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Ghost Recon Breakpoint: Der Open-World-Shooter im Test.

Reif für die Insel?

Tom Clancy's Ghost Recon Breakpoint: Auf Aurora nichts Neues? Der Survival-Shooter im Test!

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Top oder Flop? Wir haben Tom Clancy's Ghost Recon Breakpoint für euch getestet und sagen euch, ob das Spiel zurecht schlecht bewertet wurde!

Tom Clancy's Ghost Recon Breakpoint bringt euch in ein wildes Abenteuer auf eine einsame Insel. Lohnt sich das Survival-Spiel? Wir haben das neuste Game aus dem Hause Ubisoft auf Herz und Nieren für euch geprüft.

Die Story – Unsanfte Landung

Ihr schlüpft in die Rolle von Nomad, einem Ghost-Elitesoldaten, der als Leutnant eine taktische Aktion auf der Insel Aurora ausführen soll. Je nach Lust und Laune könnt ihr euren Charakter noch, während ihr im Helikopter sitzt, in Sachen Geschlecht, Aussehen bis hin zu Tattoos anpassen. Aus heiterem Himmel werdet ihr anschließend auf den Boden der Tatsachen geholt und dort wartet schon euer Erzfeind auf euch. Cole D. Walker (Jon Bernthal aka. The Punisher) und seine Wolves. Die Wolves und Walker haben die Kontrolle über die Insel übernommen und halten Sie mit KI-gesteuerten Drohnen unter Kontrolle. Doch was sind die Wolves eigentlich? Die Wolves sind gut ausgebildete Elite-Soldaten, die die Kontrolle über die ganze Welt erlangen wollen. Mit dem Anführer Cole D. Walker haben wir tatsächlich damals gedient, ihn aber anschließend aus den Augen verloren.

Not amused - Im Lager seid ihr zunächst nicht sonderlich Willkommen. 

Zu Beginn des Spiels müssen wir uns zunächst erstmal in der Spielwelt zurechtfinden. Schwer verwundet müssen wir uns erstmal verbinden und versuchen anschließend unsere Kameraden ausfindig zu machen. Dabei treffen wir auch schon auf die ersten Wolves. In Assassin's Creed-Manier können wir die Gegner erledigen, natürlich gibt euch das Spiel auch die Möglichkeit, dem Kampf aus dem Weg zu gehen. Letztlich erreichen wir zwei Verbündete über Funk, die uns nach Erewhon leiten. Die Erewhon sind eine Fraktion der Insel, die sich vor den Wolves versteckt und versucht zu überleben. Für die Erewhon wie auch für andere Gruppen wie die Outcasts können wir Nebenmissionen abschließen.

Gameplay - Eher eintönig

Bei den Erewhon werden wir anschließend über die gesamte Story (die wir hier nicht spoilern wollen) aufgeklärt und treffen auf unsere Teamkameraden, die uns übrigens auch als KI-Mitspieler beistehen, wenn mal kein Online-Spieler zur Hand ist. Um beim Thema Online-Spieler zu bleiben: Im Lager trefft ihr nicht nur auf KI-Kameraden, sondern auch auf echte Spieler, die sich neue Quest abholen. Ein bisschen verwirrend, gerade zu Beginn der Kampagne, denn eigentlich geht man ja davon aus, auf sich allein gestellt zu sein. In der Story möchten wir euch natürlich keine Inhalte vorwegnehmen. Alles in allem ist die Geschichte von der einsamen Insel und dem Bösewicht mittlerweile sehr ausgelutscht und vorhersehbar. Die Missionen folgen zumeist dem immer gleichen Schema:

  1. Fliegt mit dem Helikopter in die Zielregion
  2. Nutzt die Drohne, um Gegner zu markieren
  3. Schaltet die Gegner (am besten mit einem Sniper-Rifle) aus 
Vier Klassen - Ein Skilltree

