Test: MSI Infinite X

Test: MSI Infinite X1

Besonders mit dem Optix G27C2 macht der Infinite X ordentlich was her.

2017 ist das Jahr, in dem die Generation X zurückkehrt. Nicht in Form von marodierenden Jugendlichen, sondern vielmehr in Sachen Rechner-Hardware. Alles, was Rang und Namen hat, bekommt ein schickes X verpasst. Neben Microsoft, deren Xbox One X vergangene Woche erschien, hat sich auch MSI diesem Trend verschrieben. Anfang Oktober hat der in Taiwan ansässige Konzern die neueste Ergänzung der erfolgreichen Infinite-Reihe vorgestellt, den Infinite X. Mit potenter Wasserkühlung, neuem Coffee Lake Prozessor und GTX 1080 Ti als Teil der hauseigenen Armor-Reihe ausgestattet, verspricht das X brachiale Leistung ohne Kompromisse. Wir haben uns den High-End-Rechner in der Version VR8RF-017 angeschaut und gecheckt, wie viel Power tatsächlich in dem bulligen Boliden schlummert.

Optik und Verarbeitung

Test MSI Infinite X VR8RF-017FL

Die markante LED kommt auch hier wieder zum Einsatz

Lüftet man den grauschwarzen Schleier der Schutzhülle über dem Infinite X, stößt man auf bereits Bekanntes und erlebt ein Déjà-vu. Denn in Sachen Optik bleibt MSI der eigenen Linie treu und behält das massive Design bei, das schon beim Infinite A überzeugen konnte. Wie schon der Vorgänger setzt auch der Neuankömmling auf klare Kanten mit viel Asymmetrie. Die Front ist an zwei Seiten schräg abgesetzt und erneut mit einer markanten LED-Beleuchtung versehen, die für prächtige Farbakzente sorgt. Symbolisch für die verbaute Technik bleibt auch das Schaltkreis-Muster erhalten. Auch wenn wir uns gewünscht hätten, dass beim Designkonzept mit dem namensgebenden X gearbeitet wird, weiß das schiefe, bullige Grinsen des Infinite X zu überzeugen.

Standardmäßig versteckt sich die Hardware des VR8RF-017 hinter einer perforierten Seitenwand aus Blech. Wer seine Hardware optisch jedoch voll zur Geltung bringen will, greift auf die mitgelieferte Platte aus gehärtetem Glas zurück, dank der ihr den strahlenden Innenraums des Rechners jederzeit bewundern könnt. Ein prüfender Blick in das Herz des Infinite X bringt die mit dem Firmenlogo versehene Wasserkühlung und vertikal platzierte Grafikkarte zum Vorschein. Sofort wird deutlich: MSI setzt auf platzsparende Elemente, die viel Raum für zusätzliche Modifikationen erlauben. Gerade im Vergleich zum Vorgänger wirken die Innereien deutlich aufgeräumter.

Ebenfalls mit von der Partie ist wieder der praktische Tragegriff am Heck des Geräts, mit dem ihr den Rechner bequem von A nach B transportieren könnt. Solide und massive Verarbeitung steht ansonsten im Vordergrund. Vor allem die Schnittstellen für USB und Co. zeichnen sich durch bombenfesten Sitz im Gehäuse aus. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt aber dennoch. Wie schon beim Vorgänger sitzt das DVD-Laufwerk auch beim Infinite X extrem locker und schließt nicht optimal mit dem Rest des Chassis ab. Auch wenn schnöde Laufwerke nicht so recht zum trendigen Konzept X passen wollen, hätten wir uns hier etwas mehr Sorgfalt gewünscht.

