Test: Nintendo Switch – Lohnt sich der Kauf?

Nintendo veröffentlicht am 3. März mit der Nintendo Switch seinen neuen Mix aus Tablet, Handheld und Heimkonsole. Mit diesem Konzept soll sich das Gerät von allen bisherigen Plattformen des japanischen Unternehmens deutlich abheben und keinen direkten Nachfolger darstellen. 2015 wurde das Projekt erstmals unter dem Codenamen „NX“ angekündigt. Ob sich der Kauf für euch lohnt, haben wir herausgefunden.

Der wichtigste neue Aspekt ist die Tatsache, dass ihr überall zocken könnt. Wenn ihr daheim daddelt, packt ihr die Konsole einfach in die Basisstation, nehmt einen Controller und spielt auf dem Fernseher. Falls ihr unterwegs weiterspielen wollt, könnt ihr die Konsole einfach mitnehmen, inklusive der abnehmbaren Joy-Controller.

Lieferumfang:

  • Nintendo Switch Konsole (1280 x 720 im Handheld-Modus)
  • Nintendo Switch Station (für TV-Modus, in 1920 x 1080)
  • Joy-Con-Controller (links und rechts) // Wahlweise in Neon-Blau / Neon-Rot oder Grau
  • Joy-Con-Halterung
  • Joy-Con-Handgelenksschlaufe (L) Grau x 1
  • Joy-Con-Handgelenksschlaufe (R) Grau x 1
  • HDMI-Kabel
  • Netzteil
  • Anleitung / Wichtige Informationen

Nintendo liefert die Switch jeweils mit Handschlaufen für die Controller aus. Neben einem USB-C-Ladekabel findet sich noch das HDMI-Kabel zur Verbindung mit dem TV-Gerät. Ein klassischer Controller muss als sogenannte Pro-Version separat für knapp 70 Euro erworben werden. Leider gilt dies auch für die Spiele. Somit müsst ihr für eines der ersten (wenigen) Spiele, wie Zelda – Breath of the Wild weitere 70 Euro hinlegen. Daneben erscheinen zum Start noch Just dance 2017, ein neues Bomberman-Spiel sowie das Starterpack von Skylanders Imaginators für jeweils knapp 60 Euro. Die Mini-Games-Sammlung 1-2 Switch gibt es ebenfalls nicht im Bundle, sondern nur als Einzelausgabe für etwa 50 Euro. Das vom Prinzip her ähnliche Wii Sports, das im Wesentlichen die Fähigkeiten der Wii demonstrieren sollte, gab es damals gratis dazu.

Design / Ausstattung

Statt einer Kunststoff-Konstruktion, wie bei der Wii U, erwartet euch hier eine hochwertigere Verarbeitung. Das Klick-System zum Einrasten funktioniert somit ohne Probleme. Die Switch gibt es momentan im Schnitt für knapp 330 Euro in je zwei verschiedenen Ausführungen: Die sogenannte Basis-Variante bietet dabei zwei Joy-Controller in Grau. In der „bunten“ Version bekommt ihr zur grauen Switch grellbunte Joy-Controller geliefert: Einer in Neon-Blau, der andere in knalligem Rot, mit leichter Tendenz zu Orange. Der zentrale Bildschirm der Konsole ist in der Lage, helle lebendige Bilder zu produzieren. Dagegen fühlt sich die Dock-Station etwas einfach und günstig verbaut an. Die Gummifüße sorgen dafür, dass das Gerät trotz seines geringen Gewichts an Ort und Stelle bleibt und das mattschwarze Design ist vor den heimischen Geräten immerhin angenehm anzuschauen.

 Konsole

 

Die Konsole, in Form eines 6,2″ Tablets,  ist in einem schlichten Schwarz gehalten. Startet sie mit Druck auf den (1) POWER Knopf. Gleich nebenan (2) lässt sich die Lautstärke regulieren. Der eigentliche Bildschirm (3) besteht aus einem 15,7 cm großen Touch Screen. Aus den eingebauten Lautsprechern (4) erklingen Musik und Soundeffekte in ordentlicher Qualität. Die jeweilige Game-Karte (5) muss in den Eingang (7) eingefügt werden, um die Spieldaten abzurufen. Direkt daneben befindet sich der Audio-Eingang (6), um Kopfhörer, Headsets und Lautsprecher anschließen zu können. In den Schienen (8) werden die JoyCons zum Spielen befestigt. Am unteren Display-Rand befindet sich ein Helligkeitssensor (9). Die Bildschirmhelligkeit passt sich wie beim 3DS automatisch dem Umgebungslicht an.Der Aufsteller (1) ist nicht verstellbar und bietet somit nur eine einzige Möglichkeit an, die Konsole auf dem Tisch zu platzieren. Eine Höhenverstellung oder Verschiebung des Aufstellers ist nicht möglich. Dahinter befindet sich der Steckplatz für die MicroSD Karten (2). In die Schiene auf der anderen Seite (3) lässt sich der zweite JoyCon einrasten. An den USB-Anschluss (Typ C) kann schließlich der Stromadapter zum Aufladen angeschlossen werden.

