Kartenchaos Galore: Die besten Hearthstone Alternativen

KartenChaos-Galore_die-besten-hearthstone-alternativen_headerNachdem wir in den letzten Monaten Gwent Homecoming, den Launch der MTG Arena- und Artifact Open Beta, sowie den finalen Launch von Eternal gesehen haben, stellt sich die Frage: Was taugen die Hearthstone Alternativen? Welcher Titel ist wirklich eigenständig? Welcher tatsächlich free to play? Wir haben uns ins Sammelfieber gestürzt und berichten von unseren Erfahrungen.

Die Übersicht

Der Beginn einer Revolution

KartenChaos Galore_die besten ccgs_Hearthstone_Bild1Seitdem Blizzard 2014 mit Hearthstone das digitale Kartenspiel salonfähig machte, sind unzählige Klone des Erfolgstitels entstanden. Digital CCG oder Collectible Card Game heißt das Genre, das 1993 mit Magic the Gathering auf den Markt kam und 2014 mit Hearthstone ein Zuhause auf dem PC fand. Tatsächlich hatte selbst Magic the Gathering Erfinder Wizards of the Coast seit 1997 ein ums andere Mal versucht, das Kultspiel auf die heimischen Monitore zu bringen. Unter den Versuchen befand sich sogar eine Produktion, für die Sid Meier Feder führte. Allerdings half auch das nichts, denn die Versuche, das Kartenspiel zu digitalisieren, gelangen mehr schlecht als recht.

Erst Blizzard fand das Rezept für digitale Kartenspiele und verfrachtete 2014 kurzerhand ihr beliebtes Kultuniversum Warcraft auf den digitalen Kneipentisch. Mit der aus Rollenspielen bekannten Belohnungsschleife an täglichen Quests und Erfolgen, sowie einem interaktiven Kartentisch, tollem Sounddesign und der gewohnt hochwertigen Synchronisation, erschuf Team 5 eine Blaupause für den Kartenspaß am Rechner. Hearthstone ist bis heute eines der flottesten Sammelkartenspiele, das vor allem durch die Blizzard Formel „easy to learn, hard to master“ überzeugt. Mit stetigem Content-Fluss, verschiedenen Spielmodi von Constructed bis Limited, und deutlichen Vorteilen in Punkto Einsteigerfreundlichkeit und Komfort, stellen digitale Kartenspiele bisweilen einen ernstzunehmenden neuen Industriezweig.

Der anfängliche Hype um Blizzards Titel ist mittlerweile zwar abgeflaut, doch das CCG hat eine regelrechte Renaissance erlebt. Unter den Anwärtern auf Blizzards Kartenthron befindet sich inzwischen auch das eine oder andere Schwergewicht – so z.B. die neueste Magic Portierung MTG Arena und das Witcher Kartenspiel Gwent. Wir haben uns mit Gwent, MTGArena, Eternal, Duelyst, Faeria und Shadowverse an den Kartentisch gesetzt und können eines mit Sicherheit sagen: Noch nie gab es so viel hochwertiges Kartengekloppe, weder auf dem Rechner noch im Kartenregal.

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Magic the Gathering: Arena

KartenChaos Galore_die besten ccgs_MTGA_Bild1Entwicklungsstatus: Open Beta
Einstieg: mittel
Free-to-Play Modell: mittel

Mach schon Platz, ich bin der Landvogt

Magic The Gathering: Arena ist der neuste Versuch, das Urgestein der Kartenspiele endlich auch auf dem PC zum Erfolg zu führen. Klar gab es mit Magic Duels und Magic Online bereits Möglichkeiten, das beliebte Kartenspiel auch digital zu spielen, leider krankten beide an ihren ganz eigenen Problemen. Wo den Duels Spielen, neben dem feinen Polishment eines Hearthstone, auch noch der Tiefgang des eigenen Kartenspiels abhanden ging, fühlte sich Magic Online klobig und altbacken an.

Arena verspricht alle Kinderkrankheiten auszumerzen und ein zeitgenössischer Digital-Port des Klassikers zu werden. Für die unter euch, an denen Magic The Gathering tatsächlich vorbeigegangen ist und ihr es trotzdem hierher geschafft habt, hier die Kurzfassung: Magic ist das Spiel, bei dem ihr euch als mächtige, multiversen-durchquerende Magier gegenseitig Zauber und Kreaturen um die Ohren haut. Das Spiel ist 1993 offiziell erschienen und bekannt für seine sehr spannenden, wenn auch hochkomplexen Matches. Obgleich Magic Potential für unzählige Spielstunden und Variationen bietet, ist es alles andere als einsteigerfreundlich.

