Special: Gaming-Monitore – Das müsst ihr beim Kauf beachten

Special-Gaming-Monitore---Das-muesst-ihr-beim-Kauf-beachten-Thumbnail-2Welcher Gamer kennt das nicht? Ihr steckt gerade in einem aufregenden und mitreißenden Kampf und auf einmal seid ihr tot. Dies ist besonders ärgerlich, wenn euch nicht die eigenen Fehler den Kopf gekostet haben, sondern die Hardware nicht hinterher kam. Insbesondere beim Kauf von Monitoren könnt ihr einige Fehler machen, die euch am Ende den letzten Nerv kosten. Wir haben für euch die wichtigsten einige Kriterien zusammengetragen, die ihr beim Kauf eines Gaming-Monitors unbedingt beachten müsst.


Die Reaktionszeit

Special-Gaming-Monitore-Reaktionszeit

 

Wenn ihr euch nach Monitoren umschaut, findet ihr häufig die Begriffe Reaktionszeit, Response Time oder auch Bildaufbauzeit, in den Produktbeschreibungen. Grundlegend beschreibt der Wert wie schnell die Pixel eures Monitors einen Farbwechsel vornehmen können. Gemessen werden die Zeiten meist über schwarz zu weiß oder grau zu grau Wechsel. Womit schon deutlich wird, dass ein Monitor nie nur eine Reaktionszeit aufweißt, auch wenn die bei der Werbung von Monitore gerne mal missbraucht wird.

Bleibt natürlich die Frage: Warum ist das fürs Gaming wichtig? Die Antwort ist recht simpel, denn je mehr Bilder in der Sekunde(Hertz) eurer Monitor schafft, desto weniger Zeit verweilt ein Bild auf eurem Monitor, was bedeutet, dass die Pixel schneller zwischen den einzelnen Bildern umschalten müssen. Ist die Reaktionszeit dabei zu hoch kann es zum sogenannten Ghosting kommen, welches gerne zu verhassten Schlierenbildungen und doppelten Konturen führt. Um euch hier einen Anhaltspunkt zu geben: Ein 144 Hz Monitor sollte mindestens eine Reaktionszeit von unter 7 Millisekunden haben und ein 120Hz Monitor von unter 8 Millisekunden. Denn gerade in Online-Multiplayer-Spielen können die Darstellungsprobleme den Unterschied zwischen Champion und Looser ausmachen. Damit gilt vor allem für uns Gamer: Je schneller (niedriger) die Reaktionszeit bei Monitoren umso besser.

Unser Tipp: Mittlerweile gibt es Portale, Testseiten und Foren, in den ihr euch vor dem Kauf informieren könnt. Besucht aber am besten immer mehr als eine Seite, denn je nach Messmethode können auch hier die Werte schwanken.


Die Hertzzahl

Herz

144Hz genau richtig für Gamer?

Die meisten Bildschirme haben die handelsübliche Bildwiederholfrequenz von 60 Hertz. Doch was bedeutet das eigentlich? Bei der Hertz-Angabe geht es darum, wie viele Bilder pro Sekunde der Monitor wiedergeben kann. Hier gilt in der Theorie der Grundsatz: „Je höher die Hertzzahl, desto flüssiger das Bild“. Jeder kennt noch das Daumenkino von früher. Wenn ihr das Daumenkino langsamer durchblättert oder einige Bilder aus der Reihe entfernt, bekommt ihr einen ruckeligen und viel weniger unterhaltsamen Film geboten.  So ähnlich ist das auch bei der Angabe von Hertz-Werten. Wenn ihr 60 Bilder pro Sekunde bzw. 60Hz bekommt, läuft das Bild als flüssiger als bei 30 Hz.

Viele Gaming-Monitore wie zum Beispiel von Iiyama , die auf dem Markt sind, haben mittlerweile weit mehr als 60Hz, teilweise das Doppelte oder auch mal 144 Hz. Nun streiten sich die Experten, ob das menschliche Auge überhaupt mehr als 60 Bilder pro Sekunde wahrnehmen kann. Fest steht jedoch, dass ein Spiel welches auf 144 Hz läuft, einfach flüssiger wirkt. Dies kann gerade bei Shootern und Echtzeit-Strategiespielen, die eine niedrige Reaktionszeit erfordern, von Vorteil sein. Möglicherweise könnt ihr mit besserem Monitor wenige Bruchteile früher auf einen Gegner oder ein Hindernis reagieren. Manchmal macht das den Unterschied.


