Test: The Crew – Wild Run

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Als The Crew im letzten Winter auf den Markt kam, wurde der MMO-Racer doch eher umstritten aufgenommen und von einigen bereits nach kurzer Zeit für tot erklärt. Doch Totgeglaubte leben scheinbar auch in der Welt der Videospiele länger, und so meldet sich der das Rennspiel mit der Erweiterung The Crew – Wild Run zurück an den Start.

Was steckt hinter The Crew – Wild Run?

Rennspiel-Erweiterungen sind natürlich im Zeitalter der DLCs längst keine Seltenheit mehr, dennoch kann man sich vielleicht nicht ganz so einfach vorstellen, welche Inhalte den Spieler erwarten. In vielen Fällen erhält man zahlreiche neue Autos, neue Strecken oder gar eine gänzlich eigenständige Standalone-Erweiterung. Eine Standalone-Erweiterung liefert Ubisoft mit The Crew – Wild Rund nicht, denn die Erweiterung gliedert sich quasi vollständig in das Hauptspiel ein und setzt somit auch voraus, dass ihr dieses besitzt, oder alternativ zur Wild Run-Edition greift, welche sowohl das Hauptspiel als auch die Erweiterung beinhaltet. Durch die nahtlose Integrierung kommen jedoch auch neue Spieler vom ersten Tag an in den Genuss der neuen Inhalte.

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Die erste große Neuerung stellt die grafische Überarbeitung dar, welche jedoch nur indirekt Teil des Add-Ons ist, denn diese wurde kostenlos via Patch an alle Besitzer des Hauptspiels ausgeliefert. So wurden neben der Umgebung auch die Autos ein wenig aufpoliert sowie die Weitsicht verbessert. Auch dynamische Wettereffekte sind nun mit von der Partie. Diese wirken sich auch auf die Fahrphysik aus und sorgen zumindest kurzzeitig für Abwechslung. Nach wenigen Spielstunden kennt man die Wettereffekte jedoch zu gut, um hier wirklich von einer andauernden Abwechslung zu sprechen. Dank dieser Überarbeitungen sieht The Crew nun einigermaßen zeitgemäß aus, von einem Grafik-Knüller sind wir jedoch noch entfernt.

Warum neue Fahrzeuge, wenn man neue Fahrzeugtypen haben kann?

Mit der Erweiterung beschränken sich die Entwickler nicht darauf, euch ein paar neue Fahrzeug-Modelle in die Garage zu stellen, sondern wollen tatsächlich ein neues Fahrgefühl in euch hervorrufen. Deshalb dürft ihr euch auf insgesamt vier neue Fahrzeugtypen freuen. Das Versprechen eines neuen Fahrgefühls hält man auch tatsächlich ein. Den Anfang machen hierbei die Monster-Trucks, welche sich äußerst grob steuern und von der Geschwindigkeit eher langsam einzuordnen sind. Dafür macht es einen Mordsspaß mit den Riesen-Karren die Funparks unsicher zu machen. Dabei jagen wir zum Beispiel durch das Aufsammeln von platzierten Items oder durch das Ausführen diverser Stunts den Punkten hinterher.

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Mit der Dragster-Ausstattung sorgen wir hingegen für ordentlich Power unter der Haube. In den eigens dafür entworfenen Dragster-Rennen gilt es auf einen optimalen Start sowie manuelles Schalten zu achten. Auf offener Straße ist man mit dieser Ausstattung jedoch so gut wie verloren, da es nicht so einfach ist dieses Hochleistungs-Biest zu bändigen. Die Drift-Ausstattung lässt uns rutschend auf Punktejagd gehen. Die Drift-Events stellten sich jedoch oftmals als sehr frustrierend heraus, da die Spanne zwischen einem optimalen Drift und dem schlagartigen Eindrehen des Autos sehr gering ist. Den Abschluss der neuen Fahrzeuge machen die Motorräder, welche wohl zugleich das außergewöhnlichste Fahrgefühl an den Tag legen, denn es erfordert tatsächlich eine kleine Eingewöhnungsphase bis man die Zweiräder gut beherrscht. Ist diese jedoch überstanden erhält man eine lang andauernde spaßige Abwechslung.

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Das Herz der neuen Erweiterung

Das Herzstück der neuen Rennspiel-Erweiterung stellt wohl das Wanderevent namens The Summit dar. Hierbei müsst ihr euer Können zuerst bei einigen unterschiedlichen Qualifikations-Events unter Beweis stellen, bevor es schließlich zur Hauptveranstaltung geht, bei welcher ihr euch abermals mit Spielern aus der ganzen Welt in verschiedenen Disziplinen messen müsst, um am Ende mit einem hochkarätigem Preis von der Strecke zu rollen.

So müsst ihr Beispielsweise mit dem Monster-Truck auf Punktejagd in die Funpark-Arena, ein Dragster-Rennen bestreiten oder zahlreiche Herausforderungen lösen. Hierzu zählt das schnelle Erklimmen eines Berges, Zerstören von Objekten, Erreichen einer Höchstgeschwindigkeit und vieles vieles mehr. Für einige der Veranstaltungen sind wir hierbei auf andere Fahrer angewiesen, weshalb wir per Spielersuche schnell mal unsere Crew-Slots füllen.

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Großartige neue Inhalte,...
Stimmiger Soundtrack,...
Abwechslungsreiches Gameplay
Große Motivation durch The Summit
Dynamische Wettereffekte
Neue Inhalte auch für neue Spieler sofort zugänglich
...zu einem knackigen Preis.
...der sich jedoch zu schnell wiederholt.
Gummiband-KI

Alexander M.

The Crew - Wild Run macht definitiv Spaß und stellt eine große Bereicherung für das Hauptspiel dar. Die unterschiedlichen Fahrzeugtypen sorgen für Abwechslung und das Wettbewerbs-Event The Summit konnte uns tatsächlich für zahlreiche Spielstunden motivieren. Also falls euch The Crew bisher bereits ein wenig gefallen hat, könnt ihr mit Wild Run eigentlich nichts falsch machen. Wer jedoch mit dem eigentlichen Hauptspiel nichts anfangen konnte, wird wohl auch mit der Erweiterung, vor allem wenn man den doch eher hoch angesetzten Preis von 30 Euro berücksichtig, nicht glücklich werden. Für neugierige Neueinsteiger gibt es zudem mit der Wild Run-Edition eine verhältnismäßig günstige Einstiegsmöglichkeit.
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