Test: Fanatec CSL Elite Racing Wheel plus Elite Pedale LC

Test-Fanatec-CSL-Elite-Racing-Wheel-plus-Elite-Pedale-LC-Bild-1Lange mussten Rennspielfreunde warten, um mal wieder richtig Gas geben zu können. Dank Project CARS 2, Gran Turismo Sport und Forza Motorsport 7 sollte mittlerweile für jeden das passende Spiel dabei sein. Doch wie steht es eigentlich mit dem passenden Lenkrad zu all diesen Spielen. Könnte die Fanatec CSL Elite Serie hier die perfekte Ergänzung darstellen? Das haben wir mit dem CSL Elite Wheel samt passenden CSL Pedalen und extra Bremspedal für euch herausgefunden.

Wer sich ein bisschen im Thema virtuelle Autosimulationen auskennt, der wird zwangläufig über den Namen Fanatec stolpern. Die Marke steht nämlich seit jeher für Top Hardware Peripherie wie Lenkräder, Pedale, Handbremsen und mehr.  Ein Haken an der Sache ist jedoch meist der Preis, bei dem für ein Setup schnell mal die 1000 Euro gesprengt werden können.

CSL Elite Kombo

Etwas günstiger und primär für den Einsatz an PS4 und PC ausgerichtet, hat Fanatec seit einiger Zeit das CSL Elite Wheel im Angebot. Passend dazu gibt es noch die CSL Elite Pedale LC, bei denen sogar die sonst zusätzliche Loadcell-Bremse mit an Bord ist. Die Wheelbase samt Lenkrad schlägt hier für einen Preis von 499 Euro und die Pedale 219 Euro zu Buche. Dies ist zwar immer noch eine Stange Geld, aber durchaus preiswert, wenn ihr einen Blick auf die Konkurrenz aus dem Hause Thurstmaster mit dem T-GT werft, welches aktuell für 799 Euro zu bekommen ist.

Der Clou am CSL Elite ist jedoch der komplett modulare Aufbau, welcher es möglich macht, die Wheelbase mit einem zusätzlichen Lenkrad auch an der Xbox One zu benutzen. Zudem können auch noch alle weiteren Extras wie Handbremse, Gangschaltung und bessere Pedale je nach euren Wünschen geupdated werden, doch dazu später mehr.

Dass es sich hier um ein bisschen mehr als ein Spielzeug handelt, wird schnell deutlich, wenn ihr die Kartons des CSL Elite Racing Wheel und der CSL Elite Pedale LC zu euch nach Hause bekommt. Die schlichten aber schicken Verpackungen zeigen euch gleich deutlich, was in ihnen steckt samt aller wichtigen Leistungsdaten. Zudem bringen sowohl Lenkrad als auch die Pedale ordentlich Gewicht auf die Waage und sprengen zusammen locker die 10 Kg-Marke. Und auch sonst ist der Lieferumfang üppig, weshalb wir ihn euch an dieser Stelle schnell auflisten wollen.Test-Fanatec-CSL-Elite-Racing-Wheel-plus-Elite-Pedale-LC-Bild-2

Lieferumfang Fanatec CSL Elite Racing Wheel

  • CSL Elite Wheel Base (PS4™ Version)
  • CSL Elite Lenkrad P1 (PS4™ Version)
  • Tischklemme
  • Befestigungsschraube für Tischklemme
  • Netzteil (Kabellänge: Netzteil bis Wheel Base 1,5 m/6 ft.)
  • Stromkabel (regional) (Kabellänge: Steckdose bis Netzteil 1,5 m/6 ft.)
  • USB Kabel (2 m/6 ft.)
  • O-Ring (Ersatz für Quick Release Schaft)
  • Inbusschlüssel 5mm
  • Befestigungsschraube M6 x 18mm (Flachkopf) für den vereinfachten Quick Release
  • Racing-Style Button Caps für das CSL Elite Lenkrad P1 (PS4™ Version)
  • PS4™ Button Caps für (optionale) ClubSport Lenkräder
  • Schnellanleitung (QuickGuide)