Technische Angaben zur Konsole

  • Größe: 102mm x 239mm x 13.9mm (inkl. Joy-Cons)
  • Gewicht: Ca. 297g (Inkl. Joy-Cons: 398g)
  • Screen: Touch screen / 15,7 cm LCD
  • CPU/GPU Angepasster NVIDIA Tegra Prozessor
  • Systemspeicher 32 GB (davon wird ein Anteil vom System genutzt)
  • Kommunikationsfunktionen Wireless LAN / Bluetooth 4.1 (Nur im TV Modus. Eine LAN-Verbindung ist möglich durch einen zusätzlich erhältlichen LAN Adapter.)
  • Video Maximale Auflösung: 1920×1080, 60 fps (via HDMI-Kabel im TV Modus. Im Tabletop Modus and Handheld Modus beträgt die maximale Auflösung 1280×720)
  • Audio Unterstützt linearen PCM 5.1-Ton (via HDMI Kabel im TV Modus)
  • Lautsprecher Stereo
  • USB Anschluss USB Type-C; Wird zum Aufladen oder Verbinden des Nintendo Switch Docks genutzt.
  • Kopfhörer Stereo
  • Kartenschlitz für MicroSD Karten Kompatibel mit microSD, MicroSDHC und MicroSDXC Memory Cards. (Ein Update via Internet ist nötig, um MicroSDXC Memory Cards nutzen zu können).
  • Sensoren Beschleunigungssensor / Gyroskop / Helligkeitssensor
  • Batteriespeicher Lithium-Ionen-Akku / 4310mAh (Batterien können nur vom Kunden-Support von Nintendo ausgetauscht werden)
  • Akkulaufzeit Die Batterien können im Schnitt 6 Stunden Energie speichern. Dies ist allerdings auch abhängig von Software und Spielweise.
  • Ladezeit Ca. 3 Stunden

Switch Dock

Die seitlichen USB Anschlüsse (1) dienen zum Verbinden von Zubehör, wie dem Nintendo Switch Pro Controller oder der JoyCon-Auflade-Halterung. Die TV-Verbindungsanzeige (2) leuchtet bei Verbindung mit dem TV Gerät auf. Die Switch-Konsole muss dann komplett in die Vorrichtung (3) eingesteckt werden.

In der Station selbst befinden sich im Wesentlichen die Anschlüsse: Für das Netzteil (1), zum Aufladen (2) und für die TV-Verbindung (3). Das Ganze lässt sich noch durch eine Abdeckung (4) schützen.

Technische Angaben zu dem Switch Dock

Größe 104mm x 173mm x 54mm

Gewicht 327g

JoyCon-Controller

Der linke JoyCon verfügt über einen Aufnahmebutton, über den schnell und einfach Screenshots erstellt werden können. Natürlich soll es eine Einbindung der namhaften sozialen Netzwerke geben. Auf der rechten Seite befindet sich ein NFC-Chip, der mit Amiibo-Figuren kommunizieren soll. Zudem ist an dieser Stelle eine Infrarot-Bewegungskamera integriert, die Bewegungen, Formen und Distanzen erkennen kann. Beide Controller verfügen über eine Vibrationsfunktion. Die Joysticks der JoyCons sind etwas zu klein geraten. Aufgrund der geringen Abstände zwischen den Sticks und Buttons, ist das Spielen mit den kleinen Controllern bisweilen etwas unkomfortabel. Hier ist auf jeden Fall die Halterung oder gar der Pro-Controller vorzuziehen. Im Gegensatz zu den PS4-Controllern befindet sich leider kein Audio-Eingang für Kopfhörer bei den JoyCons.

