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Borderlands 3: Ihr wollt Loot? Die Proving Grounds stellen euch vorher auf die Probe.

Hier gibt's den besten Loot

Borderlands 3: Proving Grounds in der Gamescom-Vorschau – Das erwartet euch im Endgame

  • Christian Böttcher
    VonChristian Böttcher
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Borderlands 3: Gearbox stellt auf der Gamescom 2019 die Proving Grounds vor - den Start ins Endgame des Shooters. Das müsst ihr über die Herausforderung wissen

Kann Borderlands 3 auch Endgame? Auf der Gamescom hatten wir die Möglichkeit, einen Teil des Spiels anzuzocken, der erst spät im Spiel verfügbar ist: Die Proving Grounds. Welche Erfahrungen wir mit der zufallsgenerierten Extra-Herausforderung gemacht haben, lest ihr in unserer Vorschau.

Die Proving Grounds: Vor der Herausforderung müsst ihr sie zunächst aufspüren.

Wer von Badass, Elites und Bossen in Borderlands 3 irgendwann genug hat und nach einer neuen Herausforderung dürstet, kann sich freuen, denn mehr noch als beim zweiten Teil setzt der Nachfolger auf Endgame-Inhalte, die hunderte Stunden Beschäftigung versprechen. Wie genau das Endgame in Borderlands 3 aussieht, darüber ließ uns Entwickler Gearbox bislang noch im Dunkeln. Bis jetzt, denn im Rahmen der Gamescom 2019 wurden neben dem Circle of Slaughter, der seine blutige Rückkehr feiert, auch die Proving Grounds vorgestellt.

Circle of Slaughter in Borderlands 3: Alles wie gehabt

Ob der Circle of Slaughter wieder als Teil einer optionalen Questreihe funktioniert, wollte das Entwicklerteam noch nicht preisgeben. Sicher ist jedoch: Im Ring geht es ein weiteres Mal darum, Gegnerwellen mit wachsendem Schwierigkeitsgrad zu bezwingen, um schließlich die besten Waffen des Spiels abzugreifen - ein klassischer Horde-Modus eben. Je mehr Wellen ihr dem Erdboden gleich macht, desto hochwertiger ist am Ende der Loot.

Erneut gilt es fünf Wellen zu bestehen – und das alles unter den wachsamen Augen und bissigen Kommentaren von Mr. Torgue. Der beliebte Charakter ist zurück und darf erneut seine sadistischen Neigungen an unwissenden Spielern ausleben. Um den ungemütlichen Zeitgenossen zu besänftigen hilft nur eins: Massiver Skill. Erfüllt ihr nämlich Bonus-Aufgaben wie das Zerlegen von Gegnern per Nahkampfangriff, hagelt es Extrapunkte und in Folge noch bessere Waffen.

Borderlands 3: So funktionieren die Proving Grounds

Während unserer rund 45-minütigen Session sollten sich die Proving Grounds jedoch als deutlich interessanter herausstellen. Producer Chris Brock bezeichnete diesen neuen Teil des Spiels als Bindeglied zwischen Late- und Endgame. Bedeutet: Ihr schaltet diese wiederholbare Herausforderung bereits im Verlauf der Geschichte frei, könnt aber auch nach ihrem Abschluss noch von den Belohnungen profitieren. Zugang zu den Proving Grounds erhalten fleißige Vault Hunter jedoch nur, wenn sie zuvor aus allen eridischen Schriften des Planeten eine Karte zusammengeklöppelt haben. Einziges Problem: Die verflixten Textfetzen sind über die komplette Galaxis verstreut. Mit der Suche nach ihnen dürftet ihr also bereits eine ganze Weile beschäftigt sein.

Habt ihr dann aber die Position der hiesigen Proving Grounds aufgespürt (von denen es übrigens eine Ausgabe pro Planet geben soll), unterscheiden sich die Proving Grounds gar nicht allzu sehr vom Circle of Slaughter. In kleinen, abgesteckten Gebieten erscheinen Skags, Rakks und anderes Geschmeiß, das ihr bereits aus der Story kennt. Eure Aufgabe besteht darin, sämtliche Monster zu erlegen, um zum nächsten Areal vorzudringen. Am Ende von 3-5 dieser instanzierten Arenen erwartet euch ein Boss, die letzte große Herausforderung der Proving Grounds. Der Clou: Währenddessen läuft unaufhörlich ein Countdown ab, der euch Sekunde für Sekunde um euren Loot bringt.

