Test: JBL Extreme

Test-JBL-Extreme-Bild-1Tragbare Lautsprecher sieht man mittlerweile fast überall – man könnte fast sagen, sie sind die Ghettoblaster der heutigen Zeit. Die Auswahl ist groß, mit allen erdenklichen Formen und Features. Wollt ihr jedoch nur das Beste in Sachen Klang und Qualität, führt derzeit kein Weg an JBL vorbei. Gerade die Charge-Reihe hat hier über die letzten Jahre immer wieder neue Maßstäbe gesetzt. Für alle, die jedoch ein bisschen mehr brauchen, hat JBL den Extreme im Angebot, welchen wir uns endlich einmal ganz genau anschauen konnten.

Extrem in vielen Hinsichten

Dass ihr es hier mit einem Lautsprecher der Kategorie „Extrem“ zu tun bekommt, wird schon am großen Karton deutlich, der zu euch nach Hause kommt. Aber auch hier strahlt schon Wertigkeit durch dank des schicken Designs, Produktbildern und Eckdaten. Im Karton selbst entdeckt ihr sogar noch deutlich mehr als den Lautsprecher und das alles noch sinnvoll und sicher verpackt, sodass auch  das „Unboxing“ schon Spaß mit sich bringt. Folgende Dinge findet ihr dann im Schutz der Verpackung:

Lieferumfang JBL Extreme

  • 1 x JBL XTREME
  • 1 x Netzteil
  • 1 x Schlaufe
  • 1 x Kurzanleitung
  • 1 x Sicherheitsblatt
  • 1 x Garantiekarte

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U-Boot oder Speaker?

Habt ihr die Kartonage hinter euch gelassen, geht es natürlich gleich ran den Lautsprecher. Seine Abmaße mit 126 x 283 x 122 mm fallen eher wie bei einer Mini-Steroanlage aus und das obwohl das Design erfreulicherweise zurückhaltend geworden ist. So gliedert sich der Extreme ganz harmonisch in die aktuelle JBL Familie, mit seinem turbinenartigen Äußeren ein. Gerade in unserer schwarzen Testvariante erinnert uns der Speaker doch irgendwie an ein U-Boot, was in keinster Weise negativ gemeint ist. Wer im Übrigen mehr Farbe braucht, für den gibt es den JBL Extreme noch in rot oder blau. Egal in welcher Farbe: Der Lautsprecher wirkt sehr wertig. Das liegt vor allem an vielen kleinen Details, die alle sauber und filigran eingearbeitet worden sind. Beispiele wären hier die beiden Bassstrahler, auf denen groß das JBL-Logo seinen Einzug gefunden hat.

Das Highlight ist jedoch der schicke, feinmaschige Kunststoffmantel, mit dem das robuste und stoßfeste Hartgummigehäuse überzogen worden ist. Dieser Mantel hat nicht nur eine tolle Haptik, sondern schützt die Klangtreiber und das sonstige Innenleben auch vor Wasser. Jedoch gilt das nur für Spritzwasser, denn im Gegensatz zu manch anderen Modellen von JBL besitzt der Extreme keine IP-Zertifizierung. Jedoch konnten wir ihn in unseren Test ohne Probleme unter Wasser abspülen. Richtige Unterwasser-Gänge solltet ihr jedoch um jeden Preis vermeiden. Das ist jedoch nicht alles, was es zu entdecken gibt, denn auf der Oberseite findet ihr die obligatorischen Knöpfe für alle Funktionen, zwei Ösen, in die ihr den Tragegurt einklinken könnt und noch mal das JBL-Logo.Test-JBL-Extreme-Bild-3

Sumospeaker

An der Unterseite unauffällig integriert ist der Hartgummiständer, in dessen Nähe sich zusätzlich noch einen Reißverschluss verbirgt, hinter dem sich alle wichtigen Anschlüsse finden lassen. Davon gibt es nicht wenige und zwar einen Mini-USB, einen Aux, gleich zwei USB und natürlich den Netzanschluss. Zu den Extremen kommt ihr erst wieder, wenn ihr den Lautsprecher einmal anhebt, denn das gute Stück wiegt 2112 Gramm und ist somit alles andere als ein Leichtgewicht. Zum Vergleich: Der Charge 3 von JBL bringt gerade einmal 800 Gramm auf die Waage.