Lieferumfang Fanatec Elite Pedale LC

  • Pedaleinheit Gas
  • Pedaleinheit Bremse
  • Pedaleinheit Loadcell Bremse
  • Fußablage
  • Loadcell Kit Elektronik
  • 1x Kupplungsanschlag
  • 3x Gummi-Pedalabdeckung (abnehmbar)
  • 3x rutschsichere Pedalauflagen (selbstklebend)
  • Elastomerfedern für die Loadcell-Bremse in verschiedenen Härtegraden
  • 1x Wheel Base Verbindungskabel RJ12/RJ12 (~3m)
  • 1x USB Verbindungskabel (~3m)
  • 2x Stabilisierung für Pedaleinheiten
  • 1x Ringschlüssel 13 mm (gekröpft)
  • 1x Sechskantschraubendreher 6 mm
  • 1x Sechskantschraubendreher 2 mm
  • Kurzanleitungen
  • Montageschrauben​

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Hochwertig bis in die kleinste Schraube

Habt ihr den Auspackmarathon hinter euch gelassen, fällt natürlich als erstes die Wheel Base ins Auge. Die erinnert auf den ersten Blick ein bisschen an ein Armaturenbrett vom Auto. Wer sich mit Fanatec ein bisschen auskennt, dem wird auch auffallen, dass die PS4 Version eigentlich nicht ganz neu ist, denn die gleiche Base kommt auch bei Xbox One Version zum Einsatz. Die blockartige Form findet dementsprechend auch hier ihren Platz. Geändert hat sich eigentlich nur die Frontplatte, die zwar nur aus Kunststoff besteht, aber ein sehr hochwertiges Finish erhalten hat, mit einer gebürsteten Oberfläche. Zudem pranken hier sowohl das Fanatec- als auch das CSL Elite-Logo an der Vorderseite. Unauffällig sind hingegen die vier schwarzen Gewinde in der Front, an denen ihr ein zusätzliches paar Shifter anbringen könnt.

In der Mitte der Frontplatte befindet sich dann auch noch eine Alu-Halterung, oder Quick Release System, für das Lenkrad, welches auch gleichzeitig die direkte Verbindung zum Servomotor darstellt. Schön, dass gerade dies einen besonders hochwertigen Eindruck macht. Auf der Vorderseite oben an der Stirn findet ihr zudem noch ein weiteres Alleinstellungsmerkmal für Fanatec und zwar neun LED Lichter, die zusammen den Schaltblitz bilden, doch dazu später mehr.

Der Schaltblitz ist zudem noch farblich abgehoben, da er in der Front des Lüftungsschlitzes sitzt, welcher seinen Einzug oben auf der Basis gefunden hat, klar erkennbar durch seine silbere Farbe. Die Seiten besitzen darüber hinaus ein gestreiftes Äußeres, bei dem sich matte und glänzende Linien abwechseln. Zu guter Letzt findet ihr an der Front noch eine Art Luftgitter, vertieft ins Gehäuse eingearbeitet, unter dem sich eine Hochglanzleiste befindet, in der alle Anschlüsse ihren Einzug gefunden haben. Von denen gibt es im Übrigen gleich ein paar mehr und zwar sechs Stück an der Zahl und zwar Power, USB, Handbrake, Shifter 1, Shifter 2 und Pedal. Insgesamt besteht das gesamte Gehäuse aus Kunststoff, der wie beschrieben toll verarbeitet worden ist. Bei allen Elementen gibt es keine unschönen Ecken oder Kanten. Zudem sind die Abmaße mit etwa 20cm x 26,5cm x 17.cm(LxBxH) noch recht kompakt.Test-Fanatec-CSL-Elite-Racing-Wheel-plus-Elite-Pedale-LC-Bild-4

Leder am Rad

Der Basis in Nichts nachstehend in Punkto Design und Verarbeitung ist auch das passende CSL Elite Lenkrad. Dies hat schon beim ersten Kontakt zwei Besonderheiten: Zum einem ist es mit 970g sehr leicht und zum anderen besitzt es mit 30 Zentimetern auch einen realistischen Lenkraddurchmesser. Das Rad selbst ist umspannt von einem Mix aus perforiertem Echtleder und synthetischem Wildleder, welcher von einer schicken Kreuznaht zusammengehalten wird. Das sieht nicht nur besonders schick aus, sondern hat auch eine sehr hochwertige Haptik zur Folge. Fast kantenlos in diesem Lenkradkranz ist noch ein integriertes, dreistelliges LED Display verbaut worden.

