Test: Submerged

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Submerged ist ein Erkundungs-Adventure, welches den Spieler in die Welt einer überfluteten Stadt enführt. Wir schlüpfen dabei in die Rolle des Mädchens Miku, welches zusammen mit ihrem verwundeten Bruder in einem kleinen Boot besagten Ort erreicht. Für die PlayStation 4 und den PC ist Submerged bereits für knapp 20 Euro erhältlich, die Xbox One Version folgt diesen Freitag. Wie sich die digitale Bootstour schlägt und was ihr davon erwarten dürft, erfahrt ihr im folgenden Test.

Wolkenkratzer in Sicht

Nach dem Start gilt es in Submerged unseren Bruder fortan mit diversen Vorräten, wie Nahrung oder Medizin zu versorgen. Hierfür springen wir zurück ins Boot und machen uns auf zu unseren ersten Erkundungstour. Wir bahnen uns hierbei unseren Weg durch aus dem Wasser ragenden Konstrukte, Häuser und Wolkenkratzer. Es dauert nicht lange, da finden wir auch schon die erste Anlegestelle, denn nur an solchen ist es uns möglich unser Boot wieder zu verlassen. Das kleine in sich zusammen gefallene Haus hält jedoch nicht wie erhofft die gewünschten Vorräte für uns parat, sondern belohnt unseren Besuch mit einem kleinen Bildchen. Diese sind über das gesamte Gebiet verteilt und erzählen uns die Geschichte der Stadt.

Die nächste Anlegestelle gewährt uns bereits Zugang zu einem Wolkenkratzer. Diesen erklimmen wir auf einem vorgegebenen Pfad aus hervorstehenden Steinen, Büschen und Wandvertiefungen. Hier und da stoßen wir auf Abzweiger, an deren Ende weitere Bilder auf uns warten. Sind wir bis zum Dach vorgestoßen, erblicken wir endlich das Ziel unserer Reise – eine rote Kiste, welche die gewünschten Vorräte beinhaltet. In einer kurzen Videosequenz kehren wir zu unserem ursprünglichen Inselchen zurück und umsorgen unseren kleinen Bruder. Anschließend werden wir mit vier weiteren Bildern belohnt, welche jedoch nicht wie die vorherigen die Geschichte der Stadt, sondern jene unserer Protagonisten erzählt.

Submerged_Screen (2)Ein bisschen Sightseeing muss sein

Insgesamt machen wir uns im Laufe der Story zehnmal auf, um neue Vorräte für unser Bruderherz zu finden. Die Reihenfolge, in der wir die unterschiedlichen Gebäude auf der Jagd nach den roten Kisten erklimmen, bleibt dabei uns überlassen. Auf unseren Touren legen wir immer wieder an den kleineren Inseln an, treffen auf unterschiedliche Kreaturen und erblicken beeindruckende Monumente. Je nach Spielstil bringt man die Hauptgeschichte inklusive Sightseeing in etwa sechs bis acht Stunden zum Abschluss.

Der Abspann auf dem Bildschirm bedeutet jedoch keineswegs das Ende des Spiels, denn anschließend haben wir im Hauptmenü die Möglichkeit im Erkundungsmodus fortzufahren. Hier haben wir die Möglichkeit die Geschichte der Stadt mit ihren insgesamt 60 Bildern zu vervollständigen oder alle Kreaturen bzw. Monumente zu entdecken, von denen es jeweils acht Stück gibt. Außerdem treiben zahlreiche Upgrades für unser Boot, welche die Dauer unseres Boosts verlängern, durch die Gewässer. Sind auch diese Meilensteine geschafft, spricht natürlich auch nichts gegen einen entspannten Bootstrip ohne bestimmtes Ziel vor Augen. Angst vor dem Ertrinken oder anderen Gefahren brauchen wir übrigens die ganze Zeit über nicht zu haben, da es in Submerged schlichtweg unmöglich ist zu sterben.

Submerged_Screen (3)Wie präsentiert sich Submerged?

Unsere Reise gestaltet sich äußerst atmosphärisch. Der stimmige Sound untermalt hierbei die prachtvolle Grafik. Hübsche Wettereffekte sorgen regelmäßig für Abwechslung. Die immer wiederkehrenden Ruckler, in der von uns getesteten PlayStation 4-Version, unterbrachen jedoch das Spielgefühl des öfteren. Auch die Ladezeit beim Starten, welche bis zu 2 Minuten dauerten, hob auf Dauer nicht zwingend unsere Laune.

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Wunderschöne Atmosphäre
Gelungene Abwechslung vom Spiele-Einheitsbrei
Häufige Wow-Effekte
Geschichte wird großartig durch Bilder transportiert
Insgesamt zu wenig Freiheiten
Regelmäßige Ruckler
Lange Ladezeiten

Alexander M.

Submerged liefert im Gesamten ein wunderschönes Erkundungs-Adventure ab, das durchaus begeistern kann und den Spieler trotz des simplen Gameplays bei der Stange hält. Vor allem die Ruckler sorgen jedoch für Ärger, da sie einen durchaus aus der entspannten Atmosphäre herausreißt, auf welcher das Spiel nunmal aufbaut. Wer jedoch auf der Suche nach Abwechslung zum Spiele-Einheitsbrei ist und sich nicht von einigen technischen Unfeinheiten beeindrucken lässt, kann bedenkenlos zugreifen.
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