Test: Metroid Zero Mission

Test Metroid Zero Mission

Seit dem 12.03.2015 steht uns der GBA-Klassiker Metroid Zero Mission zur Verfügung, der uns zu den Anfängen unseren beliebten Weltraum Kopfjägerin Samus Aran zurück bringt. Tatsächlich haben wir es nämlich mit dem Remake vom ersten Metroid (NES) zu tun, der uns auf den Planeten Zebes schickt um Mother Brain um die Ecke zu bringen. Aber wir haben es hier nicht nur mit einer aufpolierten Version von Metroid zu tun. Denn Metroid Zero Mission kann mit neuen Gegnern, Bossen und einem selbstständigen Kapitel viel Neues zeigen, womit es zu einem eigenen Spiel wird und nicht einfach nur einem Remake.

Test Metroid Zero Mission

Die Mission

Die Mission und damit auch die Handlung des Spiels, ist so simpel wie sie nur sein kann. Auf den ersten Blick jedenfalls. Ohne große Worte werden viele Abschnitte aus der Kindheit unserer Protagonisten durch Zwischensequenzen und der Spielwelt wieder gegeben. Dennoch ist die Story gerade so simpel, weil sie vor allem auch auf den NES-Klassiker basiert. Als Kopfgeldjägerin Samus Aran begebt ihr euch auf den Planeten Zebes, in dem die Weltraum-Piraten eine Basis eingerichtet haben, in denen sie mit den gefährlichen Metroids experimentieren. Eure Mission ist es Mother Brain, die Anführerin der Weltraumpiraten zur Strecke zu bringen. So müsst ihr euch durch das Tunnel-System des Planeten schlagen und trefft dabei auf gefährliche heimische Kreaturen, aber auch auf die Weltraumpiraten selbst. Ihr werdet auf viele bekannte Gesichter der Metroid-Reihe treffen, wie zum Beispiel den Weltraumpiraten Ridley. Eine drachenähnliche Lebensform, die sich in der Metroid-Reihe als das Symbol des Antagonisten etabliert hat. An dieser Stelle möchten wir noch erwähnen, dass das Spiel nicht wie im Klassiker mit dem Sieg über Mother Brain endet. Danach folgt ein ganz unabhängiges Kapitel, das mit individuellen Ideen begeistern kann. Ohne euch zu viel von diesem Akt zu spoilern, ist es essenziell für einen Test auf diesen Abschnitt hinzuweisen.

Test Metroid Zero Mission

Links sehen wir einmal das Original und rechts daneben unser Testobjekt: Metroid Zero Mission

Das Abenteuer beginnt!

Da ihr es mit dem Beginn der Metroid-Reihe zu tun habt, fangt ihr auch in Sachen Ausrüstung ganz bei Null an. Alles was wir kennen und lieben an Samus Fähigkeiten, wird hier das erste Mal gefunden und ausgerüstet. Lächerlich kleine Sprünge, kein Morphball mit Bomben und und und. Zugegeben, den Morphball findet ihr in den ersten Sekunden im Spiel, aber es geht um das Prinzip. Da die Metroid-Reihe schon seit längerem bekannt ist, macht ihr genau das, was ihr auch in den anderen Teilen macht. Ihr lauft durch große Bereiche des Planeten, die ihr im Spiel immer wieder aufsucht. Das sogenannte Backtracking ist damit leider einer der nervigen Punkte, die sich in den Metroid-Spielen etabliert haben. Durch neue Ausrüstung ergeben sich auch neue Möglichkeiten versteckte Items, oder auch neue Wege in bekannten Bereichen zu finden.

Wenn ihr nicht gerade planlos durch die Welt läuft, seid ihr eigentlich immer dabei alles abzuschießen und überall Bomben zu legen, was halbwegs auffällig aussieht. Denn nicht selten sind Gegenstände und Geheimgänge so gut versteckt, dass der Metroid-Kenner weiß, dass man lieber eine Bombe zu viel als zu wenig legt. Dabei ist immer Vorsicht geboten, denn auch wenn manche Gegner eine kleine Bedrohung darstellen, so könnt ihr mal schnell in ein Säureloch fallen, das euch schneller in die Knie zwingen wird als euch lieb ist. Allgemein gibt es immer mal Gegner, die euch schneller besiegen, als ihr es erwartet. Vor allem die Boss-Gegner stellen eine große Herausforderung dar und das Bezwingen dieser gehört zu den großen Momenten des Spiels.