Auf diesem könnt ihr euch nicht nur Telemetriedaten wie Geschwindigkeit oder Gang durch kompatible Spiele anzeigen lassen, sondern auch noch weitere Einstellungen vornehmen, auf die wir auch später nochmal zu sprechen kommen. In diesem Display ist auch noch der sogannte RevStripe eingearbeitet worden. Dies ist ein Mittelstreifen mit eingebautem mehrfarbigen Schaltblitz, damit ihr auch das Schalten nicht vergesst.

Die Lenkradspeichen bestehen aus gebürstetem, eloxiertem Aluminium mit gewebeverstärkter Rückseite, in dessen Mitte das F von Fanatec zu finden ist, um welches ihr noch fünf Schrauben sehen könnt. Darüber hinaus findet ihr dort alle wichtigen Knöpfe, die ihr braucht wie beispielsweise links ein D-Pad mit 4-Wege Richtungstasten und Drucktaste umgeben oder rechts die Bedienknöpfe mit den ikonischen PlayStation- und Action-Symbolen. Bei diesen gibt es im Übrigen noch ein cooles Detail, denn alle Knöpfe lassen sich im Handumdrehen wechseln.

Dafür liegen im Karton dann Racing-Style Button Caps und glänzende PS4 Button Caps. Mit ein bisschen Übung oder leichter Hilfe eines kleines Schraubenzieher geht dies sogar erstaunlich leicht von der Hand. Lohnen tut sich das vor allem für die unter euch, die Langstreckenrennen fahren oder gerne schnell spezielle Kommandos in den Rennen brauchen. Fest an den Speichen verbaut sind zudem zwei Schaltwippen, die wiederum aus gebürstetem Alu gefertigt sind und wie der Rest des Lenkrades ein tollen Eindruck in Sachen Verarbeitung und Haptik machen.Test-Fanatec-CSL-Elite-Racing-Wheel-plus-Elite-Pedale-LC-Bild-5

Alle guten Dinge sind Drei

Zum richtigen Gas-Geben fehlen nur noch die entsprechenden Pedale, von denen es in der CSL Elite Reihe gleich zwei Ausführungen gibt. Zum einen nur mit Gas und Bremse und zum anderen mit einem zusätzlichen und einstellbaren Bremspedal in der LC-Variante. Hierbei besteht das LC-Set aus drei Teilen und zwar einem soliden Standfuß, welcher gleichzeitig eine breite Ablage für eure Füße darstellt und den drei Pedalen. Gefertigt sind alle Teile im Vollmetal Look aus Aluminium, die einen extrem langlebigen und hochwertigen Eindruck machen. Um die Wertigkeit noch weiter zu unterstreichen, haben alle Teile eine mattschwarze Beschichtung erhalten. Optisches Highlight ist hier der weiße Schriftzug an der Front. Außerdem besitzen alle Pedale einen dicken Gummiüberzug, der wiederum das Fanatec F trägt.

Auch bei den Abmaßen wird nicht im Sand gespielt und so kommt das Set mit 38,5 cm x 36,5cm x 21cm (BxLxH) daher und das ist damit nicht gerade klein. Doch das ist auch gut so und trägt ungemein zur Stabilität bei. Zudem findet ihr um die Pedale viele Schrauben, womit ihr schnell merkt, dass sich auch hier einiges an eure Begebenheiten anpassen lässt, doch dazu später mehr.Test-Fanatec-CSL-Elite-Racing-Wheel-plus-Elite-Pedale-LC-Bild-6