  1. L Knopf
  2. – Knopf
  3. Linker Stick (Kann auch als Knopf verwendet werden)
  4. Steuerung (Abwärts/Aufwärts/Linkst/Rechts-Knöpfe)
  5. Aufnahmeknopf (Macht Screenshots während des Spiels)
  6. Schiene (Dient dazu, die Joy-Cons an die Konsole oder das Joy-Con Gurtzubehör zu befestigen)
  7. R Knopf
  8. + Knopf
  9. A/B/X/Y Knopf
  10. Rechter Stick (Kann gedrückt und als Knopf oder NFC-Kontaktpunkt verwendet werden, um amiibo-Daten zu lesen und zu schreiben)
  11. HOME Button (Pausiert die jeweilige Software and öffnet das HOME Menu)

Alle Daten im Überblick

  Joy-Con (L) Joy-Con (R)
Größe 102 mm x 35,9 mm x 28,4 mm
Gewicht Ca. 49 g Ca. 52 g
Verbindungsmöglichkeiten Bluetooth 3.0 Bluetooth 3.0, NFC (Near-Field Communication)
Sensoren Beschleunigungssensor

Gyrosensor

Beschleunigungssensor

Gyrosensor

Infrarot-Bewegungskamera

Vibrationsfunktion HD-Vibration
Ermöglicht unterschiedliche und präzise Vibrationen.
Interner Akku 525 mAh Lithium-Ionen Akku – Kann ebenfalls nur durch den Nintendo Support ausgetauscht werden

 

Akkulaufzeit Ca. 20 Stunden
Kann je nach verwendeter Software und Anwendungsbedingungen abweichen.
Ladezeit Ca. 3,5 Stunden
Hinweis: Um die Joy-Con aufzuladen, müssen sie an die Nintendo Switch-Konsole oder die separat erhältliche Joy-Con-Aufladehalterung angeschlossen werden.

 

                                                                                                                                                      Handgelenkschlaufen

SL/SR Knöpfe werden als Ergänzung an der Oberseite beigefügt. Je nach Handgelenkschlaufe (L / R), ändert sich der jeweilige Knopf. Die Schlaufen lassen sich am linken und rechten Arm befestigen und sind durch die + und – Pole unterscheidbar. Über die Schienen werden die JoyCons angeschlossen.

Technische Angaben zu den Handgelenkschlaufen

Größe 101mm x 14.6mm x 13.9mm

Gewicht Ca. 18.7g

                                                                                                                                                   JoyCon-Halterung

Die Spieleranzeige zeigt die passende Nummer des JoyCons an. An den Schienen werden dann die JoyCons angeschlossen. Die Halterung funktioniert gut und zeigt beim Anbringen der Joycon das gleiche haptische Feedback wie das Tablet selbst – wir finden es praktisch. Das Konstrukt aus Controllern und Halterung eignet sich allerdings primär für kleine Hände. Wer etwas größere Pranken sein Eigen nennt, greift auf die Joycon im Rohzustand zurück.

Technische Angaben zur JoyCon-Halterung

Größe 101mm x 144mm x 40.1mm

Gewicht Ca. 97g

Eindrücke in den verschiedenen Modi

Schon aufgrund der verschiedenen Spielarten, unterscheidet sich die Hardware von den gewohnten Konsolen. Dazu bietet Nintendo einen Online-Mitgliederservice, damit ihr die Nintendo-Spiele auf dem PC, den Nintendo-Plattformen und mit Mobilgeräten synchronisieren könnt. Somit werden verschiedene Varianten unterschieden:

Handheld-Modus

Sobald die JoyCons mit der Nintendo Switch-Konsole verbunden sind, könnt ihr damit auf die gute alte Art unterwegs spielen. Dafür werden sie mit einem lauten Klack-Geräusch in den Schienen der Konsole befestigt. Auf dem Bildschirm signalisieren passend dazu Animationen der JoyCons, dass diese richtig in der Konsole eingerastet sind. Beide Controller können auch separat in die Hand genommen werden. Die Handgelenksschlaufen lassen sich dagegen nicht ganz so leicht befestigen und im Anschluss auch nicht so schnell wieder lösen, so dass das Ganze zu einer etwas hakeligen Angelegenheit verkommt. Durch die enge Lage der Steuerkreuze und der vier Tasten gerät die Steuerung auf Dauer ein wenig unkomfortabel. Vor allem beim Anvisieren der Plus- und Minus-Tasten lauft ihr des Öfteren Gefahr, andere Tasten oder den Stick zu berühren.