Test MSI Infinite X VR8RF-017M

Der MSI-Drache brüllt erneut

Die technischen Daten des Infinite X VR8RF-017

Grafikkarte MSI GeForce® GTX 1080 Ti Armor 11G mit 11 GB GDDR5X (Vertikale Halterung)
Prozessor Intel® Core™ i7-8700K der achten Generation mit maximaler Taktfrequenz von 4,70 GHz
Arbeitsspeicher 16 GB DDR4 2400 (2×8 GB Ram Riegel)
Mainboard
MS-B915 Military Class V
Festplatten 2 x 256 GB SSD M.2 PCI-E NVMe, 2 TB 3,5 Zoll HDD Sata III
Kommunikation WLAN: 801.11ac/a/b/g/n (Intel® Dual Band Wireless-AC 3168)

LAN (RJ45): GBit-LAN 10/100/1000 (Intel WGI219V)

Bluetooth: Ver. 4.2

Betriebssystem Microsoft Windows 10 Home
Netzteil 550 Watt 80 PLUS® Bronze (ATX-Format
Anschlüsse Vorne: 1x USB 3.1 Type C, 1x USB 3.1 Type A, 1x USB 2.0 Type A, 2x Klinkenanschluss für Kopfhörer und Mikrofon, CD/DVD Laufwerk
Hinten: 4x USB 3.1 Type A, 2x USB 2.0 Type A, 3x Klinkenanschluss für Kopfhörer und Mikrofon, 1x Display Port 1.4, 3x HDMI 2.0, 1x DVI-D
Kühlung Silent Storm 3 Pro mit Wasserkühlung

Anschlüsse und Features

Test MSI Infinite X VR8RF-017G

Infinite X: Ein Rechner mit Ecken und Kanten

In puncto Konnektivität hat der taiwanesische Konzern mit deutschem Sitz nachgelegt und die neue Infinite-Reihe rundum mit einigen Schnittstellen versorgt. Für größere Ladeströme und Thunderbold-Kompatibilität sorgt die Type C-Spezifikation des USB Ports, die ihr passenderweise an der Front findet. Auf den VR-Link des Vorgängers müsst ihr leider verzichten, aber mit zwei HDMI-Schnittstellen auf der Rückseite sind auch Besitzer von HTC Vive und Co. bestens bedient. Hinzu kommen an der Grafikkarte zwei Display Ports und der obligatorische DVI-D-Eingang. Bis zu vier verschiedene Monitore an einem Rechner sind also drin. Dementsprechend kommen auch Multiboxer  und -tasker voll auf ihre Kosten.

Habt ihr LAN-Parties oder nur gelegentliche Gaming-Abstecher zu Freunden und Kollegen in euer Herz geschlossen, gehört MSI ohne Zweifel zu den wenigen Herstellern, die auch auf Transportfähigkeit ein Auge geworfen haben. Auch wenn ihr in dieser Hinsicht mit einem Gaming-Laptop deutlich besser bedient seid, verfügt der Infinite X über kleine Features, die beim Hin und Her mit dem Rechenknecht von Vorteil sind. Da wäre zum einen der praktische Tragegriff an der Rückseite der Maschine. Dieser sitzt fest am Gehäuse und erlaubt so die bequeme Handhabe mit nur einer Pranke. Mit seinen Maßen von 354 x 606 x 534mm ist der VR8RF-017 zwar kein Platzwunder, lässt sich mit seinen 15kg Gewicht aber dennoch als echtes Leichtgewicht in seiner Klasse bezeichnen. Auch die vertikal verbaute Grafikkarte unterstützt diesen Eindruck, sie sorgt für einen stabileren Halt und verringert die Gefahr einer Beschädigung durch ein Abnicken der Karte beim Transport.

Die MSI Gaming App

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Die MSI Gaming App: Eine nette Dreingabe

In unserem Test zum Vorgänger der A-Serie haben wir euch die App Mystic Light vorgestellt, mit der ihr die im Gehäuse verbauten LEDs einzeln ansteuern und ihre Farbgebung anpassen könnt. Diese findet auch im Infinite X Anwendung und wird von einer Applikation komplementiert, welche es euch erlaubt, auch die restliche Hardware nach euren Wünschen einzustellen. Für MSI typisch findet ihr in der Gaming App drei Modi, mit denen die Power des Rechners gedrosselt oder geboosted werden kann.