Genau hier setzt MTG Arena an und liefert eine an Neulinge angepasste Spielerfahrung. Ihr werdet Schritt für Schritt in die wichtigsten Mechaniken von Magic the Gathering eingeführt, bekommt Hilfe beim Tappen eurer Länder (in Magic müsst ihr eure Manaressourcen händisch auswählen, um Kreaturen zu spielen) sowie Handlungsvorschläge, solltet ihr mal nicht weiter wissen. Besonders der Komfort dieses digitalen Spielassistenten, macht den Einstieg in das komplexe Spiel erstmals überraschend weich. Habt ihr anschließend einige Stunden im Spiel verbracht, oder seid bereits Veteran, könnt ihr auf Knopfdruck in die Standard-Version wechseln. Hier könnt ihr nun jedes Land einzeln zum Manaproduzieren bewegen, oder die Priorität an euren Gegenspieler selbst abgeben.

KartenChaos_Galore_die bestenccgs_MagicMTG Arena ist sich dem oft holprigen Einstieg ins Spiel bewusst und geht gekonnt auf neue Spieler ein. Das anfängliche Tutorial ist kristallklar in seinen Anweisungen und gibt Neulingen eine guten Überblick über den Spielablauf. Nach Abschluss des Tutorials verbringt Arena keine unnötige Zeit mehr damit, eure Hand zu halten und setzt auf die Devise Learning by Doing. Zwar werdet ihr gezwungen, einen Teil eures Anfangsgoldes für den Kauf eines Boosters auszugeben, seid aber ansonsten frei, nach Lust und Laune mit den verschiedenen Spielmodi herumzuexperimentieren – und das sind eine ganze Menge.

Endlich haben es neben dem klassischen Standard Constructed Format, auch die Limited Formate Sealed und Draft in eine vernünftig-aufpolierte, digitale Version des Spiels geschafft. Außerdem lockt Arena mit wechselnden Events, die sich sowohl an Constructed als auch Limited Spieler richten. So könnt ihr beispielsweise Sets draften, die nicht mehr im Standard spielbar sind, oder euch in kompetitiven Turnieren mit anderen Spielern messen.

Endlich gut geklaut!

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Endlich ein Magic im aufgeräumten Hearthstone Design.

Glücklicherweise konnten sich Wizards of the Coast nun doch zum digitalen Kniefall durchringen und nutzen das bewährte Hearthstone Korsett für ihren Client. Mit täglichen Quests schaltet ihr Gold und zufällige Einzelkarten frei. Das verdiente Gold könnt ihr dann entweder direkt in Booster Packs investieren, oder aber als Eintritt für Draft- oder Sealed-Events nutzen. Ähnlich wie bei Eternal schaltet ihr, als Teil der Newplayer Experience, jeden Tag ein neues Deck frei, womit ihr es auf eine ordentliche Anfangs-Sammlung bringt und ganz nebenbei die verschiedenen Farben kennen lernt. Bedauerlicherweise ist keines der Starter Decks gut genug, um direkt in die Ladder einzusteigen. Leider bieten die meisten der vorgefertigten Decks auch keine wirklich spannende Strategie an, außer die Karten auszuspielen, die ihr auf der Hand habt. Hier werden Neulinge im Regen stehen gelassen, denn der Weg vom einem Neueinsteiger zu einem versierten Magic Spieler ist in jedem Falle lang – und könnte deutlich spaßiger ausfallen. Magic Arena scheint sich hier an die bereits vorhandene Community zu wenden und lagert einen erklärenden Teil des Spiels auf die Content Produzenten aus.

Die Preise in MTG Arena sind vertretbar, allerdings keinesfalls so fair wie bei Eternal. Ein klassischer Draft kostet euch 5000 Gold, ein Booster kostet 1000 Gold. Wie beim Papier-Pendant, behaltet ihr alle Karten, die ihr drafted und habt im Triple Eliminataion Format die Chance auf größere Belohnungen. Für Magic Draft Veteranen ist es problemlos möglich, die Sammlung nur durch Drafts zu erweitern, ohne jemals Geld ausgeben zu müssen. Gerade für neue Spieler, oder zumindest solche, die auf weniger Draft Erfahrung zurückgreifen können, dürften die Preise allerdings etwas großzügiger ausfallen. Das Free-to-Play Modell präsentiert sich durch die verschiedenen Events und täglichen Boni etwas generöser als bei Hearthstone, ist allerdings noch lange nicht da, wo es sein sollte. So könnt ihr den Eintritt für kompetitive Drafts ausschließlich mit Echtgeld bezahlen und seid als „semi-kompetitive“ Spieler gezwungen, permanent Geld in das Spiel zu werfen.

Über Magic the Gathering Arena gibt es noch viel zu sagen und diverse Modi zu entdecken. Wenn ihr Interesse an mehr Magic Content habt, dann freut euch auf unsere ausführlichen Einsteiger- und Draft-Guides in den kommenden Tagen.