Der Sound erklingt dabei in schöner Qualität aus den hochwertigen Boxen. Für den User wäre es nur etwas angenehmer gewesen, wenn sich die Lautstärke im Spiel auch über die JoyCons hätte regulieren lassen. Der Touchscreen der Konsole sorgt dafür, dass präzises Eintippen von Namen und Nutzerdaten möglich ist.

Für den Transport und den Einsatz unterwegs sei an dieser Stelle noch dringend eine schützende Tasche empfohlen. Neben der ständigen Gefahr, dass die Konsole fallen gelassen werden könnte, besteht auch die Möglichkeit, dass Schmutz oder Gegenstände das Display zerkratzen. Nach einiger Zeit läuft sich das Gerät in der Hand ein wenig warm. Unangenehm heiß wird es dabei allerdings nicht.

Insgesamt hat uns der Handheld-Modus allerdings am besten gefallen, weil gerade hier die Leistung des Geräts voll ausgenutzt wird. Vor allem Titel wie Zelda: Breath of the Wild sehen auch in der mobilen Version atemberaubend aus. Damit steht Nintendo beinahe konkurrenzlos dar, denn mit der Switch liefert Big N die erste vollwertige Konsole für Unterwegs.

Tisch-Modus

Hier stellt ihr die Konsole mit dem Aufsteller auf eine gerade Fläche, um dann auf dem eingebauten Bildschirm zu spielen. Dieser Modus ist im Wesentlichen für den Einsatz unterwegs bestimmt. Wenn kein Fernseher vorhanden ist, könnt ihr im Tisch-Modus auch zu zweit spielen, wenn jeder im Besitz eines JoyCon ist.

Sowohl der recht dünne und wackelige Standfuß als auch das Display sind für Spiele auf dem Tisch ein wenig zu klein ausgefallen. Vor allem da im Mehrspieler-Modus der Split-Screen zum Einsatz kommt, wird das Bild auf dem Tablet nochmals stark reduziert. Zudem könnten einige Spiegelungen dafür sorgen, dass die Sicht zusätzlich getrübt wird. Da muss der ideale Platz schon mit Bedacht ausgewählt werden. Nichtsdestotrotz kann das Display aber mit einem ordentlichen, hellen und kontrastreichen Bild aufwarten. Beim Wechsel zwischen Spiel und Menü gibt es keinerlei Verzögerungen.

TV-Modus

Das Handheld-Gerät wird hier zur Konsole umfunktioniert. Dabei wird das Gezeigte auf dem Bildschirm der Konsole praktisch direkt auf den Bildschirm übertragen. Ihr müsst lediglich die Nintendo Switch-Konsole in die Dock-Station packen, das HDMI-Kabel mit dem Fernseher verbinden und schon habt ihr das Spiel im Großformat vor euch. Auch hier gibt es keine Verzögerungen: Nach dem Einlegen erscheint das Bild bereits nach wenigen Sekunden auf dem TV-Bildschirm. Der Wermutstropfen: Beim Hereinstecken der Switch in die Station fehlt uns ein haptisches Feedback wie bei den Joycon. Eine Schiene, in die wir die Konsole einpassen können, könnte das Gefühl einer deutlich hochwertigeren Verarbeitung verstärken.

Die Auflösung des 6,2 Zoll großen Bildschirms muss mit 1280×720 Bildpunkten auskommen. Am TV-Bildschirm erhöht sich die Auflösung der Konsole dagegen auf 1080p.

Aufgeladen wird die Nintendo Switch entweder per USB-Kabel oder Netzteil an der Steckdose. Die Docking-Station lädt den Akku des Handhelds ebenfalls auf. Dies nimmt im Sleep-Modus etwa 3 Stunden in Anspruch. Je nach Spiel und Spielweise halten die Akkus dann zwischen 2 und 6 Stunden. So lässt sich das neue Zelda-Abenteuer bei voll aufgedrehtem Sound und mit der höchsten Helligkeitsstufe höchstens 2,5 Stunden zocken.

Software

Im Menü findet ihr zunächst die Möglichkeit, das Netzwerk und die W-LAN-Verbindung einzurichten. Nachdem die passende Zeitzone und das Datum ausgewählt sind, werden euch die Tipps zur richtigen Nutzung der JoyCons und der Konsole angezeigt. Der interne Speicherplatz fällt mit nur 32 GB recht gering aus. Vor allem da für das Betriebssystem und die Hintergrundanwendungen schon einige GB reserviert sind.  Allerdings müsst ihr, anders als bei der Xbox One oder PlayStation 4 aufgrund der Module der Nintendo Switch, keine Spiele installieren.