Einmal schrauben bitte

Wie an den Absätzen zuvor schon deutlich geworden sein sollte, müsst ihr beim ersten Aufbau ein wenig Zeit mitbringen. Vergleichsweise schnell geht hier der Aufbau von Lenkrad und Basis. Hierfür müsst ihr einfach den Lenker auf die runde Verbindung stecken und danach die Quick Release Halterung via beiliegendem Sechskantschlüssel festziehen. Danach solltet ihr nur schauen, ob die Wheelbase an eure entsprechende Unterlage befestigt werden kann. Falls dies ein Tisch ist, ist es denkbar einfach, dank toller Tischklemme, die wirklich bombenfest sitzt und sogar für einige Tische mit Untergestell benutzt werden kann. Fall ihr ein spezielles Rig oder einen Wheelstand habt, könnt ihr ganz einfach die beiden Stopper an der Unterseite abschrauben, wodurch ihr eine gerade Auflagefläche habt. Gewinde für passende M6-Schrauben findet ihr dann an der Unterseite und falls eure Befestigung nicht die entsprechenden Löcher besitzt, könnt ihr euch passende Bohrschablohnen herunterladen.Test-Fanatec-CSL-Elite-Racing-Wheel-plus-Elite-Pedale-LC-Bild-7

Habt ihr das geschafft, müsst ihr nur noch an der Rückseite die entsprechenden Kabel für Storm, Pedale und weiteres Zubehör einstecken. Pedale sind hier auch wieder ein gutes Stichwort, denn deren Aufbau ist ein wenig aufwendiger. Der Standfuß besitzt nämlich eine komplette Lochreihe, an der ihr die Pedale ausrichten könnt. Dies geschieht dann auch wieder über etwas größere Gewindeschrauben, damit dies am Ende nicht unschön ausschaut, gibt eine passende schwarze Gummiabdeckung, die ihr danach über die Lochleiste in der Fußablage stecken könnt.

Doch das ist nicht alles, denn an der Unterseite des Standfußes befindet sich noch die Steuereinheit, in welche ihr die entsprechenden Pedal Kabel stecken müsst. Gerade wenn ihr die LC-Variante ordert, müsst ihr sogar noch diese Einheit austauschen, weil hier nur standardmäßig Steckplätze für Gas und Bremsen wäre. Alles dies aber im Umfang des LC-Kit dabei, bei dem sogar passendes Werkzeug mitgeliefert wird. Alles in allem ist der Aufbau hiermit nichts für Technikmuffel, da ihr mit Werkzeugwechsel schon mal mit einer guten halben Stunde rechnen könnt, bevor es überhaupt losgehen kann.Test-Fanatec-CSL-Elite-Racing-Wheel-plus-Elite-Pedale-LC-Bild-8

Feinabstimmung

Doch wenn ihr glaubt, damit wärt ihr in Sachen Einstellungen schon am Ende, werdet ihr überarscht sein, denn die Wheel Base und selbst die Pedale lassen noch einiges mehr an Feintuning zu. Am einfachsten sind dabei die Einstellungen für die Bremse, denn diese können durch das Austauschen von Gummistoppern in Windeseile erledigt werden. Hierfür sind die beiliegenden Elastomerfedern gedacht, die ihr frei kombinieren könnt, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Nach ein bisschen Herumprobieren konnten wir dabei tolle Einstellungen erzielen, die dem echten Bremsgefühl aus dem Auto sehr nahe kommen.Test-Fanatec-CSL-Elite-Racing-Wheel-plus-Elite-Pedale-LC-Bild-10

An der Wheelbase selbst sind die Einstellungsmöglichkeiten noch viel zahlreicher, denn neben den Einstellungen im Spiel könnt ihr durch das LCD-Display oben im Lenker noch an der Basis  selbst feintunen. Dafür müsst ihr nur über den Schraubenschlüssel-Knopf auf dem Lenkrad gehen und schon leuchtet das Display auf. Dort wählt ihr dann eins der fünf verschiedenen Profile, die ihr für eure entsprechenden Spiele abstimmen könnt. Insgesamt gibt es dann hier 10 verschiedene Parameter, die ihr nach euren persönlichen Profilen ändern könnt. Diese reichen von der Stärke des Force Feedback, Lenkwiderstand bis hin zum ABS Feedback. Das ist besonders von Vorteil, da gerade manche Konsolen-Spiele doch in Sachen Lenkrad Einstellungen nicht wirklich vorbildlich daher kommen.Test-Fanatec-CSL-Elite-Racing-Wheel-plus-Elite-Pedale-LC-Bild-9

