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GRID: Reboot der Reihe in Madrid angespielt.

Mit Vollgas zurück zu den Wurzeln

GRID: Rennspiel-Reboot in der Vorschau – Was lange fährt, wird endlich gut?

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Codemasters bringt mit „GRID“ hitzigen Rennspaß zurück ins Wohnzimmer. Selbst F1-Legende Fernando Alonso hat seine Finger im Spiel, das wir vorab gecheckt haben.

Seit gut elf Jahren setzt sich das Entwicklerteam von Codemasters mit den physikalischen und technischen Eigenschaften von Rennspielen auseinander. Allerdings liegt die letzte Veröffentlichung bereits fünf Jahre zurück. Der neuste Teil, mit dem einfachen Namen „GRID“ soll nicht nur die beliebte Reihe fortsetzen, sondern eine Vielzahl an Möglichkeiten bieten, um wirklich jedem Spieler Rennvergnügen zu bereiten. 

Klassentypen - Kein Themenspiel 

„GRID“ gibt den Spielern die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Fahrzeugtypen zu wählen. Die Klassen GT, Touring, Stock, Muscle, Super-Modified, Formel J, Gruppe-7-Special und weitere verfügen nicht nur über ein eigenes Fahrgefühl und bedürfen einiger Übung, um die Kontrolle über das Fahrzeug zu behalten, sie sind auch individuell anpass- und ausbaubar. Unten den Fahrzeugen finden sich auch Modelle wie der AUDI RS 3 LMS – Touring, Chevrolet Camaro Z28 und der Ferrari 488 GTE- GT – Ikonen ihrer Rennklasse. 

Die Auswahl der Fahrzeugtypen ist gigantisch.

Circa 70 verschiedene Fahrzeuge soll das Rennspiel zum Release umfassen. Durch die verschiedenen Klassen bietet „GRID“ themenunspezfischen Rennspaß, der durchaus zum Online-Erfolg beitragen kann. Spiele wie „F1“, das bspw. ausschließlich die Formel1 umfasst, haben seit Jahren den Ruf weg, auf Dauer recht eintönig zu werden und nicht alle Teile der Racer-Community zu vereinen. „GRID“ könnte das durch die Vielzahl an Fahrzeugtypen ändern. 

Spielmodi – Alles was das Herz begehrt 

Für Abwechslung im Spiel sollen auch die vielen verschiedenen Spielmodi sorgen. Neben normalen Rundenrennen haben Spieler auch die Möglichkeit, an Straßenrennen, Sprintrennen, Point-to-Point-Rennen oder Zeitrennen anzutreten. Bei Zeitrennen bietet sich die Möglichkeit, gegen Renngrößen wie Fernando Alonso anzutreten und dessen Zeit auf dem ausgewählten Streckenkurs zu unterbieten. 

In diesen Zusammenhang haben wir die Chance genutzt, ein kurzes Interview mit dem ehemaligen Formel 1-Profi und derzeitigem FIA-Langstrecken-Weltmeister zu führen. Wir sprachen mit ihm über das brandneue KI-System von GRID und konnten ihn nach seiner professionellen Meinung zu Nemesis und Co. fragen.

Streckenauswahl - Rennspaß auf vier Kontinenten 

Die Reise führt unter anderem ins exotische Shanghai.

„GRID“ wird eine Vielzahl von Strecken mit sich bringen, die neben bekannten Rennstrecken der Formel 1, wie beispielsweise dem „Großen Preis von Singapore“ auch völlig neue Strecken beinhalten werden. Fast alle Strecken in „GRID“ können dabei mit jedem Fahrzeugtypen gefahren werden. Folgende Strecken stehen zur Verfügung: 

  • China: Zhejiang Circuit (Rundkurs) 
  • Shanghai (Straßenkurs) 
  • Malaysia: Sepang International Circuit (Rundkurs) 
  • Japan: Okutama (Rundkurs) 
  • Großbritannien: Brands Hatch 
  • Großbritannien: Silverstone Circuit (Rundkurs) 
  • Spanien: Barcelona, (Straßenkurs) 
  • USA: San Francisco (Straßenkurs) 
  • USA: Indianapolis (Rundkurs) 
  • Fiktiv: Crescent Valley (Rundkurs) 
  • Kuba: Havanna (Straßenkurs) 
  • Australien: Sydney Motorsport Park (Rundkurs)

Aus diesen zwölf globalen Locations entstehen im finalen Spiel 92 verschiedene Kurse. Dazu zählen jedoch auch Teilabschnitte und gespiegelte Varianten bereits bekannter Strecken.

