Gato Roboto in der Vorschau: Das Pixelgenre lebt

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Heutige Spiele von großen Entwicklern werden an stetig steigenden Maßstäben gemessen. Die neuen Titel müssen in Sachen Inhalt, Spielwelt und Technik ihre Vorgänger und Konkurrenten übertreffen. Da kann es sehr angenehm sein, sich dem Trend entgegenzuwerfen und sich Spiele anzuschauen, die sich auf die Kernaufgabe ihres Genres fokussieren. Solch ein Titel ist Gato Robot von Entwickler Devolver Digital. Dieser hat bereits mit Broforce, Hotline Miami oder dem neuesten Titel SCUM einige bekannte Spiele herausgebracht. Das Spiel soll demnächst erscheinen und auf Steam erhältlich sein. Wir verraten euch in der Vorschau, ob sich mit Gato Roboto der Ausflug in alte Zeiten der Videospielgeschichte lohnt oder wir hier ein generisches Pixel-Allerlei vor uns haben.

Von Katz und Maus

Ja, wie beschreibt man am besten dieses Gato Roboto. Im Grunde genommen ist es eine Mischung aus Super Mario, Mega Man, Cuphead und Undertale. Aber fangen wir vorne an. Der Raumschiffpilot Gary ist mal wieder auf einem Routineeinsatz, als er ein Signal von einer eigentlich stillgelegten Forschungseinrichtung auf einem kleinen Planeten empfängt. Als er sich die Sachen näher anschauen will, wird durch mysteriöse Weise sein Schiff beschädigt und er stürzt auf den Planeten. Glücklicherweise schafft er es, mehr oder weniger heil zu landen. Jedoch steckt er in einem Sitz fest und schafft es nicht, sich zu befreien.

Hier tritt nun der eigentliche Hauptcharakter von Gato Roboto auf - Gary's Katze Kiki. Trotz ihrer für Katzen typischen Zurückhaltung scheint sie die Lage ihres Herrchens zu verstehen und begibt sich auf die Mission, Gary zu retten. Und was ist das erste, woran man bei solch einer Aufgabe denkt? Richtig, ein Katzen-Kampfanzug. Dieser verleiht Kiki - und damit euch - mehr Leben und macht euch mit einem Blaster deutlich wehrhafter. Sie kann den Anzug jedoch auch wieder ablegen, was ihr ihre alte Schnelligkeit und Sprungkraft zurückgibt. Ebenfalls ist Kiki deutlich weniger wasserscheu als normale Katzen oder ihr Kampfanzug. Der darf nämlich nicht nass werden. Wenn sich dann nach kurzer Zeit der obligatorische Raketenwerfer dazugesellt, ist Kikis Outfit fürs erste perfekt und es kann losgehen.

Rennen, Schießen, Springen

Das Gameplay von Gato Roboto ist dabei an klassische Jump n' Run Shooter angelehnt. Die Steuerung fühlt sich dabei recht angenehm an, nur beim Springen fühlt man sich etwas schwerelos. Doch mit etwas Übung flitzt man nach einiger Zeit gerade so durch die Levelbildschirme. Diese sind mit Hindernissen versehen, die erst mit bestimmten Fähigkeiten überwindbar sind. So ergibt sich ein lineares Leveldesign, was dem Spiel aber keinen Abbruch tut.

Die gelegentlich auftretenden Bosse haben in Gato Roboto einen angenehmen Schwierigkeitsgrad. Durch die direkt davor platzierten Speicherstände und die kurzen Ladezeiten kommt kein Frust bei wiederholtem Scheitern auf. Und das wird euch spätestens nach zwei, drei Bossen zwangsläufig passieren. Das Spiel kommt hier nicht ganz an die originellen und teilweise bockschweren Bosse aus Cuphead heran, bietet aber hin und wieder echte Nüsse, die es zu knacken gilt.

Pixel all the Way

Der Stil von Gato Roboto entspringt den Anfangszeiten der Videospiele. Dafür, dass uns die pixeligen Grafiken nicht zu viel werden, sorgen die häufigen Auflockerungen der Levelelemente, sowie die klar erkennbaren Strukturen bei Gegnern oder eurem Charakter. Die einzige Stelle, an der wir die Augen etwas zusammenkneifen mussten, ist, wenn Kiki durch Springen die Bildschirme wechselt. Springt man hier falsch ab, wird man durch die Schwerkraft wieder zurückgeworfen. Das erzeugt leicht nervige Effekte, zumal besagter Wechsel euch vor allem am Anfang gehörig verwirren kann. Dieser fühlt sich nämlich ein wenig unnatürlich an.

Ja und jetzt?!

Eigentlich ist damit auch schon alles über das Spiel gesagt. Die Charaktere führen durchaus einige witzige Dialoge, aber einen richtigen Tiefgang kann man ihnen nicht zuschreiben. Das Gameplay bekommt zwar immer wieder neue Fähigkeiten und Verbesserungen dazu, diese erfinden das Rad aber nicht neu. Hier vergibt unserer Meinung nach Gato Roboto etwas von seinem Potential. Wir hätten uns zum Beispiel gewünscht, dass die Boost-Mechanik mit dem Raketenwerfer einen größeren Teil im Spiel eingenommen hätte. Stattdessen erhält der Spieler einen viel weniger spektakulären Doppelsprung, der macht zwar wieder auch nichts falsch, gerade kleine Titel wie dieser könnten aber unserer Meinung nach ruhig mal etwas mehr experimentieren. Bis zum Release haben wir Entwickler also durchaus noch Dinge, an denen sie in letzter Sekunde werkeln können.

Fazit

Gato Roboto ist eins dieser Spiele, zu denen man immer wieder zurückkehren kann. Dazu sind die intuitiven Mechaniken und gut gestalteten Level bestens geeignet. Eine Langzeitmotivation, sich entwickelnde Charaktere oder bahnbrechende Neuerungen sollte man hingegen nicht erwarten. Wir hatten mit unserem ersten Einblick in den kleinen Titel überraschend viel Spaß, hätten uns aber auch hier und da ein paar Alleinstellungsmerkmale gewünscht.

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