Im Gaming Mode freut ihr euch über die versprochene Taktfrequenz von 3,7 GHz, während der Silent Mode die Leistung der Lüfter etwas runterfährt und somit auch die Geräuschkulisse des Infinite X (Mehr dazu unter Lautstärke und Wärmentwicklung). Natürlich habt ihr darüber hinaus auch bei diesem Gerät wieder die Möglichkeit, den Prozessor zu übertakten, um das letzte Quäntchen Rechenleistung aus der Maschine herauszuholen. Dies geschieht im OC Mode. Um zwischen diesen drei Optionen zu wechseln, reicht in der Gaming App ein Tastendruck und ein kurzer Neustart des Rechners.

Doch auch die Komfortfeatures kommen hier nicht zu kurz. Ein Programm zum Erstellen eigener Makros für Maus und Tastatur ist genau so mit an Bord wie drei verschiedene Presets für Kontraste sowie die hilfreichen On-Screen Systeminformationen. Läuft die Grafikkarte oder der Prozessor einmal nicht ganz rund, könnt ihr auf einen Blick nachvollziehen, wo das Problem liegt. Leider läuft die App selbst nicht fehlerfrei. Gelegentlich lässt sich das Programm nicht starten oder hängt sich bereits nach wenigen Sekunden auf. Hier herrscht für MSI definitiv Nachholbedarf. Möglicherweise basierten unsere Probleme hier allerdings auch auf dem fabrikneuen Gerät, das bis dato noch nicht die Massenfertigung erreicht hat.

Leistung

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High-End-Komponenten aufgeräumt verbaut

Den größten Unterschied zum Vorgänger liefert MSI bei der Wahl der Komponenten. Kaum vier Monate nach Markteinführung des Infinite A wurden sowohl Grafikkarte als auch Prozessor kurzerhand durch einige der leistungsstärksten Komponenten ersetzt, die man aktuell findet. Gerade die Verwendung von Intels taufrischen Coffee Lake Prozessoren soll die Power des Infinite X noch einmal gehörig in die Höhe treiben. Die Rede ist von einem 30% Leistungsplus der neuen, achten Prozessorgeneration. Statt den üblichen vier kommen nun sechs Kerne zum Einsatz, die mit einer Taktfrequenz von bis zu 4,7 GHz nicht nur aktuelle, sondern auch kommende Spieleperlen mit Leichtigkeit schultern.

Zukunftssicher zeigt sich auch die Grafikkarte. Der Infinite X wurde mit der MSI Geforce GTX 1080 Ti 11G. Diese stammt aus der hauseigenen Armor-Serie und kann nicht nur mit ihrer klaren Schwarz-Weiß-Optik punkten. Natives 4K, HDR und Virtual Reality – Alles kein Problem mit dem vertikal verbauten Schmuckstück. Die gemodette Variante der 1080 ti taktet im Vollbetrieb mit satten 1645 MHz und stellt die Basisversion damit deutlich in den Schatten. Auch der Videospeicher zeigt sich mit schwindelerregenden 11GB mehr als ausreichend. Einziges Problem dabei sind die horrenden Stromanforderungen. Knapp 400 Watt saugt die Karte aus unserem System.

Neben dem Top-Notch-Prozessor und der aktuellen Grafikkarte finden im Infinite X 16 GB Arbeitsspeicher und das hauseigene Military-Class 5 Motherboard Platz. MSI Chipsets stehen seit Jahren für solide und verlässliche Bauteile. So auch beim neuen Baby der Taiwanesen. Die empfindlichen Teile der Chips bleiben jederzeit vor Überhitzung geschützt. Auch wenn viele Gamer inzwischen 32GB Arbeitsspeicher fordern, sind wir weiterhin der Meinung, dass für den intensiven Gebrauch als Gaming-Rechner 16GB völlig ausreichen.

Benchmarks

Test MSI Infinite X VR8RF-017FK

Was schlummert unter der massiven Haube?

Um herauszufinden, wie sich das Hardware-Paket in der Praxis schlägt, haben wir uns aktuelle bzw. populäre Titel geschnappt und sie entweder mit den kostenloses Tool Fraps, OCAT oder einem spielinternen Benchmark auf Herz und Nieren getestet. Ermittelt wurden dabei Daten zu Overwatch, Player Unknown’s Battlegrounds, Call of Duty: WWII, Destiny und Assassin’s Creed Origins. Alle Tests wurden mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln durchgeführt.

