Test: Lego die Unglaublichen

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Die unglaubliche Familie kehrt zurück

Ein spektakuläres Heldenabenteuer hat die unglaubliche Familie Parr bereits hinter sich gebracht. Auf der Leinwand machten die fünf außergewöhnlichen Superhelden bereits eine gute Figur – jetzt folgt das erste Videospiel, in dem Bob und Co. zur Tat schreiten. Wer nicht bis zum Kinostart des zweiten Teils warten möchte, findet in Lego: Die Unglaublichen einen spielerischen Weggefährten, der mit Humor und tollen Charakteren glänzen möchte. Ob die eckige Adaption mit dem Film mithalten kann, erfahrt ihr in unserem Test.

Die Familie

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Für alle Fans des ersten Pixarfilms zu „Die Unglaublichen“  gibt es jetzt sehr gute Neuigkeiten. Warner Bros hat vor zwei Wochen bezüglich des zweiten Teils, der gerade in den Kinos angelaufen ist, ein Legospiel für die PS4 rausgebracht. Die Unglaublichen ist ein Pixar-Film aus dem Jahr 2004 über eine Superheldenfamilie, die nach 15 Jahren wieder in ihren Job als Weltenretter zurückkehrt. Bob ist der Protagonist in der Geschichte und das Familienoberhaupt . Früher war er einer der größten Superhelden und als Mr. Incredible bekannt. Bob wurde von seinem ehemaligem Fan Buddy Pine verklagt, da er bei seiner Rettung leicht verletzt worden ist.

Dies führt zu Nachahmern und Bob ist gezwungen, seine Karriere als Superheld fürs Erste aufs Eis zu legen. 15 Jahre später ist Bob von seinem normalen, bürgerlichen Leben und seinem Job als Versicherungsangestellter gelangweilt. Mittlerweile ist Bob mit seiner Helen verheiratet, die ebenfalls eine Superheldin mit besonderen Kräften ist. Zusammen haben die beiden drei Kinder, die auch alle Superkräfte geerbt haben. Die Geschichte beginnt, als Bob das erste Mal nach 15 Jahren wieder einen Auftrag als Superheld bekommt.

Steuerung, Grafik und Co.

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Die Grafik ist sehr detailreich und wie üblich im Legostyle gestaltet. Zum Beispiel sind die Sraßen teilweise mit den Blumensträusen dekoriert, die Ihr vielleicht noch aus Kindertagen von Euren Legosets kennt. Die Steuerung ist sehr einfach zu händeln. Außerdem präsentiert sie sich recht vielseitig, da man in den unterschiedlichen Aufgaben mindestens zwischen zwei Charakteren switchen kann.

Das typische Konzept der Legospiele hat sich nicht wirklich verändert. Genauso wie in den vorherigen Titeln gibt es immer wieder Prügeleien mit Gegnern und unterschiedlich schwierige Rätsel.  Regelmäßig müsst Ihr Gegenstände kaputt hauen, um daraus wieder neue Objekte bauen zu können. Die Spezialeffekte der verschiedenen Charaktere könnt und müsst Ihr immer wieder nutzen und die Umgebung manipulieren und damit voran zu kommen.

Die Charaktere

Wie schon gesagt könnt Ihr zwischen den einzelnen Figuren während Eurer Aufgaben hin und her switchen. Dies passiert ganz einfach, indem Ihr entweder auf das Dreieck des Controllers drückt oder die L2-Taste benutzt. Im Laufe des Spiels könnt Ihr mithilfe von gesammelten Legosteinen insgesamt 133 Spielfiguren freischalten. Die könnt Ihr jedoch nicht in allen Missionen spielen, da die Charaktere immer der Mission und Ihren Fähigkeiten angepasst werden. Je nachdem, welche Fähigkeiten in der Mission gerade am dringendsten benötigt werden. Mit dem Dreieck auf Eurem PS4 Controller könnt Ihr so etwas wie eine Kurzwahl eurer Figuren aufrufen. Drückt Ihr auf das Dreieck, erscheint ein Kreis, der sich aus kleinen Profilbildern der einzelnen Figuren zusammensetzt. Aus diesem Kreis könnt Ihr Euch dann eine Figur aussuchen. Der Kreis besteht aus den Figuren, die Ihr in dieser Mission gerade am besten gebrauchen könnt. Alle anderen Charaktere, die Ihr so im Laufe der Zeit freischaltet, lassen sich anschließend im Freien Spiel nutzen, um auch wirklich an jedes versteckte Rätsel ran zu kommen. 

