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Frisch von der Gamescom: Dying Light 2

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Von: David Oehlmann

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Das beliebte Open World Survival Horror Action-Adventure namens Dying Light geht in die zweite Runde. Auf der Gamescom bekamen wir einen ersten Einblick in die düstere Post-Apokalypse, bei der uns Entwickler Techland das neue Feature des Narrative Sandbox und noch vieles mehr vorstellte.

The Modern Dark Age

Die Story von Dying Light 2 findet 15 Jahre nach den Geschehnissen des ersten Teils statt, in einer Welt, die den Kampf gegen den Zombie-Virus verloren hat. Wir finden uns in einer Metropole wieder, welche früher einmal eine schillernde Stadt voller Leben gewesen sein muss. Jedoch herrscht hier nun nur noch Verwüstung und die permanente Gegenwart des Todes.

Aufgeteilt ist die Stadt durch mehrere Fraktionen, die die Macht über ihre Territorien haben. Eine davon sind die Peacekeepers, welche den Überlebenden ein sicheres Leben und genug Ressourcen für alle bieten wollen. Jedoch herrschen sie mit harter Hand und drakonischen Strafen, was die Menschen der Stadt einschüchtert.

Eine weitere Fraktion bilden die Scavenger, welche vor allem daran interessiert sind, Ressourcen zu sammeln und zu plündern. Sie gehen Konfrontationen weitestgehend aus dem Weg.

Der größte Teil der Population besteht jedoch aus untoten Fleischfressern, welche sich am Tage im Dunklen verstecken. Erst wenn es Nacht wird strömen sie auf die Straßen und machen euch das Leben zur Hölle. Meidet also am Tag die dunklen Keller und in der Nacht die Straßen.

Kennern des Vorgängers ist vorab jedoch auch deutlich zu sagen, dass ihr dieses Mal komplett auf euch allein gestellt sein werdet. Einen Koop Modus wie im ersten Teil wird es nicht mehr geben, da Entwickler Techland die Multiplayer Funktion mit dem Battle Royale-Spiel Dying Light: Bad Blood in ein eigenes Spiel verfrachtet.

Eure Entscheidungen. Eure Welt

Das Aushängeschild von Techland für Dying Light 2 heißt „Narrative Sandbox“. Das Spiel soll euch eine individuelle Story ermöglichen, wie es sie bisher noch nicht gegeben hat. Eure Entscheidungen sollen eine große Rolle spielen und eure Story nachhaltig beeinflussen. Eure Entscheidungen sollen sich dabei auf drei Ebenen auswirken: Story, Gameplay und Spielsystem.

Auf der ersten Ebene wird natürlich die Geschichte beeinflusst, je nachdem auf welche Seite ihr euch schlagt und welche Personen ihr unterstützt oder bekämpft. Viele Möglichkeiten erschließen sich hier aus vorangegangenen Entscheidungen, oder schließen sich dadurch aus.

Das Gameplay wird insoweit von euren Entscheidungen beeinflusst, dass ihr je nach Situation als Charakter von ihnen positiv oder negativ beeinflusst werdet. Beispielsweise bringt die Entscheidung über die Nutzung einer leeren Lagerhalle euch Buffs auf eure Gesundheit, oder bessere Kampfskills, oder auch mehr Ressourcen. Jedoch können im Zweifel auch eure Gegner davon profitieren. Ihr entscheidet also oft selbst über eure Ausgangslage.

Als letztes beeinflusst ihr ebenfalls das gesamte System des Spiels, je nachdem wie ihr entscheidet. Es eröffnen sich euch beispielsweise neue Gebiete, Quests oder Konversationen mit Charakteren. Genau so gut könnt ihr es euch aber auch verbauen, sofern ihr andere Entscheidungen trefft. Manche Situationen ergeben sich auch gar nicht erst, wenn ihr im vorherigen Abschnitt einen anderen Weg eingeschlagen habt.

Das Tolle an diesem Feature ist also, dass ihr euch nicht für einen vorgefertigten Weg entscheidet, sondern viele Knotenpunkte in der Story habt, die den weiteren Verlauf beeinflussen. Es entstehen viele unterschiedliche Pfade, welche von vielen kleinen Entscheidungen geformt werden.

Verbesserung der Parkour-Künste

Wie schon im Vorgänger wird sich euer Protagonist nicht nur normal laufend durch die Welt bewegen, sondern wieder mit artistischen Parkour-Fähigkeiten daherkommen. Diese wurden für Dying Light 2 nochmal kräftig überarbeitet, sodass ihr nun über doppelt so viele Moves wie im ersten Teil verfügen sollt.

Außerdem wurde die Physik der Umwelt verbessert, weswegen hängende Gegenstände sich nun noch natürlicher bewegen und für Schwing-Einlagen benutzt werden können. Das Gameplay sah dabei sehr intuitiv und fließend aus. Achten müsst ihr ab jetzt jedoch auf eure Ausdauer, denn euer Held bewegt sich zwar wie ein Kletteraffe durch die Welt, braucht aber nach längeren Abschnitten eine Pause, um die Stamina wieder aufzufüllen. Ihr müsst euren Weg also gut vorausplanen, da ihr ansonsten schnell wieder auf dem Boden der Tatsachen seid.

So entstehen sogenannte „Parkour-Puzzles“, welche euch nicht den erstbesten Weg nehmen lassen, sondern euch ein bisschen rätseln lassen wie ihr bestimmte Objekte erklimmt. Wie schwer sich diese im fertigen Spiel gestalten werden, ist aus der kurzen Präsentation jedoch noch nicht abzusehen.

Dying Light 2 erscheint 2019 für PlayStation 4, Xbox One und PC

Fazit

Dying Light 2 ist ein würdiger Nachfolger des erfolgreichen ersten Teils und hat uns schon jetzt richtig Lust auf das Zombie-Szenario gemacht. Besonders das Narrative Sandbox-Feature macht uns neugierig, denn wir wollen unbedingt erfahren, welches Ausmaß unsere Entscheidungen über das gesamte Spiel verteilt haben werden. Das Konzept erscheint uns gut durchdacht und mit Liebe zum Detail gestaltet. Das Setting sieht sehr stimmig aus und hat im Angesicht der untoten Bedrohung schon beim Zuschauen Unbehagen in uns ausgelöst. Die Spielmechaniken rund um Parkour- und Kampf-System haben nochmal ein ordentliches Upgrade bekommen und machen auf jeden Fall Lust auf mehr. Definitiv eines unserer Gamescom-Highlights!

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