Overwatch

Overwatch ist beileibe kein grafisch anspruchsvoller Titel. Da es sich allerdings um einen der größten eSports-Emporkömmlinge handelt, muss natürlich gewährleistet werden, dass aktuelle Systeme Blizzards Heldenshooter einwandfrei stemmen. Auf den höchsten Grafikeinstellungen wirft Overwatch im Durchschnitt knappe 170 Bilder pro Sekunde aus – 40 FPS mehr als noch in unserem Test mit dem Infinite A. Rund um die magische Grenze von 60 FPS gibt es beim Nachfolger also gar keine Diskussion.

Pre-Set Episch, 1920 x 1080 Pixel
Minimale Bilder pro Sekunde Maximal Bilder pro Sekunde Durchschnittliche Bilder pro Sekunde
147 204 168,48
Player Unknown’s Battleground

PUBG- Ein echter Grafikkartenfresser und deshalb wieder mit dabei. Leider konnten wir die Grafikkarte nicht auf der kommenden Version 1.0 testen. Trotzdem überzeugte sie mit Werten von mehr als 80 Bilder pro Sekunde und verhinderte in unserer Testumgebung sogar die berüchtigten Framedrops. Wollt ihr PUBG zum offiziellen Release zocken, liefert MSI mit dem Infinite X einen Rechner, der zweifellos eSports ready ist. Jetzt muss nur noch das Spiel nachziehen.

Pre-Set Ultra, 1920 x 1080 Pixel
Minimale Bilder pro Sekunde Maximal Bilder pro Sekunde Durchschnittliche Bilder pro Sekunde
46
120
83.84
Call of Duty: WWII

Wenn eine Reihe für bombastische Grafikspektakel mit Partikeleffekten aus dem Renderhimmel bekannt ist, dann Call of Duty. Der neueste Teil entführt euch auf dem Infinite X in schnelle Multiplayer-Gefechte mit kompromisslosen 60 Bildern pro Sekunde – nicht mehr und nicht weniger. Selbst auf dem Preset Ultra knickt die gemodette 1080 Ti nicht ein.

Pre-Set Ultra, 1920 x 1080 Pixel
Minimale Bilder pro Sekunde Maximal Bilder pro Sekunde Durchschnittliche Bilder pro Sekunde
58 62 59,99
Destiny 2

Auch wenn Destiny 2 eher als typischer Konsolentiel verschrien ist, kann die im Oktober erschienene PC-Version mit zahlreichen Grafikoptionen und fordernden Einstellungen glänzen. Wir haben sämtliche Regler hochgedreht und sogar den viel gepriesenen Sichtfeld-Shader aufs Maximum gesetzt. Auch wenn der Weltraumshooter nicht die besten Vorraussetzungen für aussagekräftige Benchmarks vorlegt, konnten wir eine gute Passage finden, die wir mehreren Durchläufen unterzogen. Das Ergebnis: Flotte 130 FPS im Mittel und nicht ein Framedrop in Sicht.

Pre-Set Sehr hoch, 1920 x 1080 Pixel
Durchschnittliche Bilder pro Sekunde
131
Assassin’s Creed Origins

Test MSI Infinite X VR8RF-017A

Assassin’s Creed Origins: Butterweich auf dem X

Der letzte und aktuellste Titel in unserem Test ist Assassin’s Creed Origins. Ubisofts langersehnter Trip in das antike Ägypten kommt dabei natürlich auch wieder mit dem hauseigenen Benchmark daher. Bei einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln konnten wir durchschnittlich 95 Bilder pro Sekunde messen. Schwankungen oder Einbrüche blieben auch bei diesem Blockbuster aus. Ein weiterer Grund dafür, das brandneue Assassin’s Creed mit in den Test zu nehmen, ist die momentan laufende Aktion von MSI. Beim Kauf eines Gaming-Rechners wie dem Aegis X oder Modellen aus der Infinite A-Reihe bekommt ihr Origins aktuell gratis mit obendrauf. Somit könnt ihr das neue System direkt voll ausnutzen. Das Ganze läuft noch bis zum 31. Januar 2018 – nur solange der Vorrat reicht.