Größe – Bilddiagonale (Zoll)

Special-Gaming-Monitore-bilddiagonale

Gaming-Monitore liegen meist zwischen 24 und 27 Zoll. Für alles darüber braucht ihr schon etwas mehr Platz auf dem Schreibtisch

Natürlich ist nicht nur die Leistungsfähigkeit ein schlagendes Kaufargument, sondern auch die Größe des neuen Monitors. Da ihr beim Zocken am PC immer recht nah an dem Bildschirm sitzt, ist die Devise beim Gaming-Monitor nicht unbedingt, je größer desto besser. Gerade die Bilddiagonale fällt klar in die Kategorie Geschmacksfrage. Trotzdem solltet ihr bedenken, dass es gerade bei einem zu großen Monitor vorkommen kann, dass ihr aufgrund des eigenen Sichtfeldes schnell mal den Überblick verliert und vor dem Bildschirm wie bei einem Tennismatch sitzt. Deswegen haben sich bei den gängigen Gaming-Monitoren heutzutage Bildschirmdiagonale von 24–27 Zoll (etwa 61–69 cm) eingebürgert.


Das Seitenverhältnis und Curved

Das gängige Format fürs Gaming ist 16:9. Es gibt einige Monitore, die ein Ultra-Wide-Format bieten. Dieses wird gerade in Kombination mit dem Multi-Monitor-Setup leider nicht von jedem Spiel unterstützt. Aus diesem Grund solltet ihr euch vor dem Kauf immer genau überlegen, welche Spiele ihr am Ende auf dem Monitor zocken möchtet. Denn wenn ihr sowieso nur Spiele spielt, die nicht über das 16:9 Format hinausgehen, könnt ihr Zeit und Geld sparen. Wer trotzdem einen anderen Blickwinkel haben möchte, der sollte sich vielleicht nach einem Curved Monitor umschauen. Wie der Name schon sagt sind diese Displays unterschiedlich stark gebogen, um euch ein Gefühl von Räumlichkeit bieten. Ob das aber wirklich etwas für euch ist, solltet ihr euch vorab im Laden testen.

Special-Gaming-Monitore-Formate

Euch ist 16:9 nicht genug? Dann sind Ultra-Wide oder Curved Monitore vielleicht eine Alternative

 


Auflösung(Pixel)

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Alles eine Frage der Auflösung? 4K ist knackig scharf, frisst aber auch ungeheur an Leistung.

Kommen wir zu dem Punkt auf der Liste, welcher bei Monitoren im aktuell am meisten beworben und diskutiert wird und zwar die Auflösung. Dabei dreht es sich lediglich darum, wie viele Pixel euer Monitor in der Höhe und in der Breite darstellen kann. Hierbei gilt ähnlich wie bei der Hertzzahl die Faustregel „Je mehr Pixel, desto schärfer das Bild“ doch dazu später mehr. Ein gängiger Monitor sollte hierbei mindestens 1920×1080(Full HD) Pixel mitmachen. Einen Schritt höher geht es mit 2560 x 1440(WQHD) Pixeln bis hin zu 3840×2160 Bildpunkten(4K).

Bei der Entscheidung, welche Auflösung die Richtige für euch ist, stellt sich wieder die Frage, welche technischen Voraussetzungen der PC hat. Wer plant aufzurüsten, sollte das in jedem Fall bei einem Kauf berücksichtigen. Denn im Vergleich zu Full HD bietet das WQHD fast doppelt so viele Pixel, die allesamt berechnet werden wollen. Das ist auch der Grund, warum gerade 4K-Monitore eher selten anzufinden sind, da enorm viel Rechnenleistung benötigt wird, um dies auch flüssig darzustellen. Durch kleine Tricks wie Skalierung können aber auch beispielsweise schwächere Rechner höhere Auflösungen darstellen. Doch leider kann durch das Hochskalieren eines Full HD-Bildes auf eine 4K-Auflösung ein verwaschenes Bild entstehen.

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WQHD( 2560 x 1440/1440p) scheint aktuell der Sweetspot für uns Gamer zu sein

Wie vielleicht schon deutlich wird, liegt der Sweetspot derzeit in der fast goldenen Mitte mit 2560 x 1440. Somit sollte euer neuer Monitor mindestens diese Auflösung mitmachen. Gerade 4K (QHD,UHD) Monitore sind noch recht teuer und die Auflösung kann noch nicht jeder Rechner vernünftig darstellen. Wer das Kleingeld hat, sollte natürlich auf eine gute Grafikkarte inkl 4K-Monitor setzen. Das wird definitiv die Zukunft sein.