Fazit

Magic The Gathering Arena, bietet erstmals eine wirklich gut polierte Version des Kultkartenspiels. Nahezu alle Vorzüge des Klassikers haben es in die digitale Fassung geschafft, weshalb Magic the Gathering uns erstmals auch ganz alleine vor den Bildschirm gefesselt hat. Das Preismodell fällt etwas humaner aus als bei Hearthstone, was vorwiegend dem Casual Draft Modus geschuldet ist und dem höheren Goldverdienst pro Tag. Leider lässt MTG:Arena neue Spieler mit zu schlechten Karten auf die Ladder los, was zu Beginn für Frust sorgen kann.

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Gwent – The Witcher Card Game

KartenChaos Galore_die besten ccgs_Gwent Header2Entwicklungsstatus: veröffentlicht

Einstieg: schwer
Free-to-Play Modell: gut

Geralt, Geralt – Geralt, komm nur noch eine Runde! Bitte!

Eine ganze Menge hat sich getan, seit Gwents Tagen als spaßiges, schlecht ausbalanciertes Minispiel in The Witcher 3. Wie schon in dem Minispiel, geht Gwent einen anderen Weg als Hearthstone und Co. und lässt euch in einem drei-ründigen Format gegeneinander antreten. Anders als in traditionellen Kartenspielen, basiert Gwent auf einem indirekten System, somit greift ihr weder direkt an noch müsst ihr Blocker deklarieren. Vielmehr spielt sich Gwent wie eine Art Fantasy-Poker, in der euch nur eine Mischung aus Taktik und Bluffs zum Erfolg führt.

Ähnlich wie beim traditionellen Skat-Blatt ist jeder Gwent Karte eine Punktzahl zugeschrieben – keine Angst, ihr müsst euch nicht für jedes Bild die Punkte merken, die stehen selbstverständlich auf den Karten. Ein Match gewinnt der Spieler, der in drei Runden die meisten Siege erzielt. Eine Runde ist dann zu Ende, wenn keiner der Spieler mehr Karten ausspielen kann, oder sich beide Spieler dazu entschieden haben, zu passen. Der Spieler mit der höheren Gesamtpunktzahl auf dem Brett gewinnt. Tatsächlich ist es in Gwent auch möglich, am Ende einer Runde gleich viele Punkte auf dem Spielbrett zu haben und somit unentschieden zu spielen.

KartenChaos Galore_die besten ccgs_Gwent_Bild23jpgIhr startet die Runde mit zehn Karten auf der Hand und zieht jede Runde drei Karten nach. Habt ihr keine Karte in eurem Deck, die euch zusätzliche Karten ziehen lässt, müsst ihr mit genau diesen 16 Karten gewinnen. Gwent schafft es dabei, das Gefühl vom Setzen beim Pokern, auf seine ganz eigene Art zu erzeugen. Jede Karte ist gleichzeitig euer Blatt und Einsatz. So entscheidet ihr euch vielleicht eine Runde aufzugeben, um in einer späteren zu punkten, oder spielt eine mächtige Karte aus, nur um anschließend die Runde zu passen und den Gegner zum höheren Einsatz zu zwingen. Gwent spielt sich erfrischend anders und verlangt euch eine Menge Hirnschmalz und Weitblick ab. Fast keine Runde fällt einseitig aus, meist fiebert ihr bis zur letzten Karte mit und hofft, bis zum Ende die Nase vorn zu haben.

Kartendoktor statt Doktor Bumm

Eine große Stärke von Gwent ist der geringe Einfluss von Zufall auf eure Performance. Die Decks sind mit 20 bis 45 Karten relativ klein gehalten, sodass ihr über die drei Runden fast alle Karten aus eurem Deck zu Gesicht bekommt. Vor allem, da die verschiedenen Deck-Anführer über bis zu vier Mulligans pro Match verfügen. Obwohl eine gute Hand euch natürlich aus einer brenzligen Lage befreien kann, hält euch eine schlechte Hand selten, bis nie davon ab, euer Deck auszuspielen.

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Qual der Wahl. Habt ihr in eine der Fraktionen investiert, schaltet ihr die Bäume der jeweiligen Anführer frei.

Die aus Hearthstone bekannten Klassenkarten gibt es auch in Gwent, hier sind die Karten in die Fraktionen des Hexer Universums aufgeteilt (Skellige, Nilfgaard, Nördliche Königreiche, Scoia’tael und Monster). In einem großen Stammbaum investiert ihr verdiente Erfolgspunkte in die jeweiligen Fraktionen und ihre Helden.  Inspiriert von den eigenen Rollenspielwurzeln schaltet jeder investierte Erfolgspunkt Erz, Kartenfetzen oder Fässer (Booster) frei. Natürlich findet ihr, abgesehen vom Stammbaum, auch die altbekannten Sammelkarten-Praktiken: Tägliche Quests, Boni für gewonnene Matches, Erfahrungspunkte und einen Arena-Modus.

