Test: Enermax Ostrog ADV (Gehäuse)

Enermax-Ostrog-ADV-Test-Bild-1Und der Gamer sprach es werde Licht. Ja bei uns Zockern muss es nicht nur auf dem Schreibtisch gut aussehen, sondern auch darunter. Wenn man sich schon einen potenten Rechner kauft, möchte man ihn ja auch schließlich zur Schau stellen! Genau für diesen Zweck hat Enermax derzeit etwas ganz besonders im Angebot  – eine leuchtende Festung – das Ostrog ADV.

Zum Licht geführt

Für einen Straßenpreis von etwa 130 Euro kriegt ihr neben der Beleuchtung aber noch einiges mehr geboten. Doch fangen wir erstmal von vorne an. Obwohl selbst die Verpackung des Gehäuses nach Aufmerksamkeit schreit, erlebten wir nach dem Auspacken eine kleine Überraschung. So wirkt das Ostrog ADV auf den ersten Blick nämlich doch etwas zurückhaltend. Dafür sorgt vor allem die gute Materialwahl mit einem schönen Mix aus hochwertigem Kunststoff und Aluminium, welche ein schickes matt schwarzes Finish erhalten haben.

Alles im Blick

Kunststoff mag sich zwar nicht für jeden toll anhören, hat aber definitiv den Vorteil, dass nicht jeder Fingerabdruck darauf zu sehen ist. Für den besonderen Touch sorgen farbliche Elemente an der Rück- und Innenseite. Hierbei habt ihr die Auswahl zwischen drei Farben Schwarz/Blau, Schwarz/Grün und Schwarz/Rot wie wir. Aber es gibt noch einen weiteren Blickfang und dieser befindet sich an der Außenseite –  das Acryl-Seitenfenster. Mit diesem habt ihr stets einen Blick auf eure Hardware.Enermax-Ostrog-ADV-Test-Bild-2

Eher versteckt wirken zunächst alle Elemente, die das Gehäuse nach dem Aufbau zum Leuchten bringen. So findet ihr sowohl vorne als auch oben einen riesigen LED-Streifen unter einer durchlässigen Plastikabdeckung. Doch das war nicht alles, denn zusätzlich gibt es an der Frontseite noch zwei 120mm Enermax Vegas Single LED Lüfter zu entdecken. Diese befinden sich unter einer leicht abnehmbaren Gitter-Abdeckung. Solche Mesh-Gitter findet ihr an den entsprechenden Stellen gut verteilt am Gehäuse. Sie sorgen nicht nur für einen guten Look, sondern halten auch Staub im Zaum und wirken sich positiv auf den Luftfluss aus.Enermax-Ostrog-ADV-Test-Bild-3

Alles im Fluss

Wo wir schon beim Thema sind, wollen wir natürlich nicht den 120mm Twister Bearing Lüfter vergessen, welcher sich hinten im Gehäuse verbirgt. Um hier den optimalen Luftfluss zu generieren, gibt es die integrierte Lüftersteuerung auf der Oberseite. Mit dieser könnt ihr alle drei Lüfter in Einklang bringen. Zur Auswahl stehen euch dabei drei Stufen: der High Performance Modus (1500 1/min), der Balance Modus (1200 1/min) und der Silent Modus (900 1/min). Wählbar ganz leicht über einen kleinen Schalter an der Oberseite, der für unseren Geschmack ein bisschen präziser hätte ausfallen können. Zudem findet ihr bei der Steuerung komplette I/O Panel, mit dem Power- und Reset-Knopf und vier leicht zugänglichen USB-Ports (2x USB 2.0 und 2x USB 3.0) Selbstverständlich haben hier auch die Audio-Anschlüsse für euer Headset ihren Platz gefunden.Enermax-Ostrog-ADV-Test-Bild-4

Gutes Platzangebot

Stellen sich natürlich die Fragen: Was passt rein und wie? Hier liefert Enermax voll ab, denn dank der Größe passen in das gute Stück von ATX bis hin zu mini-ITX so ziemlich alle Boards. Falls ihr ein Monster von CPU Kühler euer Eigen nennt, gibt es weiteren Grund zur Freude, denn im Ostrog habt ihr ganze 174mm Spielraum. Damit euch möglichst wenig Kabel im Inneren im Weg liegen, bietet das Gehäuse eine versteckte Kabelführung hinter dem Mainboard-Tray. Und auch in Sachen Schrauben versucht euch Enermax das Leben so angenehm wie möglich zu machen. So könnt ihr euch bei den insgesamt 6 Datenträger-Käfigen über die 1-Klick-Installation freuen, womit das wechseln von Festplatten in Windeseile vonstatten geht.Enermax-Ostrog-ADV-Test-Bild-5

Wer diese nicht benötigt, dafür aber eine ausladende Grafikkarte besitzt, der wird sich über den modularen Aufbau freuen. Hier kann nämlich ein Festplatten-Käfig herausgenommen werden, um für die beste Gaming-Power Platz zu schaffen. Wer in seinem System zusätzlich für Ruhe sorgen will, der kann dies gerne mit einer 280/240 mm Wasserkühlung tun. Mit bis zu 60mm Zwischenraum ist genug Platz vorhanden, um sich hier voll auszutoben.Enermax-Ostrog-ADV-Test-Bild-6

Lichtshow

Vom schlichten und zeitlosen Design und der guten Verarbeitung mit all seinen Features mal abgesehen, ist natürlich die LED-Beleuchtung des Glanzpunkt des Ostrog Advance. Die Lämpchen leuchten nämlich nicht einfach nur so, sondern haben zwei ganz besondere Features. Punkt eins auf der Liste: die patentiere Max Brite Technologie, die dafür sorgt, dass die LED Lämpchen unterbrechungsfrei erstrahlen. Punkt zwei auf der Liste findet sich bei den beiden Frontlüftern, die euch fünf verschiedene Lichtmodi bieten. Um die einzelnen Lichteffekte zu aktivieren, müsst ihr einfach am I/O-Panel ein Knöpfchen drücken. Herbei habt ihr die Wahl zwischen:  All On, Dimmed, Flash, Sparkle, Vegas und Off. Die Krönung des Farbenmeers ist aber das Zusammenspiel dieser beiden Elemente, wodurch fast schon eine Lichtshow entsteht. So wird selbst das langweiligste Innenleben stylish zur Schau gestellt. Bei der Sache gibt es nur einen Haken und zwar solltet ihr bei eurem Netzteil nicht allzu knapp kalkulieren, da die Beleuchtung auch noch ein bisschen Storm und Steckplätze benötigt.Enermax-Ostrog-ADV-Test-Bild-7

Gute Materialwahl und Verarbeitung
Flexibel von ATX bis Mini ITX
Verstecke Kabelführung
Schicke LED Beleuchtung
Platz für Wasserkühlung
Abnehmbare Mesh-Gitter
Nicht ganz Schraubenzieher frei
Schalter der Lichtsteuerung nicht ganz präzise

Marco K.

Mit dem Ostrog ADV macht Enermax fast alles richtig. Überzeugen konnten uns vor allem das schicke Design, die gute Materialwahl und deren Verarbeitung gepaart mit der effektvollen Lichtshow. Auch Bastler mit besonderen Anforderungen können sich freuen, denn im Gehäuse ist Platz für die unterschiedlichsten Boards, Kühler und mehr. Und auch teilmodulare Aufbau sorgt für Freude wenn ihr hier auch nicht ganz Schraubenzieher auskommt. Wer derzeit also auf der Suche nach einem schicke Gehäuse mit dem gewissen Extra ist, der wird beim Ostrog ADV fündig werden.
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