Ein Knopfdruck reicht

Der Erfolg tragbarer Speaker liegt zum großen Teil auch an ihrer einfachen Bedienbarkeit und genau dies gilt auch für den JBL Extreme. Primär ist der Lautsprecher für die Wiedergabe über Bluetooth ausgelegt. Jedoch könnt ihr auch ohne Probleme via Klinke und dem Aux-Anschluss entsprechende Signale wiedergeben. In Sachen Wireless kommt der Extreme mit Bluetooth Version 4.1 daher und kann sich mit drei Geräten gleichzeitig verbinden, wobei jedoch immer nur von einem abgespielt werden kann. Die Koppelung der Geräte geht auch kinderleicht vonstatten. Einfach Bluetooth-Knopf drücken, in eurem Handy unter Bluetooth Geräte den JBL suchen und verbinden. Jedes An- und Abmelden eines Gerätes wird auch prompt mit einem netten Ton quittiert. Steuern könnt ihr die Tonwiedergabe via Smartphone oder am Lautsprecher selbst über die Knöpfe Play, Pause, Lauter und Leiser. Test-JBL-Extreme-Bild-4

Entfernt und doch so nah

Darüber hinaus könnt ihr den Speaker noch mit weiteren JBL Lautsprechern – falls ihr denn welche habt – über JBL Connect, verbinden, um eine Art Wireless Stereoanlage zu bekommen. Dafür müsst ihr nur den entsprechenden Knopf auf beiden Geräten drücken und via App entscheiden, ob sie zusammen Mono oder Stereo wiedergeben sollen. Abzüge gibt es hier nur in der B-Note bei der Geschwindigkeit, mit der Wireless-Verbindungen aufgebaut werden, denn manchmal gibt es hierbei eine kleine Denkpause. Dafür ist die Reichweite und Verbindungsstabilität durch die Bank vorbildlich. So konnten wir locker in zwei bis drei entfernte Räume mit unseren Handy oder Speaker gehen, ohne dass die Verbindung abgerissen ist. Im Outdoor Einsatz in das cool, da ihr euch gute 20 Meter entfernen könnt, ohne dass Abrisse oder Störungen bei der Musikwiedergabe auftreten.

Klangmonster

Erfreulicherweise kann der Klang des JBL Extreme mit seinem Aussehen locker mithalten und so spielt der Lautsprecher zu jeder Zeit sehr dynmaisch und kräftig auf. Stellenweise so kraftvoll, dass ihr den Speaker in der Wohnung oder im Büro nie wirklich laut machen müsst. Verantwortlich dafür sind zwei 63mm Tieftöner, zwei 35mm Hochtöner und die von den schon erwähnten zwei 63mm Woofer an den Seiten. Dabei entsteht ein klares Klangbild, was mit seinem massiven Bass so manchen Heimkino-Subwoofer alt aussehen lässt. Die Woofer spielen so kraftvoll auf, dass ihr die Bässe sehen und spüren könnt. Dazu gesellen sich noch tolle Höhen, bei denen insgesamt die Mitten etwas verschluckt werden. Somit lässt sich auf dem JBL zwar auf geringer Lautstärke auch mal filigrane Musik wie Klassik abspielen, jedoch liegt sein Einsatzgebiet eher in anderen Sphären. Der Extreme fühlt sich vielmehr zu Hause bei HipHop, RnB, Techno und Trance.Test-JBL-Extreme-Bild-5

Audio Eckdaten

Signal-to-Noise Ratio: 80 dB
Frequency Response: 70Hz – 20kHz

Lautsprecher Daten

TransducerWoofer 2 x 63 mm
Signalumwandler: Tieftöner 2 x 63mm;
Hochtöner: 2 x 35mm
Nennleistung: 2 x 20W Bi-amp (AC-Modus)
https://www.youtube.com/watch?v=5jka3JyFfz4

