Test: Wissen ist Macht

Dank der PlayLink Spiele kommen endlich wieder Spiele mit Party-Potential auf Sonys aktuelle Heimkonsole. Vor Jahren haben uns schon Spiele wie Buzz, EyeToy: Play oder Singstar begeistert. Diese Art von Spielen kehrt nun zurück, darunter auch „Wissen ist Macht“. Ein Quizspiel, das nicht nur euer Wissen, sondern mit seinen tückischen Bestrafungen auch eure Freundschaft auf eine Probe stellt. Neben That’s you, SingStar Celebration, Frantics, Planet of the Apes: Last Frontier und Hidden Agenda ist es aktuell das sechste Mitglied der PlayLink Familie.

Auch bei „Wissen ist Macht“ steht euer Smartphone im Vordergrund, da sich das komplette Geschehen, wie bei allen anderen Spielen der PlayLink-Serie, nur mit Smartphone steuern lässt. Das ermöglicht euch, das schnelle Partyspiel zusammen mit bis zu fünf Freunden zu genießen. Dies gestaltet sich relativ einfach, da ihr nur die App herunterladen und euch dann in dasselbe Netzwerk wie die PS4 einwählen müsst. Sind alle verbunden, werdet ihr von dem etwas flippigen Moderator der namensgebenden Show „Wissen ist Macht“ begrüßt.

Smartphone-Vorbereitung

Die Einrichtung der Smartphone App ist für Jung und Alt sehr simpel. Mit knapp 70 MB ist die App schnell heruntergeladen. Sie ist, genau wie das Spiel, relativ bunt gestaltet. In der App wird nach der PS4 gesucht; seid ihr dann verbunden, müsst ihr der App nur noch Zugriff auf eure Kamera gewähren und los geht es. Wir haben nun die Option ein schnelles Spiel zu starten, welches nur auf dem Smartphone und ohne die Konsole in zwei Teams gespielt werden kann. Alternativ spielen wir mit 2 – 6 Spielern auf dem Fernseher. Dies lief beim Test alles ohne Verbindungsabbrüche oder sonstige Komplikationen.

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Vor jeder Frage durchschreitet ihr eine Tür

Willkommen zur Show

Zu Beginn der Runde kann jeder Spieler auf seinem Smartphone aussuchen, welcher der verschiedenen Persönlichkeiten er spielen möchte. Unter den Charakteren gibt es beispielweise die „Gräfin“ oder den „Astronauten“. Je nach ausgewähltem Charakter hat man dann die Möglichkeit, mit der Kamera ein lustiges Foto aufzunehmen. Habt ihr dies erledigt und euren Namen eingegeben, beginnt die Show. Anfangs stellt der Moderator alle Teilnehmer vor und gibt dabei die eine oder andere Bemerkung zu den Figuren ab. Nachdem die Vorstellungsrunde abgeschlossen wurde, geht es dann direkt in das Spiel. Die Spielrunden erstrecken sich über insgesamt neun Fragen und drei Minispiele.

Diese sind so gestaffelt, dass nach jeweils drei Fragen ein Minispiel beginnt. Diese sind festgelegt und variieren nicht. Entsprechend werden in der ersten Runde Begriffe zugeordnet, in der nächsten habt ihr A / B Entscheidungen und beim letzten Minispiel geht es zum großen Finale: der Pyramide. Zwischendurch gibt es auch immer die Möglichkeit, Spezial-Aktionen auf eure Mitspieler zu wirken.

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Auf in die Pyramide des Wissens!

Die Fragen

In den neun Fragerunden bekommt ihr, wie der Name schon sagt, Fragen gestellt, die immer vier verschiedene Antwortmöglichkeiten bieten. Bevor ihr aber zu diesem kommt, habt ihr vier Türen mit Kategorien zur Auswahl. Die Tür, für die sich die meisten Mitspieler entscheiden, wird dann gewählt. Bei den Fragen gilt „wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Denn die Person, die am schnellsten ist, bekommt 400 Punkte, die nächste 300 und immer so weiter.

Macht euren Mitspielern das Leben schwer

Die Schwierigkeit besteht hierbei darin, dass ihr es mit den Spezial-Aktionen eurer Gegner zu tun bekommt. Diese dürfen vor jeder Runde über das Smartphone neu bestimmt werden und geben euch die Möglichkeit, so den besseren Spielern ein Handicap zu verpassen. Dabei gibt es den Schleim, welcher die Antworten verdeckt und erst mit dem Finger weggewischt werden muss, den Frost, wobei durch mehrmaliges Tippen erst das Eis über der Antwort zerbrochen werden muss, die Bomben, die über den Antworten schwirren und bei versehentlichem Tippen euren Bildschirm eine Sekunde lang weiß erstrahlen lassen und die Knabberer, die einige Buchstaben entfernen und so das Lesen erschweren.

