Gaming Chairs – Alles rund um die heißen Gaming Sättel

Die heißesten Gaming Chairs_header

Für jeden PC-Spieler behält der Schreibtisch einen ganz besonderen Platz in der Wohnung. Von selbstgebauten Tischplatten, über kreative Beleuchtung zu hochwertigen Peripherie-Geräten, der Schreibtisch ist für uns Zocker ein Tempel. Häufig kommt bei der Einrichtung unseres Dojos allerdings eine Komponente zu kurz: Der Stuhl. Dabei ist kaum ein anderes Element wichtiger. Wir haben uns für euch informiert und berichten von den Ergonomie Sünden, die es zu vermeiden gilt und liefern die besten Tipps zu Gaming Chairs, damit ihr auch nach 8 Stunden noch aufrecht im Sattel sitzt.

Worauf ihr beim Kauf des Gaming-Stuhls unbedingt achten solltet

Die Qualität und der Sitzkomfort eures Schreibtisches – beziehungsweise Gaming-Stuhls, nimmt direkten Einfluss auf eure Produktivität und Gesundheit. Besonders wir Gamer verbringen gern Stunden vor dem Rechner, wenn wir nach einem langen Tag im Büro nach Hause kommen, nur um uns direkt wieder in den Stuhl fallen zu lassen.

Schlecht auf euch angepasste Stuhl- und Schreibtisch-Lösungen führen bei längerer Nutzung unweigerlich zu Fehlhaltung. Das unmittelbare Resultat: Schulter- und Nackenverspannungen, Müdigkeit und Kreislaufbeschwerden. Langfristig sind wir bei täglichem und vor allem bei schlechtem Sitzen auch nicht vor schwerwiegenden Beschwerden gefeit – Der Hüftbeuger verkürzt, die Durchblutung wird geschädigt und sogar Bandscheibenvorfälle und Thrombose können bei andauernder Fehlbelastung auftreten.

Um zumindest den gröbsten Fehlern aus dem Weg zu gehen, solltet ihr bei der Einrichtung eures Zockeraltars die Grundlagen des ergonomischen Sitzens beachten. Selbstverständlich gleicht kein Rücken dem Nächsten und viele Menschen haben unterschiedliche Sitzgewohnheiten. Als allgemeine Richtlinie gilt allerdings: Euer Hüft-, Knie- und Fußgelenk sollten sich die meiste Zeit in einem Winkel zwischen 90 und 120 Grad befinden. Den Oberkörper haltet ihr in einer aufrechten Position und nicht mehr als 30 Grad nach vorn oder hinten geneigt. Optimalerweise lasst ihr den Kopf dabei gerade zur Wirbelsäule und die Schultern entspannt.

Beim Stuhlkauf solltet ihr also zunächst einmal darauf achten, dass ihr ein Sitzmöbel in geeigneter Größe ersteht. Manche Hersteller bieten für ihre Modelle sogar Gasdruckfedern in verschiedenen Längen an, aber im Allgemeinen gelten die auf dem Produkt standardmäßig aufgeführten Maße. Könnt ihr keine Angaben zur Verstellbarkeit vorfinden, hilft nur Probesitzen – wobei die meisten Hersteller der Nobelsessel genaue Angaben zu ihren Produkten bereitstellen.

Das Sitzmöbel ist zu klein für euch, wenn euer Hinterkopf über die Kopfstütze hinausragt, oder zwischen eurer Kniekehle und der Sitzfläche mehr als zwei Finger breit Abstand entstehen. Als zweites Kriterium sollte ihr dringend auf die maximale Gewichtsbelastung schauen. Zwar beherbergen die meisten Gaming Chairs weit mehr Kilogramm als angegeben, jedoch leidet die Lebensdauer des Stuhls (vor allem der Gasfeder), die Standfestigkeit sowie euer eigener Sitzkomfort. Die für schwerere Kaliber ausgelegten Modelle dagegen punkten meist mit einem stabileren Fuß und vor allem einer stärkeren (und höher verdichteten) Polsterung der Sitzfläche.