Stromparty

Besonders bei hohen Lautstärken kann es dazu kommen, dass es die große Bassbox etwas zu gut meint mit den Tieftönen und so das Klangbild deutlich dominiert. Das ist zwar cool für Hauspartys, Mitmieter ärgern und Putz von der Decke holen, aber eben nicht für den unverfälschten Genus von Musik. Dies ist aber weniger Kritik, sondern eher eine Geschmacksfrage. Beeindruckend ist das Klangerlebnis in jedem Fall. Ebenfalls beeindruckend ist auch die Akkuleistung, um die ihr euch so gut wie keine Sorgen machen müsst. Zwei Abende Party sind nämlich mit 12-16 Stunden locker drin. Zudem könnt ihr nebenbei natürlich auch euer Handy laden, dank dem 10.000mAh Akku und satten zwei USB-Anschlüssen an der Rückseite. Ja zwei, womit ihr auch zwei Handys, wenn auch ein bisschen langsamer gleichzeitig laden könnt- perfekt für einen Outdoor Ausflug oder eine kleine Feier.Test-JBL-Extreme-Bild-6

Immer dabei

Sehen wie voll der Akku noch ist, könnt ihr im übrigen durch eine kleine LED-Leise an der Vorderseite unten, die den hochwertigen Techlook des Extreme noch weiter unterstützt. Aufgeladen habt ihr den Akku dann in ein bisschen mehr als 3 Stunden. Dies gilt aber nur, wenn ihr auch wirklich an die Anschlüsse kommt, die sich wie beschrieben hinter einem Reißverschluss verbergen. Dieser lässt sich zwar kinderleicht öffnen, jedoch ist der Schlitz recht schmal und die Anschlüsse etwas zu tief ins Gehäuse versetzt, weshalb euch stellenweise nerviges Rumfummeln mit zwei Händen nicht erspart bleibt. Besonderes Gimmick beim Extreme ist der Tragegurt, den ihr an den beiden Ösen an der Oberseite einklinken könnt. Damit lässt sich das gute Stück wie eine Art Reisetasche über die Schulter schmeißen und überall hin mitnehmen. Natürlich könnt ihr so auch im Ghettoblaster-Style eure Umwelt mit Musik beschallen – wie das die Kids halt heutzutage so machen.

Ganz gut funktioniert im Übrigen auch die Freisprechfunktion. Ja, wenn euer Smartphone verbunden ist, müsst ihr es, falls ein Anruf reinkommt, nicht am Ohr haben, sondern könnt einfach so losreden und euer Gegenüber wird euch verstehen. Hierbei sind Geräusch- und Echounterdrückung mit an Bord, haben jedoch ab einer Entfernung von etwa 2 Metern ihre Grenzen. Dies ist zwar kein wirkliches Kaufargument, aber stellenweise sehr nützlich, gerade wenn ihr den Speaker in der Wohnung stehen und die Hände voll habt.

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Allgemeine Spezifikationen

Bluetooth®-Version 4,1
Kompatibilität: A2DP V1.3, AVRCP V1.5,HFP V1.6, HSP V1.2
Stromversorgung: 19V 3A
Batterietyp: Lithium-Ionen-Polymer (37Wh)
Batterieladezeit: 3 Stunden
Musikwiedergabedauer: bis zu 15 Stunden(je nach Lautstärke und Audioinhalt)
Einfacher USB-Ladeanschluss: 1 x 2A
Dualer USB-Ladeanschluss: 2 x 1A
Bluetooth®-Übertragungsleistung: 0-4 dBm
Frequenzbereich für die Bluetooth®-Übertragung: 2,402 – 2,480 GHz
Bluetooth®-Übertragungsmodulation: GFSK, π/4 DQPSK, 8DPSK
Dynamischer, kraftvoller Klang
Starker Akku
Toller Look und Verarbeitung
Zwei USB Anschlüsse zum Laden
Einfache Bedienung
Bass sehr dominant
Anschlüsse sehr verbaut
Recht schwer und groß (Geschmacksfrage)

Name

Der JBL Extreme: Die Verkörperung des modernen Ghettoblasters. Überzeugen kann die Bassrolle vor allem durch das schicke Außenkleid mit toller Verarbeitung, seinem brachialen Klang und der einfachen Bedienung. Jedoch ist das gute Stück nicht für jedermann, denn Größe und Gewicht von ein bisschen über 2 Kilo sind eine klare Kampfansage. Zudem ist der Klang insgesamt doch etwas zu basslastig, was am Ende immer eine Geschmacksfrage bleibt. Dafür ist der JBL für unterwegs und Partys der perfekte Begleiter, eben wegen seinem kraftvollen Klang, zwei USB Anschlüssen, starkem Akku und Freisprechfunktion.
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