Die Kombination aus Rollen- und Kartenspielprogression funktioniert fantastisch und motiviert euch, immer wieder in die nächste Runde zu starten. Auch die Kartenpreise sind fair gestaltet, sodass ihr recht schnell die ersten durchschlagskräftigen Decks zusammenbasteln könnt. Wollt ihr allerdings die Premium Versionen der Karten haben, müsst ihr ordentlich Zeit einplanen, oder kurzerhand zum Geldbeutel greifen. Im Gegensatz zur Konkurrenz sind die Premium Karten nicht nur golden, sondern in kleineren Szenen animiert, was wunderschön aussieht. Die Karten sind schon in ihrer normalen Variante fantastisch gezeichnet und fangen zusammen mit den animierten Deck-Anführern und stimmigen Menüs die Hexer-Atmosphäre ausgezeichnet ein.

Fazit

Nach all den Fassungen, die das Gwint Minispiel bis zur aktuellen Gwent Version durchlaufen hat, hat es sich zu einem erstklassigen Kartenspiel gemausert. Das Fantasy-Poker im Witcher Setting spielt sich, wie kein anderes Kartenspiel auf dem Markt und favorisiert knackige Kopfnüsse vor Zufallselementen. Die Matches fallen spannend aus und die große Vielfalt an verschiedenen Strategien und Karten, sorgen für potentiell unendliche Stunden Spielspaß. Ebenso wie schon der große Bruder Witcher 3, verzaubert Gwent mit viel Liebe zum Detail und einer unverbrauchten Präsentation. Gwent beweist, dass große Innovationen aus kleinen Ideen entstehen können.

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Eternal

KartenChaos Galore_die besten ccgs_Eternal Bild1Entwicklungsstatus: veröffentlicht

Einstieg: leicht

Free-to-Play Modell: ausgezeichnet

Magic the Gathering 2.0?

Unter dem Namen Dire Wolf Digital haben sich ehemalige Magic the Gathering Profis, wie Brian Kibbler und Luis Scott-Vargas zusammengetan, um ihre  jahrelange Kartenerfahrung in Spielform zu bringen. Herausgekommen ist eine echte Perle des digitalen Sammelkarten-Marktes. Auch wenn Eternal zunächst wie ein unscheinbarer Magic Klon daherkommt und sicherlich kreativer hätte benannt werden können, überzeugt der Titel auf ganzer Linie. Jeder Designentscheidung ist anzumerken, dass es sich hier um ein Spiel von Spielern für Spieler handelt. Zwar bringt Eternals Artstyle genauso Großartiges wie Abscheuliches hervor, dahinter verbirgt sich aber ein außergewöhnliches Kartenspiel.

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Knifflig. Blockt ihr die giftige Spinne, damit sie euren Kreaturen später nicht mehr im Weg steht?

Eternal ist im Gegensatz zu Hearthstone kein Angreifer-, sondern ein Verteidiger-Spiel: Das heißt, der verteidigenden Spieler wählt aus, ob und mit welchen Kreaturen geblockt wird. Das ist allerdings nicht die einzige Parallele zu Magic the Gathering, so sind die Karten in Eternal fünf verschiedenen Fraktionen (Farben) zugeteilt. Euer Manapool erweitert sich nicht automatisch, sondern muss mit den entsprechenden Sigil-Karten gefüllt werden. Ähnlich wie bei Magic spielt es dabei eine Rolle, ob ihr die richtigen Farben für eure Karten zieht. Um den sogenannten Manascrew (eine Situation in der ihr zuviel oder zuwenig Manakarten in der Hand haltet) zu vermeiden, baut Eternal auf die Stärken des digitalen Spielens. Entscheidet ihr euch, eure Anfangshand nicht zu halten, garantiert euch der Algorithmus eine Hand mit mindestens zwei, maximal fünf Manakarten. Ergänzt um einige frische Keywords und diverse, auf das digitale Spielen angepasste Modi, präsentiert sich Eternal wie ein perfekt ausbalanciertes Magic the Gathering im Hearthstone Skin.

Nicht nur sind die Karten im Ladder System gut ausbalanciert und sorgen für spannende Matches, das Spiel gibt euch auch die Möglichkeit, einen vier Booster Draft zu spielen. Die Karten, die ihr draftet, dürft ihr behalten und die Belohnungen für Siege sind saftig. Zusätzlich erhaltet ihr für jedes geöffnete Booster in Eternal 100 Fragmente noch oben drauf, die ihr in das Crafting neuer Karten investiert (gilt auch für Drafts). Fühlt ihr euch noch nicht bereit für den Draft gegen andere Spieler, könnt ihr in der Schmiede üben. Die Schmiede funktioniert genauso wie die Arena in Hearthstone, nur dass ihr nicht gegen Mitspieler sondern gegen die KI spielt. Zusätzlich gibt es dann noch das Gauntlet, in dem ihr im Double Elimination Format euer Constructed Deck ausprobieren könnt. Sowohl Schmiede als auch Gauntlet winken mit Belohnungen – und selbstverständlich dürft ihr bei Eternal auch die in der Schmiede ausgewählten Karten für eure Sammlung behalten.

