Test: Turtle Beach Battle Buds

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Turtle Beach Battle Buds: In-Ear-Alternative zum Gaming-Headset?

Die meisten Gaming-Headsets erkennt ihr auf den ersten Blick. Groß, leuchtend und meist noch mit einem fetten Branding versehen. Die unter euch, die es lieber ein bisschen unauffälliger und kleiner mögen , bekommen jetzt mit den Turtle Beach Battle Buds eine Alternative in die Ohren, die euch nicht gleich als Gamer kennzeichnen. Doch können die kleinen In-Ear Lauscher wirklich ein großes Headset ersetzen?

Alles im Sack

Turtle-Beach-Battle-Buds-Test-Lieferumfang

Überraschend viel Zubehör im kleinen Paket

Für gerade mal 30 Euro UVP kommen die Battle Buds in einem kleinen, aber feinen Karton zu euch nach Hause. Für Turtle Beach üblich, kriegt ihr auf der Verpackung neben schicken Bilder auch alle wichtigen Daten und Fakten präsentiert. Im Karton findet ihr überraschenderweise jede Menge Zubehör. Zu entdecken gibt es Ohrstöpselaufsätze und Ohrbügel in drei verschiedenen Größen, ein ansteckbares Bügelmikrofon, eine Transporttasche und die üblichen Beipackzettel.

Schwarz oder Weiß

Wie schon erwähnt, gehen die In-Ear Battle Buds in Sachen Design grundsätzlich einen leisen Weg. Wählen könnt ihr hierbei aus zwei Farben: sehr unauffälliges Schwarz oder hippes Weiß/Blaugrün. Unser schwarzes Testmuster hat dabei nur einen optischen Blickfang und zwar das silberne Logo auf dem Deckel der Außenseite. Ansonsten sind sowohl Kabel, In Ear-Gehäuse, Kabelfernbedienung, Ohrstöpsel-Adapter als auch Ohrbügel komplett in Schwarz gehalten.

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Herausragend – zumindest aus euren Ohren

Auch die Materialwahl ist einfach mit mattem und leichtem Kunststoff, der eine recht softe und hochwertige Haptik besitzt. Wer genau hinschaut, wird an der Front der Kabelferndienung noch einen kleinen Klackvierlackstreifen finden, der schnell matter wird, weil Fingerabdrücke sofort auf ihm haften bleiben. Obwohl die Farben, zumindest in der schwarzen Variante, sehr dezent ausfallen, ist das Design der Lauscher jedoch ziemlich extravagant und gliedert sich in mehrere Elemente. Hierbei steht der Treiber am Anfang, dahinter folgt ein dickere runde Kugel, die von einem eckigen Aufsatz gefolgt wird. Alles dies verbunden über einen Kanal, der vorne am Treiberausgang und damit in eurem Ohr endet.

Stecker aus dem Ohr

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Der modulare Aufbau bietet viel Spielraum

Klingt nach viel? Ganz richtig, denn damit kommen die Turtle Beach Battle Buds auf eine Tiefe von zirka 3,5 cm (nach unserer Messung). Heißt: In der Praxis ragen die In-Ears deutlich erkennbar aus euren Ohren heraus. Hinzu kommt der dreieckige Deckel, mit dem erwähnten Turtle Beach Logo oben drauf. Somit ist das grundlegende Design zwar dezenter als viele Gaming Headsets, wirklich unauffällig aber bei Weitem nicht. Trotzdem habt ihr keine Probleme, die Battle Buds auch im Alltag außerhalb euer Zockerhöhle zu verwenden. Wer es jedoch ein bisschen auffälliger und nerdiger mag, der sollte sich für die weiße Variante entscheiden.

