Test: Resident Evil 7

Test: Resident Evil 7

Resident Evil 7 in a nutshell: 3 Wahnsinnige und ein Rollstuhl

Willkommen in der Familie, die euch nicht mehr loslässt. Fünf Jahre ist es mittlerweile her, dass Capcom den letzten Teil der Serie, Resident Evil 6, über die heimischen Bildschirme flimmern ließ – mit viel Action und wenig Erfolg. Nun können alle Schocker-Spezialisten aufatmen, denn mit Resident Evil 7, das am 23. Januar 2017 für PS4, PSVR, Xbox One und PC erscheint, verspricht die Reihe zu alter Stärke zurückzufinden und die Horror-Wurzeln des altehrwürdigen Resident Evil-Baums unter dem sumpfigen Boden hervorzuschaufeln. Wir haben der sympathischen Baker-Familie im hinterletzten Winkel Louisianas einen Besuch abgestattet und Resident Evil 7 mit PS4 und PSVR auf Herz und Nieren getestet – bis uns beides gewaltsam entfernt wurde.

Survival-Horror in neuer Perspektive

Eines können wir euch vorab verraten: Der neueste Teil der Resi-Reihe, dieses Mal inszeniert von Koshi Nakanishi, ist anders als alle vorangegangenen Ableger. Capcom hat sich für den siebten Streich zusammengesetzt und überlegt, was nötig ist, um eine ähnlich dichte Horror-Atmosphäre wie im Debüttitel aus dem Jahr 1996 zu schaffen. Die verblüffend simple Lösung: Resident Evil wird die Perspektive wechseln. Nach etlichen Spielen, in denen ihr Chris Redfield und Co. über die Schulter geschaut habt, während euch Zombies anknusperten, findet ihr euch im brandneuen Titel in der First-Person-Perspektive wieder. Doch das ist nicht die einzige Neuheit, mit der Resi 7 an den Start geht.

Das Schwergewicht aus dem Bereich Survival-Horror hat von den Entwickler extra eine eigene Engine spendiert bekommen, die passenderweise auf den Namen RE Engine hört und dafür sorgt, dass ihr das wohl wichtigste neue Feature von Resident Evil 7 ohne Schwierigkeiten erleben könnt: Gruseln in der virtuellen Realität. Mit der PlayStation VR-Brille könnt ihr nämlich das komplette Spiel, vom Intro bis zu den Credits, in VR zocken – wenn ihr euch denn traut. Wir haben den Schocker sowohl in der klassischen PS4-Version als auch im VR-Horror getestet.

Resident Evil Special VR

Resident Evil 7: Vor allem in VR der Horror

Die etwas andere Familie

Resident Evil entführt euch im wahrsten Sinne des Wortes in die sumpfige Hölle am Ende einer langen, unheimlichen Allee: Das Baker-Anwesen. Ihr spielt Ethan Winter, der verzweifelt nach seiner verschwundenen Frau Mia sucht, deren letztes Lebenszeichen, eine Videokassette, den stinknormalen Bürger (Eine Neuheit in Resident Evil) auf die Fährte in Richtung des scheinbar verlassenen Herrenhauses führt. Ihr betretet also die heruntergekommene Villa und fühlt euch sofort wie im ersten Teil der Resident Evil-Reihe – Ein mehrstöckiges Anwesen, unheimliche Symbole an den Wänden und wabernde Dunkelheit beflügeln eure Neugier, alles schnellstmöglich zu erkunden.

Ihr wandert auf der eSuche nach Mia durch das Haus und stellt bald fest, dass ihr – wie sollte es anders sein – nicht allein seid. Bereits in der ersten Stunde des Spiels macht ihr die Bekanntschaft mit der prototypischen Hillbilly-Familie aus den Südstaaten: Den Bakers. Nach einem unfreiwilligen Abendessen, dem dank der Demo sicher schon einige von euch beiwohnen konnten, besteht die erste Hälfte von Resident Evil 7 daraus, lange genug zu überleben, um Informationen über die perversen Familienmitglieder und Mias Aufenthaltsort zu sammeln.

