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Tom Clancy's Ghost Recon Breakpoint: Vorschau - Erst denken, dann schießen!

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Hat Wildlands einen würdigen Nachfolger gefunden und was hat der neue Taktik-Shooter von Ubisoft sonst noch so zu bieten? Wir haben das Game für euch angespielt.

Aus den Wildlands zum Breakpoint. Wir hatten kürzlich die Möglichkeit, das neue Tom Clancy's Ghost Recon Breakpoint aus dem Spieletempel Ubisoft anzuspielen. Was euch neben dem PVP-Modus erwartet und alle anderen wichtigen Informationen haben wir für euch zusammengefasst.

Wie auch schon Wildlands ist Breakpoint ein Taktikshooter. Bedeutet, dass wieder einmal verschiedene Wege zum Ziel führen können: Still und heimlich, aber auch volle Kraft voraus ohne Rücksicht auf Verluste. Das ganze Spiel ist in einer offenen Welt mit verschiedenen Klimazonen angesiedelt. Gespielt wird wie gewohnt in der Third-Person-Perspektive. Im Folgenden gehen wir zunächst auf den Story-Modus ein. Selbstverständlich ersparen wir euch jeden Spoiler und gehen ausschließlich auf Umgebung sowie Hauptfiguren ein.

Story – Hunters will be hunted

Ihr schlüpft in die Rolle von Nomad. Sie oder er (je nachdem, was ihr vor dem Spiel auswählt) ist ein Leutnant der Delta Company und der5. Special Forces Group, besser bekannt als Ghosts. Die Ghosts bekommen einen Auftrag, der sie auf die Insel Auroa führt. Dort befindet sich eine Kolonie der Firma Skell Technology. Die Firma stellt unter anderem Drohnen und zukunftsorientierte Innovationen her. So ist es auch nicht verwunderlich, dass viele Labore, Testgelände und Manufakturen quer über die Insel verteilt sind. Die meisten Inselbewohner sind Wissenschaftler, die mit ihren Familien auf Auroa gekommen sind, um für Skell Technology zu arbeiten. 

Hört sich ganz nett an? Falsch gedacht. Skell Technology gerät zusehends in den Fokus der Behörden, denn die Innovationen der Firma enden immer wieder an die falschen Leute. Um der groß angelegten Sache auf den Grund zu gehen, macht ihr euch also auf den Weg mittels Helikopter, werdet aber sehr schnell aus allen Wolken geholt, denn euer alter Freund und Kamerad Cole D. Walker und seine Anhänge, die sich selbst Wolfs nennen, schießen euch vom Himmel. Cole D. Walker hat durch die Zeit im Kampfgebiet des Nahen Ostens (2022) den Verstand verloren und zeigt so perfekt die verdrehte Weltansicht, welche die Wolfs verfolgen. Cole D. Walker und seine Freunde haben fast die gesamte Insel unter ihrer Kontrolle. 

Unsanfte Landung - Ankunft auf Auroa.

Jeder, der ihre Insel verlassen will, wird von einem Schwarm Drohnen, die die Wolfs kontrollieren, auf den Grund des Meeres oder ins Jenseits geschickt. Schnell werdet ihr so vom Jäger zum Gejagten. Schließlich schaft ihr es, euch zu einer versteckten Basis von Widerstandskämpfern durchzuschlagen. Ihr Anführer Schulz steht euch erst skeptisch gegenüber, vermutlich auch weil er wittert, dass bald viel Aufruhr ins Lager kommen könnte. Anschließend macht ihr euch daran, die Wolfs zu bekämpfen und müsst dabei alle Survival-Skills nutzen, um die Kontrolle über Auroa zurückzuerlangen.

Schulz ist not amused - Die Ankunft im Lager.

Klassenmanagement

Nach einer gewissen Einspielzeit könnt ihr euch für eine Charakterklasse entscheiden (Im Verlauf des Spiels sind die Klassen übrigens frei wechselbar). Zur Auswahl stehen Sniper, Medic, Supporter und Sturmsoldat. Die Klassen sind hier durch verschiedene Tiere dargestellt. Ein Pluspunkt beim Klassenmanagement: Ihr habt einen einheitlichen Skill-Baum. Ihr könnt also alle Skills, die ihr beispielsweise beim Sniper festgelegt hat, mit in die Medic-Klasse nehmen. Allein die verschiedenen Features wie unendliche Medi-Kits unterscheiden im eigentlichen die Klassen. Auch bei der Waffenwahl lässt euch Ubisoft freie Hand. Skill Points sammelt ihr durch Crafting, Levelaufstiege oder das Abschließen von Missionen.