All diese fiesen Bestrafungen werden noch fieser, da sie, falls ein Spieler mehrere abbekommt, auch mehrfach wirken. Dadurch entstehen gemeine Kombinationen wie Schleim und Eis oder Eis und Bomben, die einem Spieler das Leben schwer machen. Je weiter hinten ein Spieler ist, desto besser werden seine Spezial-Aktionen, dabei gibt es auch doppelte, wodurch ein Spieler direkt zwei Sachen auf einmal werfen kann. Ein anderer Vorteil für die Leute, die früh hinten liegen, sind auch die „positiven“ Bestrafungen wie Punkte-Party oder das Wetten. Mit der Punkte-Party werden alle in der Runde erhaltenen Punkte verdoppelt, was nützlich ist, wenn man sich in einer Kategorie besonders viel zutraut. Aber auch die Wette ist praktisch, da man dabei selbst dann profitiert, wenn man falsch antwortet, falls die Person, auf die man gewettet hat, richtig lag.

Die Minispiele und das große Finale

Die Minispiele sind zwischen den Runden und vor allem zu Beginn eine willkommene Abwechslung, später jedoch gehasst, da sie nicht variieren. Die Idee der Minispiele ist ein tolles Prinzip, aber leider zu wenig abwechslungsreich. Es bleibt zu hoffen, dass es in Zukunft zahlreiche neue geben wird, um Variation ins Spiel zu bringen. Das erste Spiel ist das Zuordnungs-Spiel. Bei diesem bekommt ihr beispielsweise das Thema „Filme zu Jahreszahl“ oder „Gott zu Religion“ und müsst dabei immer zwei Begriffe zuordnen. Wer als Erstes fertig ist oder wer am Ende die meisten Begriffe zugeordnet hat, bekommt die meisten Punkte. Danach werden die Punkte dann wieder ab 400 heruntergestaffelt vergeben.

Im zweiten Spiel müsst ihr immer A oder B wählen. Dabei bekommt ihr beispielsweise „Daniel Brühl oder Til Schweiger“, woraufhin dann in der Mitte Filme angezeigt werden, welche ihr schnellstmöglich dem richtigen Schauspieler zuordnen müsst, da auch hier wieder die Zeit begrenzt ist.

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Wer als Erstes das höchste Treppchen erklommen hat, gewinnt das Spiel

Das letzte Minispiel ist gleichzeitig auch das große Finale. Ihr befindet euch vor einem riesigen Gebilde mit vielen Stufen. Nun werden plötzlich all eure Punkte in Stufen umgewandelt, was bei genauerem Betrachten relativ willkürlich und nicht systematisch aussieht. Da Spieler auch gerne mal für nur 400 Punkte mehr plötzlich vier Stufen höher sind, obwohl andere bei gleichhohem Abstand nur zwei Stufen höher positioniert wurden. Auch hier kommen, wie im normalen Spielverlauf, die Spezial-Aktionen zum Einsatz. Nun ist es euer Ziel erneut Fragen zu beantworten; je schneller ihr antwortet, desto mehr Stufen werdet ihr hochkatapultiert. Dieses Spiel erlaubt es euch also, auch wenn ihr komplett im Hauptspiel versagt habt, noch die ganze Runde zu gewinnen.

Grafik und Sound

Zur optischen Darstellung muss man bei „Wissen ist Macht“ nicht allzu viele Worte verlieren. Bunte, ausgeflippte Charaktere und demnach auch verrückte Stages. Zu bemängeln ist aber, dass sich die Erklärung des Moderators immer wiederholt, egal wie oft man das Spiel gespielt hat. Dementsprechend werden sie auch auf die Dauer immer störender.

Spiel mit Party-Potential
Einfach zu bedienen
App funktioniert problemlos
Viele zu einfache Fragen
Zieht sich zu sehr in die Länge
Erklärung wiederholt sich jedes Mal

Henri B.

Auch Wissen ist Macht überzeugt mit dem PlayLink-Konzept, die Steuerung auf Smartphones zu verlagern. Dies ist nicht nur simpler, sondern macht selbst ein Quiz-Spiel auf der Konsole direkt zugänglicher. Zudem haben wir hier einen Titel, der dafür gedacht ist, als Party-Spiel schnell und simpel genutzt zu werden und dafür reicht es auch völlig aus. Will man aber längeren Spielspaß haben, stören die langen Zwischensequenzen und die sich immer wiederholenden Erklärungen. Auch die Minispiele sind leider immer dieselben. Somit ist "Wissen ist Macht" aktuell ein solides Party-Spiel, für mehr bedarf es jedoch noch einiger Updates.
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