KartenChaos Galore_die besten ccgs_eternal_draftEternal verliert keine Zeit mit überflüssigem Schnick Schnack und konzentriert sich darauf, die Stärken des Altmeisters Magic weiter auszubauen und für den PC zu optimieren. Gerade in den Limited Formaten macht sich die jahrelange Spieler-Erfahrung der Macher bemerkbar. So müsst ihr genauso knifflige Entscheidungen treffen wie bei Magic, könnt aber auch als Neulinge schnell mitmischen, da das vier Booster Format recht viel verzeiht.

Neben dem fantastischen Draft Format steckt Eternal auch in Punkto Free-to-play die Konkurrenz locker flockig in die Tasche.  Im aktuellen Kartenspiel Markt gibt es keinen anderen Titel, der fairer mit seinen Spielern umgeht. Zwar könnt ihr neben den Karten auch diverse Skins im Shop erwerben, aber der Griff zum Geldbeutel ist bei Eternal absolut keine Notwendigkeit. Nach nur wenigen Spielstunden erzielt ihr im Draft die ersten Erfolge und werdet dafür reichlich belohnt. Nicht nur, dass ihr alle Karten behaltet und somit den Eintrittspreis in Boosterpacks schnell wieder raus habt, ihr macht schon nach drei Siegen Plus. Außerdem bekommt ihr für den Sieg des Tages kein Gold, sondern gleich ein ganzes Booster ausgehändigt und auch mit vorgefertigten Decks geizt Eternal nicht. Die Starter Decks enthalten teilweise sogar wichtige Legendaries – So müsste Free-to-Play immer aussehen.

Fazit

Alles in allem erfindet Eternal das Rad nicht neu, macht es aber besser. Gerade Spieler die Spaß an Magic the Gathering oder Hearthstone haben, sollten unbedingt mal einen Blick auf die zahlreichen Eternal Spielmodi werfen. Egal ob ihr Constructed oder Limited spielen wollt, Eternal bietet genügend Events, um euch für lange Zeit bei Laune zu halten. Die Karten sind spannend, die Strategien endlos und das Draft Umfeld erstklassig. Der Zeichenstil mag nicht jeden Geschmack treffen, spielerisch dürfen sich aber alle anderen Kartenspiele gern gleich zwei bis drei Scheiben bei Eternal abschneiden.

 

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Duelyst

KartenChaos Galore_die besten ccgs_Duelyst_Bild2Entwicklungsstand: veröffentlicht

Einstieg: mittel

Free-to-Play Modell: schlecht

Monster Schach

Duelyst ist Hearthstones Kind. Die verwandte DNA ist allgegenwärtig, vom Menü Layout, über das Free-to-Play Modell bis hin zu den Spezialfähigkeiten eurer Schergen. Kurz, alles was Heartstone macht, macht Duelyst auch – nur besser anders. Als Duelyst 2016 in die Open Beta gestartet ist, waren die Stimmen der Kartenspieler laut, die hinter Duelyst einen waschechten Hearthstone-Killer vermuteten. Inzwischen ist der anfängliche Goldrausch lange abgeebbt und es ist wieder ruhig um den Titel geworden. Zum einen hängt das natürlich mit der wachsenden Menge an Konkurrenten zusammen, zum anderen sind Duelysts Stärken gleichzeitig seine großen Schwächen. Aber eins nach dem anderen.

Duelyst ist Hearthstone – und es ist es eben auch nicht. Anstatt nur einen neuen Skin auf die bewährte Formel zu kleben, kopiert Duelyst genau da, wo es sinnvoll ist und innoviert, wo es notwendig wird. Das Ziel bleibt das selbe, ihr müsst die 25 Lebenspunkte des gegnerischen Generals auf Null setzten. Dabei zieht ihr Karten, beschwört Monster und sprecht Zauber, oder nutzt eure Heldenfähigkeit. Ebenso wie in Blizzards Erfolgstitel sind die Karten, die euch zur Verfügung stehen, in Klassen unterteilt. Die sieben Fraktionen genannten Spielstile unterscheiden sich dabei von Grund auf und bieten eine Menge Raum für kreatives Deckbuilding. So rücken die edlen Lyonar ihren Feinden mit Stärke und Resilienz zu Leibe, während die Vanar auf Kontrolle über Removal und Fallen setzen. Im Gegensatz zum Kartenspielkanon zieht ihr bei Duelyst am Ende des Zuges eine Karte und könnt so schon im gegnerischen Zug eure Ressourcen gut überblicken. Als zusätzliche Mechanik trumpft Duelyst mit der Möglichkeit auf, einmal pro Zug eine Karte wieder zurück ins Deck zu schicken und eine neue zu ziehen.