Euren Skills könnt ihr in die nächste Klasse mitnehmen - Der Skilltree

Survival und Crafting

In der Wildnis von Auroa zu überleben ist kein Kinderspiel. Bei euren Streifzügen über die Insel sammelt ihr verschiedenen Gegenstände (meist automatisch) ein, mit denen ihr anschließend an einem Lagerplatz nützliche Gegenstände herstellen könnt. Dabei habt ihr die Auswahl zwischen Nahrung, Sprengladungen oder Gadgets, die eure Ausrüstung verbessern. Selbstverständlich könnt ihr auch in diversen Shops im Hauptlager verschiedene Gegenstände für eure Waffen erstehen. Dazu jedoch später mehr. Alles in allem erinnert das Crafting-System ein wenig an Red Dead Redemption 2. Gemütlich am Feuer sitzend bastelt ihr vor euch hin. So wird aus Altmetall und einigen Pflanzenteilen auf einmal eine Sprengstoffpackung. Ihr könnt an der Lagerstelle übrigens auch ein Nickerchen halten und so eure Energie sowie Ausdauer auffüllen.

Immer ausreichend trinken ist hilfreich und das nicht nur im Reallife. Ghost Recon Breakpoint setzt sehr viel auf verschiedene Surivaltechniken. So fällt die Ausdauer, wenn ihr in kalten Gebieten leicht bekleidet umherspringt. Ist die Ausdauer mal am Boden, hilft ein kräftiger Schluck Wasser. Wasser könnt ihr jeder Zeit überall auffüllen. Sogar im Pool oder Meer. Ob Chlor und Salzwasser aber wirklich so vitalisierend sind, ist fraglich. Verschiedene Nahrungsmittel verleihen euch zusätzlich einen Boost, wie die Schärfung der Sinne oder eine höhere Ausdauer. Im rechten Bildrand wird euch die Boostzeit angezeigt. Ihr solltet also nie unvorbereitet zu einer Mission aufbrechen und eure Jacke oder Regenmantel besser nicht vergessen.

Ab ans Feuerchen und ein bisschen basteln - Das Craftingsystem.

Fahrzeuge und Waffen

Bisher konnten wir vier verschiedene Fahrzeugtypen bewundern. Helikopter, Schnellboote, Motorräder und eine Auswahl an verschiedenen Panzerwagen (4-Sitzer oder 2-Sitzer). Der Helikopter ist wohl die beste Option, um schnell vom Fleck zu kommen und seine Umgebung im Auge zu behalten, aber auch die Motorräder und Panzerwagen bieten (je nach Geländegängigkeit) eine gute Option, falls ihr Mal vom Himmel fallt.

Hoch hinaus mit dem Team - Story-Modus im Squad.

Ihr könnt eure Waffen, egal wo, jederzeit wechseln. Neue Waffen erhaltet ihr entweder gegen Geld im Lager oder findet sie in Loot-Boxen, die ihr während Missionen oder Erkundungstouren finden könnt. Die Waffen sind individuell ausrüstb ar. So könnt ihr Schalldämpfer, größere Magazine, verschiedene Visiere und vieles mehr integrieren. Die Waffen passen ihre Optik übrigens direkt dem Klimabereich an, in dem ihr euch befindet. So werden Sie beispielsweise bei Schnee weiß, beziehungsweise mit einem kleinen Frostmantel überzogen und sind im Dschungel mit grüner Tarnfarbe bedeckt.

Ausrüstung ist das A und O im Surival-Tactic-Shooter.

Aussehen und Ausrüstung

Im Ausrüstungsmanagement könnt ihr neben eurem Aussehen auch die Ausrüstung anpassen. Wie schon bei den Waffen erhaltet ihr Ausrüstung in Lootboxen oder durch Levelaufstiege. Dabei hat jedes Kleidungs- bzw. Ausrüstungsstück eigene Werte, die sich verbessern, aber auch verschlechtern können.