In der zweiten Hälfte des etwa zehn- bis zwölf-stündigen Survival-Albtraums gilt es dann, das dunkle Geheimnis der blutrünstigen Familie aufzudecken und herauszufinden, ob Resident Evil 7 eine komplett unabhängige und neue Geschichte erzählt oder den Bogen zu den Vorgängern schlägt. Mehr über die Story der Horror-Show, in die Ethan hineinstolpert, wollen wir euch an dieser Stelle gar nicht verraten. Öffnet die Tore selbst und lasst euch Minuten für Minute den Schauer über den Rücken jagen.

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Unheilvolles Knarzen kündigt euren Besuch an

Gegenspieler mit Profil

Der erste Eindruck, dass ihr mit dem neuesten Teil der Serie zurück in die Arklay Mountains katapultiert werdet, entsteht nicht ohne Grund. Resident Evil 7 ist Resident Evil 1 in Reinkultur und das meinen wir absolut positiv. Das Anwesen, auf dem die Bakers ihr Unwesen treiben, und damit die Spielwelt, erstreckt sich wie im Debüttitel auf mehrere Häuser und die umliegenden Gartenanlagen. Jedes Haus, also jedes Level, besitzt dabei seinen ganz eigenen Charme.

So erwartet euch im Haupthaus zunächst nur das miesgelaunte Oberhaupt der Familie, Jack Baker, der euch mit seiner selbstgebauten Axt – MacGyver wäre stolz – zusetzt. Am Ende jedes Abschnitts habt ihr die Möglichkeit, endlich Rache zu nehmen und euch in einen Bosskampf gegen ein Mitglied der Redneck-Familie zu stürzen, das euch das Leben vorher zur Hölle gemacht hat. Manche Endgegner machen es euch allerdings besonders hart – nicht, weil sie allzu schwer wären, sondern vor allem durch allerlei schwammige Mechaniken und Animationen.

Eure Aufgabe ist es, von Raum zu Raum zu schleichen und den zum Schmunzeln wahnsinnigen Psychopathen aus dem Weg zu gehen, damit ihr die in den abgewrackten Zimmern verstreuten Rätsel lösen könnt. Das ist jedoch einfacher gesagt als getan. Jack, Marguerite und Lucas Baker sind gnadenlos und schrecken nicht davor zurück, euch hinter Ecken aufzulauern oder unverwandt durch die Hauswand zu brechen, wenn ihr beim Schleichen auch nur einen Laut von euch gebt.

Zusätzlich dazu decken euch die irren Zeitgenossen permanent mit derben Sprüchen, Provokationen und zum Erstarren gruseligen One-Linern ein, die den Puls schnell in die Höhe treiben. Jeder Charakter besitzt einen eigenen Antrieb und eine auf ganz eigene Art und Weise verkommene Persönlichkeit. Dadurch bleiben die drei über das ganze Spiel unberechenbar und sorgen für Jumpscares, die buchstäblich der Horror sind.

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Crazy Jack auf der Suche nach Hackfleisch

Oldschool-Flair – top!

Solltet ihr doch einmal ahnungslos in die wartenden Arme der schrecklich schrecklichen Familie stolpern und seid nicht starr vor Angst, bleiben euch genau zwei Optionen: Laufen oder Kämpfen. Resident Evil 7 zeigt auch hier seine Anleihen beim ersten Teil der Reihe. Die Waffen, von denen ihr im Laufe des Spiels so einige freischalten könnt, sind zwar in der Lage, die Bakers kurzfristig außer Gefecht zu setzen, doch die Munition ist – Hallo Survival-Horror! -natürlich begrenzt. In guter alter Horror-Tradition gilt auch hier: Kopf wegschießen oder Extremitäten zertrümmern! Die Steuerung gestaltet sich hier ganz im Stil eines Shooters auf der Konsole: Nicht zu 100 Prozent präzise, beim Rückwärtslaufen etwas behäbig, aber der Horror-Stimmung absolut zuträglich.

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Ab und an sind Kämpfe unvermeidlich

Mit erhobenen Händen kreischend weglaufen sieht zwar uncool aus, erweist sich in den meisten Fällen allerdings als bessere Option. Problematisch zeigt sich hierbei zeitweise die Steuerung und Kamera. Manchmal fällt es schwer, zu erahnen, ob ihr an einem Gegner vorbeilaufen könnt oder doch noch einen Schwinger kassiert. Genau genommen führte dieser kleine Makel allerdings dazu, dass wir uns noch mehr in die hilflose Opferrolle gedrängt fühlten, die Resident Evil 7 permanent für den Spieler reserviert hat.

