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Blue Yeti X – World of Warcraft Edition im Test: Endlich wie ein Ork klingen

  • Jonas Dirkes
    vonJonas Dirkes
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Gaming, Streaming und Podcasting: All das soll mit dem neuen Yeti X von Blue bis zur Perfektion möglich sein – jetzt auch in einer World of Warcraft Edition.

  • Mit dem Yeti X hat Mikrofonprofi Blue einen modernen Klassiker für Streamer und Podcaster geschaffen.
  • Nun erscheint das beliebte Mikro in einer World of Warcraft Edition.
  • Die World of Warcraft Edition des Blue Yeti X bringt neben einem neuen Look auch lustige Sprachfilter.

Update vom 10. Dezember 2020: Hamburg – Es ist schon ein wenig her, dass wir uns das letzte Mal mit dem Yeti X der Audioschmiede Blue beschäftigt haben. Über ein Jahr um genau zu sein. Sagen wir mal so: Das Yeti X hat uns ziemlich gut gefallen. Nun bekommt das Streamer- und Podcaster-Mikrofon ein komplettes Facelift vom Schönheits-Doc spendiert. Gerade ist wohl Sturm und Drang im Kleiderschrank angesagt – so präsentiert sich das preiswerte Audiomonster im flippigen World of Warcraft-Look. Natürlich haben wir auch die Neuauflage des Blue Yeti X für euch auf Hertz und Nierenmikrofon getestet: Das kam dabei heraus. 

Das Blue Yeti X macht auch in der World of Warcraft Edition eine tolle Figur.

Blue Yeti X – World of Warcraft Edition: Außen Hui, Innen Hui, Software Pfui

Rein technisch hat sich beim Blue Yeti X auch in der World of Warcraft Edition eigentlich nichts getan. Das Mikro ist für seinen fairen Preis immer noch der Allrounder unter den Mikrofonen. Egal ob Streamer, Podcaster oder bedingt auch Musiker – an der tollen Bedienoberfläche, dem professionellen Sound und den hohen Einstellmöglichkeiten samt vier verschiedener Richtcharakteristika hat sich nichts geändert. Das Yeti X planiert wie eh und je. Die offensichtlichste Neuerung der World of Warcraft Edition ist das edle Design. Das Blue Yeti X kommt nun in einem matt gebürstetem Schwarz daher, dass durch goldene Akzente vervollständigt wird.

Die Farbkombo ist weder aufdringlich noch langweilig. Vielmehr wird das dennoch dezente Mikro so zum echten Hingucker. Auf der Rückseite gibt es einen World of Warcraft-Print und sowohl Sockel als auch Anzeige des Drehreglers sind mit Runen bestückt. Gerade die Runen beim Pegler machen richtig was her – so unscheinbar, dass man sie aus der Ferne nicht erkennen würde, so ikonisch, dass sie ein Lächeln ins Gesicht zaubern, wenn man sie denn erkennt. Schade ist nur, dass die Runen am Sockel nur aufgedruckt und nicht wirklich ins Metal hinein gefräst sind. Das wäre ein echtes Highlight gewesen, das perfekt zur hochwertigen Verarbeitung des Blue Yeti X gepasst hätte.

Der Sockel des Yeti Blue X World of Warcraft ist cool, hätte aber noch edler sein können.

Neben diesem optischen Upgrade, das tatsächlich auch User ansprechen könnte, die nichts mit World of Warcraft am Hut haben, hat Blue doch noch für ein paar kleine Schmankerl gesorgt. Mittlerweile hat man sich von der Blue Vo!ce Software verabschiedet und setzt voll und ganz auf das Logitech G HUB, um Einstellmöglichkeiten am Yeti X vorzunehmen. Schafft man es tatsächlich die Begleitsoftware auf seinem Rechner zu installieren und zu starten – bei weitem keine Selbstverständlichkeit – stehen diverse Optionen für das Mikrofon zur Verfügung.

