Überraschung der Messe

The Eternal Cylinder: Gamescom-Vorschau – Spore auf Steroiden

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The Eternal Cylinder: Erinnert im ersten Moment an Spore, ist aber so viel mehr als eine kunterbunt-kreative Sandbox. Wir haben es angespielt.

The Eternal Cylinder: Das abgedrehte Sandbox-Spiel angezockt.

Ein kleines knuffiges Wesen auf einer Gradwanderung zwischen Flucht und Erkundungstour. So könnte man die Prämisse des 2020 erscheinenden Survival Games The Eternal Cylinder beschreiben. Ob sich der Titel von Good Shepard Entertainment als vielversprechend entpuppt, durften wir auf der Gamescom für euch herausfinden.

Absurditäten on must 

Bei The Eternal Cylinder steuert ihr ein kleines kugelförmiges Wesen mit Rüssel und ohne Arme. Ihr befindet euch auf einem fremden Planeten, der nur so vor Abstrusitäten wimmelt. Die größte unter ihnen: ein gigantischer Zylinder, der vom linken Rand des Horizonts bis zum rechten reicht. Dieses monumentale Monstrum aus Stein beginnt gelegentlich auf euch zuzurollen und plättet dabei wie ein gigantisches Nudelholz alles und jeden, der ihm in die Quere kommt. Die Geschichte wie hier was passiert und aus welchen Gründen bleibt uns zunächst vorenthalten. 

Der rollende Zylinder thront bedrohlich über der quietschbunten Spielwelt.

Eure Aufgabe in dieser verrückten Welt ist es als zweibeiniges Alienwesen diesen gewaltigen, rollenden Zylinder aufzuhalten – zumindest solange, dass ihr einen kurzen Moment zum Erkunden und des naheliegenden Terrains habt. Die kryptische Story wird euch dabei an gewissen Punkten, an denen ihr früher oder später im Spiel angelangt, von einem Erzähler vermittelt. Denn schließlich könnt ihr selbst nicht sprechen.

Stranger on tour

Das einzige was ihr mit eurem Mund könnt ist fressen. Und zwar jegliche Objekte, die ihr in der abstrusen Umwelt finden könnt. Das Ziel des Spiels oder auch das Gameplay ist allerdings schwer auf den Punkt zu bringen, dennoch ein Versuch unsererseits: Ihr watschelt als unterstes Mitglied der Nahrungskette über jenen erwähnten Planeten. Mit eurem Rüssel könnt ihr Gegenstände wie etwa Pflanzen, Eier oder ähnliche Erzeugnisse von Mutter Natur einsaugen. Die meisten dieser Produkte könnt ihr dann entweder mit eurem Rüssel verschießen oder essen. 

Mutationen und Absurditäten gibt es mehr als genug in The Eternal Cylinder.

Letztere Entscheidung bringt euch oftmals den Vorteil, dass ihr von einem gewissen Effekt im Rahmen einer biologischen Mutation profitiert. Wollt ihr beispielsweise in das frostige Biotop, in dem es schneit und ihr beim betreten Kälteschaden erleidet, so müsst ihr vorher eine spezielle Pflanze fressen und erhaltet eine Kälteresistenz. Diese Mutationen bringen nicht nur einen praktischen Effekt, sondern auch eine optische Veränderung eures kleinen Knubbelwesens. Wenn ihr etwa ein Objekt schnabuliert, dass euch in eine Würfelform mutiert, so sieht das Ganze auf eine ziemlich bekloppte und ulkige Art schon ziemlich knuffig aus.

Rätselzeit

Ein festes Ziel habt ihr bei The Eternal Cylinder ebenso wenig wie eine Karte oder ein umfangreiches Head-Up-Display. Lediglich euer Kompakt-Inventar ist am unteren, linken Bildschirmrand zu sehen. Stattdessen dienen Story-Events, die eure Aufmerksamkeit auf sich ziehen, als Wegweiser. So kreuzten sich unsere Wege mit einem gigantischen, sterbenden Wurm, der uns zu einer Höhle führte. Allerdings war diese für uns noch nicht betretbar, da wir bisweilen allen unterwegs waren, was uns zum nächsten Aspekt des Gameplays führt. 

Gemeinsam löst ihr jedes Rätsel.

Während ihr durch die Welt streun und zu überleben versucht, müsst ihr Ausschau halten nach kleinen eierförmigen Behältern und einer naheliegenden Brutstation. Mittels diesen könnt ihr euch einen Kumpanen ausbrüten und euch so nach und nach eure eigene Entourage zusammenstellen. Diese benötigt ihr um Rätsel zu lösen und in der Story voranzuschreiten, wie beispielsweise in der eben erwähnten Höhle, wo wir nur zu dritt eintreten und die Aufgaben erledigen konnten. Laut den Entwicklern liegt die maximale Anzahl an eurem Gefolge noch nicht fest, doch sollen es so um die 50 Watschelmänner werden, die ihr auf eurem planlosen Streifzug über den Planeten rekrutieren könnt.

Kreativität wohin das Auge fällt

Auf euren Streunertouren laufen euch dabei allerlei Kreaturen über den Weg, bei denen wir uns fragten, aus welchen psychedelischen Träumen oder Trips diese Gestalten entsprungen sind. Ein riesiges, kugelförmiges Gebiss mit Beinen versuchte uns zu verspeisen, ein fliegendes Stempelwesen versuchte uns aus seinem Nest zu verscheuchen und eine abgefahrene Kreuzung aus einem Auto und einem menschlichen Oberkörper mit Lederstriemen jagte uns nach. Die etwas 30 verschiedenen Kreaturen aus The Eternal Cylinder strotzen nur so vor Kreativität und Abstrusität und während wie uns fragten wie dämlich das doch alles ist, konnte man uns gleichzeitig ein dickes Schmunzeln ablesen. Eine Reise der ganz besonderen Sorte.

The Eternal Cylinder: Ein Rüssel voller Potenzial.

Fazit 

The Eternal Cylinder wirft einen in eine Welt voller Absurdität und vorläufiger Planlosigkeit. Wer gerne auf Erkundungstrips in fremde Welten geht, der wird von diesem Titel herzlichst zu eben diesem Unterfangen eingeladen. Inwiefern das Spielprinzip auf Dauer unterhalten kann, bleibt selbstverständlich abzuwarten, doch hat uns das gemütliche Abenteuer einen schönen Gegenentwurf zu den restlichen, eher aktionreichen Spielen der diesjährigen Gamescom geboten. Wir behalten diesen ganz speziellen Titel auf jeden Fall im Auge.

The Eternal Cylinder erscheint 2020 für PlayStation 4, Xbox One und den PC über den Epic Store.

Rubriklistenbild: © Ace Team

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