Camouflage: Hardware im Militärstil

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Wenn Fashion, Gaming und Krieg verschmelzen. Seit fast 100 Jahren laufen Soldaten aus aller Welt getarnt im Camouflage-Look durch Krisengebiete und Kriegsfronten. Was einst ausschließlich dazu diente, die Truppen im Dickicht unsichtbar erscheinen zu lassen, ist inzwischen in der Modebranche angekommen. Vor ein paar Jahren waren gefleckte Klamotten im Militärstil sogar regelrecht im Trend. Kein Wunder, dass auch die Gaming-Ausstatter reagierten und ein wahres Arsenal an Accessoires für Zocker im Camo-Design auf den Markt brachten. Wir wollen euch einige der Highlights präsentieren, mit denen ihr euch ein komplettes Setup in Camouflage zusammenstellt. Das hilft euch in Call of Duty und Co. zwar nur sporadisch, bringt aber mächtig Atmosphäre in die Bude. Als kleinen Bonus bekommt ihr die krassesten Case-Mods im Militärstil obendrauf.

Camouflage: Eine Einführung

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Für all jene, die nicht wissen, was es mit Camouflage und seinen modischen Ausprägungen auf sich hat, haben wir die Ursprünge des Begriffs und die Kritik am Fashiontrend kurz zusammengefasst. Der Begriff Camouflage stammt ursprünglich aus dem Französischen und bedeutet so viel wie Täuschung, Irreführung oder Tarnung. Eine Gruppe von Künstlern, darunter Expressionisten, Kubisten und Impressionisten, entwarf im Verlauf des Ersten Weltkriegs erstmals militärische Kleidung mit Camouflage-Elementen. Was zunächst mit Zweigen und Ästen bewerkstelligt wurde, bekam später ein Upgrade und wurde durch eine komplette Uniform in Erd- und Olivtönen ersetzt. Das Ziel: Die Soldaten in Wald- und Wüstenregionen nahezu unsichtbar werden lassen und sich somit einen strategischen Vorteil sichern.

Vom eigentlichen Ziel ist nach der modischen Umsetzung nicht mehr viel übrig geblieben. Ganz im Gegenteil: Im zivilen Leben stechen die beliebten Fleckenmuster deutlich heraus und feiern im knalligen Pink, Blau oder Rot ihr popkulturelles Revival. Natürlich nicht ohne Kritik von höchster Stelle. Vielen Experten schlägt die Kombination aus Krieg und Mode auf den Magen. Der umstrittene Trend vermische militärische und modische Sujets und verherrliche Kriegstreiberei im Alltag, heißt es immer wieder von pazifistischen Modeschöpfern. Wir hingegen plädieren für künstlerische Freiheit in jedem nur erdenklichen Sinne und sprechen uns für den Look aus – auch wenn er nicht unbedingt unseren Geschmack trifft. Wer sein Gamer-Setup militärisch halten will, findet im Bereich Hardware und Peripherie eine ganze Reihe militärisch angehauchter Elemente.

Case Mod: Military Style

Dass am Militärstil deutlich mehr hängt als olivgrüne Flecken, pragmatischer Schnitt und geringes Gewicht, zeigen Case-Modder aus aller Welt mit ihren eindrucksvoll umgebauten Rechnern. Häufig fließen mehrere tausend Stunden Arbeitszeit in die aufgebohrten, bis an die Zähne modifizierten Kisten, die den herkömmlichen PC aus dem Büro mächtig alt aussehen lassen. Ein wichtiger Punkt dabei: Funktionalität. Wer etwas auf seine Casemod hält, verbaut nur die neuesten Komponenten, auf denen aktuelle Spiele ohne Probleme laufen müssen.

Ein Visionär auf dem Gebiet des Case-Modding ist der in Deutschland beheimatete Ali Abbas, aka Alan-Lee. Innerhalb der letzten sieben Jahre hat der gebürtige Brite sage und schreibe 57 internationale Auszeichnungen für seine Arbeit erhalten, darunter vier Deutsche Meisterschaften in der Disziplin Case-Modding. Unter dem Titel The Computer Designer entwirft Abbas seit 2011 ausgefallene Konstruktionen, die sich mittlerweile nicht mehr nur auf handelsübliche Rechner beschränken. Auch Toaster, Mäuse oder Fernseher fielen dem passionierten Bastler bereits zum Opfer – allesamt durchschlagende Erfolge.

Im Rahmen der letztjährigen Schweizer Comicmesse FANTASY BASEL präsentierte er ein unglaubliches Langzeitprojekt. Inspiration zog der 47-jährige aus einer der bekanntesten Waffen der Videospielgeschichte: Dem Lancer Sturmgewehr mit Kettensägenbajonett aus Gears of War. Nicht nur hat er ein Replikat der Wumme mit rotierender Kettensäge entworfen und gebaut, sondern um die Waffe herum ein beeindruckendes Case ganz im Stil des Videospiels designt – Ein blau leuchtender Waffenschrank mit futuristischer Ausrüstung im Inneren. Der Clou: Innerhalb des Case wartet ein leistungsfähiger Prozessor in Kombination mit einer Geforce GTX1060 darauf, Gears of War 4 in einer Atmosphäre zu zocken wie nie zuvor – Der feuchte Traum eines jeden GOW-Fans.

