Looking Good

Barracuda X im Test: Ein Razer-Headset für Fashionistas

  • Jonas Dirkes
    VonJonas Dirkes
    schließen

Razer schickt sein neues Barracuda X mit einer Mission ins Rennen: Spieler und Spielerinnen zu überzeugen, die beim Design normaler Headsets dankend ablehnen.

Hamburg – Headsets sind hässlich! So, jetzt hab ich das gesagt. Ich nenne kein Headset mein Eigen und bin damit immer gut gefahren. Kein klobiges Klischee auf meinem Schopfe berührt die Kopfhaut. Jetzt fordert Razer mich aber doch tatsächlich mit ihrem neuen Barracuda X heraus. Die Hauptmission des Headsets: Modisch sein. Ein tragbarer Gaming-Kopfhörer, für den man sich nicht schämen muss, ist die Devise. Ob das Razer gelungen ist und ob das Headset auch technisch etwas taugt, lest ihr in unserem Test zum Barracuda X.

HauptsitzIrvine, Kalifornien, USA & Singapur
Gründung2005
GründerMin-Liang Tan, Robert Krakoff
CEOMin-Liang Tan
BrancheComputerzubehör
Websitewww.razer.com

Barracuda X im Test: Stylisches Razer-Headset – Keine Scham außerhalb des Gaming-Setups

Um direkt einmal fair zu bleiben: Ganz so wichtig ist die Optik eines Headsets auf dem Papier eigentlich gar nicht. Die funktionalen Kopfhörer trägt man eigentlich eh nur daheim oder auf der Arbeit. Tageslicht sehen Headsets genau so oft wie Pinguine Eisbären. Dennoch schwingt zumindest bei mir immer ein ungutes Gefühl mit, wenn durch Irrungen und Wirungen ein viel zu großes, neon blaues und blinkendes Headset auf meinem Kopf landet.

Barracuda X im Test: Ein Razer-Headset für Fashionistas

Genau hier greift Razer aber mit dem Barracuda X an. Das ist nämlich ein Headset, das eigentlich aussieht wie ein stinknormaler Kopfhörer. Vielleicht etwas größer. Schwarz, mit mattem Finish, geschwungenes Design. Ja, solche Kopfhörer sieht man zuhauf in U-Bahnen, Arztpraxen oder Tonstudios. Hat man das Barracuda X aber einmal in der Hand, merkt man schnell in welche Tradition sich das Headset eigentlich stellt. Super leicht, fast ausschließlich Plastik und super softe Hörmuscheln – wie ein klassisches Gaming Headset halt.

Das Mikrofon beim Razer Barracuda X lässt sich einfach ausstöpseln.

Der Clou am Barracuda X? Die Kopfhörer lassen sich auch wirklich als Kopfhörer verwenden. Das charakteristische Headset-Mikrofon lässt sich abnehmen und so taucht der Razer-Kopfhörer dann an Haltestelle, Warteraum oder dem Arbeitsplatz in der Masse unter. Das ist Razer wirklich gut gelungen. Den Formfaktor des Barracuda X mögen wir sehr, auch wenn wir uns vielleicht eine hochwertigere Verarbeitung gewünscht hätten. 

Barracuda X im Test: Headset-Sound und Dongle-Drama 

Technisch setzt das Barracuda X auf einen Razer eigenen Wifi-Standard und nicht auf normales Bluetooth. Das sorgt vor allem für eine sehr gute Verbindungsgeschwindigkeit, zum anderen aber auch für leichte Probleme. Als trendiger Kopfhörer lässt sich das Ganze schlussendlich dann doch nur mit einer Kabelverbindung nutzen. Zum anderen müssen die Geräte mit dem ihr das Barracuda X verbinden wollt – offiziell unterstützt werden die PlayStation, Nintendo Switch, Android und der PC – mit einem beigelieferten Dongle verbunden werden. Bei der Switch nimmt das den einzigen direkten Anschluss ein, sodass sich die Konsole zusammen mit dem Barracuda X nicht aufladen oder im TV-Modus verwenden lässt. Nutzt ihr das Dongle an der PS5, verdeckt es durch seine Bauart den USB-C Port wie ein schlecht geschnittenes Netzteil die nächste Steckdose. Kleinkram, aber schon ärgerlich.

Mit Razer-Dongle lässt sich das Barracuda X an Switch, PlayStation Android und PC kabellos betreiben.

Auf dem Köpfchen macht das Barracuda X dann aber eine gute Figur und bleibt auch nach Stunden geschmeidig zu euren Ohren. Schmerzen wie bei anderen Headsets hatten wir in unserem Test nicht. Wo sich der Barracuda X aber vielleicht ein Scheibchen zu viel von anderen Headsets gegönnt hat, ist der relativ flache Sound. Das ist vielleicht dem basslastigem Sound des Gamings an sich geschuldet, aber auch eine Marotte, die wir eigentlich nicht mehr sehen wollen. So macht das Barracuda X natürlich als Alltagskopfhörer auch weniger Spaß gegenüber echten Konkurrenten auf dem Gebiet.

Barracuda X im Test: Fazit zum Gaming-Headset von Razer

Das Barracuda X ist ein stilsicheres Gaming-Headset für daheim.

Das Barracuda X ist kein Ersatz für Marshalls, Beats, AKG und Konsorten, macht in den heimischen Hallen aber eine gute Figur. Wer wie ich vom klotzigen Design so vieler Konkurrenten abgeschreckt ist, hat hier endlich sein Headset gefunden. Technisch setzt das Barracuda X auf einen eigenen Wireless-Standard, was in genannten Fällen zu leichten Problemen mit Anschlüssen führen kann, vordergründig aber eine sehr saubere Verbindung schafft. Bei der Verarbeitung hätte Razer ruhig etwas tiefer ins Portemonnaie greifen können, der edel matten Optik tut das aber keinen Abbruch. Das Barracuda X ist ein tolles Gaming-Headset für alle Fashionistas da draußen, mit dem man sich auch außerhalb der eigenen vier Wände nicht schämen muss, auch wenn wir dafür richtige Kopfhörer empfehlen würden – Mission erfüllt Razer.

ProContra
+ Edles Design für ein Gaming Headset– Relativ plastiklastige Verarbeitung
+ Tragekomfort– Wireless-Dongle schlecht geschnitten (PS5)
+ Abnehmbares Mikrofon– Typisch für Headsets flacher Sound (nicht für Musik gedacht)
+ Saubere Wireless-Verbindung bei Switch, PS5, Android und PC

Rubriklistenbild: © Razer

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare