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Code Vein: Soulslike im Anime-Setting.

Zwischen Anime und Soulslike

Code Vein im Test: Viel Seele, wenig Souls, kein Biss

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Code Vein: Das Anime-Pendant zu Dark Souls und Co. Wir haben das emotionale Action-RPG bis aufs Blut durchgecheckt. Im Test erfahrt ihr, was das Spiel kann.

Was lange währt, wird endlich Blut. So lässt sich die Entwicklungsgeschichte von Code Vein in aller Kürze zusammenfassen. Erstmals im April 2017 angekündigt, hat das Soulslike im Blutsauger-Anime-Setting etliche Veränderungen durchgemacht und von Entwickler Shift (God Eater) Anfang 2019 sogar noch eine Komplettüberholung spendiert bekommen. Das Ergebnis: Ein gelungener Gameplay-Mix mit starker Story und einem übermenschlichen Problem. Dass Code Vein nämlich nicht mehr ganz frisch aus dem Sarg hüpft, merkt man dem Action-JRPG sofort an. Haben wir also Blut geleckt? Oder saugt uns der Titel den letzten Fetzen Fleisch vom Geduldsfaden?

Blutsauger mal anders

Auch unter Blutsaugern sind sich nicht alle grün.

Seitdem Demon Souls vor einer gefühlten Ewigkeit den Goldstandard für das Genre knackschwerer Rollenspiele setzte, hat sich erzählerisch nicht viel getan. Die Geschichte eines Soulslike sollte kryptisch sein, versteckt hinter Item-Beschreibungen, dahingeflüsterten Dialogen und verschwurbelten Zwischensequenzen. So zumindest lebt es From Software seit Jahren vor. Der perfekte Nährboden also für eine düsteres Epos rund um Vampire und ihre finsteren Machenschaften. Doch genau hier liefert Code Vein die erste Überraschung, denn es erzählt seine Geschichte in Grauzonen, mit emotionalem Tiefgang und vor allem eins: verständlich

Als sogenannter Wiedergänger erwacht ihr in einer Welt, die kurz vor dem Zusammenbruch steht. Seit Jahrzehnten wütet der BOR-Virus, welcher Menschen zu Vampiren macht, dazu verdammt sind, ihr unsterbliches Dasein auf Erden zu fristen. Neben der Kleinigkeit mit dem ewigen Leben bringt die mysteriöse Seuche jedoch auch andere, dunkle Nebenwirkungen mit sich. Steht für die Wiedergänger nicht regelmäßig frisches Blut auf dem Speiseplan, verwandeln sie sich Stück für Stück in unkontrollierbare Bestien, die sogenannten Verlorenen. Auch die mächtige Königin der Vampire ist diesem grausamen Schicksal zum Opfer gefallen und so trudelt die bluthungrige Gesellschaft führerlos ihrem Untergang entgegen. Es muss eine Lösung her, um den brüchigen Frieden zwischen Blutsaugern und ihren Opfern aufrechtzuerhalten.

Mitgehangen, Wiedergegangen

Alles außer Bärte: Der Charakter-Editor gibt euch gigantische Möglichkeiten.

Der Vorrat an schmackhaften Menschen ist so gut wie erschöpft und nur die eigenartigen Blutperlen, kleine Tropfen der roten Köstlichkeit, stoppen für kurze Zeit das Verlangen. Die jedoch wachsen ausschließlich an seltenen Quellbäumen mit unbekanntem Ursprung. Als namenloser, von eigener Hand im unfassbar umfangreichen Charakter-Editor erstellter Wiedergänger machen wir uns also auf die Suche nach der Quelle des Blutes und trommeln auf der Reise eine kleine Gruppe treuer Mitstreiter zusammen, zu denen wir im Laufe der rund 25-stündigen Geschichte ungebrochene Freundschaft schließen. Doch wie bei jeder guten Anime-Geschichte schläft das Böse auch in Code Vein nie, Verrat lauert hinter jeder Ecke und Totgeglaubte leben länger. 

Auch wenn die meisten unserer Begleiter nicht mehr sind als altbekannte Anime-Klischees, widmet Entwickler Shift jedem Mitglied der Truppe eine ganz eigene, toll geschriebene Hintergrundgeschichte. Während Code Vein die großen Entwicklungen der Story also in spektakulären,emotionsgeschwängerten Zweikämpfen und dramatischen Wendungen erzählt, liegt dahinter das Fundament vieler kleiner Momente, die dafür sorgen, dass uns Figuren wie Mia, die ihre kleine Schwester retten will oder Yakumo, der eine furchtbare Kindheit im Waisenhaus hinter sich hat, richtig ans Herz wachsen. Mit jeder Stunde wächst unsere kleine Familie weiter und so gilt "Blut ist dicker als Wasser" für die Vampirtruppe gleich doppelt. Nicht verwunderlich also, dass Code Vein sich auf universelle Themen wie Freundschaft und Moral zurückbesinnt und das Genre damit ordentlich aufmischt.

Blutgruppe Souls+

Code Vein: Altbekannte Mechaniken mit neuem Twist.

Um unter all den Soulslikes allerdings wahrhaftig zu bestehen, muss in erster Linie natürlich das Gameplay stimmen. Und auch hier liefert Code Vein richtig gute Ansätze, ohne sich dabei allzu sehr von den spielerischen Grundlagen zu lösen, die Veteranen mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen sind. Den knackigen Gegnern des Spiels rücken wir mit prallgefüllter Ausdauerleiste, Blocken, Parieren, Ausweichen, einem schwachen, sowie starken Schlag und einem breiten Arsenal an Waffen zu Leibe. Timing, gutes Management der eigenen Ausdauer und Kenntnis über Level und Monster sind von essenzieller Bedeutung und verhindern ein frühzeitiges Ableben unseres Helden, der dann doch nicht ganz so unsterblich ist wie geplant. Kassieren wir dann doch einmal die gute alte Pflock-zu-Herz-Behandlung, starten wir anschließend an einem zuvor freigeschalteten Checkpoint und müssen den ganzen Weg noch einmal bestreiten, um unseren Dunst, die Währung in Code Vein, zurückzuerlangen.

Soweit so bekannt setzt das Spiel jedoch auch eigene Akzente. Jeder Charakter und Gegner in Code Vein besitzt nämlich einen sogenannten Blutcode, der ihn als eine bestimmte Klasse ausweist. Als Held der Geschichte bekommt unser Charakter natürlich die Fähigkeit spendiert, gleich mehrere dieser Blutcodes verwenden zu können. Im Laufe der Geschichte sammeln wir mehr als 20 dieser Codes, ob von Gegnern, Bossen oder unseren Mitstreitern und können unseren Blutsauger immer mehr unserem Spielstil anpassen. Schließlich können jederzeit zwischen ihnen wechseln. Während der Ranger Blutcode die Waffenangriffe mit dem Bajonett verbessert und uns so zum Fernkämpfer werden lässt, gibt uns der Mercury Code beispielsweise mehr Dunst für besiegte Gegner oder enthüllt versteckte Truhen auf der Karte – perfekt zum Farmen zwischen den Bossen. Jeden Blutcode können wir außerdem verbessern, indem wir neue Fähigkeiten freikaufen. Das Ergebnis: Ein vielfältiges Klassensystem, das beim Herumexperimentieren mit Builds gigantische Freiheiten gibt.

Das Blutcode-System funktioniert besonders deshalb so gut, weil es nahezu perfekt mit den RPG-Elementen von Code Vein verzahnt ist. Jeder Code hat seine ganz eigene Werte, Stärken und Schwächen und bietet sogar das Potenzial für Kombinationen. Haben wir die Fähigkeit einer Klasse nämlich häufig genug eingesetzt, also trainiert, können wir diesen Skill ab sofort auch einsetzen, wenn wir gerade einen anderen Blutcode ausgerüstet haben. Mit acht aktiven, vier passiven für Fähigkeiten und zwei Waffenslots lassen sich richtig komplexe Synergien erschaffen – eine gern gesehene Abwechslung zum rudimentären Magie-System aus Dark Souls und Co. Code Vein unterfüttert seine schnellen Kämpfe per Waffe also zusätzlich mit allerlei Buffs und ziemlich coolen Skills wie z.B einer wirbelnden Schlagabfolge, mit denen sich Gegnermassen binnen Sekunden ausrotten lassen. Bei so viel spielerischer Freiheit sehen wir gern darüber hinweg, dass wir uns beim Aufleveln nicht für einen Wert entscheiden können, sondern alle Attribute gleichermaßen verbessern und nur einen Slot für Rüstungen haben.

Nach jedem Bosskampf wartet ein neuer Blutcode auf uns – genial!

Code Vein: Nur was für blutige Anfänger?

Einziges Manko: Nur selten drängt uns Code Vein so sehr in die Ecke, dass wir gezwungen sind, die spielerischen Freiheiten voll auszunutzen. Für ein Soulslike ist das Vampir-RPG nämlich viel zu leicht oder zumindest fragwürdig ausbalanciert. Besonders in der ersten Hälfe des Spiels plätschert der Schwierigkeitsgrad lasch vor sich hin, sodass kaum ein Boss mehr als zwei bis drei Versuche überlebte. Im späteren Spielverlauf zieht das Spiel noch einmal an, bleibt aber weiter hinter den Erwartungen eines knackigen Dark Souls Konkurrenten zurück. Lediglich ein tödliches Duo, das bei uns amtliche Ornstein & Smough-Flashbacks auslöste, konnte uns wirklich fordern. Damit ist Code Vein besonders gut für Einsteiger geeignet, fordert Veteranen allerdings nicht mehr als ein müdes Lächeln ab. Schade, denn grundsätzlich konnte uns das Design der Bosse, sowohl spielerisch als auch optisch überzeugen. Letztlich bleibt der Schwierigkeitsgrad aber natürlich ein rein subjektiver Faktor, der von Spieler zu Spieler variiert. Wir hätten uns trotzdem etwas mehr Punch der fiesen Gegenspieler gewünscht, um der anschließenden Story-Sequenz noch mehr emotionale Wucht zu geben.

Code Vein: Balancing-Probleme sorgen für lasche Bosskämpfe.

Ein Grund für die durchwachsene Challenge, die uns Code Vein bietet, liegt möglicherweise im Begleitersystem begründet. Statt nämlich allein in den Kampf zu ziehen, haben wir fast immer einen unserer Mitstreiter im Gepäck, der uns mit Rat, Tat und Machete zur Seite steht. Das lohnt sich, denn Mia, Louis und Co. sind kein strunzdummer Klotz am Bein, sondern im Gefecht eine echte Bereicherung. Einige (u.a. Yakumo) sind sogar so stark, dass sie ganze Gegnerwellen im Alleingang erledigen können. Nicht selten blieb bei uns deshalb der Eindruck hängen, dass wir mehr Sidekick als Superheld sind – kein Gefühl, das in einem knallharten Action-RPG aufkommen sollte. Zwar lassen sich die Begleiter jederzeit entlassen, doch ist Code Vein an mancher Stelle so konzipiert, dass wir ohne zweite Person kein Land sehen, weil uns die Gegner in die Zange nehmen oder unablässig mit Zaubern eindecken. Hier hilft zur Not das Koop-System, das uns einen anderen Spieler an die Seite stellt, sofern wir das denn wollen. Das funktioniert exakt so wie beim Genreprimus und ermöglicht dank Passwort-Funktion auch das gemeinsame Durchzocken mit einem Freund. An den gravierenden Schwächen im Balancing ändert allerdings auch ein zweiter, axtschwingender Freizeitvampir nicht viel.

Nicht auf Level mit dem Level

Zwei der größten Tugenden in Dark Souls und noch immer einzigartig: Leveldesign und World-Building. Hier zeigt auch Code Vein, dass From Software der Konkurrenz noch immer einen großen Schritt voraus ist. Entwickler Shift zeigt sich sichtlich bemüht, der futuristischen Metropole, in der ein Großteil des Spiels stattfindet, Vertikalität und Abwechslung einzuhauchen, scheitert aber an den eigenen Ambitionen. Im Grunde bekommt ihr es mit einer Vielzahl voneinander abgetrennter Areale zu tun, die in sich recht offen sind und cleveres Beobachten der architektonischen Besonderheiten erfordern, im Großen und Ganzen ist Code Vein aber eine gnadenlos lineare Erfahrung. Auf eurer Reise gilt es gelegentlich kleinere Nebenaufgaben zu erfüllen, die aber führen euch in der Regel nur zu bereits besuchten Orten und eröffnen selten ganz neue Gebiete. Optionale Bosse oder versteckte Areale sucht ihr hier vergeblich.

Trotz Nebenaufgaben: Code Vein ist gnadenlos linear.

Zwar gibt es durchaus Bonus-Gebiete, die ihr mithilfe in der Spielwelt verstreuter Karten freischaltet, allerdings sind auch die völlig abgekapselt von Geschichte und dem Rest der Großstadt. Es fehlt schlicht der Blick für eine übergeordnete Welt. Entweder werden wir direkt zu neuen Gebieten teleportiert, ohne sichtliche Verbindung zum vorangegangenen oder zwischen den durchaus abwechslungsreichen (Wüste, Schnee, Feuer etc.) liegen schier endlose, hässliche Korridore ohne den geringsten Mehrwert für die Spielerfahrung. Diese genialen Aha-Momente, wenn wir nach zwei Stunden endlich eine Abkürzung freischalten und uns erstaunt direkt am Anfang des Levels wiederfinden, bleibt also größtenteils aus.

Textur oder kann das weg?