In klassischer Survival-Manier durchsucht ihr also die Räume nach allem, was euch in irgendeiner Form gegen die Bakers, im späteren Spielverlauf auch andere Gegner, weiterhilft. Kräuter, Chemikalien, Munition und natürlich Gegenstände, um die seichten, aber gut platzierten Rätsel zu lösen – Alles wird erst einmal eingepackt und im Rucksack verstaut. Doch Vorsicht: Wie in Resident Evil 1 ist auch im neuesten Teil der Reihe der Inventarplatz begrenzt. Ihr werdet also vom Spiel gezwungen, Prioritäten zu setzen und die Taschen nur mit den wichtigsten Dingen zu füllen.

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Es gibt viel zu sammeln, doch der Platz ist begrenzt

Diese Limitation verstärkt das Survival-Gefühl ungemein, denn ihr müsst, je nach Spielstil, entscheiden, ob ihr für den nächsten Abschnitt lieber Heilkräuter oder Munition mitnehmt und wieviel davon. Hinter der nächsten Ecke kann schließlich die beste Waffe des Spiels auf euch warten, die viel Platz im Inventar einnehmen wird. Ressourcenmanagement ist auch in Resi 7 von großer Bedeutung: Gut geplant ist halb gewonnen. Dank des Crafting-Systems könnt ihr aus bestimmten Komponenten nützliche Items herstellen, frei nach dem Motto: Aus blauer Chemie und grünem Kraut mach dir Salbe für die Haut!

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Wie auch in den Vorgängern gilt: Wer viel speichert, lebt länger

Lediglich in den aus Resident Evil 1 bekannten, zeitweise eingestreuten Speicherräumen könnt ihr eine Pause einlegen, das Inventar verwalten, hilfreiche Fotos und Schriftstücke untersuchen, sowie Items in einer großen Kiste ablegen. Statt einer Schreibmaschine benutzt ihr im brandneuen Teil ein Tonbandgerät, um den Fortschritt zu sichern. In den Speicherräumen habt ihr darüber hinaus die seltene Gelegenheit, euch ein wenig umzuschauen.

Schaurig schönes Spieldesign

Erst in diesen ruhigen Momentan von Resident Evil 7 fällt euch auf wie durchdacht Leveldesign und -Architektur daherkommen. Wirklich jeder noch so kleine Raum unterscheidet sich vom nächsten und passt stilsicher in das Rahmenthema des Levels. Ob Sumpfhölle mit nervigen Zombie-Mosquitos oder gediegenes Herrenhaus mit Schlachterei im Keller: Das Design unterstützt die Atmosphäre ungemein und sorgt dafür, dass ihr jederzeit darauf achtet, was um euch herum passiert und euch auf der Kante des Stuhls wiederfindet. Items sind an sinnvollen Stellen platziert und teilweise wirklich schwer zu finden. Wer Räume akribisch durchsucht, wird in den meisten Fällen mit wertvollen Gegenständen belohnt. Auch hier wurde der Survival-Charakter großgeschrieben – wir sind begeistert.

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Resident Evil 7: Rätsel und versteckte Items aller Orten

Wenn es in die Kämpfe geht, zeigt Resi 7 ab und zu schlauchige Passagen, die allerdings vielmehr dem Survival-Fokus als schlechtem Design geschuldet sind. Wenn ihr nur die Alternativ habt, vorwärts oder rückwärts zu fliehen, geratet ihr deutlich mehr ins Schwitzen und habt kaum Zeit, eure Optionen abzuwägen. Wenn man in Resident Evil 1 um eine Ecke marschierte und plötzlich vor einem ausgehungerten Zombie stand, hatte man schließlich auch keine große Auswahl, wohin es gehen soll.

