Test: Razer Thresher 7.1

Test: Razer Thresher 7.1
Selbst, wenn man sich nicht wirklich intensiv mit Gaming beschäftigt, hat man den Namen Razer schon einmal gehört. Der amerikanische Hersteller ist spezialisiert auf Periphergeräte und hat sich speziell in der Gaming-Szene mit ihrer guten Qualität einen Namen gemacht. So stellt das Unternehmen vor allem Mäuse,Tastaturen und Gaming Laptops her. Aber auch hervorragende Headsets stammen aus der Razer-Schmiede. Wie zum Beispiel auch das neue Razer Thresher 7.1, ein offiziell lizenziertes Headset für die PlayStation 4. Wir sind zu der Ehre gekommen, das Schmuckstück testen zu dürfen und waren überrascht.

Lieferumfang

Beim ersten Blick fällt direkt positiv auf, dass sich Razer hier für eine Verpackung entschieden hat, die nicht nur leicht zu öffnen ist, sondern auch noch richtig schön aussieht. Mit dem blauschwarzem Design wird direkt die Zielgruppe der PS4 Spieler angesprochen. Darin liegt warm eingekuschelt das Thresher 7.1. Oben drauf thront der USB-Dongle. Im vorderen Teil findet ihr sicher verpackt die Anleitung auf deutsch und weiteren Sprachen, sowie ein optisches Kabel und ein Auflade-Kabel für das Headset, natürlich mit Anschlüssen im schicken Razer-Grün.

 

Design

Nicht nur die Verpackung ist, wie oben schon angesprochen im blau-schwarzen Playstation 4 Stil gehalten. Auch das Headset besitzt dieses Design. Die blauen Streifen, sowie das, im Betrieb blau leuchtende, Razer Logo auf den Außenseiten verleihen dem Gerät ein modernes, stylisches und nicht zu aufdringliches Aussehen. Das Mikrofon stört nicht, denn wenn es gerade nicht genutzt wird, kann es ganz einfach eingefahren werden und belastet so das Gesamtbild nicht. Abgerundet wird alles von den Aluminium Bügeln und dem darunterliegenden Leder-Rahmen, wodurch das Headset glatt und nicht zu überladen wirkt.

Test: Razer Thresher 7.1

Tragekomfort

Wenn man in der technischen Beschreibung das Gewicht von 408 Gramm liest, denkt man, insofern man das Headset vorher schon auf den Ohren hatte, sofort an einen Druckfehler. Denn auch nach 4 Stunden dauerhafter Benutzung fällt quasi gar nicht auf, dass man es überhaupt trägt. Der Bügel über dem Kopf ist weich gepolstert und drückt so auch nach längeren Sessions, wie bei vielen Headsets üblich, nicht auf den Kopf. Das Selbe gilt für die Ohrmuscheln, diese sind großzügig und hochwertig gepolstert. Angenehm ist besonders die Tatsache, dass es zu fast keiner Wärmebildung kommt, wodurch man nach dem Absetzen keine warmen, verschwitzten Ohren hat.

Test: Razer Thresher 7.1

Bedienfreundlichkeit

Auch für den absoluten Laien stellt es kein Problem dar, das Thresher 7.1 an der PlayStation 4 einzurichten. Zumal die Anleitung dies sowieso Schritt für Schritt auf deutsch erklärt. Nach Einstecken des USB-Dongles und Verbinden des optischen Kabels mit dem Stick und dem entsprechenden Anschluss an der PS4 kann es sofort losgehen. Nur fünf Sekunden den Power-Knopf am Headset drücken und direkt verbinden sich Headset und Konsole. Auf der linken Seite findet ihr dann ein Rädchen, mit dem man das Mikrofon bequem laut und leiser stellen kann, auf der rechten eines, das selbiges mit der Lautstärke macht.

Test: Razer Thresher 7.1

Bekommt man zwischendurch Hunger und will in die nahe gelegene Küche gehen, ist dies mit dem Thresher 7.1 kein Problem, denn bis zu einer Reichweite von 12 Metern liefert das Headset tadellosen Klang ohne Unterbrechungen in der Übertragung. Auch die Akkulaufzeit ist eine echte Ansage: Bis zu 16 Stunden kann das Gerät genutzt werden, ohne erneut aufgeladen zu werden. Und selbst wenn der Saft ausgeht, stellt das Aufladen stellt kein Problem dar. Mit dem im Paket enthaltenen Ladekabel kann man das Thresher 7.1 ganz einfach an jedem USB-Anschluss mit neuer Energie versorgen. Hier vermisst man aber leider die Funktion eines Aux-Anschlusses am Headset, um es auch im entladenen Zustand nutzen zu können.

