Test: Guns, Gore & Cannoli

Test Guns, Gore & Cannoli1

Ich mache euch ein Angebot, das ihr nicht ablehnen könnt! Es geht um Guns, Gore & Cannoli, wer Marlon Brando als seinen Paten sieht, wird um dieses Spiel nicht herumkommen. Im Amerika der 20er Jahre schlüpft ihr in die Rolle von Vinnie Cannoli, einem hartgesottenen Gangster, der nach Thugtown kam, um einen simplen Job zu erledigen. Was er jedoch nicht wusste: Während seiner Überfahrt hat sich ein Großteil der Bevölkerung in fleischfressende Zombies verwandelt. Erlebt eine Geschichte voller Action, Untoter und Verrat, gewürzt mit ganz viel Charme.

Guns, Gore & Cannoli ist ein liebevoll gezeichneter Sidescroll-Shooter ganz wie in alten Tagen. Zur Zeit der Prohibition habt ihr den simplen Auftrag Frankie die Fliege zu Mafiaboss Mr. Belluccio zu bringen. Dummerweise ist gerade jetzt die Apokalypse über Thugtown hereingebrochen und neben verfeindeten Familien stellen sich nun auch noch haufenweise Zombies in euren Weg. Ein Glück, dass euch ein breites Arsenal an Waffen geboten wird, mit dem ihr die Feinde, ob nun modernde Leiche oder nicht, aus dem Verkehr ziehen könnt.Test Guns, Gore & Cannoli2

Damit holt ihr euch sicher keinen Pferdekopf ins Bett

Das Gameplay geht dabei runter wie italienisches Olivenöl und fordert euch immer wieder aufs Neue mit stetig wechselnden Gegnern. Durch individuelle Fähigkeiten müsst ihr mehr als eine Taktik im Petto haben, um zum Ziel zu gelangen. Selbst auf dem normalen Schwierigkeitsgrad ist Guns, Gore & Cannoli sehr knackig und zwingt euch sicher mehr als einmal in die Knie. Doch bevor ihr das Handtuch werft, holt lieber einen Freund ins Boot und kämpft euch gemeinsam durch die Horden hinkender Fleischfresser.

Wenn genügend Controller vorhanden sind, können bis zu vier Spieler am Gemetzel teilhaben, allerdings wird es bei voller Auslastung ab und zu doch mal unübersichtlich auf dem Bildschirm. Dennoch bleibt Guns, Gore & Cannoli das richtige Spiel für jeden Männerabend. Solo könnt ihr wie gewohnt auch mit Maus und Tastatur spielen. Angenehm dabei: Die Tastenbelegung lässt sich schnell und nach Belieben umstellen.Test Guns, Gore & Cannoli3

Ableben der Zombies immer wieder ein Augenschmaus

Neben dem flüssigen und für jeden verständlichen Gameplay, ist es vor allem die Atmosphäre, die ganz dick punktet. Der handgezeichnete Comic-Stil strotzt vor Ideenreichtum und Liebe zum Detail. Das Leben der Großstadt in den 20er Jahren wird mit Hilfe zeitgenössischer Autos, Waffen und Kleidung wunderbar eingefangen und der Sound tut sein Übriges. Sowohl die Musik, als auch die Soundeffekte sind ein Wohlklang für die Ohren und runden das Gesamtbild perfekt ab. Des Weiteren sollte man meinen, dass das kleine Budget eine Vertonung ausschließt, doch auch hier überrascht und überzeugt Guns, Gore & Cannoli auf voller Länge. In den Dialogen steckt Witz und jeder einzelne Charakter ist super vertont.

Selten bekommt ihr für 10 Euro ein Spiel, wie dieses. Ich kann nicht von mir behaupten, dass ich ein großer Fan von Mafiafilmen oder der 20er Jahre bin, doch Guns, Gore & Cannoli hat definitiv ein Talent, solche Sympathien zu wecken. Das Gameplay ist fordernd, in Grafik und Sound steckt viel Herzblut, ihr werdet ständig von trockenem Humor begleitet und außerdem ist das Spiel um keine Anspielung auf Paten und Co verlegen. Steuerung und Schwierigkeitsgrad bieten Jedermann einen guten Einstieg und eine lohnendes Erlebnis. Selbst Speedrunner könnten ein Auge auf den Titel werfen. Wer hier Meckern will, muss schon jeden Stein zweimal umdrehen.

Flüssiges, verständliches Gameplay
viele verschiedene Gegner
Tolle Grafik und Animationen
Gute Vertonung, satter Sound
lokaler Mehrspielermodus
Viel Witz und Charme
Kein Online-Multiplayer

Carsten S.

So viel Ideenreichtum, Old School Charme, Witz und Maßen an Zombies sind selten in einem einzigen Spiel verpackt. In dem kleinen, feinen Shooter findet sowohl der Hobby-Spieler, als auch der Hardcore-Gamer ein würdiges Spiel. Absolute Kaufempfehlung!
Test: Splatoon Test: Final Fantasy X / X-2 HD Remaster (PS3 / PS4)
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