Test: Halo 5 – Guardians

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Das Warten auf den einen oder anderen Titel kann schon sehr an den Nerven zehren. Zum Glück eilt uns in Kürze der Master Chief zu Hilfe und füllt mit dem Xbox One exklusiven Ego-Shooter Halo 5 – Guardians die Lücke in unserem Laufwerk. Und jetzt ran an die Arbeit – es gibt Welten zu retten. In diesem Sinne – Helm auf Spartan und lass uns herausfinden, ob sich das Warten auch gelohnt hat.

Einmal Spartan Locke mit einer Brise Master Chief

In der Kampagne von Halo 5 – Guardians schlüpfen wir in die Rolle unterschiedlicher Spartans. So übernehmen wir im Solo-Durchgang entweder die Steuerung des Master Chiefs oder jene von Jameson Locke. Im Koop ist unsere Auswahl nochmal wesentlich größer, denn hier stehen uns jeweils alle Teammitglieder von Team Blau bzw. Feuerteam Osiris zur Verfügung. Der Koop-Modus spielt sich zudem gefühlt ein wenig spaßiger und auch einfacher, da die KI unserer Team-Kameraden zwar durchaus gelungen ist, jedoch keinesfalls mit einem menschlichen Spieler mithalten kann. Schade ist jedoch, dass der Koop lediglich online verfügbar ist. So ist einerseits jeder Spieler auf seine eigene Kopie des Spiels angewiesen und andererseits hätten wir uns natürlich einen gemütlich Splitscreen-Abend mit Freunden gewünscht.

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Den Großteil der Geschichte erleben wir aus der Sicht des Feuerteam Osiris rund um Jameson Locke. Manche Missionen dürfen wir jedoch, wie bereits angesprochen, auch mit dem Master Chief persönlich bestreiten. Die unterschiedlichen Protagonisten varieren natürlich durch ihren persönlichen Charakter und sorgen so bereits für eine gehörige Portion Abwechslung. Das Storytelling funktioniert dabei sowohl bei den Missionen als auch während der Zwischensequenzen großartig.

Erstmals machte sich nach dem Beenden einer Halo-Kampagne nicht das Gefühl breit, dass man zum Verstehen der Geschichte ein abgeschlossenes Studium der Halosophie benötigt hätte. Dennoch ist ein wenig Vorwissen durchaus sinnvoll, um auch die Beziehung zwischen den einzelnen Charakteren zu verstehen. In Halo 5 – Guardians treffen wir übrigens auf zahlreiche alte Bekannte, darunter auch manch einen, mit dem wir nicht gerechnet hätten.

Vorschau Halo 5 – Guardians (2)

Die äußerst motivierende Geschichte treibt uns dabei immer weiter in den abwechslungsreichen Missionen voran. Die Abwechslung entspringt hierbei hauptsächlich den unterschiedlichen Planeten, da hier jeder seinen eigenen Charme besitzt und mit unterschiedlichen optischen Highlights glänzt. Das Zusammenspiel aus wunderschönem Leveldesing und atemberaubender Grafik lässt uns dabei regelmäßig ins Staunen geraten.

Auch das Gameplay weiß zu begeistern. So sorgen diverse Abschnitte bei welchen wir die unterschiedlichsten Fahrzeuge des Halo-Universums steuern oder auch kurze Gesprächsmissionen für zusätzliche Abwechslung. Die Steuerung geht dabei leicht von der Hand und wirkt stehts intuitiv. Es ist lediglich schade, dass dieses Spektakel nicht ein wenig länger anhielt, denn nach knapp acht Stunden haben wir die 15 Kampagne-Missionen abgeschlossen und die Credits rollen über den Bildschirm.

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Ab in die Arena, Spartans!

Nach dem Abschluss der Kampagne widmeten wir uns endlich dem Multiplayer von Halo 5 – Guardians.  Bereits im Menü haben wir die Qual der Wahl, denn Halo 5 verfügt neben der klassischen Arena auch über den neuen Warzone-Modus. Zudem ist es uns möglich eigene Spiele zu erstellen und hier unter anderem die Karte, den Spielmodus sowie diverse Spielregeln und Anpassungen selbst zu wählen. Abgerundet wird das Multiplayer-Menü von einem Punkt namens Kino, welcher uns, wie bereits vermutet, Replays der gespielten Multiplayer-Partien zur Verfügung stellt.

Wir stürzen uns gleich mal in den Arena-Modus, denn schließlich ist dieser der wohl wichtigste Bestandteil für die meisten unter uns. Hierbei treten wir in Teams à vier Spieler gegeneinander an. Zu Beginn einer Spielliste gilt es jedoch erstmal sein Können unter Beweis zu stellen, denn anhand der ersten zehn Spiele wird uns erstmal ein Ranking zugewiesen. Dieses reicht von Bronze bis Champion und hängt wie gesagt von unserer Leistung in den ersten zehn Spielen innerhalb einer Liste ab. Anschließend können wir uns mittels Siege bis hin zum vorletzten Rang Onyx hochrackern. Ab diesem Zeitpunkt sind nicht mehr die Anzahl der Siege sondern unser persönlicher Skill ausschlaggebend. Schaffen wir den Sprung unter die besten 200 Spieler dürfen wir uns fortan Champion nennen.