Zeit ist Loot

In den Proving Grounds dreht sich alles um Geschwindigkeit und perfektes Timing

Die Herausforderung der Proving Grounds besteht nämlich nicht nur darin, den Endboss zur Strecke zu bringen. Viel wichtiger sind stattdessen Bonus-Bedingungen, die ihr auf dem Weg zum Obermotz erfüllen müsst. In unserer Session gab es fünf dieser mal mehr, mal weniger kniffligen Zusatzaufgaben zu absolvieren, die das altbekannte Gameplay des Loot-Shooters ordentlich durcheinanderwirbeln. Diese Objectives müsst ihr erfüllen, um am Ende als Sieger und Besitzer von feinstem Loot vom Platz zu gehen:

  • Besiege alle Gegner
  • Meistere die Herausforderung, bevor der Timer unter 17:00 Minuten fällt
  • Meistere die Herausforderung, bevor der Timer unter 15:00 Minuten fällt
  • Meistere die Herausforderung, ohne zu sterben
  • Tötet den gefallenen Wächter

Je mehr dieser Bedingungen ihr am Ende einer Runde erfüllt habt, desto bessere Waffen, Schilde und Co. warten in einer gigantischen Truhe hinter dem Boss auf euch. Als wirklich innovativ stellte sich einzig der gefallene Wächter heraus. Dabei handelt es sich um einen recht schwachen Gegner, der nach dem Zufallsprinzip in einer der Gegnerwellen erscheint und nach kurzer Zeit wieder verschwindet. Verliert ihr hier den Überblick, könnt ihr die mit seinem Tod einhergehende Belohnung also knicken. Ansonsten zeigt sich Gearbox wenig kreativ, was die verschiedenen Herausforderungen angeht. Wir hoffen, dass bis zum offiziellen Release von Borderlands 3 am 13. September 2019 noch ein paar kreativere Nebenaufgaben hinzukommen.

Ein kurzweiliges Vergnügen

An knackigen Feuergefechten mangelt es den Proving Grounds jedoch nicht. In unserem recht kurzen Zeitslot konnten wir das Testgelände zweimal durchlaufen. Im ersten Run entschieden wir uns für Fl4k, den Herren der Bestien (rund 2 Wochen vor der Gamescom offiziell vorgestellt) und meisterten sämtliche Herausforderungen in 10 Minuten und ohne Probleme. Einziger Kritikpunkt: Serien-typisch erscheinen Gegner auch im dritten Teil aus dem Nichts und können euch so recht unvorhergesehen in den Rücken fallen. Den zweiten Versuch bestritten wir als Zane, der mit Drohnen und allerlei anderen Gadgets hantiert. Damit waren wir allerdings stolze 20 Minuten beschäftigt.

Obwohl das Layout der Proving Grounds-Karte in beiden Durchläufen gleich bleib, beschlich uns doch recht schnell das Gefühl, dass deutlich mehr widerliche Viecher auf uns lauerten. Auf Nachfrage hin versicherten uns die Entwickler jedoch, dass sich die Anzahl und Qualität der Gegner aus Gründen der Fairness nicht verändere. Aller Schwierigkeit zum Trotz hat uns das dynamische Gegnerdesign in BL3 ausnehmend gut gefallen. Der Skag-Boss am Ende der Runde verfügte nämlich über zwei Leben und wurde nach seinem ersten Tod plötzlich immun gegen den Elementarschaden unserer zuvor meistgenutzten Waffe - quasi Psycho Mantis auf vier Pfoten.

Übrigens: Auch in den Proving Grounds gibt es jemanden, der euren Fortschritt im Auge behält, dabei allerdings auf hämische Kommentare verzichtet: Den beeindruckend wortkargen Overseer. Dieser begrüßt euch vor dem Eingang der Instanz, wo ihr außerdem stehen zwei Shops findet, an denen ihr eure Munition auffüllen und neue Ausrüstung kaufen könnt. 

Fazit

Der erste Ausflug ins Endgame von Borderlands 3 ist gelungen. Als kurzweilige Abwechslung zum Vault-Hunter-Alltag bringen die Proving Grounds kompetitiven Spirit und Zeitdruck zusammen - alles unter dem Motto: Je schneller, desto Loot! Ob die neuen Herausforderungen allerdings auch langfristig bei der Stange halten, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer beantworten. Wenn zum Release ausreichend verschiedene Karten zur Verfügung stehen und ein paar Bonus-Ziele hinzukommen, sind wir jedoch die ersten, die Circle of Slaughter und Proving Grounds grinden, bis der Psycho platzt.

Borderlands 3 erscheint am 13. September für PlayStation 4, Xbox One und PC.

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