Test: BenQ TH682ST

Test-BenQ-TH682ST-Bild-1Dass Beamer noch lange nicht tot sind, will der TH682ST von BenQ unter Beweis stellen. Dabei soll das Gerät auch in kleinen Wohnzimmern, dank Kurzdistanz-Technik, hoher Lichtstärke und 3D- Funktionen für großes Kino sorgen. Das haben wir uns nicht zweimal sagen lassen und die Versprechen auf die Probe gestellt. Den Testbericht des Standard Modells findet ihr im BenQ TH681 Test.

Um das schmucke Schmuckstück euer Eigen nennen zu können, müsst ihr derzeit knappe 730 Euro investieren. Dafür bekommt ihr einen, in den typischen BenQ-Farben eingefärbten Karton, der zusätzlich mit schickem Produktbildern und den wichtigsten technischen Informationen versehen worden ist. Im Karton findet ihr Folgendes:

Lieferumfang

  • BenQ TH682ST
  • Linsenabdeckung
  • Fernbedienung mit Batterien
  • Netzkabel
  • Handbuch-CD
  • Schnell-Start-Anleitung
  • Garantieerklärung
  • VGA-Kabel

Test-BenQ-TH682ST-Bild-2

Kompakt und flexibel

Sobald ihr den BenQ TH682ST freigelegt habt, stellt ihr fest, dass seine Abmessungen recht gering ausfallen. Gerade einmal 32 cm Breite, 11 cm Höhe und 24 cm in der Tiefe. Zusammen mit dem Kurzdistanz Prinzip und dem geringen Gewicht, ist der Aufbau in recht klein Wohnzimmern somit unproblematisch. Um beispielsweise eine Diagonale von 120 Zoll (über drei Meter Durchmesser) bewerkstelligen zu können, braucht es gerade einmal einen Abstand von knapp 1,90 Meter. Hilfe zum richtigen Abstand und der Bilddiagolnale findet ihr übrigens auch bei BenQ.

Test-BenQ-TH682ST-Bild-3

Mehr als nur Schwarz-Weiß

Weiter in die Karten spielt dem TH682ST sein schickes und glücklicherweise schlichtes Äußeres. Er hat die typische Kastenform eines Beamer, doch kann er im Detail punkten. Die abgerundeten Ecken, die stylischen Lüftungsschächte und das schwarz-weiße Farbschema wirken modern und zeitlos. Blickfang ist die Oberseite, die dank Klavierlackfinish dem Gerät einen hochwertigen Look verpasst.

Test-BenQ-TH682ST-Bild-4

Insgesamt besteht das gesamte Gehäuse aus als toll verarbeitetem Kunststoff. Und auch die verschieden farbigen Teile sind gut zusammengefügt. Hier knarzt oder klackert nichts. So macht der TH682ST in Sachen Haltbarkeit einen sehr guten Eindruck.

Test-BenQ-TH682ST-Bild-5

Stecker ran und los

Neben der üblichen Standortfindung und dem spezifischen Aufbau für einen Beamer, fällt die Inbetriebnahme sehr einfach aus. Stromkabel ran, einen der vielen Anschlüssen auswählen und schon geht es los. Bei den Anschlüssen sollte eigentlich jeder den passenden für sich finden. Folgenden Schnittstellen stehen euch zur Verfügung:  1x Computer in (D-sub 15pin), 1x Monitor out (D-sub 15pin), 1x Composite Video in (RCA), S-Video in (Mini DIN 4pin) und 1x HDMI. In unseren Versuchen gab es mit direktem Anschluss an PS4, Xbox One, Wii U, iPad, Mac Book Pro und Windows-Rechner keinerlei Probleme. Wie der Handshake insbesondere mit Receivern ausfällt, konnten wir leider nicht beurteilen.

Test-BenQ-TH682ST-Bild-6

 BenQ TH682ST in der Praxis

Im Alltag ist der BenQ TH682ST praktisch und zuverlässig. Besonders die Flexibilität ist eine große Stärke. Diese fängt beim Aufbau und Standort an und hört bei den Aschlüssen auf.  Des Weiteren bietet die Software noch die Möglichkeiten, den Beamer in verschiedenen Positionen anbringen zu können. Sprich auf einem kleinen Tisch oder an der Decke.

Das Menü bietet euch aber auch weitere Möglichkeiten zur Trapezkorrektur. Eine horizontale Korrektur suchen wir jedoch leider vergebens. Dafür müsst ihr nicht zwangsläufig mit einer Leinwand arbeiten, denn die Software bietet auch Farbmodi für normale Wandfarben. Um all die genannten Einstellungen und jede Menge mehr ohne große Probleme vornehmen zu können, gibt es eine kleine Fernbedienung, mit der sich der Beamer sogar von hinten ansteuern lässt.