Besonders praktisch ist aber die Tatsache, dass man hier ein Headset bekommt, welches nicht nur auf der PS4 funktioniert. Auch auf dem PC ist das Headset, insofern man einen optischen Audio-Anschluss hat, in vollem Umfang nutzbar. Dies kommt jedem zu Gute, der des Öfteren Mal den PC zum Zocken nutzt oder dort einfach nur Musik hört.

 

Klang

Der Hauptgrund für den Kauf eines Headsets ist natürlich die Audio-Qualität. Hier schaut man sich erst einmal die technischen Details an und darf sich ruhig beeindruckt zeigen, wenn man den abgedeckten Frequenzbereich von 12 Hz bis 28 kHz sieht. In unserem Test haben wir die Lauscher mit gängigen Spielen wie Call of Duty oder Gran Turismo auf die Probe gestellt.

Schon nach wenigen Minuten bekommt man den Eindruck, als wenn das Thresher 7.1 alles, mit dem es in Verbindung kommt, verbessert. Wenn man denkt, ein Headset kann keinen 5.1 Surround-Sound simulieren, hat man sich hier geirrt. Vor allem in Shooter Games wie Call of Duty WW2 hat man das Gefühl, direkt im Geschehen zu sein. Anhand des Raumklangs erkennt man, ob Schüsse vorne oder hinten, links oder rechts oder sogar aus der Luft kommen. Störgeräusche werden direkt vermieden, da das Headset alles um die Ohren herum optimal abschirmt, wodurch man sich noch besser auf sein Spiel konzentrieren kann.

Test: Razer Thresher 7.1

Bei Gran Turismo fühlte man sich in Kombination mit der Vibration des Controllers wie in einem echten Auto. Beim Hören von Musik bemerkt man aber leider einige Schwächen. Egal ob am PC oder an der PS4, an beiden gibt es zwar kräftige Bässe wie aus einem Heimkino System, jedoch sind Höhen und Mitten die klaren Schwachstellen des Geräts, da diese nicht komplett klar wiedergegeben werden können.

Mikrofon

Man kennt es ja normalerweise, dass die Mikrofone bei Headset gerne mal etwas vernachlässigt werden. Doch das kann man Razer nicht nachsagen, denn auch bei dem Mikrofon haben sie ganze Arbeit geleistet. Nicht nur, dass es wie oben erwähnt, mithilfe des Reglers, einfach Lautstärke-technisch anzupassen ist. Durch das flexible Material kann das ausziehbare Mikro auch so verstellt werden, dass es nur das tut, was es soll – nämlich glasklaren, rauschfreien Sound bei euren Mitspielern abliefern.

Test: Razer Thresher 7.1

Technische Daten

Auch, wenn wir uns zuvor oben schon über den Frequenzbereich ausgelassen haben, gibt es hier nochmal die wichtigsten technischen Daten zum Razer Thresher 7.1:

Audio

  • Frequenzgang: 12 – 28.000 Hz
  • Impedanz: 32Ω bei 1 kHz
  • Treiber: 50 mm, mit Neodymmagneten
  • Dolby® Headphone

Mikrofon

  • Ausziehbares unidirektionales Mikrofon
  • Frequenzgang: 100 – 10.000 Hz
  • Empfindlichkeit (bei 1 kHz, 1 V/Pa): -38 ± 3dB
  • Rauschabstand: >55 dB
Modernes, nicht zu übertriebenes Design
Extrem hoher Tragekomfort, ohne Schmerzen
Kräftige Bässe
Mikrofon flexibel und qualitativ hochwertig
Sound und Mikro durch Rädchen schnell und einfach regulierbar
Schwächen bei Wiedergabe von Höhen und Mitten
Sollte der Akku leer gehen, nicht nutzbar, da kein Aux Anschluss
Kein Bluetooth

Henri Briese

Mit dem Thresher 7.1 hat uns Razer ein Headset gebracht, was vieles richtig macht, aber auch einiges falsch. Für seine primäre Aufgabe, das Gaming an der PS4 ist das Headset sehr gut geeignet, jedoch fehlt der besagte Aux Anschluss, um es auch bei leerem Akku nutzen zu können. Vollendet wird dies davon, dass es am PC beim Hören von Musik einiges nicht klar wiedergeben kann. Für 169 Euro ein wenig zu teuer, aber für seinen Hauptverwendungszweck an der PS4 hat man hier ein gutes Gaming-Headset.
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