Das Betriebssystem wirkt sehr aufgeräumt und übersichtlicher als bei der Konkurrenz, dafür gibt es bisher aber auch deutlich weniger Zusatzinhalte. Nintendo stellt (vorerst) keine VR-Unterstützung und keinen Streamingdienst zur Verfügung. Die Möglichkeiten und Features sind somit nur rein theoretisch gegeben. Neben der Verbindung zum E-Shop gibt es noch die Möglichkeit, in einem Album für Screenshots zu stöbern, die ihr im Laufe des Spiels speichern könnt. Die passende MicroSD-Karte, um die Bilder zu kopieren, ist im Lieferumfang übrigens auch nicht enthalten.

In puncto Leistung haben wir nichts auszusetzen. Die Switch läuft schnell, flüssig und auch nach etlichen Spielstunden bekamen wir nur selten etwaige Ruckler zu Gesicht. Positiv überrascht haben uns auch die Ladezeiten. Trotz der offenen Spielwelt lädt The Legend of Zelda: Breath of the Wild blitzschnell und ließ uns im Nu in der nächsten Action-Passage einsteigen.

Weitere Features:

  • Flugzeug-Modus; kabellose Verbindungen und Funktionen werden unterbunden – um die Elektronik an Bord von Linienflugzeugen nicht zu stören
  • Bildschirm-Helligkeit; die Regulierung der Helligkeit sorgt für längere Akkulaufzeit oder bessere Sicht
  • Bildschirm-Sperre; wie bei Handys könnt ihr den Zugriff auf das System per Code sichern
  • Altersbeschränkung; Hier lassen sich sowohl gezeigte Inhalte als auch die Höchst-Spielzeit für Kinder festlegen
  • Datenverwaltung; Hier wartet eine Ansicht für heruntergeladene Spiele; Die Spiele auf Karten werden einzeln angezeigt
  • Nutzer; Hier wählt ihr Namen und Interface eures Accounts aus; Eigene Miis sind auch erstellbar
  • Amiibo-Support
  • Design; Menü lässt sich in Schwarz oder Weiß darstellen
  • Mitteilungen; Nachrichten und Infos per Mail
  • Stand By-Modus
  • Controller- und Sensoren-Einstellungen
  • TV-Wiedergabe; Die Auflösung und Qualität kann hier reguliert werden

Gutes Design in hochwertiger Verarbeitung
Interessante Titel wie Zelda – Breath of the Wild
Gutes Grundkonzept
Schönes funktionales Tablet
Schnell aufgebaut
Spiele müssen nicht installiert werden
Schwächen bei der Akkuleistung
Joysticks der Joycons zu klein
Sticks und Buttons sind „ungemütlich“ angeordnet, da sie direkt untereinander sind
Kein Lautsprecher Eingang bei der JoyCon Halterung
Geringes Online-Angebot
Bisher wenige bestätigte Titel
Zubehör wird kaum mitgeliefert (keine Spiele, Pro-Cotroller, Micro-SD-Karte)

Andreas

Trotz einiger Schwächen, gefällt die Switch vor allem mit ihrer neuartigen Grundidee. Die Möglichkeit, ein Spiel zu Hause auf der Konsole zu zocken und dieses später einfach mitzunehmen und unterwegs fortzusetzen, ist auf jeden Fall ein großartiges Konzept. Vor allem die soziale Komponente steht bei Nintendo erneut im Mittelpunkt - mit zahlreichen Verbindungsmöglichkeiten und Multiplayer-Funktionen. Sollten mehr interessante Titel erscheinen und weitere Online-Angebote zur Wahl stehen, könnten Skeptiker zumindest noch im Laufe des Jahres überzeugt werden, doch in das Vergnügen zu investieren. Momentan erweist sich dieses noch als recht kostspielig. Vor allem weil in diverse Spiele und zusätzliche Features, wie den Pro-Controller noch einzeln investiert werden muss.

Daniel M.

