Test: Zone of the Enders: The 2nd Runner Mars

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Test: Zone of the Enders: The 2nd Runner Mars

Schon 2003 kam das Spiel Zone of the Enders: The 2nd Runner für die PlayStation 2 heraus. Nun wurde der PS2 Klassiker neu für die PS4 aufgesetzt. Ihr bestreitet Mech-Kämpfe mit PSVR- und 4K-Unterstützung. Euch erwartet einmal mehr eine actionreiche Geschichte, die euch in die Zukunft teleportiert.

The Story

In Zone of the Enders: The 2nd Runner Mars werdet ihr in das Jahr 2174 versetzt. Während dieser Zeit befindet sich die Waffen-Technologie auf ihrem Höhepunkt und es ist normal geworden, Expeditionen mit gepanzerten Mechs (LEV) durchzuführen. Unter anderem wird in dieser Zeit ein multiplanetarer Kampf zwischen der United Nations Space Force (UNSF) und der anti-terrestrischen Militärorganisation BAHRAM geführt.

Ihr spielt Dingo, einen freiheitsliebenden Frontsoldaten. Dieser ist gerade auf einer Expedition, als er durch einen dummen Zufall in die Schusslinie gerät. Nachdem sein Arbeitsmech zerstört wurde, konnte er sich gerade noch in einen potenten Mech retten. Dieser trägt den Namen Jehuty und wird von BAHRAM gesucht. Kurz darauf wir Dingo lebensgefährlich verletzt und durch Jehuty gerettet. Jedoch ist er jetzt mit der Maschine so verbunden, dass er ohne sie sterben würde.

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Dingo und BAHRAM

Worte und Taten

Das ganze Spiel besteht aus zwei Themenbereichen. Einerseits habt ihr immer wieder Dialogsequenzen, welche im Anime-Stil gezeigt werden, andererseits kämpft ihr zusammen mit eurem Waffen-Mech gegen eine Vielzahl von Gegnern.

Eure Gegner könnt ihr von nah und fern bekämpfen. Je nachdem in welcher Reichweite sie sind, habt ihr die Möglichkeit, mit einer Schusswaffe oder einem Schwert anzugreifen. Zusätzlich könnt ihr das Ganze auch noch z.B. mit einem Sprint verbinden. Dies bringt euch dann Attacken wie zielsuchende Raketen oder einen Schwert-Rundschlag. Natürlich habt ihr auch ein Schild, mit welchem ihr euch verteidigen könnt und verfügt über einen Lade-Angriff, der eure Power nochmals zu einer starken Attacke verbindet. Ihr könnt auch Gegenstände in euer Umgebung verwenden. Hierzu zählen z.B. Stangen, welche euch im Kampf hilfreich sein können.

Die Kämpfe, die ihr austragen müsst, werden in der Luft bestritten, das heißt logischerweise, dass Jehuty in der Lage ist, zu fliegen. Diese Tatsache bringt mit sich, dass ihr den ganzen dreidimensionalen Raum zum Ausweichen und Angreifen nutzen könnt. Jedoch können dies eure Gegner auch, deswegen ist Vorsicht geboten.

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Auf in den Kampf

Typisch Hideo Kojima

Wie wir alle es von der Entwickler-Legende Hideo Kojima gewohnt sind, kommen auch in Zone of the Enders: The 2nd Runner Mars einige Dialoge vor. Diese sind sehr umfangreich und teils auch kompliziert gestaltet. Trotz alledem sind sie beeindruckend animiert und zeigen uns die Welt hinter dem Spiel nochmal aus einer anderen Perspektive. Wer von euch den Titel aus dem Jahre 2003 gespielt hat, kann sich eventuell noch erinnern, dass die englischen Synchronstimmen nicht allzu gut wegkamen. Dies wurde jetzt in Zone of the Enders: The 2nd Runner Mars behoben. Hier ist alles hochwertig in englischer Sprache vertont. Im Ganzen erwarten euch also etliche Cutscene mit einem ganzen Haufen Dialoge, die aber technisch und auch sprachlich gut gestaltet sind. Wer mit Kojimas Erzählstil nichts anfangen kann und Zwischensequenzen kategorisch wegklickt, verpasst hier leider einen Großteil der Spielerfahrung.

