Test: Destiny – König der Besessenen

Test-Destiny-König-der-Besessenen-Test-Bild-1Es gibt endlich neues Futter für alle Destiny-Spieler! Das langerwartete erste große Addon „König der Besessenen“ ist endlich verfügbar. Ob Bungie seinen MMO-Shooter damit nun erfolgreich in sein zweites Jahr führen kann, haben wir für euch herausgefunden. Unseren Test zum Hauptspiel lest ihr hier.

Oryx ist da

Neben den Neuerungen an vielen grundlegenden Spielmechaniken bietet euch König der Besessenen einen komplett neuen Handlungsstrang, denn ihr euch erfreulicher Weise nicht entgehen lassen solltet. Die Geschichte baut logisch auf den Ereignissen der früheren Inhalte auf, hier ein kleiner Abriss: Die Beschützer der Menschheit, in Persona eure Hüter, konnten eine der größten Bedrohungen der Menschheit in Form vom fiesen Bösewicht Krota abwehren und vernichten. Doch damit habt ihr gleichzeitig den Vater von Krota Oryx auf den Plan gerufen, der verständlicherweise auf Rache sinnt.

Unglücklicher Weise eilt im sein Ruf als König der Besessenen voraus, weil er mit Hilfe der Macht der Dunkelheit, über fast jeden Besitz ergreifen kann. Zu allem Unglück hat er auch noch ein riesiges Schlachtschiff im Gepäck und macht sich auf zur Erde. Durch einen entscheiden Kampf, kommt das Schiff jedoch vorzeitig im Gürtel des Saturns zum Stillstand, was die Bedrohung jedoch nicht abwendet. Hier kommt ihr ins Spiel, ihr müsst euch nämlich einen Weg in sein riesiges Grabschiff bahnen, um Oryx das Handwerk zulegen.

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Überall Schleim

Wie viele Destiny-Spieler wissen, war die Geschichte rund um die Hüter und Reisenden immer sehr kryptisch gestaltet und konnte nie so wirklich zünden. Erfreulicherweise hat Bungie besonders hier Hand angelegt und neben der Charakterzeichnung auch ordentlich an der Erzählweise geschraubt. So bekommt ihr, bei dem neuen mehrstündigen Handlungsstrang Cutscenes präsentiert, die jede Mission sinnvoll und effektvoll miteinander verknüpfen und gleichzeitig eine tolle Atmosphäre schaffen. Vor allem routinierte Destiny werden auf viele bekannte Charaktere stoßen, die bislang nicht zu Wort gekommen sind. Das hat zur Folge, dass plötzlich echtes Leben in die Welt kommt und ihr endlich Charakterbindung aufbauen könnt.

Einher mit der neuen Geschichte gehen auch neue sowie veränderte Schauplätze. Neu sind das schon erwähnte Grabschiff im Ring des Saturn und Phobos, einer der Monde des Mars. An allen anderen Planeten, hat sich wie in den vorherigen Erweiterungen, nur stellenweise in Form von interdimensionalem Schleim etwas geändert. Dieser sorgt aber überall für eine schaurig schöne Stimmung. Darüber hinaus hat sich Bungie sichtlich Mühe gegeben, auch bei der Levelarchitektur neue Wege zu gehen. So müsst ihr stellenweise parkourartige oder sogar verstecke Wege auf euch nehmen um an euer Ziel zu gelangen. All das bricht mit den alten Gewohnheiten und sorgt für ordentlich Abwechslung und Spaß.Test-Destiny-König-der-Besessenen-Test-Bild-3

Licht und Level

Um den frischen Wind noch zu verstärken wurden sehr viele Spielmechaniken grundlegend überarbeitet. Die Änderungen sind so umfangreich, dass wir nur die wichtigsten Eckdaten kurz ansprechen wollen. Das Maximallevel eures Charakters liegt nun bei 40 und ist losgelöst von den Werten euer Ausrüstung. Einher geht der Lichtwert eurer Ausrüstung, dieser ist ein Mittelwert aus allen Verteitigungswerten und Angriffswerten eurer Waffen und Ausrüstungen

Der feine aber sinnvolle Unterschied liegt im Grunde nur darin, dass die Grenzen nun etwas fließender verlaufen als beim reinen Lichtlevel. Seid ihr beispielsweise bei einem Ausrüstungswert von 193 könnt ihr nun durchaus Missionen mit einer Lichtempfelung von 200 annehmen. Mit dem frühen System waren die Unterscheide zwischen den einzelnen Level viel dramatischer weshalb ihr mit nur einem Level Unterschied schon kaum noch Aussicht auf Erfolg hattet.

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Neuer Loot

Damit sind wir schon beim wohl spannendsten Thema eines MMO angelangt und zwar dem Loot. Vor allem in diesem Bereich hat Bungie ihren MMO-Shooter nun enorm erweitert, sodass ihr neben neuen Waffen und Ausrüstungen jede Menge neue Items finden könnt, mit denen ihr die unterschiedlichsten Dinge anstellen könnt.