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Der Einstieg in laufende Partien ist übrigens nicht möglich. Dies erweist sich gleichermaßen als Vor- und Nachteil. Da somit zwar gewährleistet wird, dass man nicht kurz vor der Niederlage in ein Spiel einsteigt und sich somit sein Ranking ruiniert. Auf der anderen Seite, muss man im Falle von Verbindungsabbrüchen bzw. aussteigenden Teamkarmeraden die Partie eben mit einem kleineren Team beenden. Unser Ziel hängt dabei vom jeweiligen Spielmodus ab. So versuchen wir in Showdown möglichst schnell 50 Abschüsse zu erreichen und werden dabei in bester Halo-Manier von unterschiedlichen Waffen unterstützt, welche in regelmäßigen Abständen auf der Map spawnen. Im Modus Festungen gilt es bis zu drei Punkte unter die eigene Kontrolle zu bringen und zu halten bis die maximale Punktezahl erreicht ist.

Mit Kampf um die Flagge treffen wir auf einen weiteren alten Bekannten, bei welchen es die gegnerische Flagge schnellstmöglich dreimal einzunehmen gilt und ihr währenddessen natürlich auch eure eigene Flagge mit allen Mitteln beschützen müsst.

Vorschau Halo 5 – Guardians UPDATE Arena-Modus (5)

Der Ausbruch-Modus ist hingegen in Halo 5 das erste Mal am Start. Hierbei gilt es entweder die neutrale Flagge für sich zu gewinnen, oder das gesamte gegnerische Team auszuschalten, denn pro Runde verfügt hier jeder Spieler lediglich über ein Leben. Habt ihr fünf Runden für euch entschieden, könnt ihr siegreich vom Schlachtfeld schreiten. Zusammen mit den verbleibenden Spielmodi ist jedenfalls auch in der Arena für ausreichend Abwechslung gesorgt. Das Spielgeschehen läuft gefühlt ein wenig schneller ab und erweist sich nach einer kurzen Eingewöhnungsphase auch einsteigerfreundlicher als es in den Vorgängern der Fall war.

Auch die Karten der Arena sehen unglaublich gut aus. Diese wirken nun nicht mehr ganz so karg und unterscheiden sich nun deutlicher voneinander. So geraten wir dank der hübsch gestalteten Hintergründe auch bei den Multiplayer-Partien immer wieder ins Staunen, wenn beispielsweise ein riesiges Unterwasserwesen an uns vorbei schwimmt.

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Mit dem Wraith in den Nahkampf

Abschließend widmen wir uns dem Warzone-Modus, welcher die wohl größte Neuerung von Halo 5 darstellt. Dieser erweist sich als Mischung aus PvE und PvP-Inhalt und übernimmt, zumindest vorübergehend, die Rolle des Big Team Battles. Wir treten mit bis zu zwölf Spielern pro Team gegeneinander an und versuchen zu Beginn erstmal unsere eigene Basis vor den anstürmenden NPC-Gegnern zu verteidigen. Ist dies geschafft, widmen wir uns der Einnahme einer der drei neutralen Basen. Diese müssen ebenfalls von Alien-NPCs befreit werden, bevor wir schließlich unsere eigenen NPCs darin stationieren, welche die Basis fortan gegen Angriffe des feindlichen Teams verteidigen.

Im Warzone-Modus gibt es dabei zwei potentielle Wege zum Sieg. Einerseits der Sieg durch Punkte, welche wir durch Kills von gegnerischen Teammitgliedern, Einnahmen der Basen sowie durch das Bezwingen von herausfordernden NPC-Bossen erringen. Andererseits haben wir die Möglichkeit den gegnerischen Energiekern in deren Basis zu zerstören, sobald wir alle drei neutralen Basen unser Eigen nennen. An diversen Terminals können wir hierbei neue Waffen ausrüsten bzw. Fahrzeuge anfordern, welche uns im Kampf entsprechende Vorteile verschaffen.

Diese erhalten wir unter anderem aus den REQ-Packs, welche wir entweder für REQ-Points, die wir im Multiplayer-Modus verdienen, oder Echtgeld erwerben können bzw. regelmäßig auch als Belohnung für Stufenaufstiege bekommen. Unterschieden werden die Päckchen in Bronze-, Silber- und Gold-REQ-Packs, wobei die Inhalte der unterschiedlichen Packs sowohl in ihrer Qualität als auch in der Anzahl variieren. Darin können sich neben Fahrzeugen auch Waffen- und Rüstungskins sowie EP-Booster befinden. Manche Gegenstände sind hierbei zum einmaligen Gebrauch vorgesehen, während uns andere wiederum erhalten bleiben.Halo 5_Test_Warzonegetestet-auf-msi

Grandiose Kampagne,...
Toller Koop-Modus,...
Bombastische Grafik
Multiplayer bleibt sich treu, bringt aber auch viele tolle Neuerungen
...die durchaus länger sein könnte
...leider ohne Splitscreen

Alexander M.

Halo 5 - Guardians liefert meines Erachtens sowohl bei der Kampagne als auch beim Mehrspieler-Modus die beste Leistung der Seriengeschichte ab. Die Inszenierung profitiert dabei von der bombastischen Grafik und der abwechslungsreichen Gestaltung der Level. Für mich handelt es sich dabei um den bis dato beeindruckendsten Xbox One-Titel, der definitiv in keiner Sammlung fehlen sollte.
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