Der Weg zum perfekten Militär-Setup

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Auch wenn wahrscheinlich die wenigsten von uns mit Ali Abbas und seinen ausgefallenen Modifikationen mithalten können, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich selbst ein Setup ganz im Stil des Militärs zusammenzustellen. Unser Partner Caseking verfügt zu diesem Zweck über ein breites Angebot an Komponenten mit klassischen Fleckenmustern in Olivgrün und futuristisch anmutenden Hardware-Stücken, die mehr an Elitesoldaten aus der Netflix-Serie Altered Carbon erinnern als die Männer und Frauen in Uniform wie wir sie kennen. Ihr werdet überrascht sein, wie viel verschiedene Hardware es im Militär-Stil gibt. Vom Gehäuse über das Mainboard bis hin zu den Kabeln ist alles mit dabei. Grund genug, euch unsere Empfehlungen für ein (fast) komplettes Gaming-Setup zu präsentieren.

Das Komplettpaket

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Möchtet ihr euch das aufwendige Basteln sparen und stattdessen gleich auf einer leistungsstarken Höllenmaschine zum Soldaten der Zukunft werden, dann seid ihr mit dem King Mod System CK Powered By MSI Edition bestens beraten. Bereits auf den ersten Blick werden die optischen Parallelen zwischen dem mattweiß lackierten IN WIN 303 Dragon Edition Tower und dem ikonischen Kampfanzug aus Call of Duty: Infinite Warfare deutlich. Ähnlich leistungsfähig wie die mit Jetpack ausgestattete Montur kommt auch der frei konfigurierbare Rechner daher. In der Grundfassung wartet ein i5-8400 Coffee Lake Prozessor in Kombination mit der GTX 1060 von MSI darauf, die Schlacht gegen moderne Titel für sich zu entscheiden. Im Gesamtpreis von rund 1100€ sind darüber hinaus 8GB Arbeitsspeicher und eine 250GB SSD enthalten. Die Kriege der Zukunft gewinnt ihr mit dieser King Mod, ohne auch nur eine Miene zu verziehen.

Der Stuhl

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Wer jemals auf einem alten Bürostuhl gezockt hat, ist sich der Tatsache bewusst, dass es sich beim Gaming-Stuhl gelegentlich um echte Hard-Ware handeln kann. Damit euch selbst das längste Gefecht nicht den Rücken bricht, lohnt es sich deshalb immer, auf eine bequeme Sitzgelegenheit zum Zocken zurückzugreifen. Unsere Empfehlung kommt direkt aus der Fabrik und katapultiert euch schnurstracks in die Level 3 Militärweste. Der Nitro Concepts S300 ist bereits seit einigen Jahren ein Dauerbrenner im Bereich der Gaming-Stühle und überzeugt mit seiner Kaltschaumpolsterung und dem ausgezeichnetem Preis-Leistungs-Verhältnis. Was dem drehbaren Zocker-Thron jedoch noch fehlte, war eine Ausführung in authentischen Tarnfarben.

Damit ist jetzt Schluss, denn Nitro Concepts hat bereits eine Edition in Camouflage angekündigt. S300 Urban Camo nennt sich das gute Stück, welches von beliebten Charakter-Designs aus First-Person-Shootern inspiriert wurde. Es dreht sich also alles um eine stilsichere Mischung aus klassischen Fleckenmustern und urbanen Highlights. Die Farben Grau und Grün dominieren dementsprechend den Look des Stuhls und sind in einem computergenerierten Muster angeordnet, das auch moderne Heere in ihrem Equipment verwenden. Preislich siedelt sich der S300 Urban Camo bei rund 260€ an und wird voraussichtlich Mitte Mai in den Verkauf starten. Der perfekte Zeitpunkt, um mit eurem Camouflage-Setup an den Start zu gehen.

Das Gehäuse

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Das Gehäuse – Der Beginn einer jeden Zockerbude. Wenn es darum geht, eurem Setup den eigenen Stempel aufzudrücken, dann ist das Gehäuse wohl der wichtigste Faktor, um richtig Eindruck zu schinden. Wer es klassisch mag, greift am besten auf den 101 TUF Midi-Tower zurück, der in zeitlosem Schwarz mit eingefassten Camo-Elementen zu euch nach Hause kommt. Er bietet Platz für eine ausgeprägte Wasserkühlung und verfügt über eine separate Kammer für euer Netzteil. Diese bietet nicht nur den restlichen Komponenten Schutz, sondern sorgt auch dafür, dass in eurem Case immer Ordnung herrscht.

