Detroit Become Human: Besuch bei Quantic Dream und Interview

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Detroit Become Human Besuch bei Quantic Dream und Interview

Für Detroit Become Human hat Quantic Dream einiges aufgefahren

Vor kurzem verschlug es uns vom kleinen Hamburg in die Hauptstadt. Der Grund des Besuchs war eine Pressevorführung von Quantic Dream. Dort konnten wir endlich mal selbst Hand an ihr neues Werk legen. Außerdem bekamen wir die Möglichkeit, mit Guillaume de Fondaumière, dem CEO von Quantic Dream, zu sprechen und ihm ein paar Fragen zu ihrem jetzigen Spiel und zukünftigen Plänen zu stellen.

Detroit Become Human: Futuristische Dekadenz

Detroit Become Human Besuch bei Quantic Dream und Interview

Kleine Impressionen der Vorführung

Vom Berliner Hauptbahnhof ist es nur ein kurzer Spaziergang zum Treffpunkt. Durch den großen Tierpark zum Potsdamer Platz, vorbei am Reichstagsgebäude riecht die Luft nach einer Mischung aus geschichtsträchtigen politischen Ereignissen und Marihuana. Die ersten Strahlen der Frühlingssonne wärmen den Asphalt, auf dem wir uns langsam dem Ottobock Science Center nähern.

Ein futuristisches Gebäude dessen Glasfronten durch geschwungene weiße Linien begrenzt werden. Genau das richtige Setting für die Präsentation von Detroit: Become Human. Der Stil des Spiels ist sehr clean und futuristisch, so wie das Interieur des Präsentationsgebäudes. Fernseher in den Glaswänden und das riesige Aquarium im Zentrum des Präsentationsraums lassen sich gut betrachten, während Bedienstete alkoholfreien Perlwein auf einem Silbertablett servieren. Alles hier ist perfekt aufeinander abgestimmt und eine gute Vorbereitung auf die Spielwelt.

Nach einer kurzen Präsentation können wir auch schon mit dem Spielen anfangen und ca. anderthalb Stunden neustes Gameplay testen. Natürlich werden wir hier nicht lang und breit ausführen wie es um das Spiel steht, das könnt ihr in unserer Vorschau genauer nachlesen. Es sei jedoch gesagt, dass unsere positiven Erwartungen noch übertroffen wurden. Nach dem Hands-On können wir noch ein kurzes Gespräch mit Guillaume de Fondaumière führen. Der CEO von Quantic Dream arbeitet schon seit Fahrenheit mit dem Studio.

Interview mit Guillaume de Fondaumière

In: Was würdest du sagen, ist der größte Unterschied zu den drei Vorgängern von Quantic Dream (Fahrenheit, Heavy Rain, Beyond Two Souls)?

Detroit ist ganz klar das Spiel mit den meisten Abzweigungen. Wir haben dieses Konzept jetzt wirklich sehr viel weiterentwickelt. [Deshalb] haben wir mit Detroit ein Spiel, welches viel länger ist. Ein erstes Durchspielen dauert ca. 10-12 Stunden. Aber man muss sicher zwischen 25 und 30 Stunden spielen, um alle Variationen zu sehen.

In: Habt ihr manchmal Angst durch das vergleichsweise passive Gameplay in euren Spielen einen gewissen Anteil der Spielerschaft zu verlieren?

Du darfst nicht vergessen, dass du erst die ersten 2-3 Szenen der spielbaren Charaktere gesehen hast. Wie bei einem Film oder einem Buch, bei dem die Charaktere im Mittelpunkt stehen, fängt die Geschichte etwas langsamer an, damit der Spieler die Charaktere besser versteht. Nach diesem Einstieg wird es wesentlich mehr Action geben.

In: Seit Beyond Two Souls gibt es eine merkliche Entwicklung des Stils zu einem helleren Setting, woran liegt das?

Fahrenheit und Heavy Rain waren ganz klar Thriller. Mit Beyond hingegen, wollten wir auch die Geschichte eines jungen Mädchens erzählen. Wie im echten Leben sind die Geschehnisse nicht nur düster. Detroit ist düsterer, als man denkt. Jedoch lenkt das futuristische Setting stark davon ab.

In: Werdet ihr jemals ein Spiel entwickeln, welches kein Drama oder Thriller erzählt, sondern eine Lovestory oder sogar eine Komödie?

Absolut, das könnten wir uns wirklich vorstellen. Vor 3 Jahren haben wir einen Kurzfilm veröffentlicht. The Dark Sorcerer. Das war ganz klar eine Komödie. Aber wir haben es noch nicht entwickelt. Trotzdem wäre es sicher interessant, so etwas zu machen.

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