Ein PC muss her

Die Inbetriebnahme des CSL Elite hält keine großen Überraschungen parat, nur solltet ihr wie bei vielen Lenkrädern erstmal die Hände vom Lenker lassen, da dieser sich zu Beginn in jede Richtung voll dreht, um sich einzunorden. Diese Kalibrierung der Basis kann und muss stellenweise auch selbst vorgenommen werden. Dann es besonders wichtig, dass ihr immer die aktuelle Firmware installiert habt. Diese lässt sich einfach auf der Fanatec Seite herunterladen und über den PC installieren. Aber auch hier solltet etwas Geduld mitbringen, da Vorgang und Anleitung nicht extrem intuitiv gestaltet sind. Habt ihr euch aber eingefuchst, dauert das Ganze aber eigentlich nicht länger als zwei, drei Minuten. In Verbindung mit Wheelbase und PC müssen dann auch im Übrigen alle weiteren Komponenten wie Schaltung und Handbremse kalibriert werden.

Ein Frage der Farbe

Wie schon anfangs erwähnt, kann die CSL Elite Base an PS4, PC und sogar Xbox One verwendet werden. Damit dies auch funktioniert, gibt es den Modus-Button. Mit diesem ändert sich die Farbe der kleinen LED Leuchte, die anzeigt, in welchem Modus ihr seid. Blau steht für PS4, Rot für den PC und Lila für “ClubSport Wheel Base V2 compatibility mode”.

Fahren am Limit

Nach viel schrauben, einstellen und updaten stellt sich natürlich die Frage: Wie schlägt sich das Ganze Setup in der Praxis. Eins vorweg: Ihr werdet nicht im Ansatz enttäuscht werden, denn das Fahrgefühl ist unglaublich gut geworden. Primär hatten wir das Lenkrad bei Project CARS 2 und Gran Turismo Sport auf der PS4 im Einsatz. Zudem Forza Motorsport 7 auf der Xbox One X und iRacing auf dem PC. Egal für was ihr euch entscheidet, werdet ihr als erstes positiv überrascht werden von der Lautstärke. Denn diese ist, obwohl das CSL Elite einen großen Lüfter auf der Oberseite hat, sehr gering. Trotzdem bleibt die Base im Betrieb nur sehr leise und ruhig wahrnehmbar.

Seid ihr dann in den Rennen, wird euch schnell die rohe Kraft bewusst, die das CSL Wheel euch bietet. Der Force Feedback Motor kann dabei so kraftvoll werden, dass ihr immer beide Hände am Lenkrad haben solltet. Unterstützt wird dies vor allem durch das leichte und zum Glück original-große Lenkrad,  welches unglaubliche schnelle Richtungswechsel ausführt und zulässt. So fühlt sich das CSL Elite zu jeder Zeit extrem dynamisch an, wodurch echtes Rennsportfeeling von der ersten Sekunde an aufkommt. Schön ist hier aber auch die schon erwähnte Materialqualität, die für eine Haptik sorgt, beim der sich manch echte Autolenkräder noch eine Scheibe abschneiden könnten. Auch das komplette Feedback von der Strecke und eurem Fahrzeug kommt fabelhaft rüber, wodurch ihr schnell ein Gefühl für euer Fahrzeug bekommt, um so immer weiter in den Grenzbereich kommen zu können. So bekommt ihr direkt und pfeilschnell Feedback, falls ihr über Curbes donnert, die Bodenhaftung verliert oder mal im Kiesbett landet.Test-Fanatec-CSL-Elite-Racing-Wheel-plus-Elite-Pedale-LC-Bild-11

Wie gut das wirklich klappt, hängt aber auch ein bisschen vom Spiel ab. Denn die Project CARS 2 Umsetzung ist beispielsweise vollends gelungen und kann in Verbindung mit Spiel und Lenkradeinstellungen bis auf das letzte Müh perfekt auf euch abstimmt werden. Dem echten Fahren kommt ihr hier nur auf dem PC mit iRacing näher, welches einfach noch mehr Feedback und Einstellungsmöglichkeiten bietet. Schade ist vor allem, dass Gran Turismo Sport bisher nur im “ClubSport Wheel Base V2 compatibility mode” gefahren werden kann. Dieser ist zwar sauber, aber am Ende des Tage nur eine flachere Simulation von dem, was möglich wäre mit dem CSL Elite.