Der Zusammenhang zwischen Nebenmissionen und Hauptmissionen hängt von der XP-Sperre der Hauptmissionen ab. Ihr benötigt ein gewisses Level, um manche dieser Missionen zu spielen. Die Steuerung der Fahrzeuge und eurer Spielfigur hat Ubisoft im Vergleich zum letzten Teil nicht sonderlich geändert. Allerdings fehlen hier und da an paar Hinweise, gerade in Menüs, die zur Orientierung beitragen und den Spielspaß steigern könnten. Um beim Punkt Orientierung zu bleiben: Über die Optionsleiste kommt ihr ins Skill- und Klassenmenü. Es gibt insgesamt vier verschiedene Klassen: Sanitäter, Sturmsoldat, Supporter und Scharfschütze. Euch erwarten also keine großen Überraschungen oder Neuerungen. Die Skills könnt ihr durch verschiedene Skillpunkte freischalten. Skillpunkte verdient ihr beim Abschließen von Missionen oder durch Levelaufstiege. Wichtig hierbei: Es gibt nur einen einheitlichen Skillbaum, allein die verschiedenen Features unterscheiden, welche Klasse ihr gewählt habt. So ist langes Leveln in verschiedenen Klassen nicht nötig und ihr könnt bequem wechseln.

Granaten aus alten Batterien und Stöcken? Gar kein Problem.

Neu in Ghost Recon Breakpoint: Ein Touch von Survival-Elementen. Geht eure Ausdauer zur Neige, wäre eine Getränkepause ratsam. Dabei ist es sogar egal, ob Chlor- oder dreckiges Flusswasser, Hauptsache es ist Wasser. Natürlich wirkt sich nicht nur die Wasserzufuhr auf die Ausdauer aus. Die richtige Kleidung ist in den verschiedenen Regionen entscheidend. Im T-Shirt auf einen Berg zu steigen, ist also nicht zu empfehlen. An einer Lagerstelle, die auch auf der Map angezeigt wird, könnt ihr verschiedene Dinge wie Booster, Sprengsätze oder ähnliches herstellen. Die Booster schärfen eure Sinne, so werden Gegner früher auf der Karte angezeigt oder ihr bewegt auch leiser oder lauft schneller.

Alle Zutaten dafür findet ihr auf der Insel und sammelt diese auch automatisch ein. Neue Waffen und Ausrüstungsgegenstände findet ihr in Lootboxen. Die Lootboxen befinden sich zumeist in Missionsgebieten. Allerdings könnt ihr auch verschiedene Waffen durch Levelaufstiege freischalten. Die Waffen können zusätzlich noch mit einer Vielzahl an Add-Ons ausgestattet werden, wie Schalldämpfern, größeren Magazine und natürlich auch unterschiedlichen Visiere. Die Waffen passen je nach Areal ihre Farbe an. So könnt ihr euch sicher sein, dass zumindest eure Waffe nicht sofort gesehen wird.

Die Orientierung in der Welt von Aurora funktioniert über eine Minimap. Auf dieser Map sind nicht nur verschiedene Locations verzeichnet, sondern auch Gegner in Form von roten Flecken. Wie schon beim Vorgänger müsst ihr die verbesserte Übersicht aber mit fehlender Spannung erkaufen. Dadurch, dass ihr stets einsehen könnt, wo der nächste Gegner auf euch lauert, bleiben Überraschungsmomente eine Seltenheit.  Auch mit einem höheren Schwierigkeitsgrad verschiedenen die roten Flecken leider nicht. 

Die Spielwelt – Aurora 

Zwischen Wüste und Winterlandschaft – Die Spielwelt ist abwechslungsreich.

Reif für die Insel? Breakpoint Ghost Recon bringt euch auf die Pazifik-Insel Aurora. Die Insel ist recht vielseitig gestaltet. Neben Bergen und Schnee findet sich auch dichter Regenwald, Sümpfe und Strandlandschaften. Dabei haben die Entwickler von Ubisoft definitiv auf ein stimmiges Gesamtbild gesetzt, das gespickt mit Laboren und einzelnen Siedlungen auch seine urbanen Seiten hat. 