Das Gegnerdesign weiß dafür größtenteils zu überzeugen. Jede thematische Zwischenwelt hat ihre ganz eigenen Bewohner, die euch mit einer Vielzahl kreativer Angriffe zusetzen. Schade nur, dass sich die blutüberströmten, brennenden oder Hellebarden-schwingenden Monster gern mal wiederholen. Abwechslung sieht leider anders aus. Umso schöner präsentieren sich dafür die vielen Figuren in Code Vein. Man merkt dem Spiel sichtlich an, dass es voll und ganz die Anime-Zielgruppe bedienen möchte und dieses gewagte Experiment gelingt größtenteils. Angefangen vom massiven Charakter-Editor, bis hin zu den winzigen Details an Rüstungen und Waffen, die in jeder Zwischensequenz voll zu Geltung kommen. Verschränkt man den Blick auf die emotionalen Grundpfeiler von Code Vein, blutet das Herz nicht, sondern geht richtig auf. Aber auch hier wartet eine Schattenseite, denn sobald man wieder das große Ganze in den Fokus rückt, entpuppt sich Code Vein als hässliches Entlein unter den Soulslikes.

Code Vein: Darf's noch eine Textur sein?

Der einzigartige Anime-Stil versprüht leider nur an der Oberfläche seinen Charme. Figuren sehen toll aus, die Umgebung stechen dagegen allerdings heraus wie der Speer aus unserem Vampir-Umhang – und das meinen wir leider nicht im positiven Sinne. Hier von Texturmatsch zu sprechen, wäre eine absolute Beleidigung für den Qualitätsmatsch, den uns From Software seit Jahren vor die Linse wirft. Skyboxen und Texturen sind extrem grob und lassen außerdem die nötige Dynamik vermissen. Auf die Spitze trieb das ein Abschnitt in einer gigantischen Kathedrale unter freiem Himmel. Leider kam für die Brüstungen, Wände und Dächer dieses rund 3-stündigen zentralen Levels nur eine einzige Textur zum Einsatz, die sich permanent wiederholt, egal wohin man schaut. Grafisch hinkt Code Vein seiner Zeit also nicht nur hinterher, es ist auch noch ein Paradebeispiel für falsch gesetzte Prioritäten, denn das Mindestmaß an Aufwand für die grafische Gestaltung erfüllt das Action-RPG leider nicht im Ansatz.

Erfreulich hingegen: Der Soundtrack von Code Vein ist ein absolutes Brett. Dieser stammt aus der fähigen Feder von Go Shiina, der mit dem Studio bereits an God Eater und an anderer Stelle an Tekken gearbeitet hat. Orchestrale Passagen wechseln sich mit stimmungsvollen Chören ab, bei denen From Software neidisch die Ohren schlackern. Auch das präsente Hauptthema bietet genug Wiedererkennungswert, um uns garantiert noch nach Wochen im Ohr herumzuschwirren – großartig! Zusätzlich dazu stimmt auch die Wucht der Geräuschkulisse. Jeder Schlag mit der Waffe, jede Fähigkeit und Backstab haben ikonische Sounds spendiert bekommen, die ins Ohr gehen als wären sie ein Stethoskop. Dabei erinnert die Kombination aus Score und Sounds nicht selten an das phantastische NieR Automata und die ätherische Soundkulisse von Keiichi Okabe.

Fazit


Code Vein: Zwischen spielerischer Brillanz und fehlender Vision. In puncto Look and Feel erinnert das Action-RPG eher an eine tiefemotionale Anime-Produktion als ein vollwertiges Soulslike. Das Gameplay ist schnell, wuchtig und hat mit dem großartigen Blutcode-System ein spielerisches Alleinstellungsmerkmal gefunden, das problemlos eigene Akzente setzt. Nichtsdestotrotz steht sich das Spiel selbst im Weg - mit knochentrockenem Leveldesign und dem laschen Schwierigkeitsgrad, der selbst bombastisch inszenierte Bosskämpfe schnell vergessen lässt. Als Einstieg für Neulinge im Genre und Fans kleiner, liebevoller Geschichten hat Code Vein seine Daseinsberechtigung zweifellos gefunden, krankt dabei aber an grafischer Inkonsequenz in Form von Texturmatsch aus der Hölle. Wenn ihr futuristischen Vampiren etwas abgewinnen könnt, seid ihr hier richtig. Für Fans moderner Soulslikes bleibt Code Vein leider enttäuschend.

PROS

CONS

+ Blutcodes (Klassensystem) ermöglichen massig Builds

- Kurze Spielzeit (≈ 25 Stunden) 

+ Gelungener Mix aus emotionaler Geschichte und Gameplay

- Schwankende Performance

+ Massiver Charakter-Editor

- Veraltete Grafik

+ Schnelles, durchdachtes Kampfsystem

- Charaktere aus der Klischeekiste

+ Grandioser Soundtrack

- Schlauchiges Leveldesign

+ Toll ausgearbeitete Figuren

- Lascher Schwierigkeitsgrad

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