Eure Figuren haben alle unterschiedliche Fähigkeiten. Violetta kann zum Beispiel ein Kraftfeld hervorrufen, mit dem sie sich und andere Figuren beispielsweise über giftige Pfützen bringen kann. Elastigirl kann sich mithilfe Ihrer Dehnbarkeit unter anderem durch Lüftungsschächte zwängen und so an scheinbar unerreichbare Dinge herankommen. Bob hat übermenschliche Kräfte, die ihn unverwundbar und unglaublich stark machen, und kann somit gar ganze Autos hochheben. Violettas kleiner Bruder Robert kann unfassbar schnell rennen und so einige Mechaniken ankurbeln, die Ihr für gewisse Rätsel benötigt.

Die Missionen

Das Spiel beginnt nicht am Anfang des Films, sondern mit dem zweiten Teil. Die Missionen sind immer unterschiedlich groß. Einige können über ganze Kapitel gehen andere wiederum sind auch kleinere Missionen, für die man nur ein paar Minuten braucht. Die Level und die Aufgaben werden zwischendurch immer wieder von Filmszenen unterbrochen. Insgesamt besteht das Spiel aus 12 Missionen bzw. Leveln. Für jedes dieser Level werdet Ihr ca 20-30 Minuten brauchen. Mit einer Spielzeit von rund 10 Stunden gehört Lego: Incredibles also zu den kürzeren Abenteuern im klotzigen Universum.

Für meinen Geschmack sind die Filmszenen teilweise ein wenig zu langatmig und es wird leider auch keine Möglichkeit geboten, die Szenen zu überspringen. Allerdings sind die Dialoge sehr humorvoll geschrieben, was die Wartezeit zur nächsten Mission ein wenig verkürzt.

Die Landschaften der Missionen sind immer unterschiedlich und sehr vielseitig. Einige Missionen finden im Haus der Parrs statt. Andere Missionen spielt Ihr in der Stadt oder öffentlichen Verkehrsmitteln. In einem der ersten Kapitel wird euch die Map erklärt, auf der ihr euch von Level zu Level bewegen könnt. Diese ruft ihr auf, indem ihr die  Touchpad-Taste auf eurem PS4-Controller verwendet. Die Map ist in 10 Bereiche aufgeteilt. In diesen Bereichen befinden sich eure Missionen und Aufgaben, die ihr im Laufe des Spiels bewältigen müsst.

Multiplayer Modus

Im neuen Legoabenteuer „die Unglaublichen“ könnt Ihr Euch, wie in anderen Legotiteln, einen Freund dazu holen. Mit diesem könnt Ihr dann gemeinsam die Rätsel und Missionen lösen. Im Multiplayermodus hat es mich etwas irritiert, dass der Bildschirm einmal in der Hälfte geteilt wurde. Dadurch hat man eine viel kleinere Spielfläche und meiner Meinung nach ist diese Ansicht recht unübersichtlich.

In den vorherigen Titeln haben die Entwickler unserer Meinung nach die beste Möglichkeit gefunden, einen Splitscreen interaktiv und übersichtlich zu gestalten. Hauptsächlich spielte man gemeinsam in einem Bildschirm, wenn man sich zu weit voneinander entfernte, teilte sich der Bildschirm auf. Manchmal horizontal, manchmal vertikal und manchmal quer – je nachdem, in welchem Teil man sich im Bild bewegt. Das war nicht immer optimal, jedoch war dies eine smartere Lösung als ein statischer Splitscreen.

Grafik wegt Kindheitserinnerungen
Einfache Steuerung
Spielspaß mit Freunden
kein Überspringen der Filmszenen möglich
gesplitteter Bildshirm im Multiplayermodus irritiert

Luisa

Das neue Legoabenteuer ist im Großen und Ganzen sehr unterhaltsam. Mit seinen unterschiedlichen Charakteren und den dementsprechenden Fähigkeiten wird das Spiel sehr vielseitig präsentiert. Durch den Multiplayer-Modus bietet das neue Lego-Spiel darüber hinaus Partyspaß für jede Altersklasse. Was schon in der ersten Szene auffällt ist, dass die Figuren nicht wie von Lego gewohnt, nur Laute von sich geben, sondern dieses Mal wirklich sprechen. Für die eingeschweißten Legofans unter euch könnte dies eine große Umstellung sein. Für mich hat dieser Faktor damals die Legospiele so interessant gemacht, da eine ganze umfangreiche Geschichte ohne Text auskommen kann.
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