Highlight in der World of Warcraft Edition sind Stimmverzerrer, die euch beispielsweise klingen lassen wie ein Ork oder Gnom. Eine lustige Idee, die wir – man kann es schon ahnen - dank der schwierigen G HUB Software nicht testen konnten: Das Programm wollte auch nach diversen Anläufen einfach nicht installieren. Solltet ihr das Blue Yeti X also nicht Vanilla aus der Packung benutzen, sondern noch tweaken wollen, empfehlen wir euch, vorher zu testen, ob das Logitech G HUB Probleme an eurem Rechner macht.

Blue Yeti X – World of Warcraft Edition: Fazit zur neuen Variante des Mikros

Das Blue Yeti X macht auch in der World of Warcraft Edition eine fantastische Figur. Wenn einem der wenig aufdringliche, aber dennoch edle, neue Look gefällt, ist das Mikro auch für World of Warcraft Fremdlinge eine Anschaffung wert. Am Sockel hätten wir uns dennoch ein wenig mehr Dreidimensionalität gewünscht, aber das mag Geschmacksache sein. Was uns aber gar nicht geschmeckt hat, ist die neuerliche Integration ins Logitech G HUB, die für uns nicht einmal zu testen war, da sich die Software auch nach Biegen und Brechen nicht installieren ließ. Während die Hardware des Yeti Blue X also als Einser-Schüler einen Gute-Nudel-Stern nach dem anderen holt, darf die Softwareseite einmal nachsitzen und über seine Fehler nachdenken.

Blue Yeti X: Podcast- und Streamer-Mikro im Test

Ursprünglicher Test des Blue Yeti X: Das Hause Blue Microphones fährt frische Geschütze in Ihrer Yeti-Reihe auf. Das neue Yeti X der Mikroprofis verspricht nicht nur den kleinen Schneeball, sondern auch die große Lawine knusperscharf aufzunehmen. Das Kondensatormikrophon wird dabei als besonders auf die Bedürfnisse von Streamern abgestimmt beworben. Wie sich der neue Yeti in unserem Praxistest geschlagen hat, erfahrt ihr hier.

So kommt das Blue Yeti X bei euch an.

Schwarz, schlicht und elegant

Das Yeti X erreichte uns in einem handlichen Karton. Komplett in Schaumstoff gebetet, tritt einem gleich der Geruch neuer Hardware in die Nase und ein kleines Grinsen verziert den Mund. Begrüßt werden wir zunächst von einem Quickstart-Guide, der mit einer A5 großen Seite nun wirklich sehr quick ausfällt. Dahinter verbirgt sich der eigentliche Star: Das Kondensatormikrophon. Zusätzlich wurde von Blue noch ein Micro-USB Kabel zur Verbindung mit dem Computer beigelegt - das war es. Noch einmal schnell den Kasten geschüttelt, ob etwas übersehen wurde. Es rappelt aber nichts mehr. 

Die Anschlusslandschaft des Yeti X fällt spärlich aus.

Verkauft wird das Blue Yeti X also ohne große Schnörkel. Gleiches kann man auch über das Design des stehenden Mikros behaupten. Grundlegend bleibt man dem unaufgeregt eleganten Design der Yeti-Serie treu. Auch das neue Yeti X sieht haargenau so aus wie man sich ein Mikrophon nunmal vorstellt. Dabei ist der Korpus in einem matten Schwarz gearbeitet. Mittig befindet sich noch ein leicht chromiges Blue-Logo und darunter der neue multifunktionale Drehregler. Das Gesamtbild wirkt unglaublich wertig. Dazu mag auch das ordentliche Gewicht beitragen, dass durch den massiven Standfuß des Yeti X gewährleistet ist. Klappt man den Kopf des Mikrophons zur Seite, gibt die Unterseite die Anschlüsse des Yeti X frei. Auch diese bleiben schlicht und reduziert wie das gesamte Design: Nur ein Aux- und ein Micro USB-Anschluss sind hier zu finden.

Dreh ruhig durch

Anders als sein kleiner Bruder, das klassische Yeti-Mikrophon, besitzt das Yeti X nicht nur drei Kondensatorkapseln sondern vier. Aufgenommen wird damit in 24 bit/48kHz, es kann somit nicht nur zur Aufnahme von Stimmen verwendet werden, sondern gut und gerne auch mal den Sound eurer Lieblingsgitarre einfangen. Das große Highlight im Vergleich zum normalen Yeti ist aber der neue multifunktionale Drehregler. Dieser ist nämlich mit einem LED Kreis ausgestattet, der euch den jeweiligen Aufnahmepegel direkt am Mikrophon ablesen lässt. Leuchtet es grün, seid ihr auf der sicheren Seite. Gehen die LED’s zu gelb über, befindet ihr euch an der Schwelle und rot bedeutet, ihr seid definitiv zu laut und es wird Verzerrungen im Sound geben. 