Fahrgefühl – Mit prominenter Unterstützung zum Erfolg

„GRID“ ist nicht nur das neuste, sondern auch eins der realistischen Rennspiele – und das trotz Arcade-Konzept. Jede Bodenwelle oder Begrenzungsrille wird beim Überfahren spürbar und beeinflusst nachhaltig die Handhabung des Fahrzeugs. So können Spieler auch schnell ins Schleudern kommen, wenn sie auf nasser Fahrbahn zu schnell um die Kurve fahren oder die Streckenbegrenzung streifen. Um trotz der realistischen Fahrgestaltung den Spielspaß zu garantieren haben die Entwickler von Codemaster eine „Zurückspul“-Option eingebaut, die es den Spielern möglich macht, einmalig die Zeit vor dem Unfall zurückzuspulen.

Auch das neue, alte GRID siedelt sich zwischen Arcade-Racer und Simulation an.

Bei der Gestaltung des Fahrgefühls bekamen die Entwickler sogar ein Berater-Team um Fernando Alonso zur Seite gestellt. Nicht zuletzt deshalb ist damit zu rechnen, dass GRID als gelungene Symbiose aus Arcade-Spaß und Rennsimulation in die Annalen der Rennspiel-Geschichte eingeht. Noch näher an die Wirklichkeit kommt man allerdings noch mit einem Racing-Setup für die Konsole. Mit Lenkrad, Pedallen und einem eigenen Rennsitz kann direkt in die Welt des Motorsports eingetaucht werden, mit allem was dazugehört, von schwergängigen Lenkrad, bishin zur Schaltschwierigkeiten.

GRID: Racing mit Persönlichkeit und Feindschaften

Kein Reboot ohne neue Features. Das hat sich auch das Entwicklerteam rund um Chris Smith gedacht und die Fahrer-KI zum großen Projekt für GRID erklärt. Die soll nun deutlich mehr auf Zack sein, Bremswege knapper berechnen und Lücken im Teilnehmerfeld selbstständig schließen – alles im Sinne von mehr Persönlichkeit und mehr Persönlichkeiten auf der Strecke. Wie auch im echten Leben kann es also passieren, dass der Fahrer hinter dem Spieler die Geduld verliert und zu einem riskanten Überholmanöver ansetzt.

Stolze 400 verschiedene KI-Persönlichkeiten soll GRID umfassen, um dafür zu sorgen, dass keine zwei Rennen einander gleichen. Der Clou daran: Im Reboot macht man sich nun regelmäßig Feinde auf der Strecke. Drängt der Spieler einen KI-Fahrer beispielsweise ins Kiesbett, besteht die Möglichkeit, dass zwischen beiden eine amtliche Feindschaft entsteht und sich der computergesteuerte Fahrer zur Nemesis aufschwingt. Bedeutet: Im Verlauf des Rennens oder sogar darüber hinaus wird der KI-Gegner einen deutlich aggressiveren Stiefel fahren, wenn er auf den Spieler trifft.

Das Nemesis-System soll für packende Duelle sorgen.

Grafik – Über die Rennstrecke hinausgeschaut 

In puncto Grafik und Animation kann die wilde Mischung aus Arcade- und Rennspiel überzeugen – und das nicht nur auf den ersten Blick. Auch außerhalb der Rennstrecke legt Codemasters viel Wert auf eine stimmige Atmosphäre, knackige Skyboxen und schafft ein stimmiges Gesamtbild. Verschiedene Wetteroptionen wie Regen zeichnen sich nicht nur auf der Strecke, sondern auch an der gesamten Spielwelt ab und geben dem Spieler so noch viel mehr die Möglichkeit, ins Spiel abzutauchen. 

Außerdem soll „GRID“ in 4K spielbar sein und das bei gleichzeitig flüssigen 60FPS auf soliden Rechnern. Wie es mit der Performance auf den Konsolen, traditionell die kleinen Schwachpunkte der britischen Entwickler, aussieht, konnten wir bislang nicht herausfinden. In Sachen Sound hat sich Spiel aber schon jetzt das Gütesiegel "prickelnd" gesichert. Wenn beim Start die Motoren aufheulen, bleiben kurze Gänsehaut-Momente nicht aus. Der offizielle Release des Spiels wird am 11. Oktober 2019 stattfinden. Anschließend steht das Spiel für PC, Xbox One und PlayStation 4 zur Verfügung.

Fazit

GRID feiert sein Comeback und kehrt gleichzeitig zu den Wurzeln der beliebten Rennspiel-Reihe zurück. Noch immer lässt sich dem Racer seine DNA als Arcade-Game nicht absprechen, doch dank neuer Innovationen im Bereich KI und dem spannenden Nemesis-System dürften auch Simulations-Fans nicht zu kurz kommen. Auch die Expertise von Formel 1-Legende Fernando Alonso hat sichtliche Spuren hinterlassen, sodass GRID durchaus das Potenzial hat, um das Rennspiel des Jahres mitzufahren.

Alexander Müller

Ihr wollt euch selbst ein Bild der Features von GRID machen? Dann checkt den aktuellen Trailer zum Rennspiel.

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