Das Auge fürs Detail wird belohnt

Habt ihr die grundlegenden Kriterien für euch ermittelt und einige Stühle in der engeren Auswahl, geht es ans Eingemachte. Welche Rollen sind besonders bodenschonend, aus welchem Material sollte das Fußkreuz sein und benötigt ihr wirklich die 4D-Armstützen und filigran genähten Echtleder-Polster? Wir zeigen euch Merkmale, die den Thron vom einfachen Sessel unterscheiden.Gaming Chairs – Alles rund um die heißesten Gaming Sättel_bild1

Besonders wichtig für die Langlebigkeit des neuen Sitzmöbels sowie die Festigkeit des Standes, ist die Fertigung und das Material des Fußkreuzes. Während die günstigen Modelle meist aus Kunststoff-Spritzguss gefertigt sind, bestechen hochwertige Ausführungen durch Metall oder Aluminium Druckguss. Hierbei sei gesagt, dass auch die Spritzguss-Kunststoff-Fertigungen sehr stabil sind, es allerdings früher zu Ermüdungsbrüchen und Faserrissen kommt.

Bei den Rollen kommt es vorrangig darauf an, auf welchen Böden ihr unterwegs seid. Wichtig ist, dass die Rollen möglichst leichtgängig sind und vor allem auf rutschigeren Böden über eine Feststellfunktion verfügen. Hersteller wie Maxnomic, DX Racer, Corsair und AKRracing bieten zusätzlich Blade-Rollen an – Die Fertigung dürfte euch von Inline Skates bekannt sein. Im Gegensatz zu den handelsüblichen Nylon oder Polyurethan Rollen, sind die Blades aus Gummi und sorgen so für ein äußerst flüssiges und bodenschonendes Rollen. Gerade bei Hartholzböden ist die in etwa 40 Euro teure Aufwertung eine Überlegung wert.

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Marke Eigenbau – Dynamisches Sitzen und individuelle Zusammenstellung 

Ein weiteres Kriterium, das einen erstklassigen von einem durchschnittlichen Spielerthron trennt, ist die Wippmechanik. Jeder Stuhl sollte über die Funktion verfügen, beliebig nach hinten oder vorn zu kippen, wobei diese Mechanik im besten Fall mehrschrittig arretierbar ist. Besonders wichtig ist hier, dass die Mechanik kein Spiel zulässt und der Widerstand auf euer Körpergewicht angepasst werden kann. Damit der Rücken optimal geschont wird, gilt es darauf zu achten, ein Sitzmöbel mit Synchromechanik zu erwerben.

Beim Neigen der Rückenlehne kippt dann nämlich auch die Sitzfläche im geeigneten Winkel mit. Auf diese Weise korrigiert die Synchromechanik potenzielle Fehlhaltungen, die durch eine schlecht eingestellte Wippmechanik entstehen können. In der Nobelklasse bietet z.B. der Icon von Noblechair die Möglichkeit, auch die Sitzfläche separat zu justieren. Diese Funktion ermöglicht es, den Neigungswinkel der Sitzfläche auf Fehlhaltungen beim nach vorn gebeugten Arbeiten einzustellen. Eine nach vorn geneigte Sitzfläche arbeitet so der rückwärtigen Verlagerung des Beckens positiv entgegen.

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Beim Sitzen ist es weiterhin unerlässlich, darauf zu achten, dass weder Gesäß- noch Oberschenkelmuskulatur auf den Seitenwangen aufliegen. Die Wangen dienen der seitlichen Stabilisation des Beckens und können nur dann optimal stützen, wenn die Sitzfläche weder zu groß noch zu klein für euch ist.

Zu den individualisierbaren Teilen gehören des Weiteren die Armlehnen, die bei den teureren Modellen, wie der Noblechair Reihe in „4D“ angepasst werden können. Die Armlehnen sollten euch ausreichend Platz bieten und sowohl in der Höhe als auch der Tiefe verstellbar sein. Die 4D Lehnen ermöglichen zusätzlich eine Anpassung an die persönliche Schulterbreite, was euch helfen kann, bei langen Spiel- oder Schreibsessions auch die Unterarmmuskulatur und die Handgelenke zu schonen.

Das Herzstück des Stuhls – Rückenlehne und Rahmen

Wie bei der Sitzeinheit gilt auch bei der Rückenstütze, dass ihr euren neuen Gaming-Stuhl probesitzen solltet. Die Länge der Lehne muss eurer Körpergröße entsprechen und darf weder zu kurz noch zu lang ausfallen. Im Idealfall könnt ihr euren Hinterkopf bequem an die, optional mit Kissen bestückte, Kopfstütze anlehnen. Die Schulterwangen des Stuhls sollten euch genügend Platz lassen und gleichzeitig Halt bieten, um so die Wirbelsäule optimal zu entlasten. Wichtig ist auch die Mitlieferung eines Lordose-Kissens, oder die Premium-Funktion, die Lehne an die eigene Rückenform anpassen zu können. Modelle wie die neuen Noblechair Stühle bieten so eine integrierte Lordosestütze.

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Die meisten Bürostühle und günstigeren Gaming Chair Ausführungen sind auf einer Metallgitterkonstruktion gebaut. Das gängige Polstermaterial ist PU Kaltschaum, der in den verschiedensten Dichtegraden vorkommt. Bei den hochwertigen Modellen kommt zumeist ein Stahlrohrrahmen zum Einsatz, auf dem auf einer Metallplatte mit Elastikbändern die Kaltschaumplatten befestigt werden. Im direkten Vergleich gewinnen die Sessel bei letzter Methode deutlich an Bequemlichkeit und punkten durch eine ergonomische Form, daher empfehlen wir nach Möglichkeit, hier den Aufpreis in Kauf zu nehmen.

Im letzten Schritt solltet ihr euch auf die Wahl der Polsterung konzentrieren. Beispielsweise gefällt euch eine weiche Polsterung bei einem schmalen und muskulösen Hintern eventuell besser, als eine harte und umgekehrt. Die Bezüge der Stühlen kommen in diversen Ausführungen, so sind die meisten Stühle in Kunstleder, mit Stoffbezügen oder in der teuren Echtleder-Variante erhältlich. Wir meinen: Die Textilwahl ist Ansichtssache. Manche bevorzugen Kunstleder vor Echtleder, da es weniger annimmt. Stoff hingegen hat den Vorteil, dass er gerade im Sommer nicht so stark erhitzt. Letztlich ist die Textilwahl eine Geschmacksfrage, die natürlich auch zu eurem restlichen Setup passen soll.

Damit ihr beim Zocken immer auf dem Boden bleibt – FlorPads!Gaming Chairs – Alles rund um die heißesten Gaming Sättel_bild5

Falls ihr euch gegen die Blade-Rollen entschieden habt und mit eurem neuen Sitzmöbel auf empfindlichen Böden unterwegs seid, dann habt ihr noch die Möglichkeit, ein sogenanntes FlorPad in diversen Ausfertigungen zu erstehen. Die Matten sind 116cm x 116cm groß, 4 mm dick und kommen sowohl in der eSport-Ausführung mit dem Logo eures Lieblings-Teams, als auch in den unterschiedlichsten Designs – von aufdringlich bis schrill ist alles mit dabei.

Für besonders leises Rollen und für die hardcore eSports-Fans unter euch sind die Matten einen Blick wert. Gerade wenn ihr Laminat Boden unter dem Stuhl habt, erhöhen die FlorPads die Lebensdauer des Belags deutlich. Netter Nebeneffekt: Die Bodenschutzmatten sind alle flüssigkeitsabweisend und schützen somit auch vor unachtsam verschütteten Getränken. Allgemein lässt sich aber sagen, dass sich die Investition in Blade-Rollen vor allem dann eher lohnt als die Matte, wenn es euch vorrangig um den Rollkomfort geht. Allerdings verspricht der Hersteller eine hohe Lebensdauer und die wasserabweisende Matte mit dem eSport Logo eures Lieblingsteams macht sich wunderbar in der Mancave. Zu erstehen gibt es die schmucken Stücke bei Caseking, die auch als Vertreiber für Noblechairs operieren. Gaming Chairs – Alles rund um die heißesten Gaming Sättel_bild6

 

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