Die Switch ist eine Plattform, die ohne Frage Kontroversen aufweist. Auf der einen Seite muss man vor Nintendo den Hut ziehen, denn gerade die kompakte Größe der Switch besticht hier ohne Frage. Dies ist zudem ein Punkt, welcher vielen Nutzern gar nicht so klar sein dürfte, insbesondere wenn man das Gerät nie in den Händen gehalten hat. Denn legt man die Switch neben eine handelsübliche Xbox One oder PlayStation 4, so wird hier erst klar wie kompakt das Gerät tatsächlich ausfällt. Zudem darf man nicht vergessen, dass in der Switch auch Komponenten verbaut sind, die in den Konkurrenzprodukten nicht enthalten sind. Dazu lassen sich unter anderem Lautsprecher, Netzteil und nicht zuletzt auch das Display selbst zählen. Allerdings hat Nintendo auch einige sehr fragwürdige Entscheidungen getroffen, die heutzutage kaum noch nachvollziehbar sind. Dass es sich hier vorwiegend sogar um Probleme handelt, die schon bei der Wii U stark kritisiert wurden, lässt die Frage aufkommen, ob sich der Konzern überhaupt groß am aktuellen Zeitgeschehen orientiert oder Kundenwünschen nachkommt. Dies beginnt bei der Festplattenkapazität, die mit 32 GB dieselbe Größe besitzt wie die Pro Version der Wii U. Schon damals zu wenig und heute erst recht! Schlimmer jedoch ist das Online-System der Konsole. Dass man sich nun für einen monatlich zahlbaren Abo-Service entschieden hat, würde an sich kein Problem darstellen, würde man als Konsument hier auch die nötigen Features erhalten, die als Minimum zu erwarten sind. Leider jedoch ist es hier weder möglich, Freunden Nachrichten zu schreiben noch diese in Partys einzuladen. Zwar soll später eine Smartphone-App veröffentlicht werden, über die Spieler auch einen Voice-Chat nutzen dürfen, jedoch ist dies keine elegante Lösung und für mich als Windows Phone-Nutzer keine wirklich zufriedenstellende Umsetzung, denn wenn Nintendo eines gezeigt hat, dann dass sie ihre Produkte nicht auf allen Mobile-Geräten anbieten. Mit der Switch hat man vieles richtig, aber leider auch sehr viel falsch gemacht. Ob sich die Plattform schlussendlich durchsetzen kann, oder doch den gleichen Pfad der Wii U einschlagen wird, das kann nur die Zeit zeigen.

Martin W.

Innovative Konsolen-Ideen hat Nintendo reichlich, doch braucht es dazu natürlich auch die entsprechende konsequente und nutzerfreundliche Umsetzung - sprich genau das, was die Wii U nicht gewesen ist. Glücklicherweise hat Nintendo bei der Switch die Idee offenbar bis zum Schluss gedacht und das Konzept eines Konsolen-Handheld-Hybriden exzellent umgesetzt. Die Verarbeitung von Display und Controllern wirkt hochwertig, die technische Ausstattung etwa bei Lautsprecher und Akku ist gut und mit The Legend of Zelda: Breath of the Wild hat man gleich zu Beginn des Konsolenzyklus einen absoluten Systemseller am Start. Es macht ganz einfach Spaß die Switch zu nutzen, was insbesondere dem wirklich hervorragend funktionierenden, nahtlosen Wechsel zwischen stationärem und mobilem Modus zu verdanken ist. Jederzeit an jedem Ort das Spiel der Wahl dabei haben zu können, ist ein echter Mehrwert und offenbart schon nach kurzer Zeit, wie viel Potential in der Switch steckt! Und doch ist es Potential, das erst noch genutzt werden will und so stellt sich die Frage, was nach dem Launch- und Zelda-Hype kommt. Hier gilt es für Nintendo schnellstmöglich die üblichen Kinderkrankheiten eines Konsolen-Starts beispielsweise Verbindungsprobleme zu den JoyCon oder zum WiFi-Netz auszumerzen, das bislang eher überschaubare Spiele Line-up auszuweiten und die Online- und Multiplayer-Funktionen in Sachen Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. So sehr die Spiele aus dem eigenen Haus auch überzeugen können, wird Nintendo zudem nicht um eine massive Steigerung des Third-Party Supports herumkommen, sowohl in Bezug auf Spiele, als auch auf Apps. Kurz gesagt: Die Nintendo Switch ist eine vielversprechende Konsole, die die Vorteile von stationären und mobilen Konsolen sehr gut vereint, aber bei der reinen Leistung nicht an andere Heimkonsolen heranreicht und bislang ihre Stärken noch zu wenig ausspielt. Lohnt sich also der Kauf? Schwer abzuschätzen - zweifelsohne lohnt sich aktuell aber das Warten, sofern man denn nicht sofort das neue Zelda spielen möchte.
Test: Shovel Knight: Specter of Torment Test: Twenty One
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