Test: Frantics

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Frantics bietet euch eine abgedrehte Kulisse für kurzweilige Minispiele

Mit der PlayLink-Reihe baut Sony schon seit längerem eine Serie von kurzweiligen Gesellschaftsspielen auf, die ihr mit euren Freunden auf der Couch genießen könnt. Der Clou an der Sache ist, dass alle Mitspieler dazu nur ihre Smartphones benötigen. Somit können auch wenn mal keine vier Controller zur Hand sind, gemütliche Gaming-Runden veranstaltet werden. Bis dato zählten zum Portfolio der PlayLink-Titel unter anderem das Quiz-Spiel Wissen ist Macht oder etwa Hidden Agenda, in dem ihr gemeinsam einen Krimi erleben könnt.

Zum Repertoire der einfachen Familien- und Freundesunterhaltung gesellt sich nun Frantics. An Klassiker wie die Mario Party-Serie angelehnt, will euch der neueste PlayLink-Titel spannende Minispiel-Action für jedermann ins Wohnzimmer bringen. Ob diese Gleichung wirklich aufgeht und somit eine echte Alternative zu anderen Party-Spielen bietet, wie etwa den Feiern des Ex-Klempners Mario, haben wir für euch herausgefunden.

Ganz schön ausgefuchst

Um überhaupt erstmal mit dem Spiel starten zu können, müsst ihr euch die zugehörige Companion-App aus dem jeweiligen Store laden. Unterstützt wird Android ab Version 4.4 und iOS 9.0 aufwärts. Habt ihr die App geladen, ist das Starten des Spiels denkbar einfach. Ihr startet Frantics auf eurer PlayStation und jeder willige Mitspieler loggt sich über sein Handy mit ein. Das ganze System funktioniert tadellos und macht keinerlei Probleme. Bis zu vier Spieler können an einer Party teilnehmen.

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Seid ihr alle bereit, kann es in einem von drei Spielmodi losgehen. Ein geselliger Fuchs, der immer einen vollen Drink in der Hand hält, führt euch durch das Spiel. Ihr könnt entweder einzelne Mini-Spiele, eine eigens erstelle Playlist von Spielen oder eine vorgefertigte Serie von Spielen, die sogenannte Fuchsparty, starten. Bei einer Fuchsparty spielt ihr vier zufällige Minispiele. Am Ende gewinnt der Spieler mit den meisten gesammelten Kronen. Es stehen insgesamt 15 kleine Rangeleien zur Auswahl.

Lasst den Krieg beginnen

Zu den verschiedenen Varianten von Mini-Spielen zählen unter anderem Rennen, Abwandlungen von Sportarten oder Battle-Royale-Modi, in denen ihr euch gegenseitig eliminieren müsst. Um Rennen abwechslungsreicher zu gestalten, gibt es beispielsweise spezielle Teile, die erworben oder anderen Spielern zugeschoben werden können, um sich selbst das Leben leichter zu machen. Seid ihr aus einer Runde ausgeschieden, könnt ihr eure Gegner per Druck auf dem Smartphone manipulieren. So müsst ihr euch nicht langweilen, solltet ihr mal als erstes rausgeflogen sein. Für einen weiteren netten Unterhaltungsfaktor sorgen zufällig an Spieler verteilte Geheimmissionen, die es zu erfüllen gilt, um weitere Kronen zu sammeln.

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Solltet ihr mal keine Mitspieler zur Hand haben, werden euch KI-Gegner gegenübergestellt. Diese sind aber wenig bis gar nicht herausfordernd, weshalb ihr immer mit anderen Freunden spielen solltet. Ansonsten kommt wenig Freude mit dem Titel auf. Einen anpassbaren Schwierigkeitsgrad gibt es für die virtuellen Gegner nämlich nicht.

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Die Auswahl an Spielen bietet Spaß für einen kurzweiligen Abend. Es hätten ruhig etwas mehr sein dürfen, um Frantics langlebiger zu gestalten. Auch der Spielfluss der Partyrunden leidet ein wenig unter den etlichen Zwischensequenzen, in denen der unterhaltsame Fuchs ein kreatives Wortspiel nach dem nächsten an den Mann bringt. Das und zu lang geratene Tutorials dämpfen das Tempo und den aufkommenden Spielspaß. So ist es eher eine gemächliche Party, die so vor sich hintröpfelt.

Gemütlicher Sit-In statt Party

Gesteuert wird jedes Spiel mit dem Smartphone. Mal müsst ihr euer Telefon neigen, mal mit Wischgesten steuern oder einen Button auf dem Display drücken. Die Steuerung wirkt manchmal etwas schwammig, hauptsächlich bei Spielen, in denen ihr durch Neigen des Smartphones steuert. Insgesamt funktioniert es aber recht gut und ohne Verzögerung zum Geschehen auf dem Bildschirm. Das schwammige Neigen fällt nicht unbedingt negativ auf, da es den Konkurrenzkampf eher befeuert als schwächt.

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Die selbstironische Ader von Frantics wird durch den Grafikstil sehr gut unterstrichen. Die verschiedenen Charaktere sehen aus, als wären sie aus Wallace & Gromit entsprungen, nur in einer etwas varkatert wirkenden Version. Die Figuren und die Welt sind durchgehend in einem bunten Knetstil gehalten, der gut zum Party-Feeling passt. Insgesamt läuft alles sehr flüssig, sodass kein Frust durch Framerate-Einbrüche oder eine hakende Verbindung zwischen Handy und PlayStation aufkommt.

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Musikalisch wird das ganze Geschehen eher mit ruhigen Tönen untermalt. Qualitativ ist die Musik stimmig und einwandfrei. Allerdings bekräftigt sie in ihrer entschleunigten Art im Zusammenspiel mit den Zwischensequenzen das eher gemächliche Partygeschehen der Minispiel-Kollektion. Es will einfach keine richtig angespannte Spannung a la Mario Party rüberkommen.

Verbindung zwischen Smartphone und PlayStation funktioniert ohne Probleme
Simple Bedienung
Durchweg schön designt
Recht geringe Auswahl an Mini-Spielen
Langsamer Spielfluss

Jareth M.

Frantics ist an sich ein lustiger Party-Titel. Die Verbindung von Handy und PlayStation klappt tadellos und die Steuerung macht auch keine großen Zicken. Leider verschenkt der PlayLink-Titel einen Teil seines Potentials durch sein träges Auftreten und die recht übersichtliche Auswahl an Mini-Spielen. Das Grundgerüst ist gut gelungen, es sollte allerdings noch ein wenig nachgelegt werden, um mehr als ein kurzweiliger Party-Spaß zu werden.
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