Von Narben bis hin zu Tattoos - Die Gestaltungsmöglichkeiten.

Dialog und Kombinationen

Im Gespräch habt ihr verschiedene Auswahlmöglichkeiten, die selbstverständlich euren Wissensstand oder eure Beziehung zu der Person beeinflussen können. Die Kombinations-Option lässt euch verschiedene Fakten, die ihr im Gespräch oder durch das Sammeln von Briefen oder Hacken von Rechner zusammengetragen habt, kombinieren. So könnt ihr die Story beschleunigen, aber auch verlangsamen. Neue Missionen können übrigens auch durch aufmerksames Zuhören freigeschaltet beziehungsweise entdeckt werden.

Kombiniere, kombiniere, da ist etwas im Bosch - Das Kombinations- und Dialogsystem.

Landschaft und Orientierung

Auroa verfügt über drei verschiedene Klimazonen. Hochland (mit Schnee und Eis), Mittelgebirge (Nadel- und Laubwald) und Regenwald  (Strand- und Sumpfbereiche). Ihr müsst euch wie schon erwähnt auf jeden Bereich individuell anpassen. Zur Orientierung auf der Insel dienen Kompass und Karte, die stets am rechten Bildschirmrand angezeigt werden. Ein bisschen schade: die meisten Hotspots und Gegner sind bereits auf der Karte vermerkt. Rote Flecke n auf der Karte signalisieren hierbei gegnerische Aktivitäten und auch Fahrzeuge werden auf den Straßen noch vor Sichtung angezeigt. Auch im höheren Schwierigkeitsgrad verschwinden diese Auszeichnungen leider nicht. Im Spiel habt ihr einen stetigen Wetterwechsel. So kann es auch mal rau werden, wenn ein Schneesturm euch die Sicht nimmt oder dichter Nebel nur noch Schatten der Gegner erahnen lässt.

Hier ziehts!- Die richtige Kleidung und Ausrüstung ist überlebenswichtig. 

PVP in Story- und Mulitplayer-Modus

Der Story-Modus kann selbstverständlich auch im Multiplayer gespielt werden. Hier könnt ihr teamintern über die Missionen entscheiden, die ihr antreten wollt und Materialien tauschen. Das Gegneraufkommen und die Schwierigkeit ändert sich natürlich je nach Anzahl der Spieler. Absprache und Taktik sind hier essenziell, unter anderem auch, um auf der Karte nicht verloren zu gehen. Die wichtigen Story-Dialoge führt ihr allerdings alleine und jede Entscheidung muss selbst getroffen werden. Beim Loot verhält es sich ähnlich. Nur weil euer Kamerad die Box geöffnet hat, heißt das noch lange nicht, dass ihr die neuen Waffen auch gleich mitgeliefert bekommt. Wenigstens kommt sich so niemand in die Quere oder fühlt sich benachteiligt.

Jetzt aber rein hier! - Beim Mulitplayer ist Absprache und Taktik wichtig.

Der Multiplayer-Modus läuft in der Regel auf 4 vs.4-Gefechte hinaus. Hier habt ihr die Auswahl zwischen Team-Death-Match (Best of 3), Seek and Destroy (Best of 3) und einem Mini-Battle-Royale-Modus. Die Maps sind sehr übersichtlich gestaltet und lassen viel Spielraum für verschiedene Taktiken. Bereits auf der Gamescom hatten wir die Möglichkeit, den PvP-Modus ausgiebig zu testen und zu bewerten.

Fazit

Ganz nett – Tom Clancy’s Ghost Recon Breakpoint fühlt sich wie eine Mischung zwischen Far Cry und Red Dead Redemption 2 an. Die Story ist zwar durchdacht, aber auch ein wenig vorhersehbar. Letztlich wurden einige Verbesserungen zum Vorgänger vorgenommen und das Set-Up einmal umgedreht. Das Gameplay bleibt dabei allerdings in großen Teilen das gleiche und trifft damit zumeist Fans der Reihe. Der Taktik-Shooter macht trotz allem sehr viel Spaß, gerade im PvP-Modus hat Breakpoint einiges zu bieten. Wer nicht nur stumpf drauf losstürmen möchte und denkt, bevor er schießt, wird mit dem neuen Spiel von Ubisoft definitiv Spaß haben.

am

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