Test: WildStar UPDATE: Free-to-Play

Test: WildStarDer Kampf um die Krone der Massively Multiplayer Online Role-Playing-Games wurde Ende Mai neu eröffnet: Die Carbine Studios baten zum Stelldichein, und die Spieler folgten dem Ruf. Doch konnte sich WildStar seinen rechtmäßigen Platz erkämpfen, oder wird es das Schicksal so vieler anderer Genre-Kollegen teilen? Unser Test verrät es euch!

A new WildStar is born!?

Wer vielleicht schon unseren Ersteindruck Anfang Mai gelesen hat, wird ein positives Bild in Erinnerung haben. Einen Monat später soll sich dieses auch nicht stark verändert haben, im Gegenteil. WildStar ist ein großartiges Erlebnis, welches bereits bei den Rassen beginnt. Im Kampf um die Vorherrschaft auf Nexus, um das Recht diesen Planeten seine neue Heimat zu nennen, stehen sich das Dominion und die Verbannten gegenüber. Der Vergleich von Horde gegen die Allianz ist nicht fehl am Platz, kommen die Parteien doch ebenfalls nicht wirklich auf einen gemeinsamen Nenner.

Jede Fraktion bietet vier unterschiedliche Rassen, wobei die Menschen bei beiden Fraktionen vertreten sind, heißen im Dominion allerdings Cassianer. Bei jeder Fraktion sollte für jede Vorliebe eine entsprechende Rasse vorhanden sein. Soll es etwas kleines, zierliches sein? Wie wäre es mit den Chua auf Dominion-Seite oder den Aurin auf der Seite der Verbannten? Nachdem die Wahl der Rasse getroffen wurde, ist natürlich die Klasse von spielentscheidener Bedeutung. Sechs an der Zahl stehen zur Wahl – zwei Nahkampf und vier Fernkampf Klassen hat WildStar in seinem Repertoire. Wobei jeweils drei Klassen die Rolle des Tanks oder des Heilers neben dem austeilen von Schaden übernehmen können. Ihr habt also immer zwei mögliche Optionen mit eurer Klasse.Test: WildStar

Ich kann mich nicht entscheiden!

Nachdem sich ausgiebig im Charakter Editor ausgetobt wurde, kann das Abenteuer auch endlich beginnen. Ihr findet Euch auf dem Raumschiff der jeweiligen Fraktion wieder, welches im Orbit von Nexus kreist. Bevor es ans Eingemachte geht, lernt ihr auf dem Raumschiff die Grundlagen von WildStar. Die Wahl der Rasse beeinflusst natürlich auch die Klasse, so kann ein Aurin kein Krieger sein, oder ein Mechari kein Arkanschütze. Bevor das Abenteuer los geht, müsst ihr zudem euren Pfad festlegen, und dieser begleitet Euch das gesamte Spiel hindurch. Erkundet ihr gerne die Areale, ist der Kundschafter vielleicht etwas für Euch. Soll es eher grob zu gehen, dann ist der Soldat der Pfad der Wahl. Wissenschaftler und Siedler wären die anderen beiden Alternativen.

Die Levelphase in WildStar ist äußerst Interessant gestaltet. Die Quests sind zwar keine Weltneuheit, so gibt es viele Aufträge wie die üblichen Botendienste, töte dieses Monster und sammle jenes Item von ihm oder ähnlich bekannte Szenarien. Doch haben sich die Carbine Studios große Mühe gegeben, diese irgendwie immer individuell zu gestalten und für den Spieler zu einem einzigartigen Erlebnis zu machen.Test: WildStar