3DMARK und CPU-Z – Gamer Benchmarks

Test MSI Infinite X VR8RF-017B

Time Spy Extreme

Abseits der spielerischen Benchmarks haben wir uns in unserem Test dafür entschieden, den Infinite X in der Königsklasse der Gamer Benchmarks antreten zu lassen. Aus diesem Grund haben wir den Rechner zunächst mit  Time Spy Extreme 1.0 getestet, einem Benchmark, der primär für 4K-fähige Systeme konzipiert wurde. Im Vergleich zum durchschnittlichen 4K Gaming-PC schneiden Grafikkarte und Prozessor hier herausragend ab. Lediglich der höheren Preis- und Leistungsklasse wie dem mit zwei SLI-Grafikkarten ausgestatteten MSI Aegis Ti3 muss sich der Infinite X beugen. Dennoch gehören die von uns getesteten Komponenten zur absoluten Speerspitze in Sachen 4K.

Test MSI Infinite X VR8RF-017D

Fire Strike Ultra

Anschließend wollten wie herausfinden wie sich unser Modell im Vergleich zu High-End-Gaming-PCs schlägt. Fire Strike Ultra ist die naheliegende Grundlage. Getestet werden Dinge wie Tesselation, volumenmetrische Beleuchtung sowie die Partikelbeleuchtung. Zusätzlich wird die Render-Auflösung auch hier auf 3840×2160 (4K UHD) angehoben und dementsprechnd im 4K-Bereich abgefragt. Auch hier weiß der Infinite X zu überzeugen. 78% aller Systeme lässt die Kombination aus 1080 Ti 11G und i7-8700K hinter sich und präsentiert sich als zukunftssicheres System, das ohne Probleme die nächste Videospiel-Generation übersteht.

Test MSI Infinite X VR8RF-017C

CPU-Z

Ob die neuen Coffee Lake Prozessoren auch ohne Unterstützung der Grafikkarte ihren Job erledigen, haben wir abschließend mit dem Tool CPU-Z herausgefunden. Im Multithread Test galt es herauszufinden, ob der 8700K mehrere Prozesse gleichzeitig abarbeiten kann und wie schnell er dabei ist. Im Test mit 12 Threads wissen die Intel Prozessoren zu überzeugen, haben allerdings als Solisten noch einige Luft nach oben.

Wärmeentwicklung und Lautstärke

Test MSI Infinite X VR8RF-017FO

Wasserkühlung sorgt für stabile Performance

Bei der brutalen Rechenleistung, die im MSI Infinite X schlummert, sollte eins natürlich nicht vergessen werden: Die Wärmeentwicklung und Lautstärke. Allerdings wird euch der Rechner in diesem Punkt zweifellos überraschen. Denn nicht nur bleibt das Gerät selbst unter Volllast angenehm kühl, sondern auch dementsprechend leise. Das liegt natürlich an der eigens verbauten Silent Storm 3 Wasserkühlung, die den VR8RF-017 auf Temperatur hält. Diese ist nicht nur ein Hingucker inmitten des beleuchteten Gehäuses, sondern macht ihren Job darüber hinaus hervorragend. Wir haben die Wasserkühlung mit Furmark an ihre Grenzen gebracht und sind zu folgendem Ergebnis gekommen, Selbst unter massiver Belastung durch das Performance-Tool (MSAA 8), erreicht die Grafikkarte maximal Temperaturen von 75° Celsius. Im Desktop-Betrieb pendelt sich der Wert bei schlappen 30° Celsius ein. Wer sein System lange frisch halten will, greift zwar etwas tiefer in die Tasche, ist mit der Wasserkühlung allerdings bestens bedient.