KartenChaos Galore_Duelyst_Bild1Pixeltaktik vom Feinsten

So weit so klassisch. Das Kernstück von Duelyst ist allerdings das Spielfeld selbst. Ihr sitzt nicht wie gewohnt gemütlich am Kartentisch, sondern platziert eure Kreaturen ebenso wie die Generäle auf einem richtigen Spielbrett. Ähnlich wie bei Fire Emblem, bewegt ihr die Einheiten auf einem Kästchenfeld. Airdrop Einheiten können überall auf dem Spielfeld platziert werden, Bodentruppen allerdings nur in einem Radius um euren General. Das Resultat ist ein eleganter Hybrid aus Deckbuilding, Strategie und im Eifer des Gefechts getroffenen, taktischen Entscheidungen.

Der Genre-Mix fühlt sich intuitiv passend an und fesselt durch den hinzugewonnen Tiefgang. Traditionelle Kartenspielmechaniken wie Spott passen sich hervorragend an das drei dimensionale Spielfeld an. Üblicherweise müssen alle gegnerischen Einheiten zunächst die Spott-Karte angreifen, bei Duelyst lassen sich natürlich nur die unmittelbar anliegenden Einheiten verhöhnen. Vorsichtige und überlegte Positionierung eurer Schergen ist also der Schlüssel zum Erfolg.

Counterplay Games nutzt diesen Kniff clever, um sich diverse interessante Fähigkeiten auszudenken. Infiltrator Einheiten machen mehr Schaden in der gegnerischen Hälfte des Spielfeldes, während Fernkämpfer von überall aus angreifen können. Auch die Generäle spielen die taktischen Tiefe des Schlachtfelds voll aus. So kann der Songhai Anführer, seine Einheiten über kurze Distanzen teleportieren und für den tödlichen Backstab in Position bringen. Der Magmar General, ein Dinosaurier, bufft seinen eigenen Schaden, um alles zu zerreißen, was ihm vor die Klauen kommt. Außerdem legt er Eier.

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Wimmelbild. Die kleinen Bilder und Pixelwesen erfordern etwas Eingewöhnung, sehen aber toll aus.

Duelyst brilliert ins Besondere in Bezug auf die Fülle an interessanten und wichtigen Entscheidungen, die ihr während einer Partie treffen müsst. Die Präsentation ist in einem liebevollen Pixelook gehalten und setzt sich ebenso wie die frische Spielweise von der Konkurrenz ab. Allerdings fällt es schwerer eine Bindung zu den kleinen Pixelmännchen auf den Karten aufzubauen, als zu großen Artworks. Das ist tatsächlich auch eine Schwäche von Duelyst. Zwar weiß der Pixellook auf dem Schlachtfeld durchaus zu gefallen, macht den Einstieg in die eigene Sammlung allerdings unzugänglich. Richtet ihr euch sonst vielleicht erstmal nach eurem Lieblings-Artwork, kann das bunte Gewusel beim ersten Blick in die Sammlung abschrecken.

Fazit

Die Spielmodi sind traditionell gehalten, so gibt es eine Constructed ladder und eine Hearthstone-eske Arena, sowie Einzelspieler Herausforderungen. Das Fehlen eines Booster Drafts macht sich vor allem beim Aufbau der eigenen Sammlung bemerkbar. Auch wenn ihr bei Duelyst selbst mit einem kleinen Kartenpool relativ erfolgreich sein könnt, ist das Free-to-Play Modell so konservativ, dass ihr auf kurz oder lang zum Geldbeutel greifen müsst. Bedauerlicherweise sind auch die Echtgeldpreise so horrend hoch, dass wir uns nicht dazu durchringen konnten, in das ansonsten großartige Spiel zu investieren.

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Shadowverse

KartenChaos Galore_die besten ccgs_Shadowverse_Bild1Entwicklungsstatus: veröffentlicht

Einstieg: schwer

Free-to-Play Modell: schlecht

Alles nur geklaut?

Shadowverse ist ein ungewöhnliches Biest. Wohl kaum ein anderes Kartenspiel ist soviel in Bewegung wie der Cygames Titel. Neue Sets und Karten erscheinen häufiger als bei der Konkurrenz und jeden Monat gibt es eine vom Entwickler veröffentliche Reflexion der aktuellen Meta und Balance des Spiels. In dem immer veränderlichen Spielumfeld von Shadowverse kommt eigentlich nie Langeweile auf. Stetig gibt es neue Puzzle für die Spieler zu lösen und neue Kopfnüsse zu knacken, was Shadowverse zu einem hoch attraktiven Titel für engagierte Spieler macht.

Zwar besticht Shadowverse nicht durch freche Innovationen, weiß sich aber dennoch von der Konkurrenz abzuheben. Shadowverse präsentiert sich in einem Fantasy-Anime-Artstyle, der gelegentlich bekannte Figuren, aus japanischen Spielen wie Grandblue Fantasy, Rage of Bahamut oder sogar Street Fighter aufgreift. Natürlich bleibt die traditionelle Riege an leicht bekleideten Jungen Damen auch nicht aus – Sechs der acht spielbaren Rassen sind Mädchen und junge Frauen im geschätzten Alter von 12 bis 20. Stört ihr euch an dem bunten Anime-Mix aus Fabelwesen und textilaversen Damen, dürfte euch das Fantasypotpourri nicht schmecken.

