Test: EpicGear ThunderouZ

EpicGear ThunderOuz 5

Das neue ThunderouZ von EpicGear soll mit seinem satten Sound und hohem Tragekomfort vor allem Gamer ansprechen. Aber hält das Headset wirklich das, was es verspricht?

Optisch ein Hingucker

Von außen schon einmal hui! Das ThunderouZ macht schon in der Verpackung eine gute Figur. Das ändert sich auch nach dem Auspacken nicht – EpicGear hat beim Design und bei der Auswahl der Materialien ganze Arbeit geleistet! Sauber verarbeitetes Kunstleder kleidet die 50mm-Treiber und die Ohrmuscheln ein, welche mit weichem Memory-Foam gefüllt sind. Ein großer Metallbügel verbindet die beiden Ohrmuscheln miteinander. Direkt darunter befindet sich ein weiterer Bügel, der gepolstert ist und auf dem Kopf aufliegt.

Am linken Kopfhörer ist zusätzlich das Mikrofonschanier befestigt, mit dem ihr das Mikrofon jederzeitig hoch- und runterklappen könnt. Zusätzlich ist der Mikrofonarm sehr flexibel – Auf diese Weise könnt ihr die Sprachmuschel optimal positionieren.  Alle Teile wurden in elegantem Schwarz gehalten und wirken wie aus einem Guss. Optisches Highlight ist aber ganz klar die LED-Beleuchtung an den Seiten der beiden Ohrmuscheln, die ihr über Touch-Sensor auf der rechten Seite anpassen könnt. Das ganze Design erinnert ein wenig an die Siberia-Reihe von SteelSeries, nur dass hier noch hochwertigere Materialien verbaut wurden.

EpicGear ThunderouZ

Optisch macht das Headset von EpicGear einen sehr soliden Eindruck!

Treiberloses Plug n‘ Play

Da das ThunderouZ ein analoges Headset ist, müsst ihr keinerlei Treibersoftware vor dem Benutzen installieren – einfach den Klinkenstecker anschließen und los geht’s! Mit 3 Metern fällt das Kabel sehr lang aus – etwas zu lang für meinen Geschmack. Wer direkt am PC spielt oder das Headset direkt an den Controller anschließt, muss also mit ordentlich Kabelsalat rechnen. Durch die Textilummantelung ist das Kabel sehr stabil und bruchsicher – sehr schön!

Damit ihr auch das Mikrofon an der Konsole nutzen könnt, hat EpicGear gleich ein Y-Adapter mit dazugelegt, der Mikrofon und Kopfhörer auf einen Stecker zusammenfasst. Die Lautstärke lässt sich mittels einer extra Bedienung regeln, die zwischen das Kabel geschaltet wurde. Hier könnt ihr auch das Mikrofon an- und ausschalten, sowie zwischen den beiden EQs „Music“ und „Gaming“ wählen.

Die Bedienung des ThunderouZ wurde direkt in das Kabel integiert.

Die Bedienung des ThunderouZ wurde direkt in das Kabel integriert.

Wer diese EQs jedoch nutzen will, muss vorher auch den USB-Stecker des Headsets anschließen, der den integrierten EG-Amp aktiviert. Zudem versorgt dieser auch die LED-Beleuchtung des Headsets mit Strom. Der Unterschied der beiden EQs „Gaming“ und „Music“ fällt eher marginal aus. In der „Gaming“ Einstellung scheint der Sound nur generell etwas lauter zu werden und dabei den Schwerpunkt auf den Bass zu legen. Somit klingen in Ego-Shootern vor allem Explosionen noch einmal eine Spur wuchtiger, lassen dafür aber auch die anderen Sounds sehr in den Hintergrund treten.

Sound gut, aber nicht überwältigend

Insgesamt macht das ThunderouZ klanglich einen guten Eindruck. Der Frequenzbereich liegt zwischen 20 Hz und 20 kHz – Standard also. Der Stereo-Sound kann vor allem mit ordentlichem Bass überzeugen. Der Raumklang hingegen fällt etwas schwach aus. Gegner anhand ihrer Schritte und abgegebenen Schüsse zu orten, erweist sich des Öfteren als schwierig, ist aber dennoch machbar, wenn man sich einmal an das Headset gewöhnt hat. Auch in den Höhen schwächelt das Headset etwas. Hier hört es sich oft blechern an.

Das Mikrofon des ThunderouZ ist „zwecksmäßig“, zum Kommunizieren mit Freunden im TS reicht es aber allemal. Nettes Detail: Das Mikrofon ist „unidirektional“, nimmt also nur Geräusche aus einer Richtung auf. Das sorgt dafür, dass zwar die eigene Stimme, nicht aber Hintergrundgeräusche aufgenommen werden.

Da das Headset ohne Treibersoftware auskommt, gibt es leider auch keine Möglichkeit den Klang des Headsets ohne Third-Party-Software an die eigenen Bedürfnisse anzupassen – Schade!

Tragekomfort und LED-Beleuchtung

Das ThunderouZ fühlt sich einfach gut an. Die Ohrmuscheln schließen eure Ohren komplett ein und isolieren euch somit fast vollständig von der Außenwelt – Hintergrundgeräusche dringen kaum hindurch. Außerdem passen sie sich an die Form eurer Ohren an und sorgen so für sehr hohen Tragekomfort. Wenn man jedoch mit dem Headset mehrere Stunden am Stück spielt, macht sich langsam das hohe Gewicht (370 Gramm ohne Kabel) bemerkbar. Nach ungefähr 3 Stunden wird das Tragen merklich unangenehm, da das Headset dann doch etwas kräftig auf die Ohren drückt.EpicGear ThunderOuz 3

Die LED-Beleuchtung lässt sich über einen Touch-Sensor am rechten Kopfhörer steuern. Einfach 2 Sekunden lang den Finger auf den Touch-Sensor halten und zack, ändert sich die Farbe. Optisch macht das ganze einen sehr coolen Eindruck – es bleibt aber dennoch eine kleine Spielerei.

 

 

Satter Sound ...
Stabiles, robustes Kabel
Schicke Optik
Unidirektionales, flexibles Mikrofon
Plug n' Play
... mit Schwächen in den Höhen
Hohes Gewicht
EQs "Music" und Gamig unterscheiden sich kaum
Mikrofonsound nur zweckmäßig
Kein Anpassen des Sounds ohne Third-Party Software möglich

Robert K.

Mit dem ThunderouZ liefert EpicGear ein grundsolides Headset für Gamer ab. Vor allem die Optik und die verarbeiteten Materialien machen einen sehr guten Eindruck - wenn man bedenkt, dass das Headset faire 90 Euro kostet. In Punkto Sound muss man bei den Höhen Abstriche in Kauf nehmen, dafür klingt der Bass aber umso besser. Schade, dass das ThunderouZ komplett ohne Treibersoftware daherkommt, womit den Klang leider nicht individuell auf eure Bedürfnisse anpassen könnt. Wer ein gutes Headset zum Zocken sucht und Wert auf schicke Optik legt, der wird mit dem ThunderouZ glücklich werden. Audio-Enthusiasten hingegen, sollten sich den Kauf lieber noch einmal genau überlegen.
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