Test: World of Warriors

Test_World_of_Warriors

Lasst in World of Warriors Krieger verschiedenster Epochen gegeneinander antreten

In einer Zeit, in der Spiele auf dem Handy grafisch immer anspruchsvoller werden, häufen sich auch deren Portierungen auf größere Bildschirme. So ist es in den vergangenen Jahren des öfteren vorgekommen, dass wir ursprünglich auf dem Bildschirm unseres Smartphones stattfindende Titel, wie etwa Spider: Rite of the Shrouded Moon, plötzlich auch in einer Fassung für den PC und Heimkonsolen spielen können. World of Warriors reiht sich nun in diese Gesellschaft ein. Bereits 2014 erschien der Titel für iOS und Android-Systeme. Jetzt bringt Entwickler Mind Candy den Arena-Brawler mit RPG-Elementen auch auf die PS4. Doch kann sich das Mobile-Game auch in der angepassten Fassung beweisen?

Ein Sammelsurium an historischen Kriegern

Um es gleich vorweg zu sagen: Eine Story dürft ihr in World of Warriors nicht erwarten. Zu Beginn des Spiels werdet ihr in einer kleinen Burg abgeladen, in dem ihr euch aus einer isometrischen Perspektive mit eurem Charakter bewegen könnt. Hier steuert ihr dann verschiedene Institutionen an, in denen ihr die einzelnen Kämpfer verwalten, neue Charaktere freischalten oder die verschiedenen Matches starten könnt. Es stehen insgesamt 34 Krieger aus verschiedenen Zeitepochen zur Auswahl, die alle eigene Fähigkeiten besitzen. Zusätzlich könnt ihr noch Talismane herstellen, mit denen ihr Werte wie Leben oder den Angriff verbessern könnt. Außerdem könnt ihr Tränke herstellen, die ihr im Kampf verwenden könnt, um euch zu heilen oder ähnliches.

Test_World_of_Warriors_1

Neue Krieger schaltet ihr mit sogenannten Ehrensteinen am Tempel der Epen frei, welche ihr nach gemeisterten Herausforderungen erhaltet. Talismane und Tränke stellt ihr her, indem ihr die in Kämpfen gesammelten Materialien an der Giesserei verwertet. Euer aktuelles charakterübergreifendes Kontolevel, sowie die Anzahl der besessenen Materialien seht ihr am oberen Bildschirmrand angezeigt. Der Optik und der Menüführung des Hubs sieht man die Vergangenheit auf dem Smartphone deutlich an, da sie wie in vielen Mobile-Games daherkommt. Durch die übersichtliche, einwandfreie Bedienung wirkt sich dieser Punkt allerdings nicht negativ aus.

Einfach und doch komplex

Doch kommen wir nun zu dem, womit ihr am meisten beschäftigt sein werdet – dem Kämpfen in den Arenen. Nach dem anfänglichen Tutorial werdet ihr auf die Übersichtskarte entlassen, auf der ihr verschiedene Kämpfe anwählen könnt. In den üblichen Keilereien stellt ihr ein Zweierteam zusammen, mit dem ihr gegen zwei KI-Gegner antretet. Über zwei Runden geht ihr aufeinander los, bis beide Charaktere besiegt sind. Daneben gibt noch einen Modus, in der ihr mit mehreren Kontrahenten in eine Arena geschmissen werdet und es darum geht der letzte Überlebende zu sein. Einige wenige Missionen bieten euch eine Alternative zu den Prügeleinlagen. So müsst ihr beispielsweise in einer Arena Totems in der richtigen Reihenfolge betätigen, während ihr von Wölfen angegriffen werdet. Allzu große Abwechslung dürft ihr aber nicht erwarten.

