Metal Gear Solid V: The Phantom Pain – Alles was wir bisher wissen

Hideo Kojima, seines Zeichens Mastermind hinter der Metal Gear Solid-Reihe hat Wort gehalten und die bisher nur auf der E3 hinter verschlossenen Türen gezeigte 30-minütige Gameplay-Demo zu Metal Gear Solid V: The Phantom Pain der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Darin sehen wir wie Big Boss aka Naked Snake aka Punished Snake aka Venom Snake eine Basis infiltriert und dabei einen ganzen Haufen neuer oder altbekannter Gadgets verwendet. Aber seht selbst:

Im Video gibt es ja einiges zu sehen. Wir möchten das Ganze an dieser Stelle nochmal für euch zusammenfassen. Die Story von Metal Gear Solid ist komplex und selten entspricht der Release der Spiele der Chronologie in Hideo Kojimas Kosmos. Also nur soviel zur Geschichte: Metal Gear Solid V: The Phantom Pain spielt im Jahr 1984, 9 Jahre nach den Ereignissen in Metal Gear Solid V: Ground Zeroes und 11 Jahre vor dem ersten Spiel der Reihe Metal Gear. Nach Ground Zeroes lag der Protagonist Big Boss im Koma und wacht nun wieder auf, besorgt sich einen Roboterarm, gründet eine Söldnertruppe und führt die komplizierte Storyline der Spiele weiter. Interessant ist hier besonders der Hauptcharakter selbst, denn wie sich die älteren unter euch erinnern werden, ist Big Boss im ersten Metal Gear nicht etwa der Held, sondern der Endgegner. Metal Gear Solid V The Phantom Pain – Alles was wir bisher wissenKojima selbst nannte Snake einen „gefallenen Dämon“ und The Phantom Pain die „Beschreibung seines Untergangs“. Aber damit genug zur Geschichte. Wir haben im Folgenden mal alle interessanten Fakten zu Metal Gear Solid V: The Phantom Pain zusammengefasst, unabhängig davon, ob es sich um Neuerungen handelt oder nicht:

-Das Spiel bietet als erstes der kompletten Reihe ein Open-World-Setting, mit einem Tag- und Nacht-Wechsel und dynamischem Wetter

-Big Boss trägt eine iDroid bei sich, die dem Spieler erlaubt, die Karte des jeweiligen Areals zu sehen, Missionsinformationen zu erhalten oder auch einen Helikopter zur Extraktion anzufordern

Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain-Mithilfe des Fernglases ist es möglich, Feinde aus der Entfernung zu erkennen und zu markieren. Einmal markiert, kann der Spieler die feindliche Silhouette auch durch Wände und auf der Karte erkennen. Wer will, kann dieses Feature aber in den Optionen abschalten.

-Im Fernglas befindet sich außerdem ein Mikrofon mit dem Big Boss auch weit entfernte Konversationen abhören kann. Über das Mikro können auch Informationen über angepeilte Dinge in der Umgebung erhalten werden.

-Wird Big Boss von einem Feind entdeckt, wird nicht sofort der Alarm-Status ausgelöst. Stattdessen kriegt der Spieler die Möglichkeit den Fehler wiedergutzumachen. Ist er schnell genug, kann er der Reflex Mode ausgelöst werden, der die Zeit verlangsamt und es erlaubt, den jeweiligen Gegner auszuschalten, bevor der Alarm ausgelöst wird. Auch dieses Feature kann auf Wunsch in den Optionen ausgeschaltet werden.

-In Phantom Pain hat Big Boss außerdem einige neue Moves. So kann er über kleine Schluchten springen, in die Bauchlage hechten und Gegnern mit neuen CQC-Kampftechniken ausschalten. Auch ist es jetzt möglich Waffen der Gegner zu verwenden.

-Das Verhör-System aus Metal Gear Solid 3/Metal Gear Solid 4 ist wieder da. Wenn Big Boss mit der Waffe auch einen unachtsamen Gegner zielt, gibt es verschiedene Möglichkeiten weiter zu verfahren, sei es ihm zu befehlen, sich auf den Boden zu legen, Verstärkung zu rufen oder ihn zu befragen, um nützliche oder auch komplett nutzlose Informationen für die Mission zu erhalten.

Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain-Im Spiel existieren viele verschiedene Transportmöglichkeiten wie reiten, auf gestohlenen Jeeps fahren, sich im hinteren Teil eines gegnerischen Trucks verstecken, den Helikopter benutzen oder einfach laufen. Jede Möglichkeit hat ihre Vor- und Nachteile, so ist bei lauten Fortbewegungsmitteln beispielsweise die Gefahr groß, dass Gegner angezogen werden.

-Das Open-World-Setting erlaubt es dem Spieler, selbst zu entscheiden, wie er mit einer Mission umgehen will, ob er seine Ziele zum Beispiel während einer regnerischen Nacht oder während eines Sandsturms bei hellem Tageslicht erledigen will.

-Anders als in früheren Metal Gear-Spielen ähnelt die Missionsstruktur von Metal Gear Solid V: The Phantom Pain eher einem GTA. Jede Mission, oder Episode, kann eine unabhängige Geschichte haben, die aber zur Gesamtstory beiträgt. Laut Hideo Kojima kann jede Mission, jede Episode, jederzeit gespielt werden.

-Ein neues Gadget ist die Phantom-Zigarre, die es Big Boss erlaubt, die Zeit schnell vorbeigehen zu lassen, ohne sich von der Stelle zu bewegen. Damit wird die Planung von Missionen vereinfacht, da es möglich ist, die Zeit durch das Rauchen schnell rumgehen zu lassen, um eine Mission nachts zu starten.

Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain-Der Spieler wird an manchen Punkten des Spiels über das Leben oder Sterben eines Charakters entscheiden können – eine Entscheidung die für den weiteren Verlauf der Handlung relevant sein kann.

-Das beliebteste Item von allen, die Kiste, ist auch wieder mit dabei. Nach einmaliger Anforderung permanent verwendbar, kann Big Boss nun auch oben aus der Kiste herausspringen für Überraschungsattacken oder, falls ein Gegner die umherwandelnde Kiste bemerkt hat, aus einer Seite in Deckung hechten und von dort, den misstrauischen Gegner bei seiner Untersuchung der Kiste erledigen.

-Auch zur Ablenkung an  eine Wand zu klopfen ist möglich. Gegner können damit angelockt und schnell an der Wand ausgeschaltet werden. Ist gerade keine Wand verfügbar, kann Big Boss seine neue Armprothese benutzen um ähnliche Geräusche zu erzeugen.

-Das Fulton Recovery System aus Peace Walker kehrt zurück. Ausgeschaltete Gegner können fix per Ballon zur Mother Base transportiert und für die eigene Sache rekrutiert werden. Auch können damit Container, Fahrzeuge oder auch Schafe extrahiert werden.

Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain-Anders als noch in Metal Gear Solid: Peace Walker hat das Fulton Recovery System jetzt eine Erfolgsrate. Normalerweise liegt die so um 80%, kann aber vom Wetter oder der Umgebung beeinflusst werden. In Gebäuden liegt die Erfolgsrate zum Beispiel selbstverständlich bei 0%.

-Und zuletzt, Big Boss hat die Möglichkeit Hilfe von Mother Base anzufordern. So kann der Spieler Soldaten rufen, um schon vor der Mission Informationen über Gegner und Areale zu sammeln.

Zum Thema Mother Base gibt es auch noch einige Informationen, so gibt es zusätzlich zur normalen Gameplay-Demo noch ein 5-minütiges Video, das Big Boss auf der Mother Base zeigt. Diese ist jetzt nämlich voll begehbar und kann durch im Feld gefundenes Material ausgebaut werden. Durch diese Möglichkeiten soll die Basis bei jedem Spieler anders aussehen und anders gesichert sein. Mother Base kann auch während der Missionen über die iDroid gemanaged werden. Metal Gear Solid 5: The Phantom PainAber Verteidigung ist wichtig, denn die Basis kann auch angegriffen werden und das nicht nur von NPCs, sondern auch von anderen Spielern. Ob das Ganze ähnlich wie eine Invasion in Dark Souls abläuft ist bisher noch nicht ganz klar. Sich in der eigenen Basis auskennen, wird aber definitiv ausschlaggebend für die Verteidigung sein. Das besagte Video seht ihr hier:

 

Puh, gleich so viele Infos auf einmal. Kauft ihr Metal Gear Solid V: The Phantom Pain sowieso, weil ihr eh Fans von Kojimas Werken seid oder wird Phantom Pain möglicherweise euer erstes Metal Gear-Spiel? Oder seid ihr ganz auf der anderen Seite und könnt mit dem Titel gar nichts anfangen? Schreibt es in die Kommentare.

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