Die Einteilung von ungewöhnlich (grün), selten (blau), legendär (lila) und exotisch (gelb) hat sich zwar nicht geändert, doch deren Wertung und Attribute sind nun deutlich spannender. Das liegt daran das Waffen und Ausrüstung bis auf die exotischen Gegenstände nun keine festen Werte mehr besitzen. So macht der Gang zum Kryptarchen endlich Spaß, weil auch aus blauen oder grünen Bälle ein guter Fund herauskommen kann. Zudem könnt ihr beispielsweise legendäre Items nun auch noch nachträglich verstärken (infudieren) damit ihr eure Lieblingsgegenstände auch im Endgame-Content mit euch führen könnt.

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Jede Menge neue Aufgabe

Auch bei der Benutzeroberfläche wurde viel vereinfacht oder so umstrukturiert, dass eure Aufgaben und Ziele nun leichter zu finden sind. Beim Thema Aufgaben wollen wir natürlich nicht das neue Questsystem vergessen, mit dem ihr euch nun nicht mehr über zu wenig Arbeit beklagen könnt. Die Aufgaben sind dabei so zahlreich wie die unterschiedlichen Elemente des Spiels, so gibt es Bereiche wie Vorhut, Schmelztiegel, unterschiedlichen Storylines, Klassen, usw.

Annehmen könnt bis zu 32 Quests. Wem das nicht reicht, der kann nun nebenbei bis zu 16 Beutezüge starten. Die Quests unterscheiden sich aber vor allem durch ihren Umfang und Belohnungen. Hier gilt es meist nicht nur eine Sache an einem Ort zu erledigen, sondern mehrere Dinge an unterschiedlichen Orten abzuarbeiten, um danach die unterschiedlichsten Dinge zu erhalten. Weiterer positiver Nebenaspekt ist, dass während den Aufgaben die Geschichte von Destiny immer weiter erzählt wird und sich nun nicht mehr in den Grimore Karten versteckt.

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Endgame

Damit hat Bungie auch dafür gesorgt das für reichlich Endgame-Content gesorgt ist, denn dank der Quests, Dailys und Weeklys gibt es schon jede Menge zu tun. Wer dann noch fünf Hüter Freunde zusammenscharen kann, der darf sich zusätzlich über einen finalen Kampf gegen Orxy freuen im Königsfall-Raid. Dieser steht seinen Vorgängern ins nichts nach und wird euch spielerisch alles abverlangen.

In Sachen Präsentation hat sich auf den ersten Blick nicht viel geändert, bis auf den neuen Look der Besessenen. Das ist aber in keinem Fall negativ gemeint! Destiny ist selbst im zweiten Jahr wohl immer noch eines der eindrucksvollsten Spiele, die ihr auf den aktuellen Konsolen finden werdet. Nur echten Kenner werden stellenweise einige Veränderungen an der Beleuchtung bemerken, durch die bekannte Gebiete noch ein wenig besser in Szene gesetzt werden. Am meisten hat uns aber das Grabschiff beeindruckt. Was ihr hier zu Gesicht bekommt, übertrifft alles, was es bisher gab. Riesige Halle, verzweigte Pfade und verstecke Gassen. Gerade im Patrouille-Modus gibt es hier soviel zu entdecken, dass ihr anfangs gar nicht wisst wo ihr anfangen sollt.Test-Destiny-König-der-Besessenen-Test-Bild-7

PvE und PvP

Patrouillen sind ein gutes Stichwort, denn diese machen nun deutlich mehr Spaß. Besonders auf dem Grabschiff gibt es durch neue Mechaniken, Gegner und Modi viel zu tun, was zudem noch entsprechend entlohnt wird. Nur ab und zu kann es schon noch vorkommen, dass ihr über 10 Minuten stumpfe Sammelarbeit leisten müsst.

Den Abschluss eurer Aktivitäten bilden die Strikes und der PVP-Modus. Letzterer wurde durch einige Modi und sieben neue Karten erweitert und bietet seine gewohnte Herausforderung und Endlos Content. Wer sich also mit anderen messen möchte, der kann hier immer seinen Meister finden. Bei den Strikes findet ihr ähnlich gute Neuerungen. Hier warten insgesamt vier komplett neue Aufgaben auf euch, wobei eine davon PlayStation-exklusiv ist. In die Strikes sollten sich vor allem Jäger und Sammler begeben, denn je länger ihr diese spielt, umso größer wird die Chance auf schöne neue Items.Test-Destiny-König-der-Besessenen-Test-Bild-8getestet-auf-msi

Tolles Quest-System
Neue, spannende Inhalte
Anspruchsvoller Raid
Motivierendes Loot- und Levelsystem
Viele Geheimnisse
Geschichte ohne Überraschungen

Marco K.

Na endlich! Mit König der Besessenen ist Bungie das Destiny gelungen, was ich mir von Anfang an gewünscht habe. Durch die unzähligen kleinen Überarbeitungen fühlt sich jeder noch so kleine Trip in den Weltraum unglaublich motivierend an. Vor allem aber Jäger und Sammler werden dank des neuen Loot-System endlich glücklich werden. Obendrauf sorgt das neue Questsystem für jede Menge lohnende Aufgaben. Wer auf Herausforderungen steht, wird dank des weiterhin fordernden PvP-Modus oder der nun mehr drei Raids hinreichend geprüft. König der Besessenen ist ein rundum gelungenes Add-On und der perfekte Grund den Neu- oder Wiedereinstieg zu wagen.
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