Des Raiders Glück

Großen Anteil an der Vielfältigkeit haben besonders die Abenteuer, die ähnlich eines Dungeons eine Gruppe von fünf Spieler auf eine Mission schicken, die jedes Mal anders ist. Gilt es im ersten Abenteuer noch eine Gruppe Bauern aus der Hand des Dominions zu reißen, dürft ihr im nächsten eine Art MOBA-Verschnitt mit Player vs. Player Elementen spielen. Die Carbine Studios haben sich wirklich ausgetobt, und ihren Ideen freien Lauf gelassen, als sie die Abenteuer erstellt haben. Wer es eher klassisch bevorzugt, sollte sich in eines der zahlreichen Dungeons stürzen. Der Schwierigkeit der Dungeons ist nicht zu unterschätzen. Besonders, da Euer Level dem des Dungeons angepasst wird. Seid ihr also schon Level 50 und geht in einen Dungeon für Level 20, seid ihr auch Level 20, und habt angepasste Stats. Aber keine Angst, ihr bekommt trotzdem noch nützliche Gegenstände, die ihr auch im Endgame benötigen könnt. Die Bosse in den Dungeons verlangen eine Gruppe, die nicht wild drauflos ballert, sondern mit einer Strategie vorgeht. Lasst den Tank den Boss antanken, die Schadensausteiler sich der Klasse entsprechend plazieren, und weicht den Telegraphen des Bosses aus.

Apropos Telegraphen: Diese sind der elementarer Bestandteil des Kampfsystems in WildStar. Ihr habt keine Autohits, die einem geloggten Gegner permanent Schaden zukommen lassen. Stattdessen müsst ihr Euch selbst bis zu acht Fähigkeiten zusammenstellen, mit denen ihr Schaden machen wollt, heilt, oder Status-Effekte wirkt. Ein Arkanschütze oder Esper hat zum Beispiel eine Reihe von Schadenszauber parat, gepaart mit einem Stun und/oder Heilzauber. Der Krieger oder Meuchler hat an Stelle von Heilzaubern dafür schadensmindernde Fähigkeiten im Gepäck. Die Spitze des geschickten Ausnutzens vom Telegraphen Systems findet sich im Endgame Raid-Content und auf Player vs. Player Schlachtfeldern. Wenn bis zu 40 Mannen und Frauen gleichzeitig auf einen Raidboss oder wahlweise auch auf einem gigantischen Schlachtfeld sich gegenseitig einschlagen, verlangt es viel vom Spieler ab, den Überblick zu behalten. Doch wer sich die Mühe macht sich in WildStar einzuarbeiten, wird auf Dauer jede Menge Spaß mit diesem Titel haben.Test: WildStar

Riesengroße Massenschlachten!

Besonders Liebhaber des klassischen World of Warcraft werden mit WildStar ihre Freude haben. Die Raid Instanzen verlangen eine lange Questreihe, die abgeschlossen werden muss. Dieser Weg kann für den einen oder anderen schon das Ende der Fahnenstange sein, wer keinen oder nur unzureichenden Skill hat, wird scheitern. Also nichts mit Casual-Raids, und alle verwandten Begrifflichkeiten, die sich über die Jahre in der MMO-Welt breit gemacht haben.

Doch auch Spieler die nur gelegentlich ihren Spaß in WildStar haben wollen, und nicht ihre komplette Freizeit dafür opfern, finden ihre Nische. So könnt Ihr euch beispielsweise als Händler versuchen. Die breite Masse an Berufen bieten viele Möglichkeiten für Handel. Als Erzsammler und Waffen- oder Rüstungsschmied lässt sich einiges an Geld machen. Doch auch Architekten oder Schneider finden sich in WildStar wieder. Jeder Beruf bietet einen großen Skilltree, und bis der letzte Punkt verteilt wurde, zieht viel Zeit in die virtuelle Welt von Nexus.

Habt Ihr keine Lust auf Raids, könnt Ihr natürlich PvP betreiben. Auch dafür bietet WildStar genügend Inhalte, die ihr bereits ab Level 6 in Form des Walatiki Tempels beginnen könnt. Tatsächlich könnt ihr ab Level 6 ausschließlich über PvP Inhalte das maximale Level von 50 erreichen. Neben üblichen Schlachtfeldern gibt es auch Arenen für 2vs2, 3vs3 und 5vs5 Partien. In der Arena hat jedes Team eine bestimmte Summe an Wiederbelebungen. Sind diese aufgebraucht, geht es ums nackte Überleben! Doch das besondere Schmankerl sind die sogenannten Warplots. Hier stehen sich zwei Teams von 40 Recken gegenüber, die auf einem selbst zusammengezimmerten Schlachtfeld ihre Basis verteidigen. Der bessere Baumeister wird letzten Endes die Partie entscheiden. Eine verdammt coole Gaudi!Test: WildStar