Test_World_of_Warriors_2

Auch bei den KI-Gegnern fühlt ihr euch schnell gut herausgefordert und es gilt das recht simple Kampfsystem richtig einzusetzen, damit ihr nicht ins Gras beißt. Das Repertoire an Moves umfasst Schlagkombos, die nach und nach mit Stufenaufstiegen der jeweiligen Krieger freigeschaltet werden, sowie Spezialmoves und ein Pariersystem. Habt ihr genug Mana nach erlittenen Treffern gesammelt, entfesselt ihr mit einem einfachen Tastendruck eine je nach Charakter variierende Spezialattacke, die ordentlich Schaden verursacht. Außerdem besitzt jeder Recke seinen eigenen Elementschaden. Bei gefüllter Anzeige kann er aktiviert werden, um so im Schere-Stein-Papier-Prinzip Gegnern mit einem anderen Element mehr Schaden zuzufügen.

Test_World_of_Warriors_3

Zusätzliche Vielfalt in die kurzweiligen Prügeleien bringen die Gefahren, die eure jeweiligen Umgebungen auf euch auswirken. Mal schießen Äste aus dem Boden, die euch packen, herumschleudern und so massiven Schaden anrichten. Oder ihr müsst aufpassen, dass ihr nicht vom übergroßen Schwert eines Titans getroffen werdet, der an der Seite der Arena lauert. Des Weiteren erscheinen ab und an Truhen im Kampfring, in denen Materialien, Heilgegenstände und Bomben enthalten sein können. Die Bomben könnt ihr auf eure Gegner werfen und umgekehrt. Es ist also einiges los in den Auseinandersetzungen bei World of Warriors.

Messt euch mit den Besten

Wählt ihr die Trainingsarena aus, könnt ihr mit bis zu drei Mitspielern offline gegeneinander antreten. Leider ist es nur möglich sich in Zweierteams zusammenzufinden. Einen Modus, in dem jeder gegen jeden kämpft, gibt es nicht. Bei den Missionen gegen die KI kann sich ebenfalls ein Offline-Mitspieler anschließen, allerdings gibt es keine Möglichkeit im Kampf direkt zu wechseln, so ist der andere Spieler erst an der Reihe, wenn der erste ausgeschaltet ist. Den Online-Modus konnten wir zum Zeitpunkt des Tests nicht ausprobieren, da wir kein Spiel gefunden haben. Sollten sich die Server bald füllen, gibt es gewertete und gewertete Scharmützel, die ihr auch zu zweit bestreiten könnt.

Test_World_of_Warriors_4

Präsentiert wird euch das Spiel in einem verspielten Comic-Look. Die Figuren und Animationen sind durchweg liebevoll gestaltet. Euer Bildschirm leuchtet in quietschbunten Farben auf, die aber nicht zu aufdringlich daher kommen. Auch die Arenen bieten schöne Austragungsorte für spannende Gefechte zwischen den Kämpfern der verschiedenen Epochen. Alle Kampfringe besitzen ihre eigene Thematik und somit auch individuelle Gefahren, die auf euch lauern.

 

Umfangreiches Kampfsystem
Spaßige Arenakämpfe
Verspielter, hübscher Comic-Look
Singleplayer schnell zu repetitiv
Keine Wechselfunktion in den Koop-Kämpfen

Jareth M.

World of Warriors ist ein gut funktionierender Zeitvertreib, der in seiner quietschbunten Comic-Optik auch nett aussieht und gut funktioniert. Außerdem fällt auch angenehm auf, dass es - obwohl es durch seine Smartphone-Vergangenheit prädestiniert dafür wäre - nicht mit Mikrotransaktionen daher kommt, um euch zusätzliche Materialien zu kaufen. Allerdings ist der Titel für seinen Umfang mit ca. 30 Euro schon recht teuer. Durch die nicht allzu große Varianz an spielbaren Modi, wirkt es recht schnell zu repetitiv und fühlt sich an als würdet ihr nur für den Online-Modus trainieren. Ohne belebte Online-Server könnte euch recht bald der Spaß an dem Prügler vergehen. Wer allerdings einen kurzweiligen Spaß für sich und seine Freunde sucht und sich von dem Preis nicht abschrecken lässt, kann beherzt zugreifen.
Test: Vudu Test: Ni No Kuni 2 - Schicksal eines Königreichs