Nachdem wir nun herausgefunden haben, dass die Silent Storm Kühlung zumindest im puncto „Storm“ Wort hält, stellt sich natürlich die Frage, ob sie dabei auch „Silent“ bleibt. Die schlichte und kurze Antwort ist ein emphatisches Ja! Wo luftgekühlte Systeme unter Volllast auf satte Dezibel-Werte kommen, kann der MSI Infinite X nur müde lächeln. Selbst bei vollständiger Übertaktung gibt die Wasserkühlung keinen Laut von sich. Lediglich die Gehäuselüfter lassen ab und zu ein leises Summen hören, das allerdings nie über 30 Dezibel hinausgeht. Dementsprechend eignet sich das Gerät auch für den Büroalltag oder im Beisein von schlafenden Kindern. Ein weiterer Vorteil der Wasserkühlung: Staub ist ein deutlich kleineres Problem als bei herkömmlichen Ventilatoren.

Festplatten

Test MSI Infinite X VR8RF-017H

Viel Raum für Modifikationen

Seit Jahren gilt: Wer viel zockt, braucht viel Speicher. Mittelerde: Schatten des Krieges beispielsweise nimmt satte 100GB eurer Festplatte ein. Für MSI Grund genug, um im Infinite X Speichermedien einzubauen, die jedem Gamer die Augen feucht werden lassen. Die 2 TB Sata III HDD bietet genügend Platz für Bilder, Dokumente und kleinere Spiele, während die kombinierten NVME SSDs mit jeweils 256GB Speicher die Ladezeiten der Blockbuster-Titel gehörig drücken. Ob die Festplatten auch im täglichen Gebrauch überzeugen, haben wir mithilfe von CrystalDiskMark gecheckt.

2 TB HDD Lesen Schreiben
Sequenziell  209,5 MB/s 207,4 MB/s
4K für Intel Optane 1,334 MB/s 1,335 MB/s
4K 0,627 MB/s 1,25 MB/s
4K Q32 T1 1,43 MB/s 1,34 MB/s

Die 2 TB HDD macht ihren Job solide, hat in Sachen Leserate allerdings noch Luft nach oben. Für aktuelle Titel reicht aber auch sie völlig aus.

2x 256GB NVME SSD im Super Raid 4 Lesen Schreiben
Sequenziell 3039,3MB/s 1167,7 MB/s
4K für Intel Optane 558,7 MB/s 1135, 6 MB/s
4K 37,9 MB/s 164,9 MB/s
4K Q32 T1 502,5 MB/s 587,9 MB/s

Die zwei 256GB Festplatten im PCI-E Slot, der bereits für die brandaktuelle Intel Optane Technologie optimiert wurde, sind Garanten für kurze Ladezeiten und schnelles Hochfahren. In flotten 7 Sekunden seid ihr beim MSI Infinite X auf dem Desktop. Dabei glänzen die Platten vor allem mit ihrer enormen Schreibgeschwindigkeit.

Der MSI Infinite X VR8RF-017 ist ab Ende November im Handel erhältlich und kostet euch 2699€.

Bullige Optik
Schickes LED-Muster
Solide verarbeitete High-End-Komponenten
Potente Wasserkühlung kaum hörbar
Leistungsstarke SSDs
Coffee Lake Prozessor der neuesten Generation
Transportfähig
Wackelige DVD-Brenner-Schublade

Christian Böttcher

Mit dem Infinite X bringt MSI kurz vor dem Weihnachtsgeschäft einen Gaming-Rechner auf den Markt, mit dem ihr für die nächste Generation der Videospiele gerüstet seid. Absolute Top-Komponenten werden von einer potenten Wasserkühlung auf Temperatur gehalten und bleiben dabei kompromisslos leise. Der Look hat sich im Vergleich zum Vorgänger kaum geändert, zeigt sich aber weiterhin bullig und massiv. Die sechs Kerne des Coffee Lake Prozessors, die Geforce GTX 1080 Ti mit 11GB Speicher und das Motherboard im Military 5 Standard sind nichts für den schmalen Geldbeutel, versorgen euch aber die kommenden Jahre mit brachialer Leistung.
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