gefallen hat uns, dass Gotham kein statisches Bild abgibt, sondern sich im Verlauf der Geschichte auch verändert. Wie genau möchten wir an dieser Stelle aber nicht verraten.

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Der hohen Qualität sind sich auch die Entwickler bewusst und brauchen deswegen in den Zwischensequenzen keine zusätzlichen Filter, Effekte oder gar extra gerenderte Cutscenes. Lediglich die Kameraeinstellung und Winkel verändern sich in den angesprochenen Szenen, weshalb es eigentlich keine Übergänge zwischen den Inhalten gibt und alles wie aus einem Guss wirkt. Das tut dem Spielfluss extrem gut und lässt euch besonders bei viel Action kaum durchatmen. Einzig und allein beim Bildschirmtod müsst ihr euch ein wenig gedulden und auf einen Ladebildschirm schauen. Dabei sind die Speicherpunkte zu jederzeit selbst in den Missionen sehr fair angesetzt.

Gerade der Spielfluss kommt in solch großen Spielwelten ja gerne mal zum Erliegen weil man einfach nicht weiß, wo es weitergeht oder was man als nächsten tun soll. Doch hier haben sich die Entwickler ein wirkliches tolles Features ausgedacht. Anstatt jedes Mal die Karten aufzumachen und suchen zu müssen gibt es ein Schnellwahlrat, welches euch die einzelnen Aufgaben anzeigt. So habt ihr meist innerhalb von zwei Sekunden die nächste Mission gewählt, wodurch es sich stellenweise schon fast wieder linear anfühlt. Das ist in diesem Fall aber vollkommen positiv gemeint ist.

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Batman 8.0

Die Anzahl der neuen Gegner und Feinde führt in Batman Arkham Knight gleichzeitig dazu, dass das  Bankonto von Bruce Wayne fast gen Null gehen sollte, aufgrund der neuen coole Gagets die euch diesmal zur Verfügung gestellt werden. Zum einen ein fettes Upgrade des Batsuits, welches euch neue Fortbewegung- und Kampfmöglichkeiten bietet. Wirklich neu sind hier vor allem Techniken die es auch ermöglich in Zeitlupe mehrere Gegner mit einem Schlag sofort auszuschalten. Um diese auszuführen, dürfen eure Gegner euch nicht bemerkt haben und die neue Angst- Anzeige muss auf Maximum stehen.

Der Kampf läuft dank des bekannten Free-Flow-Kombo System wiedermal herrlich flüssig ab. Aber auch hier gilt: Es ist einfach zu bedienen, aber doch schwer zu meistern. Dank neuer Gegnertypen reicht es nämlich nicht aus, einfach nur den Schlagknopf zu betätigen sondern ihr müsst das umfangreiche Repertoire an Angriffen und Hilfsmitteln ausnutzen um einen Sieg zu erlangen. Im Kampf seid ihr jedoch nicht immer allein. Stellenweise helfen einige Nebencharaktere wie Robin, Catwomen oder Nightwing. In diesen Kämpfe könnt ihr nahtlos zwischen Batman und dem jeweiligen Hauptcharakter wechseln und sogar gemeinsame Takedowns ausführen, wenn eure Komboleiste weit genug aufgeladen ist. Doch das mehr Charaktersystem geht noch weiter als nur Kämpfen und so müsst ihr an einigen Stellen auch Rätzel lösen, die nur mit bestimmten Charakteren möglich sind.

Weiterhin gibt es natürlich neue coole Batman-Gadgets um Tatorte zu untersuchen, euch an Gebäuden noch schneller hochzuziehen, oder euren Gegner das Leben schwer zu machen. Erstmals mit dabei ist das Batmobil, mit dem ihr fast die ganze Zeit durch die Straßen von Gotham heizen könnt. Doch der schwarze Flitzer dient nicht nur zur Fortbewegung, sondern ist eigentlich eine Art mobiler Batman-Panzer. Per Knopfdruck könnt ihr hier zwischen Fahr und Kampfmodus nahtlos hin und her wechseln. Egal in welchem Modus ihr euch befindet, die Steuerung ist sehr schnell und direkt und bedarf einer kleinen Eingewöhnungszeit.batman-arkham-knight-test-Bild-7