Test-BenQ-TH682ST-Bild-7

Schön hell

Schaltet ihr den Beamer zum ersten Mal ein, fällt sofort die starke Leuchtkraft von 3.000 ANSI Lumen auf. Damit lassen sich sogar in beleuchteten Büroräumen mit Sonneneinstrahlung gute Ergebnisse erzielen. Mit einer richtigen Leinwand und etwas Abdunklung bleiben dann keine Wünsche mehr übrig. Wir waren trotzdem sehr erstaunt, dass wir in unseren hellen Hallen ganz leicht eine über 2 Meter Diagonale bewerkstelligen konnten, die gut in verschiedenen Anwendungen nutzbar war.

Auch der Kontrast geht vollkommen in Ordnung. Von einem Tiefschwarz kann zwar nicht die Rede sein, für die Preisklasse solltet ihr das aber auch nicht erwarten. In Sachen Schwarzdetails kann es zudem, gerade bei helleren Bedingungen, schon mal dazu kommen, dass kleine Bilddetails verschluckt werden. Diese Schwächen werden aber nur geschulten Augen auffallen. Einen sehr schönen Vergleich der unterschiedlichen Modi des Beamers haben die Kollegen von notebooksbilliger.de für euch.

Farbenfroh

Sehr gute Ergebnisse erzielt der BenQ TH682ST in Sachen Farbbalance. Schon die Standard- Einstellungen bieten eine sehr saubere Weißbalance. Wer noch etwas nachbessern möchte, dem bietet das Menü viele Möglichkeiten dazu. Insgesamt sind die Farben sehr kräftig und lebendig, dank der verbauten DLP-Technik. Trotzdem wirken die Ergebnisse, egal ob Film oder Spiel nie übersättigt, sondern haben den typischen cineastischen Schauwert eines Projektors. Farbenfrohe Spiel wie etwa Sunset Overdrive kommen da natürlich noch besser zur Geltung.Test-BenQ-TH682ST-Bild-8

Für den Gamer von heute

Überrascht wurden wir auch von der Schärfe des Bildes. Beamer neigen bei diesem Aspekt zu einem weicheren Auftreten. Beim BenQ TH682ST ist alles gestochen scharf, was vor allem das Zocken zu einem echten Genuss macht.  Ein weiterer guter Punkt, warum sich der TH682ST perfekt zum Zocken eignet, sind die geringen Input-Lags und seine gute Reaktionszeit. Ein verwischendes, matschiges Bild ist hier also Fehlanzeige.

Test-BenQ-TH682ST-Bild-9

Darüber hinaus könnt ihr Spiele und Filme auch in 3D genießen, wobei ihr die Brille leider separat  erwerben müsst. Der Beamer arbeitet dabei mit aktiven Shutterbrillen, die selbst leichte Kopfbewegen aushalten. Je ihr die Projektionsfläche hierbei gewählt habt, desto schöner ist auch der Effekt. Nur geht wie fast bei alle gängigen 3D Methoden auch hier deutlich Helligkeit flöten, weshalb ihr 3D nur in abgedunkelten Räumen nutzen solltet.

Gut gefallen hat uns auch die Lüfter-Lautstärke des TH682ST. Sie ist zwar hörbar, aber im Allgemeinen nicht lauter als PS4 oder Xbox One. Damit dies auch immer so bleibt, solltet ihr die den Smart-Eco Lampen-Modus nutzen. Dieser spart nicht nur Storm, sondern lässt den Lüfter auch nicht höher drehen als unbedingt nötig. Auf eine Sache solltet ihr jedoch nur zur Not zurückgreifen – die internen Boxen.

Test-BenQ-TH682ST-Bild-10

Hohe Lichtstärke
Satte Farben und gute Weißbalance
Flexibel und kompakt
Dank Kurzdistanz auch für kleine Räume
Gaming tauglich
Kontrast noch etwas schwach

Marco K.

Der BenQ Th682ST beweist leistungsstark was ein Beamer können muss, um Flachbildschirmen die Schau stehlen zu können. Dank Kurzdistanz-Prinzip kriegt ihr selbst in kleinen Räumen Diagonalen gezaubert, die mit Mattscheiben nicht möglich wären - schon gar nicht zu dem Preis. Zusätzlich punktet er noch mit einem farbfrohen, lichtstarken und scharfem Bild, mit dem sich sogar richtig daddeln lässt. Mit dem BenQ Th682ST bringt ihr also großes Kino für Gamer in euer Haus.
Test: ScreamRide Test: Dragonball Xenoverse
Comments