Test: Naruto Shippuden – Ultimate Ninja Storm 4

Vor unglaublichen 13 Jahren erschien mit Naruto: Ultimate Ninja der erste Teil der Videospielreihe, basierend auf der beliebten Anime und Manga Serie. Seitdem sorgt das Franchise für gnadenlose Beat’em Up Action, und das sogar fast im Jahresrhythmus. Auch mit Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 4 bricht dieses Actionspektakel nicht ab und bringt neben einigen brandneuen Gameplaymechaniken und über 100 spielbaren Charakteren auch wieder episch inszenierte Kämpfe mit sich. Eines sei im Vorfeld verraten: Spieler dürfen sich mit dem neuesten Ableger auf einen der besten Teile der Serie gefasst machen!

Test Naruto Shippuden Ultimate Ninja Storm 4 Screenshot 5

Epische Momente

Während die Online und Offline Mehrspieler-Modi keine sonderlich großen Vorkenntnisse des Animes oder Mangas voraussetzen, so werden sich Neueinsteiger im Story-Modus schnell verloren vorkommen. Dieser setzt dabei kurz vorm Ende der Geschehnisse des großen vierten Ninja Krieges an und erzählt zudem auch den Kernkonflikt, um den sich die Geschichte von Uzumaki Naruto dreht.

Die Story unterteilt sich hier in verschiedene Arten von Kämpfen, die mit äußerst Dialog- und Sequenz-lastigen Szenen daherkommen. Diese werden dabei aus einer Mischung von Animationen sowie Bildern aus dem Anime inszeniert, und verpassen dem Zuschauer einen Recap über die Hintergründe und die Geschehnisse um die Ereignisse. Während die Standbilder aus dem Anime leider etwas zu häufig daherkommen und etwas unspektakulär sind, so sind die Momente, in denen es Animationen zu sehen gibt, meist sehr beeindruckend, insbesondere da hier seit dem Vorgänger eine deutliche Verbesserung im Bereich der Gesichtsmimik stattgefunden hat.

Neben dem intensiven Storytelling stehen aber vor allem die äußerst epischen und actiongeladenen Kämpfe im Mittelpunkt des Storymodus, die, wie schon in Ultimate Ninja Storm 2, mit zahlreichen sehr gut platzierten Quicktime Events daherkommen und optisch ein wahrer Augenschmaus sind. Neben den normalen Kämpfen gilt es sich in manch einer Mission gegen Dutzende von Gegnern gleichzeitig zu behaupten oder beispielsweise in Form des Neunschwänzigen durch einen langen Canyon zu sprinten und feindlichen Angriffen auszuweichen. Für Abwechslung ist ohne Frage gesorgt.

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Zahlreiche neue Features

Nicht nur im Rahmen der Animationen hat sich in Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 4 etwas getan, auch spielerisch gibt es einige Änderungen zu entdecken. Während es schon in vergangenen Ablegern möglich gewesen ist, bis zu zwei weitere Charaktere auszuwählen, die als Unterstützung in den Kämpfen zur Hilfe gerufen werden konnten, so kommt hier nun ein kleines Update hinzu. Durch eine einfache Bewegung des rechten Analogsticks kann so mitten im Kampf ein Charakterwechsel durchgeführt werden.

Eine weitere Neuerung in Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 4 sind zudem die begehbaren Wände, die in manchen Schauplätzen vorzufinden sind. Diese lassen sich ganz simpel hinauflaufen, von wo aus zudem auch Angriffe gestartet werden können, aber auch der Kampf Mann gegen Mann ist an diesen möglich. An sich stellt dies ein nettes kleines Extra dar, jedoch wurde es nicht intensiv genug ins Spielgeschehen integriert, als dass es irgendwelche erkennbaren Vorteile bieten würde.

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Während die Storymissionen jeweils einzeln ausgewählt werden, so findet man sich im Abenteuer-Modus via Third-Person Steuerung in der Welt von Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 4 wieder und kann diese, Region für Region, auf eigene Faust erkunden. Die unterschiedlichen Gebiete, wie beispielsweise Konoha, unterteilen sich auch im neuesten Teil wieder in diverse kleinere Areale, die durch einen kurzen Ladebildschirm voneinander getrennt sind. Auffälligste Neuerung ist hier, dass wir Naruto nun tatsächlich durch eine freibewegliche 360° Kamera in Konoha verfolgen und nicht mehr auf fixierte Kameraperspektiven angewiesen sind. Leider wurde diese durchaus positive Neuerung nicht für alle Gebiete übernommen und ebenso hat diese Kameraführung auch einen Haken, denn auf der Xbox One sorgen schnelle Schwenks zu radikalen Framerate-Einbrüchen.

Gerade auf der technischen Seite sorgt  Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 4 nicht nur bei der Kameraführung für leichte Kopfschmerzen, denn so lassen sich derartige Framerate-Einbrüche des Öfteren vorfinden. Ebenso lassen sich allgemeine Performance Probleme bei sehr actiongeladenen  Situationen erleben. Hierbei sind allerdings weniger Standardkämpfe gemeint, sondern vorwiegend spezielle Storymissionen, bei denen ganz spezielle Gameplaykomponenten zum Kampfgeschehen selbst hinzukommen.

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Viel drin!

Während der Storymodus einen Teil der Geschichte von Naruto Shippuden widergibt, so ist der Abenteuermodus an die Geschehnisse nach den Ereignissen des vierten Ninja Krieges angelegt und erzählt einige kleine Nebengeschichten und bietet neben einem Ninja Weltturnier auch zahllose Nebenquests. Auch lassen sich insgesamt über 50 Erinnerungsfragmente finden, die in der Welt verstreut wurden. Diese bieten dem Spieler die Möglichkeit zahlreiche Kämpfe aus Manga und Anime nochmals nachzuspielen – eine willkommene Ergänzung!

Neben diesen zwei äußerst umfangreichen Modi gesellt sich natürlich noch der eigentliche Mehrspielermodus mit über 100 Charakteren zum Geschehen hinzu, der in keinem modernen Beat’em Up fehlen darf. Neben lokalen Gefechten ist es natürlich auch möglich online an Turnieren und Ranglisten-Spielen teilzunehmen. Spielerkarten und Kostümen für Charaktere sind was die Individualisierungsmöglichkeiten angeht insbesondere online gerne gesehen und können im eigentlichen Spielverlauf freigeschaltet werden. Aktuell werden von Bandai Namco zudem zeitlich begrenzte Mehrspieler-Events geplant – wir können gespannt sein, was hier auf uns wartet!

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Über 100 spielbare Charaktere
Epische Storymissionen
Drei unterschiedliche Kern-Modi
Erkundbare Ninja-Welt mit zahllosen Quests
Grandiose Animationen
Standbilder-Zwischensequenzen wirken platt
Gelegentliche Framerate und Performance Probleme

Daniel. M

Es hat zwar eine Weile gedauert, aber so langsam findet CyberConnect2 wieder zu den Wurzeln zurück. Damit ist natürlich der zweite Teil der Serie gemeint, an dem sich Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 4 sehr stark orientiert. Episch inszenierte Kämpfe, ein Abenteuermodus, in welchem die Welt erkundet und Quests erledigt werden können, und viele neue Features und Neuerung sind mit an Bord. Einige kleine Probleme mit der Performance gibt es zwar, aber abgesehen davon, dürfen sich Fans hier auf ein wahres Ninjutsu-Feuerwerk gefasst machen!
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