Batpanzer

Warum zur Hölle braucht Batman so ein Gefährt fragt ihr euch? Dank des Arkham Knights befinden sich überall in Stadt verteilt mobile, unbemannte Panzer, die es auf euch abgesehen haben. Daher gilt, keine falsche Scham und immer drauf mit den großen Geschützen! Aber auch im normalen Modus gibt es viel Action in Form von Rennen und Verfolgungsjagden. Fast zu jeder Zeit und selbst wenn ihr gerade an Gothams Himmel schwebt könnt ihr Batmobil rufen und auf spektakuläre Weise ein und aussteigen. Und ganz ehrlich es macht extrem Laune, sich aus dem Batmobil rausschleudern zu lassen um danach über den schwarzen Himmel der Stadt zu gleiten.

Doch eigentlich kann das Batmobil noch viel mehr. Dank Fernsteuerung könnt ihr auch Kontrolle über das Gefährt übernehmen, ohne das ihr überhaupt drin sitzt. So wird das Fahrzeug bei vielen Aufgaben auf intelligente Art und Weise zum Schlüsselelement gemacht. So müsst ihr stellenweise Durchgänge freilegen, Rampen hochziehen oder Generatoren fremdstarten und Rätsel lösen. Für Abwechslung ist also gesorgt. Klar wirkt das in den ersten Momenten ungewohnt, doch mit der Zeit wird das Batmobil genau wie eure Gadgets und der Anzug zu einem echten Teil von euch, den ihr nie mehr missen möchtet.

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Gotham City

Gekoppelt sind alle Möglichkeiten, Aufgaben und Missionen an ein gutes Belohnung System, mit dem ihr dann immer weiter eure Fähigkeiten ausbauen und verstärken könnt. Wem das jetzt alles noch nicht reicht, der kann  in Gotham City noch unzählige spannende Nebenaufgaben meistern. Hier darf an vorderster Front natürlich der Riddler nicht fehlen, der neben einer einigen kleinen Storyline auch wieder seine Trophäen, genauer gesagt, beachtliche 243(!) Trophäen in der Stadt verteilt hat. Auch die Rätsel die er euch sonst stellt sind nicht ohne und sorgen für ordentlich Spaß und Abwechslung.

Ansonsten könnt ihr euch noch daran machen beispielsweise dem Penguin oder Two Face hinter schwedische Gardienen zu verfrachten. Zudem müsst hier die jeweiligen Stadtgebiete von Drohnen, Gegnern, Panzer und was sonst noch nicht in die Stadt gehört säubern. Für ausreichend abwechselungsreiche und spannende Beschäftigung ist also mal wieder gesorgt.batman-arkham-knight-test-Bild-9

Unser Test hat euch Lust auf mehr gemacht und ihr wollt ebenfalls schleunigst Gotham (un-)sicher machen? Dann könnt ihr Batman: Arkham Knight hier bestellen.

Wunderschönes, Ladezeiten-freies Gotham
Packende Geschichte mit tollen Charakteren
Keine Übergänge zwischen Cutscenes und Spiel
Jede Menge zu tun mit spannenden Aufgaben
Tolles Menü für die Missionsauswahl
Neue Gadgets und Fahrzeuge
Batmobil-Steuerung gewöhnungsbedürftig
Minimale technische Schnitzer (PS4)

Marco K.

Sagen wir es einfach wie es ist: Batman Arkham Knight ist großartig geworden. Die Geschichte und deren Inszenierung sind jeden Zweifel erhaben und führen den dunklen Rächer in ein würdiges Finale. Zudem haben die Entwickler ein Gotham geschaffen, das nicht nur traumhaft aussieht, sondern auch lange zu unterhalten vermag. Batman Arkham Knight gibt euch zudem saucoole Fahrzeuge und Gadgets an die Hand, von denen ihr vorher noch gar nicht gewusst habt, das ihr sie braucht. Für mich ist es das bisher beste Batman-Spiel und ein ganz heißer Anwärter auf mein Spiel des Jahres.
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