Ansonsten sind die Level wunderbar vertrackt gestaltet und Backtracking, das vor 20 Jahren noch mit Survival-Chic begründet wurde, hält sich in Grenzen. Besonders zu überzeugen weiß das Spiel, wenn es uns den rettenden Ausweg direkt vor die Nase hält und dann eine enorme Kluft zwischen uns und das Ziel setzt, sodass wir erst am Ende des Abschnitts aus einer ganz anderen Richtung zu diesem Ort zurückkehren. Wir sind das Zugpferd, doch leider hat Resident Evil die Karotte am Stiel. Beim Gegnerdesign hätten wir uns ein wenig mehr Varianz gewünscht. Abgesehen von den Bakers, die als Antagonisten gut in Szene gesetzt wurden, bestehen die Gegner zum Großteil aus seelenlosen schwarzen Klumpen, die mal fett, mal kriechend, mal mit angeklebter Waffe aus den Wänden brechen.

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Dem Ziel so nah und doch so fern

Das Pacing des Spiels ist gut und balanciert gekonnt zwischen Jumpscares, ruhigem Psycho-Horror und knallharter Action – oftmals innerhalb weniger Minuten. Zwischendurch blitzen immer wieder Elemente aus Resident Evil 5 und 6 auf, die einige Passagen doch ein wenig langatmig wirken lassen. Nachdem wir das Spiel durchgezockt haben, hätten wir uns in Retrospektive lediglich gewünscht, dass die Macher die Action-Komponenten etwas zurückgeschraubt hätten und uns noch mehr vom dichten Psycho-Terror, Survival-Horror und ruhig erzähltem Familien-Drama geboten hätten. Gerade in der zweiten Hälfte des Spielverlaufs nehmen Feuergefechte mit zahlreichen Gegnern zu, die ohne Frage Laune machen, aber im Nachgang deutlich weniger in Erinnerung blieben als beispielsweise die nervenzerfetzende Hetzjagden mit den menschlichen Bewohnern des Anwesens.

Sieht nach Horror aus – Klingt nach Horror

In Bezug auf die Grafik von Resident Evil 7 müssen keine großen Worte verloren werden. Das Spiel sieht durchweg gut aus und dank der knackigen Texturen hat man immer wieder Lust, inne zu halten und die liebevoll gestalteten Räume minutenlang anzustarren. bevor man von den Bakers unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wird. Bei uns lief das Spiel ohne Ausnahme flüssig, selbst wenn es auf dem Bildschirm so richtig zur Sache ging. Der neueste Ableger der Traditions-Serie stellt keinen graphischen Quantensprung dar, besitzt aber mindestens die visuelle Qualität, die wir von einem Resident Evil erwarten würden.

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Resident Evil: Gute Grafik mit viel Liebe zum Detail

Grafik und Atmosphäre greifen gut ineinander und sorgen zusammen mit der passenden Geräuschkulisse und musikalischen Untermalung für eine albtraumhafte Grundstimmung, die wir so seit dem ersten Teil der Resident Evil-Reihe nicht mehr erleben durften. Gut pointierte, allerdings ein wenig klischeehafte Gruselgeräusche verstärken die Jumpscares ungemein und wenn der phantastische Soundtrack von Akiyuki Morimoto eingespielt wird, wissen wir sofort: Nach 5 Jahren Wartezeit kommt gleich wieder einer dieser Resident Evil-Momente. Wer von alledem noch immer nicht geschockt genug ist, spielt Resident Evil 7 nicht nur in der normalen PS4-Version, sondern greift zur VR-Brille und beschreitet den Horror-Trip mit Ethan komplett in der virtuellen Realität.

VR scared – VR happy

Häufig wird in Bezug auf Virtual Reality angemerkt, dass es kaum einen Blockbuster-Titel gäbe, der mit den zahlreichen Brillen auf dem Markt kompatibel ist und ansonsten nur winzige VR-Erfahrungen statt vollwertiger Spiele realisiert würden. Mit Resident Evil 7 begeht Capcom als erster großer Publisher das VR-Terrain und überträgt endlich einen kompletten Titel, wie er auch ohne VR spielbar ist, in die virtuelle Realität. Von Anfang bis Ende könnt ihr den neuesten Teil mit der Brille auf dem Kopf zocken – mit Einschränkungen aber auch Vorteilen.