Schreckt euch der Stil von Shadowverse allerdings nicht ab, oder trifft sogar genau euren Geschmack, dann findet ihr hier eine Fülle an wunderschön designten Karten. Ja, man muss schon wirklich ganz genau suchen, um bei Shadowverse eine Karte zu finden die kein visuelles Spektakel ist.KartenChaos_Galore_die besten ccgs_shadowverseTatsächlich sehen auch die noch so mieseligen Common Karten hier glorreicher aus, als noch so manches Legendary bei der Konkurrenz. Von herrlichen Drachen, deren mächtige Leiber mit unzähligen funkelnden Schuppen übersät sind, über Engel eingehüllt in unmöglich fluoreszierendes Metall, zu muskelbepakten Dämonen, umzüngelt von tiefschwarzen Flammen, Shadowverse feierte alle Fantasy und Anime Klischees in einem bunten Feuerwerk ab.

Die nächste Stufe der Evolution

Spielerisch basiert Shadowverse fast eins zu eins auf der Hearthstone Formula – verleiht der Spielmechanik aber einen entscheidenden Twist: Evolution. Jede einzelne Kreatur im Spiel kann durch die Ausgabe von sogenannten Evolutionspunkten verbessert werden. Spielt ihr zuerst, dann habt ihr zwei Evolutionspunkte zur Verfügung, die ihr ab Runde fünf nutzen könnt. Zieht ihr zuerst, könnt ihr ganze drei Entwicklungen durchführen und das bereits ab Runde vier.

Jedes CCG ist am Ende eine Schlacht der Ressourcen. In der Summe aus euren Lebenspunkte, den Kreaturen auf dem Spielbrett und den Karten auf eurer Hand, ergeben sich eure verfügbaren Mittel, die ihr weise gegen euren Widersacher einsetzen müsst. Allerdings ist wohl kaum eine Ressource so wichtig wie die Evolutionspunkte in Shadowverse. Eine gut getimte Entwicklung kann über den Ausgang der Partie entscheiden und das merkt man beim Spielen sofort. Kaum flackern die Worte „Entwicklung möglich“ über den Bildschirm, verwandelt sich das Kartenspiel in einen Western Showdown. Gebt ihr zuerst nach, oder euer Gegner? Könnt ihr den Gegner vielleicht dazu zwingen, eine Kreatur im falschen Moment zu erweitern, oder verschießt ihr euer eigenes Pulver zu früh?

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Bemerkenswert. Ab Runde fünf ändert sich Atmosphäre des Matches spührbar.

Die Evolutionsmechanik hält euch immer auf trapp und funktioniert gleichzeitig als intelligente Feder, einseitige Runden weitestgehend zu verhindern. Auch die Präsentation der Entwicklungen weiß zu gefallen, so erzählen die meisten Karten mit ihren zwei Bildern eine richtige kleine Geschichte. Beispielsweise bleckt sich ein vermeintlich schüchterner Vampir plötzlich seine scharfen Eckzähne, oder ein einfacher Dorfbewohner wird zum Werwolf.

Auch die verschiedenen Klassen spielen sich größtenteils frisch und kombinieren gekonnt altbekannte Spielstile. Als Bloodcrafter entscheidet ihr euch für eine High-risk high-reward-Spielweise, die euch dafür belohnt, unter 10 Lebenspunkte zu fallen. Mit Karten, die euch selbst Schaden zufügen, manipuliert ihr euren eigenen Lebenspunkte-Haushalt, um die Vengeance Fähigkeit auszulösen. Vengeance gibt euren Kreaturen spezielle Fähigkeiten wie Lebensraub oder Gift und veranlasst eure Zauber, zusätzlich zu ihrem eigentlichen Effekt, Kreaturen zu beschwören.

Die Stärke von Shadowverse liegt eindeutig auf der gut ausbalancierten und immer frischen Vielspieler-Erfahrung. Leider ist das gleichzeitig das größte Problem des Titels. Wo Hearthstone immer eine gute Balance aus starken Commons und Legendaries wart, sind viele Legendaries in Shadowverse so mächtig, dass es nur äußert schwer möglich ist, als Free-to-play-Spieler oben mitzuspielen. Einige der seltenen Karten sind beispielsweise in der Lage sechs, sieben, oder sogar zehn Schaden aus dem absoluten Nichts heraus zu verteilen. Das wäre in etwas so, als würde der Feuerball in Hearthstone plötzlich 10 Schaden machen. Hinzukommt, dass die Schnelllebigkeit des Titels gerade neue oder wiederkehrende Spieler auf die Probe stellt. Zwar sind die Entwickler recht generös mit Packs und stellen reichlich Karten zur Verfügung, setzen den Fokus aber ganz klar auf die legendären Karten.