Ohne zusätzliches Case-Modding wie etwa beim Cooler Master Storm Sniper Urban Camo vom Technik-Blogger Tech of Tomorrow bleibt es jedoch bei Camouflage-Akzenten statt dem vollen Militär-Look.

Wer es stattdessen etwas futuristischer mag, findet bei Caseking eine ganze Reihe weiterer Gehäuse, die in ihrer technischen Finesse an Kampfequipment aus Zukunftsvisionen angelehnt sind. Einer dieser Vertreter ist der Cougar Panzer Max Big Tower, dessen Name für sich spricht. Für rund 150€ bekommt ihr hier ein Monstrum in den Maßen 266 x 612 x 556mm, das ihr mit aller Hardware beladen könnt, die euch so einfällt. Ein an der Front perforierter Stahlrahmen macht aus dem eleganten Gehäuse eine optische Kampfmaschine. Futuristisch um jeden Preis lautet das Motto dieses Ungetüms.

Das Mainboard

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Sprengt der oben beschriebene Komplettrechner von MSI euer Budget, aber ihr wollt trotzdem nicht auf den militärischen Schnee-Look verzichten. Dann ist das B360M Mortar Titanium Mainboard vielleicht etwas für euch. Die Platte liefert euch Unterstützung für alle gängigen HDDs und SSDs und ist sogar mit den brandneuen M.2-Slots für NVME-SSDs ausgestattet. Größere SSDs, auch mit Intel Optane, stellen für das titanweiße Prachtstück also kein Problem dar. Für SSDs im Verbund und SLI-Grafik-Lösungen solltet ihr euch allerdings nach einem etwas kräftigeren und größeren Motherboard umsehen. Für Budget-Rechner zeigt sich der B360M Chipsatz allerdings völlig ausreichend.

Der Arbeitsspeicher

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Klein aber oho – Wir hätten es kaum gedacht, aber selbst für die vergleichsweise kleinen, länglichen Arbeitsspeicher-Platinen gibt es Ausführungen in Camouflage. Besonders authentisch kommt hier die Sniper X Serie von G.Skill daher. Vom klassischen Design Classic Camo bis hin zur modernen Variante Digital Camo findet ihr alles, was ihr als Bastler so braucht. Wir empfehlen SniperX Classic Camo mit 16GB DDR4-Speicher und maximalen Taktfrequenzen von bis zu 3.200 MHz. Damit seid ihr im Mittelklasse-Segment solide unterwegs und preislich gut dabei. Für den aufstrebenden Case Modder bleibt somit mehr Budget, um ausführliche Details am eindrucksvollen Rechenpanzer zu verbauen.

Die Peripherie

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Zu einem echten Gaming-Setup gehört natürlich auch die entsprechende Peripherie in Form von Maus & Tastatur, Controller, Headset und Co. Alles, was ihr euch an Gadgets vorstellen könnt, gibt es natürlich auch im stilechten Militär-Look. Mit seinem amerikanisch anmutenden Design konnte uns in der Vergangenheit bereits das ARCTIC P533 Military überzeugen. Sei es im Kampf mit Terroristen in Counter Strike oder mitten im Gefecht im markerschütternden Battlefield 1, die richtige Atmosphäre kommt erst auf, wenn ihr euch den gefleckten „Kampfhelm mit Kopfhörer“ aufsetzt. Preislich und in puncto Optik zeigte es sich unschlagbar, wenn auch mit kleinen Abzügen in der B-Note.

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Etwas tiefer in die Tasche greift ihr stattdessen mit dem A40 TR Headset von Astro Gaming. Für knapp 200E€ erwartet euch allerdings ein waschechtes Gaming-Headset für PC und Xbox One. Das Leichtgewicht in seiner Preisklasse geht im unauffälligen grün-schwarzen Militärdesign an den Start und ist dem P533 in Sachen Authentizität ebenbürtig. Dafür zahlt man für eine atemberaubende Impedanz von 48 Ohm – im Preissegment unübertroffen.

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Lieber den Panzer in der Hand als den Spatz auf dem Dach – Wer nach diesem Motto lebt, findet in der ZM-GM4 Knossos Gaming-Maus von Zalman einen Begleiter für so gut wie jede Schlacht. Das Layout geht beidhändig an den Start und mit einem Gewicht von rund 135g gehört die Knossos zweifelsohne zu den Leichtgewichten in Sachen Nager. Warum es sich bei der Maus im Stealth-Look dennoch um ein militärisches Instrument handelt, liegt in ihrer Optik begründet. Sie wirkt schlichtweg wie die Miniatur eines futuristischen Panzers. Wer beim Setup auf den klassischen Look verzichten möchte und stattdessen auf einen modernen Aufbau setzt, liegt mit 54,90€ goldrichtig.

Projekt ingame Benchtable: Prozessor (Intel i5-8600k) & Kühler (ARCTIC Freezer 33 eSports Edition) Projekt ingame Benchtable: Das Motherboard (ASRock - Z370 Extreme4)