Und auch in Sachen Lautstärke des Motors haben wir nur Positives zu vermelden, denn dank der Einstellung in der Base selbst unter dem Menü-Parameter „FEI“, könnt ihr das mechanische Knallgeräusch eliminieren, welches durch das kraftvolle und explosive Force Feedback auftreten kann. Neben den vielen Feinjustierungen sorgen aber vor allem die beiden Schaltblitze dafür, dass ihr euch schnell wie ein echter Rennfahrer fühlt. Diese zeigen euch via Farben exakt an, ob ihr euch im richtigen Drehzahlbereich befindet oder nicht. Damit einher geht natürlich auch das Schalten an sich, welches über die beiden Schaltwippen exakt und sehr sauber passiert. Gerade die Wippen haben einen super Druckpunkt, was Runter- und Raufschalten zu einer wahren Freude macht. Auch Positionierung und Größe sind optimal gewählt worden, damit ihr sie selbst in hektischen Rennen nicht verfehlt.

Extrem stimmig dazu sind dann auch die Pedale, die allesamt präzise ihr Arbeit verrichten. Gerade das Gaspegal ist hierbei super gelungen, womit sich Positionen wie Halb- bzw. Vollgas und alles dazwischen super abbilden lassen. Ähnliches gilt auch für die Bremse, bei der ihr jedoch wirklich viel mit den beliegenden Gummis rumexperimentieren solltet, um das richtige Feeling zu erreichen. Gerade die hohe Materialqualität kommt hier auch zum tragen, da ihr so zu keiner Zeit Angst haben müsst, richtig in die Eisen zu gehen, denn die Pedale können allesamt richtig Druck ab.Test-Fanatec-CSL-Elite-Racing-Wheel-plus-Elite-Pedale-LC-Bild-12

Eine Stufe mehr

Wer den ohnehin schon hohen Realismusgrad noch steigern will, der sollte sich nach Schaltung und Handbremse von Fanatec umsehen, denn habt ihr diese einmal angeschlossen, fühlt ihr euch wirklich wie im echten Rennauto. Bei Shifter selbst könnt ihr wählen, ob ihr die Gänge einzeln in das Sportgetriebe einlegen oder nur rauf- und runterschalten wollt.  Egal für was ihr euch entscheidet: Das Gefühl ist bei beiden Modi unglaublich gut geworden. Ähnliches gilt auch für die Handbremse, welche einen tollen Zug besitzt und gerade beim Driften für jeden Menge Laune sorgt.Test-Fanatec-CSL-Elite-Racing-Wheel-plus-Elite-Pedale-LC-Bild-14

 

Echtes Rennsport-Feeling für Zuhause
Force Feedback-Effekte präzise, kraftvoll und dynamisch
Materialwahl und Verarbeitung bei allem Komponenten exzellent
Multiplattformbetrieb
Dank modularem Aufbau erweiterbar
Aufbau nichts für Technikmuffel
Gran Turismo Sport spielbedingt noch nicht voll unterstützt

Name

Wer echtem Rennsport vor dem TV nahe kommen will, dem können wir die CSL Elite Serie von Fanatec nur wärmstens an Herz legen. Allein bei der Materialwahl und der Verarbeitung könnten sich hier manch echte Cockpits noch eine Scheibe abschneiden. Getoppt wird dies erfreulicherweise noch durch die Performance in den Spielen dank kräftigen und dynamischen Force Feedback und dem präzisen Umsetzungen aller Aktionen, die ihr am Lenkrad und den Pedalen ausführt. Ihr wollt also die Poleposition erobern, dann müsst ihr nur den Aufbau meistern und dann liegt es nur noch an euch, euren Händen, Armen und Füßen.
Test: Yo-kai Watch 2 Mächtige Seelen/ Knochige Geister *Update* Test: Wild Shots