Bleibt drin

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Battle Buds: Lieferumfang in der Übersicht

Wie schon erwähnt, ist der Lieferumfang besonders vorbildlich. Gerade die jeweils in drei Größen beliegenden Ohrstöpsel-Adapter und Ohrbügel sind keine Selbstverständlickeit für den geringen Preis. Mit diesen könnt ihr das Headset zudem sehr gut auf eure Ohren abstimmen. Habt ihr das einmal getan, bietet euch die Kombination aus Ohrbügel und Stöpsel einen bombenfesten Halt, mit dem sogar Sport möglich wäre. Geschmackssache bleibt die gebotene Isolierung, die recht hoch ausfällt und euch gut vor Geräuschen der Außenwelt abschirmt. Störend fällt hier ein wenig die Soft-Touch Gummi-Ummantelung der Kabel aus, die jegliche Bewegungen und damit verbundenen Geräusche an eure Ohren weitergibt.

Besser Zwei als Eins

Turtle-Beach-Battle-Buds-Test-buegelmikrofon

Gleich zwei Mikrofone finden sich im Paket

Obwohl die kleinen In-Ears fast nicht nach einem Headsets aussehen, bekommt ihr sogar gleich zwei Mikrofone mitgeliefert. Das eine an der Kabelverbindung und das andere in Form eines ansteckbaren Bügelmikrofons. Gerade letzteres verpasst den kleinen Ohrsteckern dann den gewohnten Headset-Charakter. Das An- und Abstecken geht kinderleicht und das Mikrofon ist insgesamt sehr biegsam, weshalb ihr es perfekt an eure Bedürfnisse anpassen könnt. Bleibt natürlich auch noch die Frage nach der Qualität und auch hier haben wir nur Positives zu vermelden. Denn sowohl Kabel- als auch Ansteckmikro haben einen klaren und störfreien Klang. Hier ist es auch egal, welches der beiden ihr nutzt, hörbare Unterschiede gibt es nicht.

Wenn es knallt, dann richtig

Turtle-Beach-Battle-Buds-Test-Front

Die In-Ear-Stöpsel unterstützen alle gängigen Plattformen

Wichtigster Punkt ist und bleibt natürlich der Klang der Battle Buds. Und hier waren wir überrascht, wie viel Druck aus den kleinen In-Ears kommt. Die kleinen 10 mm Treiber leisten nämlich ganze Arbeit und klingen sauber und dynamisch. Leider hat es Turtle Beach mit dem Bass etwas zu gut gemeint, weshalb die Battle Buds gerade an hochwertigen Quellen schnell anfangen in den Tiefen zu brummen und zu übersteuern. Das ist aber gerade bei Gaming-Inhalten mit Anschluss an Controller oder Switch kaum ein Problem, da so Explosionen und Schüsse ordentlich in den Ohren krachen. Auch Turtle Beach-üblich: Die Ortung von Geräuschen klappt recht gut, ist im Vergleich zu anderen Modellen jedoch nicht ganz so ausgeprägt. Hierbei sind nämlich die Höhen und Mitten etwas zurückgestellt und auch die Klarheit fällt ein bisschen schlechter aus. In Hinblick auf den Preis ist dies jedoch immer noch eine Top-Performance. Wer sie jedoch als Musikspieler benutzen möchte, wird nicht allzu begeistert sein. Nutzen könnt ihr die kleinen Lauscher dafür aber an jeder Plattform. Egal ob PS4, Xbox One oder auch Nintendo Switch. Einfach einstöpseln und los geht es.

Satter Klang...
Großer Lieferumfang
Viele Ohrbügel und Stöpsel
Guter Halt
Geringer Preis
Gute Mikrofonqualität
Dezente Optik
...mit etwas zu viel Bass
Stehen recht weit aus den Ohren raus
Kabel gibt Störgeräusche wie Bewegungen weiter

Marco K.

Mit den Battle Buds hat Turtle Beach endlich eine Alternative zu den sonstigen Gaming-Headsets in ihrem Portfolio, die mit gerade einmal 30 Euro mehr als erschwinglich ist. Der Klang überzeugt, bietet aber im Vergleich zu großen Headsets noch Potenzial nach oben. Dafür überzeugen die Mikrofone aber auf ganzer Linie. Wer also kein Problem hat, dass die In-Ear-Lauscher aufgrund der Form deutlich aus den Ohren ragen, der wird mit den Battle Buds sehr glücklich werden.
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