Allerdings wirkt die Welt trotz der Wetterwechsel und Flora-Animationen etwas verlassen. Grund dafür könnte nicht zuletzt das recht spärliche Wildaufkommen sein. Wer eine bis zum Bersten gefüllte Spielwelt von Titeln wie Red Dead Redemption 2 gewöhnt ist, dürfte sich hier etwas einsam fühlen. Die Spielwelt wirklich riesig und zu Fuß kaum zu bewältigen, außer ihr habt die nächsten Stunden oder Tage nichts vor. Da kann nur ein Helikopter oder ein anderes Fahrzeug Abhilfe schaffen.

PvP in Story- und Multiplayermodus

Tom Clancy's Ghost Recon Breakpoint verfügt über unterschiedlichste Multiplayer-Modi. Einer davon ist der Team-Deathmatch Royale-Modus namens Ghost War. Die Squads treten auf einer überschaubaren Map gegeneinander an. Ziel: Das gesamte gegnerische Team ausschalten. Wie der Zusatz Royal schon erahnen lässt, verkleinert sich währenddessen der Spielbereich. Ihr könnt während dem Spielen von Teamkameraden wiederbelebt werden. Theoretisch könnt ihr also euer ganzes Team im Alleingang wiederbeleben. Durch die überschaubare Größe der Karten ist taktisches Vorgehen unheimlich wichtig. Wer auf die Rambo-Methode setzt, wird nicht belohnt. Alles in allem bringt dieser Modus auf jeden Fall Spaß mit sich. Dazu tragen auch die unterschiedlichen Multiplayer-Karten bei, die sehr vielseitig gestaltet sind.

Auch die Version von Siege ist sehr auf Taktik und Absprache ausgelegt. Ihr könnt Gegner über eine einfache Funktion für euer ganzes Team markieren. Also besser nicht sehen lassen, sonst hat man schnell ein ganzes Team im Nacken. Selbstverständlich dürfen auch Gadgets und Verstärkungen nicht fehlen. Hier, wie auch im Open-World-Modus ist der Einsatz der Drohne unheimlich wichtig. Die Drohne kann allerdings relativ schnell vom gegnerischen Team runtergeholt werden.

Hoch hinaus und das sogar zu viert.

Der Open-World-Modus umfasst quasi den Singleplayer-Modus, allerdings könnt ihr im Lager mit euren Freunden zusammentreten und in Absprache verschiedene Missionen erledigen. Selbstverständlich könnt ihr das Squad auch einfach wieder verlassen, wenn ihr keine Lust mehr habt. Genau aus diesem Grund hat Ubisoft vermutlich das ganze Spiel so gestaltet, dass ständig eine Internetverbindung vonnöten ist, um Tom Clancy's Ghost Recon Breakpoint selbst im Single Player spielen zu können.

Fazit

Tom Clancy's Ghost Recon Breakpoint verfügt über eine Story, die wir nur allzu gut kennen und die auch nichts komplett Neues bringt, frei nach dem Motto: Auf alten Pferden entwickelt man Spiele. Die Spielwelt ist riesig und sehr vielseitig. Innerhalb der abwechslungsreichen Wüsten- Schnee- und Waldregionen gibt es aber leider kaum etwas zu tun, was uns länger bei der Stange hält. Die Folge: Eine recht leere und einsame Insel Aurora. Der Helikopter bietet eine gute Alternative, um langen Wanderungen aus dem Weg zu gehen und auch das gelungene Gunplay vom Vorgänger feiert seine wuchtige Rückkehr.. Gut auch, dass die Multiplayerfunktionen mehr auf Taktik als auf wildes Geballer setzten. So fordert Ghost Recon nicht nur Können, sondern auch Köpfchen. Für Fans der Reihe ist das Spiel optimal geeignet, vom Meilenstein ist der Survival-Shooter aber noch meilenweit entfernt.

PROS

CONS

+ Große Spielwelt

- Vorhersehbare Story

+ Anspruchsvoller Multiplayer

- Dauerhafte Internetverbindung nötig

+ Vielseitige Spielwelt 

- Schwache Gegner-KI

+ Verschiedene Schwierigkeitsgrade

- Kaum durchdachtes Lootbox-System

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