UPDATE: Free-to-Play

WildStar ist mittlerweile Free-to-Play, kann also von allen Interessierten kostenlos gespielt werden. Gleichzeitig wurden ein paar neue Features ergänzt und die Grafik überarbeitet. Der grundlegende Spielinhalt ist zwar gleich geblieben, einige Dinge, wie Slots auf der Bank oder die Maximalmenge an Deko-items wurden aber für Free-to-Play User etwas verringert.

Grundsätzlich sind die Inhalte von WildStar kostenfrei, allerdings können gegen echtes Geld zusätzliche optionale Extras gekauft werden. Die größte Neuerung dürfte daher wohl der Shop sein, in dem ihr für Ncoin-Punkte das Leben auf Nexus komfortabler gestalten könnt. Die Ncoins könnt ihr über die Accountseite kaufen, 400 Ncoin schlagen zum Beispiel mit 5 Euro zu Buche. Im Shop werden Kostüme und andere nette Gimmicks verkauft. Der monatlich buchbare Premium-Modus gibt kostet nach wie vor 12,99 Euro für 30 Tage. Mit dem Premium-Modus stehen euch eine Vielzahl kleinerer Boni ,wie 25% Erhfarungspunkte beim leveln oder 25% mehr Ingamewährung beim Verkaufen von Items und Questen zur Verfügung.

Auch die Grafik von WildStar wurde im Zuge der Umstellung auf das Free-to-Play-Modell aufpoliert und einige der Icons und Menüpunkte im Spiel grafisch verändert. Die Spielgrafik hat zwar keinen Quantensprung erlebt, aber man erkennt dennoch die neuen Animationen und die Welt wirkt glatter und schöner. Im Tutorial steht euch jetzt eine Auswahlmöglichkeit zur Verfügung, mit der ihr auswählen könnt, wie ausführlich das Tutorial ausfällt. Je nach euren Erfahrungen mit MMOs stehen hier drei Auswahlstufen vom Anfänger bis zum Profi zur Wahl.WildStar - Alles was du wissen musst! (23)

Ausgeklügeltes Kampfsystem
Atmosphärische Areale
Geniale Comic-Kulisse
Für jeden Spielertyp etwas dabei
Quests recht eintönig

Ole S. (Hauptspiel)

WildStar ist ein großartiges MMORPG, welches eindeutig zeigt, dass es weiterhin Potenzial zur Evolution in diesem Genre gibt. Die Comic-Kulisse schafft eine einzigartige Atmosphäre, die für jeden Fantasy- und Sci-Fi Fan ein "Must-see" ist. Wenn die Carbine Studios weiterhin so fleißig wie bisher an ihrem Baby werkeln, neue Inhalte bringen und bestehende Bugs ausmerzen, prophezeie ich WildStar eine glorreiche Zukunft!

Görs D. (Free-to-Play-Update)

WildStar ist ein spannendes MMO mit vielen interessanten Ansätzen. Die Idee, neben genreüblichen Aufgaben wie Questen und Berufen, neue Spielinhalte in Form von Pfaden einzubringen, erhöht den Spielspaß. WildStar ist einfach mehr als aufleveln und Items sammeln. Für völlige Neulinge dürfte der Einstieg trotz des umfangreichen Tutorials dennoch schwer werden, es gibt einfach zu viele Inhalte, die in den vielen Menüs und der Spielwelt versteckt sind. Um eine längere Einarbeitungsphase wird man deshalb auch als MMO-Veteran nicht herumkommen. Das größte Highlight des Spiels ist sicher das aktive Kampfsystem. Die Klassen vermitteln außerdem ein wirklich unterschiedliches Spielgefühl. Diese Aspekte machen WildStar zu einem der innovatisten und abwechslungsreichsten MMOs auf dem Markt.
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