Test Metroid Zero Mission

Die idyllische Präsentation

Wo wir gerade bei den Stärken des Spiels sind: Die Musik und die Präsentation des Planeten sind einfach nur bombastisch. Von unglaublich stimmigen Stücken die das Ambiente des fremden Planeten einfach nur perfekt einfangen, bis zu dramatischen und pulsierenden Stücken, die Schweißperlen auf eurer Stirn erzeugen werden. Der Soundtrack ist einfach Kult und perfekt für die Reise auf den fremden Planeten. Die Umgebung und ihre Lebewesen strotzen nur vor Details, soweit es die Pixel jedenfalls erlauben. Remake sei dank, werden wir in Metroid Zero Mission mit kurzen, aber gut gesetzten Zwischensequenzen noch heißer auf das Abenteuer gemacht. Leider geht das Ambiente etwas unter, wenn ihr die ganze Zeit damit beschäftigt seid alles in der Umgebung zu zerbomben, in Hoffnung einen weiteren Energie-Tank oder einen Missile-Container zu finden. Nichtsdestotrotz bleibt das Setting aber Top, so bin ich beim Spielen sogar einmal aufgesprungen, weil ich ganz entspannt den stimmigen Soundtrack beim Erkunden gelauscht habe, als auf einmal eine riesiger Tausendfüßler aus dem Nichts kam und mich verspeisen wollte.

Test Metroid Zero Mission

Kleine Zwischensequenzen sorgen für Abwechslung.

Mit dem Wii U-Controller unterwegs

Als Virtual Console-Titel habt ihr jetzt die Möglichkeit Metroid-Geschichte auf eurer Next-Gen Konsole nach zuholen. Entweder spielt ihr auf dem TV, oder einfach nur auf eurem Wii U-Controller. Bei der Steuerung gibt es keine Probleme, aber es wäre schön gewesen wenn man die Möglichkeit hätte, sich die Karte auf dem Controller anzeigen zu lassen, wenn man schon auf dem TV spielt. Außerdem fällt der Titel ziemlich knapp aus, ich konnte das Spiel innerhalb von 3-4 Stunden durchspielen. Zugegeben, ich bin mit der Metroid-Reihe sehr vertraut und habe längst nicht alle Missile-Container gefunden, die auf der Karte versteckt waren. Ich kann mir gut vorstellen, dass Neulinge 1-2 Stunden mehr Zeit brauchen. Damit fällt die gesamte Spielzeit aber immernoch knapp aus. Ein Trostpflaster für die kurze Spielzeit, ist aber die Möglichkeit das NES-Original von Metroid spielen zu können. Der perfekte Weg um herauszufinden, was sich alles im Remake geändert hat.

Top Präsentation durch Spielwelt und Soundtrack
Fordernder Schwierigkeitsgrad
Spielbares NES-Original als Extra
Weiteres spielbares Kapitel nach Motherbrain
Kurze Spielzeit
Stellenweise verwirrendes Backtracking

Daniel S.

Es ist schon ziemlich lange her das ich Metroid Zero Mission gespielt habe, aber ich konnte mich direkt wieder verlieben. Der Schwierigkeitsgrad ist meiner Meinung nach optimal, man muss auch ab und zu einstecken können, damit der Ehrgeiz hochkommt ein Spiel zu meistern. Der Soundtrack ist Nostalgie Pur und gehört meiner Meinung nach zu dem besten aus seiner Generation. Dennoch ist es nicht perfekt. Das Backtracking wird vor allem Neulinge verwirren und die Kenner der Metroid-Reihe werden nur ein kurzes Vergnügen haben. Aber als Virtual Console Titel zu einem kleinen Preis, kann ich dieses Spiel nur empfehlen!
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