Vergleicht man die Standard-Version mit dem PSVR-Build fällt logischerweise sofort der grafische Unterschied ins Auge. Natürlich könnt ihr in VR keine voll ausgestalteten Texturen und visuellen Feuerwerke erwarten, aber für ein Spiel komplett in der virtuellen Realität sieht Resident Evil 7 erstaunlich gut aus. Die Immersion wird durch die flachen und leicht verpixelten Texturen in keiner Sekunde gestört, wenn ihr euch einige Minuten an den Unterschied gewöhnt habt. Lediglich kleinere Bugs , die Ethans Hände vorübergehend vor uns anzeigen, lassen das Spielgeschehen zwischenzeitlich etwas albern wirken.

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Kleinere Bugs lassen sich verzeihen und sind obendrein amüsant

Gesteuert wird Resi 7 in VR größtenteils mit dem PS4-Controller. Atemberaubend wird die VR-Erfahrung erst mithilfe der Kopfsteuerung der Brille, die technisch einwandfrei funktioniert und absolut intuitiv von der Hand bzw. dem Schädel geht. Im Gegensatz zur Standard-Version habt ihr hier die Möglichkeit, euch vorsichtig um Ecken zu lehnen und nach drohenden Gefahren Ausschau zu halten. In den ersten Minuten mit Resident Evil in VR schaut ihr permanent über die Schulter und sucht verzweifelt nach Hinweisen, wo der nächste Jumpscare wartet – natürlich vergeblich.

Kommt es zum Kampf, lohnt sich die innovative Steuerung erst so richtig, denn ihr zielt nicht wie sonst mit dem rechten Stick des Controllers, sondern platziert das Fadenkreuz mithilfe präziser Kopfbewegungen. Das macht nicht nur deutlich mehr Spaß als die herkömmliche Methode, sondern funktioniert darüber hinaus auch deutlich genauer. Wo ihr mit dem Controller gern mal verzieht, trefft ihr mit eurem Kopf fast immer denselben des Gegners – Wir finden es großartig.

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Wenn wir uns zur Wehr setzen, dann mit Feuerkraft

Ich selbst habe in meinem Test erneut festgestellt, dass ich nicht für ausschweifende VR-Sessions gemacht bin und die zweite Hälfte des Spiels ohne Brille zuende gespielt. Alle anderen, die Resident Evil 7 mit der PSVR für längere Zeit gezockt haben, versicherten mir allerdings, dass sich bei ihnen auch nach Stunden im virtuellen Horror nur bedingt Motion-Sickness einstellte. Der Hauptgrund dafür, die Brille abzusetzen, bleibt also weiterhin das Spiel selbst, das gerade in VR richtig widerlich und schockierend wird – im positivsten aller Sinne. Wer den Survival-Horror also kompromisslos auf sich wirken lassen will, greift zur PSVR, gruselt sich bis zum Abwinken und unterhält dabei das umstehende Publikum.

Survival-Horror statt Action-Bombast
Oldschool-Flair
Dichte Atmosphäre
Gruselige Baker-Familie
Abwechslungsreiches Pacing
Gelungenes Spieldesign
Eindimensionales Gegnerdesign
Schwammige Animationen
Kameraprobleme

ChristianB

Resident Evil 7 hat die Reihe nicht nur aus der festgefahrenen Action-Schiene geführt, sondern die alten Stärken der ersten Ableger aufgegriffen und perfektioniert. Von der ersten Sekunde an erlebt ihr mit Ethan Winters nicht nur permanenten Jumpscare-Terror, der euch nicht mehr loslässt, sondern auch atmosphärischen Grusel, der euch die Nackenhaare aufstellt. Die Bakers als perfekt inszenierte Gegenspieler machen den Survival-Horror zu einem packenden Erlebnis, das dank VR-Unterstützung erst so richtig an euch zehrt. Im Kontrast werden euch klassische Action-Einlagen, sowie eine ruhig erzählte Geschichte geboten, die mithilfe des gut durchdachten Spieldesigns zu einem spannenden Gesamtkonstrukt verschmelzen. Obwohl zwischenzeitlich gern mal ungeliebte Elemente aus Resident Evil 5 und 6 aufblitzen, wirkt Resident Evil 7 in jeder Sekunde wie der geistige Nachfolger zum Debüt der Reihe - Oldschool-Gameplay und Nostalgie inbegriffen.
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