Mit dem praktischen Drehregler lässt sich fast alles einstellen.

Ein zweisekündiger Klick auf das Rädchen und ihr könnt die Lautstärke eurer angeschlossenen Kopfhörer verändern. Noch ein Klick und ihr seid im Menü zum Überblenden. Ein schneller Klick und die Anzeige leuchtet rot, somit ist das Yeti X komplett stumm geschaltet. Was auf den ersten Blick verwirrend klingen mag, geht schon nach kürzester Zeit mit dem echten Yeti X vor der eigenen Nase in Fleisch und Blut über. Zudem passt sich eure Drehgeschwindigkeit den Anpassungen an. Dreht ihr also nur ganz langsam und bedacht, ist wunderbares Feinjustieren möglich, während eine schwungvolle Umdrehung auf vollen Gain aufschließen lässt. Alles in allem ist der Drehregler eine tolle und wirklich praktische Ergänzung, die man mit ihrem direkten Feedback schon bald nicht mehr missen möchte.

Praxistauglich

Zusätzlich sei erwähnt, dass das Yeti X in vier verschiedenen Richtcharakteristiken aufnehmen kann: Acht, Kugel, Niere und Stereo. Dies lässt sich mit einem einfachen Knopf auf der Rückseite verstellen. Wie schlägt sich das Yeti X aber nun im Praxistest? Hier zeigt sich das Kondensatormikrophon von seiner schönsten Seite: Das Yeti X ist nämlich Plug and Play at it’s best. Einfach das USB-Kabel an den Rechner anschließen und ihr seid im Spiel. Genutzt werden kann das Yeti X mit der hauseigenen Blue Vo!ce Software, aber selbstredend auch mit allen anderen gängigen Audioprogrammen. 

Plug and Play: Für das Yeti X kein Problem.

In Inbetriebnahme erzeugt das Mikrophon einen wundervoll scharfen Klang, der sich mitnichten verstecken muss. Wir spielten sowohl mit normalen Stimmaufnahmen als auch dem Aufzeichnen von Instrumenten und Gesang herum. In beiden Fällen konnte das Yeti X sich beweisen und mit der richtigen Pegelung überzeugende Ergebnisse abliefern. Blue preist sein Baby besonders für die Verwendung von Podcastern und Streamern an, was wir nach unserem Test bestätigen können. Gerade die vielen Einstellmöglichkeiten am Yeti X in Form des Drehreglers bieten für Live-Aufnahmen doch enorme Vorteile. Schnell das Mikro muten, die Abmischung des Monitoring ändern und gleichzeitig den Pegel im Auge zu behalten und das direkt am Mikro ohne in seinem Stream etwas ändern zu müssen - das ist schon eine tolle Sache.

Fazit

Das Yeti X von Blue hat uns auf ganzer Linie überzeugt. Hier treffen wirklich alle sonst so bemühten PR-Phrasen zusammen und stimmen sogar: Ein elegantes Design trifft auf kristallklaren Sound und einer gleichzeitig tollen Funktionalität. Mit dem Yeti X lässt sich einfach mit wenigen Handgriffen viel anstellen und so bietet es sich dadurch tatsächlich besonders für Multitasking geplagte Streamer an. Aber auch für ein professionelles Podcastprojekt, Voice Overs oder gar private Musikaufnahmen eignet sich das Mikrophon wunderbar.

Das Blue Yeti X verspricht Qualität für Streamer, Podcasters und Gamer.
PROSCONS
+ Toller Sound- Wenig Anschlussmöglichkeiten
+ Wertige Verarbeitung und Design- Physisch nur ein Quickstartguide dabei
+ Praktischer Drehregler
+ Plug and Play
+ Bestens geeignet für Podcasts und Streaming

Rubriklistenbild: © Jonas Dirkes

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