Infinite Crisis: Unterwegs in London!

Seid ihr alle große Multiplayer Online Battle Arena (MOBA)-Fans da draußen, oder versteht die Faszination für dieses Genre nicht? Dann ist dieser Bericht genau die richtige Anlaufestelle. Warner Bros. arbeitet zusammen mit den Mannen und Frauen von Turbine an ihrem eigenen MOBA Infinite Crisis (IC). Dieses ist im DC-Universum angesiedelt, und bietet die perfekte Grundlage für ein MOBA. Da die Open Beta bald vor der Tür steht, wurden wir in die MOBA-School von Warner und Turbine in London geladen, um einen ersten Eindruck vom jüngsten Sprößling der MOBA-Szene zu bekommen. Eines sei zu Beginn schon gesagt: es hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen!

Eine Schule für Gamer

Infinite Crisis: Unterwegs in London!Die einen werden jetzt hier weiter lesen, weil sie große Fans der Comics und Filme rund um Superman, Batman und weiterer DC-Helden sind. Die anderen hat es hierher verschlagen, weil sie Fans der MOBA-Spiele sind, und aktiv Dota 2 oder League of Legends spielen. Für beide Lager gibt es genug Lesestoff, denn auf dem Event in London konnte ich viele Eindrücke zum neuen MOBA bekommen. Ich selbst bin seit rund 2 1/2 Jahren Spieler von League of Legends und kann einiges an Erfahrung in diesem Genre vorweisen. Wenn auch zuerst abgeschreckt von der Bezeichnung MOBA-School machte ich mich also auf den Weg nach London, um mir dieses neue Spielchen genauer anzugucken. Was ist unter der Hülle aus Superhelden? Kann Infinite Crisis auch mit seinem Gameplay überzeugen?

Zur Einführung in den Tag gab es eine Präsentation von Jeffrey Steefel und Ryan Bednar. Der ausführende Produzent und Lead Designer von Turbine die an Infinite Crisis arbeiten, stellten ihr Spiel vor. Wie seine Genre-Kollegen bietet IC die klassische 3-Lane Map, die hier auf den Namen Gotham Divided hört. Im Gegensatz zu LoL und Dota 2 wird hier nicht Diagonal sondern Horizontal gespielt. Das interessante bei Infinite Crisis ist, dass die erste Map in der Closed Beta Gotham Heights gewesen ist. Diese wird im Conquest Modus gespielt, vergleichbar mit dem Dominion-Modus aus LoL. Wie im Interview auf der folgenden Seite zu lesen ist, wollten die Entwickler so den Spielern selbst die Möglichkeit geben zu entscheiden, welche Map die „Hauptkarte“ wird. Diese Entscheidung ist schließlich wichtig für die späteren Turniere in der E-Sports-Szene. Infinite Crisis ist zum aktuellen Entwicklungsstand der Beta aber bereits in der ESL aktiv und Teams wie Curse und Team Dignitas buhlen um die Vormachtstellung in diesem noch neuen MOBA.

Nach der Präsentation ging es auch schon in die Praxis: Wir Redakteure aus halb Europa durften in einem ersten Match das Spiel testen. Natürlich war es eine Moba-„School“, dementsprechend war nicht jeder Redakteur mit dem Genre vertraut, und die Teams wurden entsprechend gebildet. Nach einer sehr chaotischen Anfangsphase, ohne Jungler und Orientierung machten wir uns auf ins Gefecht. Ein Jungler ist übrigens ein Spieler, der nicht mit einem Kameraden auf der Lane spielt, sondern im Dschungel die neutralen Camps für Erfahrung säubert. In taktisch sinnvollen Momenten geht dieser anschließend auf eine Lane und erzeugt so einen Vorteil durch Überzahl was im besten Fall mit einem Kill für den „Laner“ ausgeht.

Infinite Crisis: Unterwegs in London!

Auf Tuchfühlung mit Infinite Crisis

Da ich keine Ahnung hatte, welcher Superheld oder Schurke welche Rolle ausübt, und in Ermangelung eines Ansprechpartners im Eifer des Gefechts, fiel meine Wahl auf Cyborg. Dieser zeichnete sich durch seine Schuss Reichweite und hohen Schaden aus. Der Malus liegt bei so einem Charakter natürlich in der Widerstandsfähigkeit und Lebenspunkten. Ohne einen anständigen Tank, der den Schaden auf sich zieht, oder einen Support, der die Lebenspunkte regelmäßig auffrischt, ist es schnell zu Ende mit ihm. Durch eine nicht allzu aggressive Spielweise und ein paar Hinweisen eines Mitglieds von Team Dignitas lief die Lane zu meinen Gunsten – trotz einer 2 gegen 1 Situation, da mein französischer Kollege aufgrund eines Fehlers sich schnell aus dem Spiel verabschiedete.

Infinite Crisis: Unterwegs in London!Freunde von MOBA werden sich in Infinite Crisis wohl fühlen – die Tastenbelegung wurde von den Kollegen übernommen, und selbst die Kürzel für Teleport oder den „Summoner Spells“ sind identisch. Vom Spielgefühl würde ich es eher ins Dota 2 Lager einsortieren: Die Möglichkeit schon unterwegs zu shoppen und die Verästelung des Dschungels tun hier viel dafür. Zu Beginn der Open Beta, die übrigens am 14. März beginnt, werden 27 Champions verfügbar sein. In der Präsentation wurden uns auch drei neue Helden vorgestellt, die ab der Open Beta ihren Einzug ins Line-Up feiern: Mecha Superman, Green Arrow und Aquaman. Im Abstand von 3 Wochen sollen neue Helden oder Schurken folgen, und damit das Spielerlebnis vertiefen. Jeder Held hat ein individuelles Skillset, und selbst die unterschiedlichen Versionen von Superman sind grundverschieden. Während Mecha Superman ein waschechter Tank ist, spielt sich der klassische Superman wie eine Mischung aus Bruiser und Magier. Viele Fähigkeiten kommen einem vertraut vor, oder sind sehr intuitiv zu nutzen – schon während des ersten Spiels stieg das Niveau merkbar an.

Der Lerneffekt ist groß, und ein Neuling wird schnell Spaß mit Infinite Crisis haben – Kollegen die vorher nie wirklich ein MOBA gespielt haben, konnten meinen Eindruck bestätigen. Doch wie sich IC mit geübten Spielern mit richtigem Teamplay spielt, ist natürlich nochmal eine andere Sache. Die Spielspaßkurve zeigt nach meiner ersten Einschätzung aber gerade nach oben. Infinite Crisis hat viel Potential, doch ob es sich gegen die äußerst starke Konkurrenz durchsetzen kann, beziehungsweise seinen rechtmäßigen Platz in der Spielergemeinde einnehmen wird, stellt sich im Verlauf des Jahres raus.

Infinite Crisis: Unterwegs in London!

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