Aber Vorsicht: Solltet ihr euch für einen 4K-Monitor entscheiden, solltet ihr diesen nicht zu klein wählen, denn irgendwann könnt ihr die vielen Details auf dem kleinen Monitor gar nicht mehr wahrnehmen. Somit solltet ihr in Sachen 4K nicht unter 27 Zoll anfangen.


G-Sync und FreeSync

Wer sich mit Screen-Tearing, also dem Zerreissen einzelner Frames einfach nicht anfreunden kann, konnte sich bislang mit der V-Sync (Vertical Synchronisation) Abhilfe schaffen. Diese Technik greift allerdings gravierend in die Performance ein, was zu weit weniger Bildern pro Sekunde führen kann. Mittlerweile seid ihr mit der „G-Sync“-Technologie von Nvidia und dem AMD-Pendant „FreeSync“ /“FreeSync 2″ besser dran. Durch diese Technik sprechen sich Grafikkarte und Monitor ständig ab und erlauben so ein Tearing-freies Bild und eine dynamische Bildwiederholrate. Insgesamt läuft die Darstellung mit diesen Monitoren flüssiger, weil diese nicht so stark in die Performance eingreift.

Doch auch hier solltet ihr beachten, dass „G-Sync“ und „FreeSync“ nicht das gleiche sind. Beispielsweise arbeitet „FreeSync“ immer nur einen einem bestimmten Frequenzbereich des entsprechenden Monitors. Welcher das bei eurem Monitor der Wahl wäre, könnt ihr via Online-Liste prüfen. Mit „FreeSync 2“ wird dieser Umstand der Vergangenheit angehören, nur sind derzeit keine Monitore mit der Technik auf dem Markt.


Gaming-Modi und Bildverbesserer

Neben den gesamten technischen Merkmalen eines Monitor entscheidet am Ende des Tag natürlich immer das Bild, welches ihr schlussendlich wahrnehmt. Damit dies auch wirklich gut ist, müsst ihr euren Bildschirm natürlich dementsprechend einstellen oder kalibrieren. Doch genau hier liegt der Teufel im Detail, denn eine solche Kalibrierung ist nicht ganz leicht. Zudem gibt es je nach Bildschirminhalt auch Einstellungen, die besser oder schlechter funktionieren. Gerade Zocker-Monitore besitzen mitunter voreingestellte Gaming Modi, die sich beispielsweise für Spiele im FPS oder RTS Genre gut eignen.

Weitere Merkmale

Zur finalen Kaufentscheidung fehlen noch einige kleine aber feine Details. Wer Zuhause wenig Platz auf seinem Schreibtisch hat, sollte darauf achten, dass der auserwählte Monitor ggf. eine Aufhängung für Monitorarme besitzt. Die meisten Gaming-Monitore sind mit solchen Aufhängungsmöglichkeiten ausgestattet. Darüber hinaus ist es wichtig und sinnvoll, wenn der Monitor mit den hauseigenen Standfüßen beweglich ist, um den Monitor optimal auf das persönliche Gesichtsfeld anzupassen. So sollte der Monitor nach rechts und links aber auch nach oben und unten schwenkbar ist.

Viele Monitore glänzen mittlerweile mit verschiedenen Anschlussmöglichkeiten. Hier solltet ihr darauf achten, dass der Monitor möglichst breit aufgestellt ist und mindestens zwei unterschiedliche Anschlüsse besitzt. Welcher Anschluss der Richtige ist, hängt auch hierbei wieder davon ab, welche Grundvoraussetzungen euer PC mitbringt und ob ihr Dinge wie 144Hz auch nutzen wollt. Beim letzteren könntet ihr nämlich beispielsweise auf einen HDMI Anschluss verzichten.

Als kleines extra Gimmick kommt der ein oder andere Monitor mit Kopfhörer- oder USB-Anschlüssen daher. Dadurch wird der Kabelsalat unter dem Tisch erleichtert und macht ein schnelles und kurzfristiges Anschließen von Kopfhörern oder beispielsweise einem USB Stick einfach und bequem.


 

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