Fazit

Wer Lust auf Setting und Artstyle des bunten Kartenspiels hat und auf mächtige Legendaries steh,t sollte definitiv einen Blick auf Shadowverse riskieren.Die Evolutionsmechanik ist ein intelligenter Kniff, erweitert eine eine altbewehrte Formel sinnvoll, und sorgt für taktischen Tiefgang. Wie unser Vergleich zeigt, ist die Konkurrenz allerdings so stark, dass sich der Blick auch wirklich nur dann lohnt, wenn euch der Titel sowieso schon anspricht und ihr gern viel Zeit und Hirnschmalz investiert.

 

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Faeria

KartenChaos Galore_Faeria_die besten ccgs_Bild1Entwicklungsstand: veröffentlicht

Einstieg: gut

Free-to-play Modell: gut

Ein Sammelkarten-Brettspiel?

Als letzten Anwärter auf den Hearthstone-Thron haben wir uns Faeria ausgesucht, einen Kartenspiel-Brettspiel Hybriden. Faeria löste zu Beginn seiner Open Beta einen kleinen Hype aus und verzeichnete innerhalb der ersten Wochen schon eine halbe Millionen Downloads bei Steam. Der Entwickler Abrakam SA, bewirbt ihr märchenhaft designtes Spiel als den Hybriden aus einem klassischen Sammelkartenspiel und einem sogenannten Living Board Game. Gemeint ist die Notwendigkeit, bei Faeria eurer eigenes Spielfeld, während des Matches, selbst zusammen zu bauen. Ihr habt die Wahl aus verschiedenen Landtypen wie Wald oder Wüste, die ihr strategisch platziert. Die meisten eurer Kreaturen sind Bewohner einer bestimmten Umgebung, demnach könnt ihr die Wasserschildkröte nicht einfach in die Wüste setzen. Um die knuddeligen Wesen aus Faeria auszuspielen, benötigt ihr die namensgebende Ressource Faeria, die ihr am Rundenanfang oder durch die vier Brunnen auf dem Spielfeld erhaltet.

KartenChaos Galore_die besten ccgs_faeria_Bild4Das Spannende an dem Hybrid-Konzept ist die Vielseitigkeit der Runden. Anders als bei Duelyst verschmelzen die beiden Mechaniken nicht zu einer neuen Erfahrung, sondern bleiben für sich genommen stehen. Ihr spielt stehts um die Kontrolle des Feldes und der vorhandenen Ressourcen, und währenddessen Magic the Gathering. Die Interaktion zwischen Kreaturen und Landmasse, funktioniert dabei ähnlich, wie das Mana in Magic. Spielt ihr zum Beispiel ein grünes Deck und setzt auf die schnelle Expansion eurer Wälder, könnt ihr in einem späteren Zug den Oak Father spielen, der wiederum mit der Anzahl an grünen Länderein stärker wird. Tatsächlich spielen sich die meisten Decks in Faeria ganz ähnlich wie die Archetypen im großen Vorbild, mit dem Unterschied, dass die Landmasse hier tatsächlich existiert.

Alles zauberhaft im Feenland?

Es ist nicht schwer, Faerias Stärken ausfindig zu machen. Obgleich keine der Ideen wirklich frisch ist, fühlt sich das Spiel extrem hochwertig und clever an. Während die Duelyst Macher an Hearthstone angelegt haben, um mit dem Gedanken zu arbeiten: „Was wäre, wenn wir genau das machen, nur auf einem Spielbrett mit taktischen Elementen.“ orientieren sich die Faeria Macher stärker an Magic und fragen: „Was wäre, wenn wir das machen, aber auf einem Spielbrett und das Spielbrett entsteht erst während des Spielens und einige der Kreaturen können durch das Brett schwimmen, andere darüber hinweg fliegen?“ Faeria ist voll mit kleinen Spielereien und interessanten Kniffen, die die Magic Formel gekonnt aufbohren.

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Wie im Märchen. Karten- und Menüdesign in Faeria gehört zum Besten auf dem Markt.

Bedauerlicherweise nimmt die Erzählung von Faeria, wie die meisten Märchen kein glückliches Ende. Viele der Matches, selbst zwischen ausgeglichenen Decks und Gegnern, sind viel zu früh entschieden und das Spiel knausert mit den Crafting-Materialien wie Onkel Dagobert. Während ihr die ersten 20 Level noch wesentlich generöser mit Kisten beschenkt werdet, ebbt der Kartenfluss danach abrupt ab.

Fazit

Faeria ist ein liebevolles Kartenspiel, dass sich außergewöhnlich poliert und durchdacht anfühlt. Leider bremsen die zu schnell, zu einseitig ausfallenden Matches den Spielspaß aus und auch das Free-to-Play Modell muss sich leider hinter der Konkurrenz verstecken. Gerade für Magic Fans, die auf der Suche nach einem frischen Impuls sind lohnt sich die Reise ins Feenland aber dennoch.

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