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Blair Witch: Unser Gamescom-Fazit kurz vor Release.

Hol den Camcorder - es geht wieder los!

Blair Witch in der Gamescom-Vorschau - Schrecklich vertrautes Déjà-vu

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Die 90er haben angerufen und wollen ihre Hexe zurück. Blair Witch erscheint noch diesen Monat und lässt uns den Teenie-Horror-Klassiker spielerisch erleben.

Die berühmte Horror-Marke Blair Witch findet erneut ihren Weg in die Videospiellandschaft. Und der Entwickler ist dieses Mal niemand Geringeres als Bloober Team, die vor allem für den surrealen Gruselklassiker Layers of Fear verantwortlich sind. Mit Blair Witch möchte das polnische Studio die Stärken ihrer früheren Spiele mit neuen, innovativen Ideen kombinieren, aber auch dem Horror-Setting treu bleiben. Wir haben auf der Gamescom erste Eindrücke sammeln können und verraten, was euch bei Blair Witch erwartet. 

Eine Geschichte, die die Leute schockte

Blair Witch spielt im selben Universum wie die Filme, erzählt aber eine komplett eigenständige Handlung. Beliebte Elemente wie der Kamerarekorder oder das sagenhafte Hexenhaus spielen aber auch im Spiel eine wesentliche Rolle. Ihr übernehmt die Kontrolle eines Ex-Detektivs namens Ellis und habt die Aufgabe, ein verschwundenes Mädchen zu finden

Mehr Hexenhaus geht nicht.

Eure Spurensuche beginnt am Rand eines Waldes, in den ihr immer tiefer eindringen müsst. Doch der Fluch der namensgebenden Blair-Hexe treibt euch ganz Bloober Team-typisch langsam in den Wahnsinn. Immer wieder ereignen sich surreale Momente, nicht wissend, was echt ist und was nicht. Neben der namensgebenden Blair-Hexe trefft ihr auch auf andere Gegner, die sich euch in den, je nach Spielstil, sechs bis acht Stunden Kampagne in den Weg stellen. 

Der Partner mit der kalten Schnauze 

Zum Glück seid ihr aber nicht allein. Denn euer treuer Vierbeiner Bullet begleitet euch über das gesamte Spiel und steht euch immer zur Seite. Bullet hat ein eigenes Skillset und kann verschiedene Aktionen ausführen, die ihr über ein Befehlsrad auswählen könnt. So schickt ihr euren Hund auf Spurensuche, befehlt ihm, in der Nähe zu bleiben oder streichelt und belohnt ihn. Je nachdem, wie ihr euch Bullet gegenüber verhaltet, kann sich auch seine Einstellung euch gegenüber verändern. Wenn ihr ihn also immer wieder bestraft, hört er vielleicht nicht mehr auf euch. Wie ausgeprägt diese Hund-Spieler-Beziehung letztlich sein wird, zeigt sich im fertigen Videospiel. 

Wer Bullet hat, braucht kein Handy.

Was man jetzt schon aber sagen kann, ist, dass das Befehlsrad gut funktioniert, aber die Animationen von Bullet etwas hölzern ausfallen. Bullet hilft uns aber nicht nur bei der Suche, sondern warnt uns auch vor Gegnern. Wenn sich gruselige Erscheinungen nähern, knurrt und bellt Bullet. Mit der Taschenlampe gilt es dann, sie zu vertreiben, denn in Blair Witch gibt es keine Waffen. Aber das sind nicht die einzigen Gegnertypen. Auf Nachfrage verriet man uns, dass es noch andere Gegnerformen gibt, die man auf unterschiedliche Weise besiegen oder umgehen muss. 

Ein untypischer Kamerarekorder 

Kein Blair Witch ohne den ikonischen Camcorder.

Kein Horrorspiel heutzutage kommt noch ohne Kamera aus. Naja, der Kamerarekorder ist Bestandteil von Blair Witch, jedoch nicht so präsent wie zum Beispiel bei Outlast. Zudem hat die Kamera eine ganz andere Funktion: Im Spiel müsst ihr hin und wieder Rätsel lösen, um weiterzukommen. Die Kamera dient als eine Art Schnittstelle zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit. Indem ihr Videos auf der Kamera hin- und zurückspult und im richtigen Moment pausiert, verändert ihr auch die Gegenwart. Versperrt euch eine Tür den Weg, dann sucht ihr im Video die passende Stelle, wo die Tür offen war. Über die Kniffligkeit der Rätsel können wir jetzt noch nichts sagen, aber solche Puzzles machen erstaunlich viel Spaß. 

Alte Stärken, neue Schwächen 

Blair Witch bietet im Gegensatz zu früheren Videospielen von Bloober Team manchmal offenere Areale. In der Demo gab es eine kurze Passage, die etwas offener gestaltet war, doch großartig profitiert hat das Spiel davon nicht. Denn Blair Witch fühlt sich trotzdem sehr linear an und mit nachladenden Texturen in größeren Gebieten hat uns der Abschnitt nicht sonderlich überzeugt. 

Die Blair Hexe erwartet euch bereits in ihrem bescheidenen Heim.

Was uns hingegen überzeugt hat, war die letzte Passage im Horror-Haus der Blair-Hexe. Wie in Layers of Fear sorgt die beengende Atmosphäre für pure Angstmomente. Aber auch die sich ständig verändernde Realität lässt das Hexenhaus wie ein Grusel-Labyrinth wirken. Außerdem kommt der Kamera-Rekorder wieder ins Spiel, denn seltsame Spuren auf den Wänden lassen sich nur durch das Kameradisplay erkennen. Ihr müsst euch also auf Kamera und Realität fokussieren, was für eine noch größere Anspannung sorgt. 

Fazit

Noch sind wir gespalten, was Blair Witch angeht. Kurz vor Release einen Blick in den wohl berühmtesten Wald der jüngeren Horror-Geschichte zu werfen, hat uns jedoch darin bestärkt, uns das neue Spiel von Bloober Team genauer anzuschauen. Die dichte Atmosphäre, besonders in Kombination mit den Funktionen der Kamera, lässt Erinnerungen an Layers of Fear aufkommen. Viele der Gameplay-Mechaniken bleiben derweil jedoch zu rätselhaft, um schon jetzt ein endgültiges Urteil fällen zu können.

Ob Blair Witch den Horror aufrecht erhalten kann, erfahren wir wohl am 30. August 2019, wenn Blair Witch für Xbox One und PC erscheint.

sr

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