Steuerung

Für die unter euch, die schon einmal einen PS4-Controller in der Hand hatten, sollte die Steuerung nicht allzu schwer zu verstehen sein. Für Anfänger könnte das schon etwas Schwieriger werden. Alle Tasten sind sinnvoll belegt und sollten auch dementsprechend benutzt werden, um zu überleben. Weiterhin ist es notwendig, verschiedene Tasten zu kombinieren, um bestimmte Angriffe auszuführen, da sollte man schon wissen, wo welche Taste ist. Das Gute ist, es gibt eine Möglichkeit, Tutorials zu machen, in denen ihr alle Angriffe und Bewegungen wiederholen könnt, so oft ihr wollt. Nachdem ihr aber die Steuerung verstanden habt, könnt ihr mühelos jeden Feind zur Strecke bringen.

Bei der Eingabe von Aktionen gibt es keine Verzögerung, deswegen erscheinen die Bewegungen selbst auf den zweiten Blick enorm zackig. Das alles bewirkt ein actionreichen Kampf, in dem ihr keine wirkliche Taktik braucht, um voran zu kommen. Ganz nach dem Motto: Der mit der meisten Feuerkraft gewinnt. Das Gute daran ist, dass das meistens ihr seid, dank Jehuty.

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Man muss sich dran gewöhnen

PSVR

Zunächst plante Konami, das Spiel Zone of the Enders: The 2nd Runner Mars nur als 4K-Version zu veröffentlichen, doch dann probierten sie doch noch einige Level in VR aus. Nachdem dies gut geklappt hatte, beschlossen sie das ganze Spiel auch für die virtuelle Realität auf den Markt zu bringen. Um das Spiel an das VR-System anzupassen, mussten einige Änderungen im Spielgeschehen vorgenommen werden. Trotz den Anpassungen ist es schwer zu erkennen, was genau vor sich geht, wenn man seine Klinge gegen die Gegner erhebt. Dazu sagte der Projektmanager Kenichiro Kondo:

Wir haben im First-Person-HUB eine Projektion von Jehuty hinzugefügt (Einen Roboteranzug). Dieser hilft euch bei der Kommunikation und der Orientierung

Wenn ihr euch im Kampf befindet und die VR-Brille tragt, solltet ihr trotzdem darauf achten, von großen Gegner Gruppen Abstand zu halten, um die Übersicht nicht zu verlieren. Bei größeren Robotern ist das aber kein Problem. Diese könnt ihr mit Leichtigkeit im Nahkampf besiegen. Im Großen und Ganzen bietet die VR-Version des Third-Person-Shooter Zone of the Enders: The 2nd Runner Mars ein nettes Gimmick, das die Spielerfahrung um einige immersive Elemente erweitert. Leider fehlt es dem digitalen Mech-Showdown etwas an Übersicht, sodass die Gefechte gelegentlich schon anstrengend werden können.

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Die kleine Projektion hilft aus

Das Spiel ist sich treu geblieben
VR-Version bietet eine echte Herausforderung
Gut erkläre Tutorials
Dialoge sind grafisch gut umgesetzt und animiert
Steuerung mit VR an einigen Stellen unübersichtlich
Recht eintönig nach einiger Spielzeit

Katharina Prahl

Großartig verändert hat sich Zone of the Enders: The 2nd Runner nicht. Allerdings ist die Remastered Version trotzdem gut zu spielen. Für besonders gute Laune sorgt die neue VR-Version, auch wenn es an einigen Stellen an Übersicht fehlt. Sonst ist der Klassiker sich treu geblieben. Neben vielen, Kojima-typischen Dialogen erwarten euch große und spannende Kämpfe, die immer wieder neue Herausforderungen darstellen.
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